Ludendorff – meine Kriegserinnerungen

Auf der WordPress Seite „Deutsche Ecke“ hat der Blogwart ein interessantes Video des russischen Staatsfernsehens gefunden. Über AfD und Pegida. Die bauen sich auch ihre Realität zurecht, wie sie sie gerne hätten.

Am Schluß bedankt sich Herr Höcke bei Rußland.  Sinngemäß: „Danke, daß Rußland aus dem 7 jährigen Krieg, den Preußen gegen eine Übermacht von Österreichern, Franzosen, Sachsen und Russen führen mußte, ausgeschieden ist. Danke, daß Rußland 1913 Preußens Befreiungskrieg unterstütze, … Danke, danke, danke.“

Höflicherweise hat er nicht erwähnt, daß Rußland keinen Grund hatte, gegen Friedrich II. zu ziehen, der hatte nämlich auch so schon Feinde genug, die er von allen Seiten abwehren mußte. Daß Rußland dennoch in die Koalition gegen Preußen eintrat, um sie später wieder zu verlassen, verdient eigentlich keinen Dank. Und vor Tauroggen, 1813, gab es den Verrat des russischen Zaren an Preußen im Tilsiter Frieden. Die Unterstützung, erst der Neutralitätserklärung Yorks und dann der Erhebung Preußens, war im eigenen russischen Interesse, um Napoleon nicht noch mehr Zeit zu geben, seine Armeen zu reorganisieren. Die große Armee Napoleons war durch die Streitkräfte Rußlands aufgerieben worden. Viel mehr aber durch Kälte und Hunger. Die verfolgenden Russen waren am Ende ihrer Kräfte und hatten fast ebenso gelitten. Die preussischen Streitkräfte des General York standen, vertraglich verpflichtet, unter französischem Oberbefehl. Sie waren nicht in allerbestem Zustand, hätten aber den Russen den Weitermarsch so erschweren können, daß die Franzosen die Zeit gehabt hätten, sich zu erholen. Es gibt also keinen Grund, sich zu bedanken.

In den letzten Tagen hat der Blogwart auch in oben genannten Kriegserinnerungen gelesen. Die Deutschen bildeten an allen Fronten das Rückgrat. Wo der Deutsche nicht war, da brach die Front zusammen. Ob in der österreichischen Abwehr der Russen, ob es darum ging, die Rumänen zurückzuschlagen, überall mußten deutsche Soldaten aushelfen. Und wenn man sich überlegt, was dazu für ein Menschenschlag gehörte und was sich heute tummelt, der Blogwart eingeschlossen, da könnte man den großen Zorn bekommen, gegen die, die die Eigenschaften aus den Deutschen herausgezüchtet haben, die ihnen geholfen hat, gegen eine Übermacht von Feinden zu bestehen.

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3 Responses to “Ludendorff – meine Kriegserinnerungen”


  1. 1 alphachamber 29. März 2016 um 08:31

    Ja, das Bündnis mit den Habsburgern war der größte Fehler deutscher Bündnispolitik. Bismarck selbst hätte sicher noch die diplomatische Kurve gekriegt. Die Nachfolger waren ohne Format

  2. 2 Karl Eduard 29. März 2016 um 08:36

    Hinterher ist man immer klüger.

  3. 3 Stiller Beobachter 29. März 2016 um 21:34

    Ohne das „Rückgrat“ wird das sowieso nichts mehr mit Europa. Das war ja auch das Ziel der „Umerzieher“, den militärisch Besiegten auch noch das Rückgrat zu brechen, sonst wäre ihr Sieg womöglich noch umsonst gewesen. Daß das dann aber gleich so ausartet, hätten sie selbst wohl nicht für möglich gehalten. Denn heute gilt in ihrem „rückgratlosen“ Besatzungsgebiet die „Käßmann-Doktrin“: Hauptsache, alle haben uns gaaanz liiieb, deshalb beten wir auch für die Terroristen, daß die uns auch gaaanz liiieb haben, – piep, piep, piep.


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