Hänsel und Gretel gab es wirklich

zeitdokumentBild: Zum Ende der Hexenzeit drehten mutige Filmemacher Dokumentationen über Hexen, Hexerei und all die Scheußlichkeiten, die sie begingen. Mangels Hexen mußte auf Schauspieler zurückgegriffen werden und die Greuel wurden nachgestellt,  aber was macht das schon, wenn es um die schonungslose Aufdeckung der Wahrheit geht? Wenn diese Flime kein erdrückender Beweis sind – was dann?

Nachdem die der Hexerei Angeklagten ausgiebig gefoltert worden waren, oft monatelang, waren sie bereit, sämtliche Schandtaten zuzugeben, die der Untersuchende hören wollte. Zum Abschluß derselben kam heraus, die Angeklagten hätten regelmäßig mit dem Teufel Buhlschaft getrieben, Blutrituale mit Kindern veranstaltet, Kirchen geschändet und den Heiland verspottet. Und wären auf ihren Besen zum Blocksberg geritten. Weil sie geständig waren, wurden sie nur verbrannt. Was ihnen nach all den Foltern wie eine Erlösung vorgekommen sein muß. Was nicht in der Absicht der Justiz lag.

Seither wissen wir, daß es Hexen gab. Die Geständnisse liegen in schriftlicher Form vor.

Besucher werden heute in rekonstruierte Hexenhäuser geführt, in denen sie erfahren, wozu  Besen, Mörser und Stößel benutzt wurden und blutbefleckte Messer, die in großer Anzahl präsentiert werden. Erschaudernd blicken sie auf Berge von Kinderknochen oder die von Hunden oder Katzen. Als Kinderknochen deklariert. Stumm klagen sie an. Wie auch die Berge von Spielzeug. Und unausgepackten Überraschungseier. Das verstört die jungen Besucher besonders. Der Guide soll Hänsel noch persönlich gekannt haben. Ein feiner Kerl. Sagt er. Und die Gretel war eine ganz hübsche.

Mit der Führung verbunden sind Tondokumente, die das Hexenunwesen genau beschreiben. Manchmal liest man in der Zeitung von ganz alten Leuten,  die von noch älteren Leuten beschuldigt werden, Frauen Besen verkauft zu haben, die sich dann als Hexen betätigten. Die können sich warm anziehen. Denn die Justiz klagt sie wegen Mittäterschaft an. Zum Glück wird heute niemand mehr verbrannt. Wegen des CO2.

Schulklassen werden im Rahmen des Unterrichts zu später gebauten Öfen gekarrt und lernen, daß  Hexen Unschuldige darin gesotten hätten. Lebendigen Leibes. Der Backraum ist etwas klein. Selbst für Kinder. Ein weiterer Beweis des Unmenschlichen an  diesen Leuten, die als Hexe benannt wurden. Wenn sich das Opfer so zusammenkrümmen muß, daß es anatomisch zur Unmöglichkeit wird.

Geschäftstüchtige pflastern auch Stolpersteine für die Opfer dieser Hexen.  „Das Tagebuch von Hänsel und Gretel“ ist immer noch der Hit auf dem Büchermarkt. Mädchen und Jungen können sich wahlweise mit Hänsel, Gretel oder Beiden identifizieren. Wie sie mit Schläue die böse Hexe dazu brachten, selbst auf die Schippe zu steigen. Auch Bildungseinrichtungen tragen ihre Namen.

Natürlich gibt es auch Hexereileugner. Denn wo Licht ist, ist immer auch Schatten. Leider.

Sogenannte Wissenschaftler wollen zum Beispiel Besen untersucht haben, wobei sie zum Schluß kamen, Besen könnten nicht fliegen. Jedenfalls nicht von selbst. Also ohne Triebwerk. Obwohl Hunderte schriftlicher Geständnisse von Hexen das Gegenteil beweisen. Sie bezweifeln auch die Anzahl der Menschen, die durch Hexerei ums Leben kamen. Oder sagen, durch Folter erpreßte Geständnisse wären nichts wert. Oder kommen mit Bevölkerungsstatistiken angelaufen, die belegen, daß im Untersuchungszeitraum kein Hinweis darauf zu finden wäre, daß Menschen in Größenordnungen plötzlich fehlten. Wie dann durch Hexenwerk?

