Ein Ostpreusse

Am Samstag, auf dem Parkplatz der Sparkasse, fiel dem Blogwart ein alter Mann auf, der gerade aus dem Auto stieg. Auf der Fahrzeugheckscheibe hatte er einen angegrabbelten großen  ovalen Aufkleber „Ostpreussen – unvergessene Heimat“. Was der Blogwart sonst nicht macht, er sprach den Alten an, der sich nur mit Mühe an zwei Krücken aufrecht hielt. Entschuldigung, ich habe ihren Aufkleber gesehen, es gibt da richtig schöne Sticker im Internet, die fallen auch nicht so auf, die Antifa denkt sonst gleich „Nazi“ und versucht den Aufkleber abzupuhlen, an Ihrem waren sie wohl auch schon dran. Ja, meinte der Mann, hat mir mein Enkel besorgt, was die heute in der Schule lernen, über die Zeit …. Der Blogwart gab zu, daß er auch mal verblendet war, sich dann aber, durch das Lesen alter Zeitungen selbst ein Bild gemacht hat. Als er gemerkt hat, sagte der Blogwart, was sie alles über den Ersten Weltkrieg zusammengelogen haben, da hat er sich gefragt, was an dem Wahres ist, was sie über die Hitlerzeit schreiben. Ja, meinte der alte Mann, Hitlerjunge war ich auch und dumm. Hab mich freiwillig in den Krieg gemeldet. Und warum nicht? Fragte der Blogwart nach, die haben geboten, was Jungs Spaß gemacht hat. Geländespiele, Schießen, Lagerfeuerromantik. Und klar, man ist mit der ganzen Ideologie aufgewachsen, nicht anders als heute, nur gibt es heute noch das Fernsehen. Wir haben uns richtig schön unterhalten. Und am Ende sagte der Alte,  der Blogwart hätte ihm eine große Freude gemacht. Und das hat den Blogwart dann auch gefreut.

4 Responses to “Ein Ostpreusse”


  1. 1 Zyankali 31. März 2015 um 09:24

    Schön solche Geschichten noch erleben zu dürfen. Bald werden wirklich auch die letzten Geschichte sein und wenn einst willens nun dann nicht mehr in der Lage sein gegen Defamierung und Desinformation vorgehen zu können.
    Schätze diese Momente.

  2. 2 Blond 31. März 2015 um 10:11

    Schade, dass ich den Ostpreußen nicht getroffen habe – ein Großteil meiner Familie ist von dort (oder sollte ich dies besser nicht schreiben – wegen Nazi-Herkunft und so?).
    Dafür hatte ich einmal das Vergnügen, meinen Familien-Namen auf einem Ausweis zu lesen, dessen Person mir bis dahin völlig unbekannt war (weil heute nicht mehr Deutschland), und die, wie sich’s herausstellte, vom gleichen Stammbaum abzweigte – was ein schöner Zufall 😀

  3. 3 Notarzt 3. April 2015 um 10:05

    Kann es sein, dass die heutige „Hitlerjugend“ ANTIFA heißt…?

    ….die bieten doch auch jede Menge Spaß, Abenteuer und Ideologie pur

  4. 4 Tante Lisa 3. April 2015 um 20:45

    @Notarzt

    Nein!

    Ob Hitlerjugend (Du brauchst das Wort nicht in Anführungszeichen setzen, denn es gab sie wirklich) oder SA, die haben sich nicht für die NWO der Wallstreet – beides war damals bereits als das Übel überhaupt bekannt – eingesetzt; stattdessen haben sie sich für nationale Interessen eingesetzt.
    Die sogenannte Antifa setzt sich für die NWO der Wall Street ein und bekämpft hingegen nationale Interessen.

    Womöglich frägst Du: NWO?

    NWO = Globalismus – also völlig enthemmter und damit aggressiver Kapitalismus – und der vertritt niemals nationale Interessen.

    Womöglich frägst Du: Wall Street?

    Naja, es heißt bestimmt nicht Wallstraße, wie bei Wikipedia unter dem Stichwort „Wall Street“ beschrieben, denn Wall im Englichen heißt ins Deutsche übersetzt Mauer oder Wand.
    Wall im Deutschen heißt dagegen ins Englische übersetzt rampart oder vielleicht auch noch parapet.

    Mauer, Mauer…?

    Hmm… Jerusalem?!

    Beim Wunsch weiterer Ausführungen bitte an den Blogwart wenden 😉


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