Es war ein furchtbarer Geruch

Furchtbarer GeruchBild: Im Prozess gegen den geständigen Buchhalter von Auschwitz, der, mutmaßt der Focus, mehr als ein Buchhalter des Todes sein könnte, kommen immer neue Anklagepunkte zur Sprache. Ankommenden in Auschwitz wäre der furchtbare Geruch, der über dem ganzen Lager hing sehr unangenehm aufgefallen. Der die Augen tränen ließ und im Hals kratzte.

„Ich habe einen Wachmann gefragt“, sagt eine Augenzeugin aus,  „ob das nicht auf die Dauer gesundheitsschädlich sei“,  aber der habe nur zynisch gelacht und gemeint, sie, die Wachleute,  müßten das ja länger aushalten. „Das hat mich“, schluchzte die Zeugin, „total fertiggemacht. Und“, ergänzte sie empört, „im Prospekt stand davon auch nichts!“ Das Gericht soll jetzt prüfen, inwieweit der geständige Angeklagte auch für den fürchterlichen Geruch verantwortlich wäre und welche Schadenersatzforderungen die Überlebenden in 6stelliger Summe erheben könnten. Das wird sicher spannend.

6 Antworten to “Es war ein furchtbarer Geruch”


  1. 1 Blond 24. April 2015 um 10:39

    Eine Schadensersatzklage wegen Geruchs-Tätlichkeiten (-Belästigung war gestern 😀 ), welche die Auserwählten stellen könnten, würde ich bei der jetzigen „Gemütslage“ in DD eine 110-prozentige Erfolgs-Wahrscheinlichkeit zusprechen!
    Hihi

  2. 2 Karl Eduard 24. April 2015 um 10:43

    Was der Umwelt angetan wurde, darüber wurde noch gar nicht gerichtet.

  3. 3 Heinz 24. April 2015 um 11:06

    Der Andrang damals war ähnlich stark wie heute der vom Mittelmeer aus.
    Daraus ergaben sich zeitweise Probleme mit der Kanalisation. Da
    staatliche Flüchtlingshelfer jetzt mit Schutzanzügen ausgerüstet werden kein
    Problem mehr. Aber wer zahlt dem 94er Opa jetzt eine Entschädigung für den jahrelangen Gestank. Und all den anderen Aufsehern, ihren Witwen und Enkel?

    Das der Gestank Auswirkungen auf die Gehirne der Aufseher hatte wird ja
    nun endlich mal vor Gericht aktenkundig.

  4. 4 Hildesvin 24. April 2015 um 20:26

    Kennern einer gewissen Internetseite, so mit „v“ anfängt, mit „h“ und „o“ weitergeht, und mit .org endet, ist die Problematik bekannt: Dort waren nämlich überall Chemiebuden aktiv. – Und wer zu Regierungszeiten Erichs des Weisen auch nur einmal zwischen Wolfen-Süd und Betterfield unterwegs war, vor allem nachts, wenn aus sozialistischer Profitgier die Filter abgeschaltet waren, weiß, was Gestank ist. (Ausnahme: Surströmming.)
    —–
    Die Sache selber hat allerdings ein Geschmäckle. Der Sinn der Übung ist wohl, Vorwitzige, die noch an den Weihnachtsmann und den Rechtsstaat glauben, aus der Deckung zu locken, um sie bei Bedarf zu sanktionieren/eliminieren/vaporisieren.

  5. 5 Frankstein 25. April 2015 um 07:50

    Nachgerade kontraproduktiv ist ein Artikel im WK in dieser Woche. Zu einem moralinsauren Artikel über Zwangsarbeiter ein Bild mit den derart „Geknechteten “ . Adrett gekleidete junge Männer mit freundlichen Gesichtern vor einer Unterkunft. Kein Vergleich mit Bildern meiner Familie vor dem ausgebombten Haus. Unternährte, verbitterte Gestalten in schäbiger Verkleidung. Die NAZIS waren schon Meister der Propaganda, warum sie aber die schäbigen Privataufnahmen zugelassen haben, erschließt sich mir einfach nicht. Da hat wohl der Blockwart versagt.

  6. 6 Zyankali 27. April 2015 um 23:01

    Trotz allem ernsterem Sinn erlaube ich mir doch bei diesem Artikel zu lachen. Die Titel und das Bild darunter sind einfach einen Lacher wert. Alles Andere, sei ein jedem selbst überlassen.


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