Archiv für 3. Juli 2015

Telefon ist Neuland

NeulandBild: Abhören? Das kennen wir!

Es gibt ja Menschen, die irritiert es, wenn die Bundeskanzlerin schulterzuckend übergeht, daß deutsche Parteien, Regierungsvertreter oder die Industrie von den Geheimdiensten Amerikas abgehört werden. Ja, fragen sie sich, wie kann das doch sein, das sind doch unsere Freunde, die Garanten von Demokratie, Menschenrechten und westlichen Werten, wie dem Postgeheimnis, da muß die Kanzlerin doch eine Chefsache ausrufen! Und dem Obama sagen, also, mein lieber Herr Obama, wenn Du was wissen willst, dann frage bitte direkt, wir Deutschen haben seit dem Mai 1945 keine Geheimnisse mehr, die habt Ihr damals ja abtransportiert. Bis auf den letzten Aktenordner.

Aber, muß man die Kanzlerin hier in Schutz nehmen, wer nichts zu verbergen hat … und damit liegt sie auf der Linie vieler Internetnutzer, die es in Ordnung finden, wenn ihre Daten gesammelt werden, denn nur die wenigsten von ihnen planen, einen Nationalsozialistischen Untergrund zu gründen, wobei das sowieso im Aufgabenbereich des deutschen Verfassungsschutz liegt.

Wenn die Deutschen abgehört werden, dann muß man sich das so vorstellen, wie, wenn besorgte Eltern ein Babyphone installieren, sie können dann darauf reagieren, wenn das Kind der Alb plagt, es wecken, ihm Milch reichen oder sich zu ihm legen, um ihm zu erzählen, daß es die Gespenster unterm Bett gar nicht gibt, denn die stecken ja im Wandschrank.

Wir sollten uns also freuen, daß da immer jemand ist, dem es ausschließlich um unser Wohl geht. Und ihm dankbar sein. Vielleicht am 04. Juli?

Da haben sich, wir erinnern uns, Untertanen der englischen Krone von der englischen Krone für unabhängig erklärt, ihre Gesetze, ihre Gerichte und   die bisherige staatliche Macht  nicht mehr anerkannt und haben, als die staatliche Ordnungsmacht dagegen einschritt, das Feuer auf sie eröffnet. Also einen Bürgerkrieg begonnen. Mit vielen Toten. Partei für diese Rebellen und Terroristen nahm damals Frankreich, das mit England sowieso um den Kontinent Europa kämpfte. Am 4. Juli wird das gefeiert.

Was dagegen heute in der Ostukraine geschieht, das ist natürlich etwas völlig anderes.

Sehenswert

Eine Journalistin der Komsomolzkaja Prawda, die der ukrainischen Rechtsprechung in die Hände fiel, erzählt. Der Blogwart meint: unbedingst sehenswert. Einmal die Art der Befrager und dann die junge Frau selbst, die fernab jeder Tränendrüserei, wie sie typisch ist, für Folteropfer Putins, vom Schlage Pussy Riot, nüchtern von ihren Erlebnissen spricht. Erstaunlich auch, wie die mitgefangenen Männer sich solidarisch um die inhaftierten Frauen gekümmert haben und die Frau das anerkennt und dankbar dafür ist. In Rußland ist noch viel Aufklärung nötig.

Dem Mißbrauch Riegel vorgeschoben

FlüchtlingeEndlich greift der Bundestag mal hart durch, sagt der Blogwart. Und schiebt dem Asylmißbrauch einen Riegel vor. Einen Snicker oder Mars. Sozusagen.

Zuerst die gute Nachricht. Wer gut integriert ist, darf bleiben. Als gut integriert gelten Familienclans, die sich in deutschen Großstädten Straßen-, Park oder Saalschlachten liefern. Da bleibt alles so wie immer. Als gut integriert gilt auch, wer Terrororganisationen im Ausland unterstützt, deren Ziel es ist, Ungläubige, also uns, zu töten. Als gut integriert gilt auch, wer den deutschen Führerschein besitzt und mit seinem Fahrzeug Passanten totfährt, weil Allah es so will.

Als gut integriert sehen unsere Politiker auch jene an, die die Rentenkasse dadurch entlasten, indem sie deutsche Rentner zum Frühableben zwingen oder die die Lehrstellenknappheit dadurch entschärfen, daß sie deutschen Heranwachsenden zeigen, wie schön das Leben nach dem Tode ist. Menschen, die unserer Gesellschaft auf diese Art nützliche Dienste leisten, kann man nicht verdammen, deutsche Richter sind sich, in ihrer Mehrheit, über diesen Punkt einig.

Gut integriert, nach Maßstäben deutscher Politiker,  ist jeder Ausländer, der mit Hilfe von Helfern, Sozialleistungen beantragt, sich ansonsten aber scheut, produktive geistige und körperliche Arbeit zum Wohle des Deutschen Volkes zu leisten. Wie immer gilt  als gut integriert, wer dazu aufruft, die Freiheitlich Demokratische Grundordnung mittels Geburtendschihad zu beseitigen, wer die westliche Lebensweise verdammt und Frauen, die in sommerlich luftiger Kleidung einherspazieren, klar sagt, selbst schuld, wenn ihr vergewaltigt werdet, warum schlüpft ihr nicht unter einen bequemen Tschador? Für die also, die auch bisher als gut integriert galten, ändert sich gar nichts.

Natürlich dürfen auch all jene, die nur nach Deutschland gekommen sind, um von den Deutschen zu leben, bleiben. Vor allem, wenn sie sich darauf berufen, schwul zu sein, bestraft worden zu sein, weil sie in China oder Rußland das Gesellschaftssystem destabilisierten oder obszöne Handlungen in einer christlichen Kirche vollführten, weil sie Moslems sind und deshalb aus islamischen Ländern unter Zurücklassung von Frau und Kindern ausreisen mußten, statt nach Bahrein oder Saudi Arabien oder weil sie vom Kopfabschneiden oder Steinigen eine Auszeit benötigen. Bleiben dürfen auch die, die Terrorakte vorbereiten wollen, die US – Streitkräfte dürfen ja auch!

Härter wird es künftig für diejenigen, die Arbeit gefunden haben und die sich bemühen, Deutsch zu lernen und sich den Deutschen anzupassen. Die haben ganz, ganz schlechte Karten. Solche Flüchtlinge brauchen wir hier nicht und sie sind von der Politik auch nicht gewollt. Hier wird künftig gegen den Mißbrauch des Wortes Asyl konsequent durchgegriffen. Statt nach 20 Jahren erfolgt die Abschiebung jetzt schon nach 19 Jahren und 6 Monaten. Egal, ob dann in Unternehmen die Arbeitskraft fehlt oder der Schule die engagierte Schülerin. Selbst Kirchenasyl wird dann kein Schutz mehr bieten, jedenfalls nicht in den bisherigen Fristen von mehreren Jahren und die Abschiebeverhinderer, von der linken Fraktion aus Gutmenschenhausen, werden in Bälde die ganze Härte polizeilichen Durchsetzungsvermögens zu spüren bekommen, mehrere Tausend Schaumstoffknüttel mit Blumenmotiven wurden bereits geordert.

Und mal ehrlich, sagt der Blogwart, so konnte es doch nicht weitergehen. Oder?


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