Archiv für 30. November 2016

Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert

Na, sagt der Arbeiter, im Geldbeutel sieht es ziemlich mau aus, im Grunde werde ich ja unterbezahlt. Schiet Großkonzerne. Mit ihrer Lohndrückerei. Im Baumarkt dann, feilscht er um den Preis der Holzlatten und fährt begeistert mit seinem Schäppchen nach Hause. Seine Frau indes bemängelt beim Bäcker, daß die Brötchen schon wieder zu klein aussehen und kündigt an, künftig beim Stadtbäcker zu kaufen. Besser gleich im ALDI. Der 400 € Kraft hinter dem Tresen ist es egal. Daß sich die Katze schon längst in den Schwanz beißt, haben die Alle noch nicht begriffen.

Jeder von ihnen will so bezahlt werden, daß sie davon auskommen können. Sie selbst aber sorgen dafür, daß das niemals geschieht.

Holocaustverfolgung demnächst noch einfacher

final-fantasy-x

Mit Hilfe der neuen Computersimulation „Final Fantasy X“ werden deutsche Richter demnächst die Anwesenheit hinfälliger Greise in einem Umkreis von 1000 km um sogenannte Vernichtungslager,  noch zügiger mit Strafe belegen. Anhand einer Computersimulation von Auschwitz, in die, all die benötigten Gaskammern, Krematorien, Erschießungsgänge, Abzugsklappen, Holztüren etc, nicht mehr in mühseliger Handarbeit in die bestehende reale Anlage eingefügt werden müssen, können deutsche Richter sich jetzt selbst ein Bild machen. Von dem, was in das virtuelle Vernichtungsprogramm eingefügt wurde. Zügig können sie nun an der Rampe selbst selektieren, die Guten ins Töpfchen usw, Goldzähne herausbrechen, Menschenmassen in Duschräume komplimentieren und anschließend die Habseligkeiten der Toten looten. Davon erwarten sich deutsche Gerichte einen hohen Erkenntnisgewinn.

In den Optionen kann der Spieler den Grad der Grausamkeit einstellen, die Option „Arbeitslager“ wurde auf Protest der jüdischen Verbände vor der Fertigstellung der Computersimulation entfernt. Wie auch die Belohnungen, die der Simulierende erhalten kann, wenn er es trotz mangelndem Brennmaterial schafft, über die Arbeitsleistung der Krematorien hinaus Leichen zu verbrennen. Das, hieß es, würde völlig falsche Anreize schaffen. Im mittleren Schwierigkeitsgrad werden durch das Einstreuen von Zyklon B die Einstreuenden wegen der mangelhaften Abdichtung der Holztüren vergiftet, was Punkteabzug gibt, Modder arbeiten aber bereits an der Umgehung dieses Problems.

Angiffe alliierter Bomberverbände wird es auch in der Simulation geben, nur werfen diese statt Bomben auf die Industriebetriebe, Carepakete über dem Lager ab. Die Aufschrift „Hände weg, dreckiger Kraut“ soll Wachmannschaften abhalten, die Schokolade der Häftlinge aufzufuttern. So wird ein maximal realistisches Bild der damaligen Situation geschaffen.

Mit dem Erfolg dieses Programms bei der Wahrheitsfindung, werden weitere virtuelle Umgebungen programmiert. So planen die Entwickler, nach der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, virtuell die Taten der NSU zu simulieren, in der der Richter dann die Rolle von Opfer, Täter, schusseligem Ermittler oder vom Auftraggeber übertölpeltem Verfassungsschutz V-Mann übernehmen kann. Der Release ist nicht vor Weihnachten 2017 angedacht. Auserwählten wird aber vorher die Beta-Version zugänglich, um Fehler zur Fertigstellung weitgehend auszuschließen. Freuen wir uns darauf.

Und natürlich hat das Ganze keine Beweiskraft. Es dient dem Richter nur dabei, die Wahrheit zu finden.


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