Manche Musiker machen nur Musik

kantate

Muß sich Helene Fischer jetzt gegen Rechts äußern? Weil sonst niemand mehr in ihre Konzerte geht?

Udo Lindenberg, der große, angepasste Barde, der sogar gegen den Honecker ansang und damit das System zum Einsturz brachte, ist sich sicher, hätten vor 1933 nur genug Künstler gegen Adolf Hitler angesungen, dann hätte es Thälmann geschafft, deutscher Reichskanzler zu werden. Thälmann war wenigstens Arbeiter, der Hitler hat aber nur Postkarten gemalt, bevor er Diktator wurde. Sinniert Udo. Deshalb stehen Schlagerfuzzies, wie die Helene Fischer, in besonderer Verantwortung.

Er, Lindenberg, lebe schon jahrzehntelang in einem Hotel, wo andere einem den Müll runtertragen. Deswegen habe er auch Zeit, sich über Politik Gedanken zu machen. Gut, es kommt nichts dabei heraus. Dennoch. Vielleicht sollte Helene Fischer es auch tun? In ein Hotel ziehen? Was der Bach noch hätte komponieren können, hätte er in einem Hotel gewohnt. Oder der Mozart! Der Wagner besser nicht.

Neben dem Müllservice hat ein Hotel noch einen entscheidenden Vorteil. Man braucht nicht soviel Zeit für den Auszug und erreicht den letzten Flieger noch rechtzeitig. Falls das Singen gegen Rechts nicht geholfen hat.

12 Responses to “Manche Musiker machen nur Musik”


  1. 1 sk 2. November 2016 um 13:44

    Öhm wie jetzt? Ich dachte David Hasselhoff hätte die Mauer im Alleingang nieder gerockt?

  2. 2 Onkel Peter 2. November 2016 um 13:53

    Hat dies auf Die Morgenzeitung rebloggt und kommentierte:
    Vielleicht sollte der Herr Lindenberg gelegentlich einige Gesangsstunden nehmen. Bei Helene Fischer hat es jedenfalls etwas gebracht.

  3. 3 Blond 2. November 2016 um 14:19

    Wieder herrlich Geschriebenes – i’m pretty amoused🙂🙂🙂
    (in Deutsch: ich bin ziemlich amüsiert – nicht so wie die englische Königin)

  4. 5 Gucker 2. November 2016 um 21:19

    Werde meine Plattensammlung auf Lindenberg durchsuchen und wenn ich fündig werde, mit Unkrautvertilger einsprühen und entsorgen.

    Scheiße angehört hat ’s sich so wie so …

  5. 6 hildesvin 2. November 2016 um 22:50

    @ Gucker: Hoab i schoan. Und jetzt ist Westernhagen dran, trotz Natascha aus Novosibirsk. Hätte sie ihn doch mal erwürgt…

  6. 7 feld89 3. November 2016 um 08:04

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

  7. 8 Blond 3. November 2016 um 10:26

    @ hildesvin vom 2.11.16 um 22:50 mit
    Hätte sie ihn doch mal erwürgt…
    hat mich auch köstlich amüsiert – obwohl das Tot-Wünschen an sich eine gar grauslige und schlechte Sache ist.
    Hihi

  8. 9 frank-m 4. November 2016 um 19:03

    Vielleicht fühlt sich der Udo auch nur immer einsamer in seinem Kampf für die Fachkräfte? Intelligentere Menschen halten sich nun doch spürbarer zurück. Tip an Udo frag mal Til was sein Vorzeigeheim macht!

  9. 10 Kaulquappe 4. November 2016 um 21:15

    @frank-m
    Das dachte ich auch bei der Meldung. Von Udo L. werden wir in nicht allzu ferner Zukunft etwas Schwarzgerändertes lesen. Der hat’s (fast) hinter sich.
    Tils Vernunftzentrum dagegen ist noch intakt: der sagt sich, die Lufthoheit am Diskurshimmel hat das kulturmarxistische Internazi-Establishment, aber in meine Filme geht der kleine Mann. Besser also mal 2 Gänge zurückschalten…*
    *OK, der wahre Grund dürfte sein, dass sich sein „Geschäftspartner“ als unzuverlässig erwiesen hatte und Til nicht mit dem großen Reibach rechnen konnte – bevor er also ein unsichere Investition tätigt und es sich dafür mit seinen „Fans“ verscherzt lässt er’s lieber bleiben.

  10. 11 hildesvin 5. November 2016 um 00:17

    Davon, daß sich intelligentere Menschen nun etwas zurückhalten würden, habe ich durchaus nichts bemerkt. Davon abjesehen, daß intellijenten Menschen die janze Richtung (Bernhard von Richthofen) ohnehin nicht passen dürfte.
    Til verfügt vielleicht über eine grobe Schläue, die ihn spüren läßt, daß er sich ein wenig vergaloppiert hat.
    Bei Plinsenzwerg dürfte es der Weingeist sein, also, ich könnte da Exempel bringen, wenn nun nicht die Schweigepflicht des Lachners* wäre.

    *schwedisch läkare, tschechisch leckarsch…

  11. 12 Sturmbock 5. November 2016 um 14:11

    Klein Udo deliriert im Zweifrontenkrieg: Auf der einen Seite weiße Mäuse als Vorkommando von Gevatter Hein hinterm Horizont – und auf der anderen Seite die schrecklichen Rechten mit ihrem eliminatorischen Rassenwahn. Aber sonst ist alles klar auf der Andrea Doria. Die Armee Wenck *äh* Helene Fischer ist im Anmarsch. Noch eine letzte Runde Tils vor dem Endsieg. Prost!


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