Archiv für 11. November 2015

Ablass gibt es gratis

Ablass gratisBild: Da haben die Deutschen noch einmal Glück gehabt. Der bekennende Kosmopolit und Jude, Herr Broder, beschwichtigt, bis zum nächsten Sinneswandel, die Deutschen, daß frühere Adolf-Hitler-Plätze oder Straßen keinesfalls mit nationalsozialistischem Gedankengut auf ewig kontaminiert sind, so daß keine Ansteckung droht. Selbst Fremdenfeinde, als die Herr Broder Pegida verortet, würden nach längerem Aufenthalt nicht zu SS-Bestien mutieren, wie man sie in Hollywood oder in den Erzählungen umtriebiger Holocaustbarden geschaffen hat.

Puh, sagt der Blogwart, das hätte auch ins Auge gehen können, denn jeder Ort, der etwas auf sich hielt, hatte wenigstens eine Adolf-Hitler-Straße und was hätte da alles passieren können, auch nach der Umbenennung in Erzberger oder Thälmann oder Karl Liebknecht, mit der der Teufel gebannt werden sollte.

Aber woher wissen wir, daß Herr Broder, der mal so tut als ob und dann wieder anders spricht, für solchen Exorzismus qualifiziert ist oder die Berechtigung hat, solche Aussagen zu treffen. 99 Mal ging es gut und dann schimmert der Himmler durch. Oder gar der Hitler. Nur weil man nicht wußte, auf welch gefährlichem Terrain man wandelt. Da wäre es schon besser, Stadtpläne herauszugeben, die die Stellen markieren, in denen die Gefahr lauert. Der Herr Broder übernimmt hinterher nicht die Verantwortung. Das ist das Einzige, was ganz sicher ist.

Bild: Früher war alles voller Nazis, weil die Guten im KZ waren. Selbst wenn sie nicht im KZ waren und im Widerstand unterwegs, die Menge der Nazis war die Überwältigende. Und das soll keine Spuren hinterlassen haben. Herr Broder sagt „Nein“. Aber mit Pegida hat er ja auch daneben gegriffen. Absicht? Sicher.

Altern macht nur älter

IndianerJetzt ist der alte Häuptling der Indianer tot, der, der mit jeden Jahr des Alterns geistig weiter zu wachsen schien, gemessen am intellektuell Zwergischen der Politiker und Medienhuren im Dienst. Und was ham wa uns jefreut über den Schmidt, wie er so Sachen brachte, die aus dem gesunden Menschenverstande erwachsen schienen und der Tatsache, daß es dem Gefeierten egal sein konnte, was man über ihn denkt.

Hat er zum Beispiel, zwischen zwei Rauchringen gesagt: „Und es ist unbestritten, daß nach dem Herbst der Winter kommt“, da waren wir baff, was der sich traut. Und wenn die berufstalkende Quotentussi scharf nachgefragt hat, immer respektvoll natürlich, ob man das heute denn noch so sagen könne, dann hat sie der Schmidt hart aber konsequent an ihren Platz erinnert. Am Herd nämlich.

Leider, meint der Blogwart, kommt die Altersweisheit immer erst, wenn das Amt ausgestanden ist und die Pfründe gesichert sind. Da könnten wir, theoretisch, für die Zukunft, noch Quantensprünge bei der derzeitigen Bundeskanzlerin erwarten, wenn sie erst einmal ihre Fluchtresidenz in Paraguay bezogen hat. Vorausgesetzt, sie schafft es   lebend bis in den  Hubschrauber.

Bild: Begrabt mein Gehirn an der Biegung des Flusses. Die meisten Alten werden lernresistent, denkfaul, verkalken und langweilen ihre Zuhörer mit Geschichten von Anno Tobak und was sie alles getan haben. Wenn sie es getan hätten. Im Gegensatz zu den Heutigen.  Da viele der Nachgeborenen aber wie hirntote Zombies einherwandeln, die sich ohne Ratgebersendung nicht die Schuhe binden könnten, haben solche Alte etwas erfrischendes. Auf alle Fälle scheinen sie lebendiger als alle Alternativlosen. So wie Helmut Schmidt. Aber der ist jetzt auch tot.


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