Es gibt noch Böswilligere, die darauf herumreiten, daß erst von 6 Millionen von Hexen geraubter Kinder die Rede ist, dann von 3 Millionen und dann von 2,5 Millionen. Ob sich die Grundregeln der Addition im Laufe der Zeit vielleicht geändert haben? Manche behaupten sogar, so viele Kinder, wie sie die Hexen umgebracht haben sollen,  hätte es damals im Einflußbereich der Hexen gar nicht gegeben und warum es die Mehrzahl dieser toten Kinder  alle bis zur Volljährigkeit gebracht haben und dann auch ihre Rente genießen konnten. Wenn sie nicht zuvor im Alter starben.

Ganz „Schlaue“ fragen, warum die Anzahl der Überlebenden der Zeit der Hexen, die Entschädigungsforderungen stellen, immer größer wird und inwieweit die Urenkel der Kinder, die damals dem Tod von der Schippe gesprungen sein wollen, Anspruch auf Wiedergutmachung haben. Die hätten doch gar nicht gelitten. Ja, nicht mal die Möglichkeit dazu gehabt.

Dann muß die Justiz einschreiten, hart und schnell zuschlagen.

Denn daß es damals Hexen gab und Hexerei, weiß doch jeder! Das ist selbstverständlich. Wie der Sonnenaufgang nach der Nacht. Oder daß die Renten sicher sind. Oder die Deutschen degenerirten, ohne den Import von Millionen Afrikanern, mit denen sie intelligentere Menschen zeugen müßten. Ob die Deutschen wollten oder nicht.

Es gibt die Geständnisse, es gibt die Öfen! Und die rekonstruierten Hexenhäuser. Jeder, der schon mal vor einem Lebkuchenhaus stand, nur erbaut zum Zwecke, arglose Kinder anzulocken, um sie dann zu mästen und zu verspeisen, wird nur Ekel und Abscheu empfinden. Vor den Hexen und denen, die ihre unfassbaren Grausamkeiten leugnen. Behauptungen, diese Häuser aus Zuckerwerk hätten keinem Regen standgehalten und ihre Schokoladenschindeln wären in der Sonne geschmolzen, muss jeder vernünftig denkende Mensch als das erkennen, was es ist. Die Relativierung eines Massenmordes an Unschuldigen. Ja, die Duldung sogar.

Denn wer heute behauptet, Hänsel und Gretel hätten damals versucht, eine Rentnerin um ihre Rente zu bestehlen und hätten, um die Spuren der Tat zu verwischen, die Alte anschließend verbrannt, sich dann diese Geschichte ausgedacht, um von den Eltern nicht den Arsch versohlt zu bekommen und selbst wegen Diebstahls eine Hand zu verlieren, der besteigt mit Sicherheit morgen einen Besen, fliegt damit klimaneutral zum Blocksberg oder nach New York oder läßt die Milch in den Tetrapacks im Supermarkt sauer werden, wenn nicht gar Schlimmeres!

Und das, das Schlimmere,  gilt es immer wieder auf Neue zu verhüten. Schließlich ist der Schoß ja noch fruchtbar. Aus dem das kroch.

Darauf wollte der Blogwart mit gebotenem Ernst hinweisen. Was er auch getan hat.

6 Responses to “Hänsel und Gretel gab es wirklich”


  1. 1 Neil Armstrong 18. November 2016 um 11:02

    Mes hommages!

  2. 2 Völkermord ist bunt 18. November 2016 um 11:41

    Im folgenden Video ist ab 0:45 der Beweis der Existenz der bösen Hexen und von Hänsel und Gretel zu sehen.
    Sicher, es ist eine Hollywood Produktion mit Schauspielern, die die Szene nachstellt, aber es ist als gerichtsfest anerkannt. Wer das bezweifelt, leugnet und findet sich alsbald im Kerker wegen Ketzerei wieder, völlig zu Recht natürlich.

    So liebe Kinder gebt gut acht und fragt niemals nach der Gaskammertemperatur!

  3. 4 Frolleinwunder 19. November 2016 um 01:43

    Der Blogwart ist ein ganz und gar großartiger Erzähler! Und Mahner selbstverständlich auch. Herzlichen Dank dafür!

  4. 5 Suum Quique 19. November 2016 um 07:32

    Stimmt, ist er wirklich!

  5. 6 frank-m 19. November 2016 um 12:37

    Der Blogwart schreibt die Warhreit und nix als die Wahrheit.
    Wenns nicht so wahr wäre, were es schon wieder zum schmunzeln.


Comments are currently closed.



November 2016
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Blog Stats

  • 1,923,756 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: