Wie die Berliner Flüchtlingsinitiative HmdZ (Her mit dem Zaster) auf ihrer Facebookseite vermeldete, wurde die minderjährige Syrierin Camilla halberfroren an einem Maschendrahtzaun in einer beliebten Villengegend aufgefunden, in der sie offenbar orientierungslos gestrandet war. Nur dem mehrstündigem Einsatz der Berliner Feuerwehr war es zu verdanken, daß Camilla, die als ihr Alter 7 Jahre angab, aus der Umklammerung des Zaunes gerettet und in die Obhut eines progressiven SPIEGEL – ONLINE Bloggers übergeben werden konnte. Dieser hatte sich schon immer einen Flüchtling gewünscht. Vor allem, um ein Zeichen zu setzen.
In einer gemeinsamen Stellungnahme der CDU, DIE LINKE, der SPD und den GRÜNEN hieß es, Zäune müßten ab sofort geächtet werden, damit sich so ein Drama nicht wiederholt. Die Bundeskanzlerin, die erstmals wieder die Deckung verließ, mahnte, man müsse die Ursachen der Zäune bekämpfen und würde gleich nach der Sitzung eine Expertenkommission einberufen, die diese herausfinden solle. Kosten dürften dabei keine Rolle spielen. Wie üblich.
ARD und ZDF würdigten die Rettung der kleinen Camilla mit einer 2 stündigen Sondersendung, während RTL ankündigte, ein Dokudrama drehen zu wollen. Der beliebte Volksschauspieler Til Schweiger äußerte sich in einem Twitterposting abschätzig über die Aufnahme von Camilla durch den Alphablogger bei SPIEGEL ONLINE und schrieb irgendwas mit „der wolle sie nur ficken.“ Was große Empörung hervorrief. Und den Ruf nach Teilhabe.
Feministinnen wiesen betroffen darauf hin, daß die kleine Syrierin nur gerettet worden wäre, weil sie einigermaßen sexy aussehe, man wisse ja, wie Männer seien. Die Feuerwehr antwortete darauf, daß keine Zeit zur Prüfung der inneren Werte Camillas zur Verfügung gestanden hätte, das Mädchen stand kurz vor dem Kältetod, während sich die Feuerwehrmänner bemühten, die Halberfrorene mittels Körperwärme am Leben zu erhalten, an Decken hätte leider niemand gedacht. Die aus Wolle. Die Eintrittszahlen in die Feuerwehr stiegen daraufhin sprunghaft an.
Außerhalb der Maischberger – Runde twitterte Frauke Petry von der rechtsextremen AfD, Camilla würde gar nicht aussehen wie ein siebenjähriges Kind, worauf die Presse einstimmig die Meldung brachte, Petry wolle Kinder an Zäune binden und sie dort erfrieren lassen. Die Umfragezahlen für die AfD stürzten danach in den Keller. Spontan bildeten sich Jagdkommandos „Camilla“, um Frau Petry zu teeren und zu federn. Richard Herzinger erklärte in der WELT, Hitler habe offenbar einen neuen weiblichen Nachfolger. BILD setzte ein Kopfgeld aus. „Tot oder tot.“ Alexander Gauland distanzierte sich umgehend. Kinder an Zäune zu binden, wäre keine Lösung. Es müsse andere Wege geben.
Selbst befragt, unter Zuhilfenahme eines Dolmetschers, erklärte die kleine Camilla, wie froh sie sei, endlich Deutschland erreicht zu haben, nach ihr würden noch weitere Millionen kommen, die so wären wie sie und am liebsten würde sie sofort die Leitung eines Atomkraftwerkes übernehmen, nach einer Woche Schulung, versteht sich. Sie sei qualifiziert.
Jetzt bestürmen die Medien die Bundeskanzlerin, den Atomausstieg zu revidieren, um Camilla die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen. Um Druck auf die Kanzlerin auszuüben, brachten sie Camilla bereits zum Weinen. Das Weinen wurde inzwischen bei Facebook bereits 8 Millionen mal geteilt.

Wieder ein gaaaanz böser Schwank – Applaus, Applaus!
😀
Klasse! Genau wegen solcher Beiträge lese ich diesen Blog.
Dein Bester überhaupt – aber Perlen vor die Säue.