Das Schwein und die Eiche

immer-enger

Es ist schon traurig, daß deutsche Redensarten in Vergessenheit geraten sind. Insbesondere unter den Menschen, die, weil sie schon mal einen Arzt, Atomphysiker, verfolgten Juden, das Schweinchen Babe, eine Kriminalkommissarin , Sternenreisenden, eine Mumie, unwiderstehlichen Liebhaber usw. gespielt haben, glauben, ihr Wort hätte irgendein Gewicht. Denn obwohl sie die Gabe haben, mehr oder weniger überzeugend einen Arzt, Atomphysiker, verfolgten Juden, das Schweinchen Babe, eine Kriminalkommissarin , Sternenreisenden, eine Mumie, oder einen unwiderstehlichen Liebhaber darzustellen, sind sie weder das Eine noch das Andere. Es sind Schauspieler. Sie glauben lediglich, daß sie Arzt, Atomphysiker, verfolgter Jude, das Schweinchen Babe, eine Kriminalkommissarin, Sternenreisender, eine Mumie oder ein unwiderstehlichen Liebhaber sind.

Und natürlich bleibt es dann nicht aus, daß solche Menschen, die die Realität nicht mehr von der Rolle als Schauspieler trennen können, dann wie Christopher Waltz erklären, der gewählte amerikanische Präsident solle sich davon scheren. Oder wie Arnold Schwarzenegger, der meint er sei ein Terminator oder Conan der Barbar,  und davon phantasiert, Donald Trump die „Fresse zu polieren“.

Es ist eine Schande. Diese Leute benötigen dringend professionelle medinzinische Hilfe, die ihnen anscheinend verweigert wird.

Aber, sagt die Redensart, was kümmert es die Eiche, wenn sich ein Schwein an ihr reibt? Bricht die Regierung Trump wegen Christopher Waltz, dem Schauspieler, zusammen? Sicher, daß Christopher Waltz es glaubt. Als Schauspieler braucht man ein gerütteltes Maß Phantasie. Allerdings ist es der geistigen Gesundheit zuträglicher, Beruf und Privatleben zu trennen.

Wenn die letzte Klappe gefallen ist, und der Uniformrock an der Garderobe abgegeben, dann ist der Schauspieler eben nicht mehr der allmächtige Geheimdienstchef, dann ist er nur noch ein Schauspieler, der sich für die nächste Filmrolle prostituiert. Mehr nicht.

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5 Responses to “Das Schwein und die Eiche”


  1. 1 Gucker 10. Februar 2017 um 10:29

    „obwohl sie die Gabe haben, mehr oder weniger überzeugend einen Arzt, Atomphysiker, verfolgten Juden, das Schweinchen Babe, eine Kriminalkommissarin , Sternenreisenden, eine Mumie, oder einen unwiderstehlichen Liebhaber darzustellen, sind sie weder das Eine noch das Andere. Es sind Schauspieler“

    Danke dafür, genau so ist es.
    Uns allen wird eine Welt, ein System, eine Weltanschauung vor gegauckelt,
    die es nicht gibt und nie geben wird. Nur wenn wir sie als real annehmen,
    sind wir manipulierbar, erpressbar, wehrlos und ausraubbar.

    Das liegt aber nicht nur an der Schwäche unseres Volkes, sondern auch
    an Unterdrückung unserer natürlichen Empfindungen.

    „Das Schimpfen nützt gar nichts.
    Denn die Sache ist ziemlich einfach erklärbar.

    „Volksbewußtsein“ ist nicht vererbbar, sondern „Software“, programmiert von Umgebung, Elternhaus, Schule etc..

    Ein geraubtes weißes Kind, das bei Indianern aufwächst, wird ein Indianer. Das alles wußten die Amis, die Freimaurer, die Jesuiten, Großlogen und übrigens auch die alten Chinesen und Koreaner…

    Die Programmierung muß mit einer Belohnung gekoppelt werden.

    Nimm den Programmierern die Macht über die Programme (Bildung, Medien) und die Macht über die Belohnungen (Geld, Konsum , Privilegien) – und du kannst das Programm ändern. Es spielt auch keine Rolle, wenn 10% aus dem Programm entweichen können. Hauptsache, du hast die Mehrheit im Griff. Und das in Deutschland der Fall“

    https://conservo.wordpress.com/2017/02/10/weshalb-es-wenig-sinn-gibt-das-deutsche-volk-zu-beschimpfen/#more-13907

  2. 2 Gerhard Bauer 10. Februar 2017 um 15:43

    Friedrich der Große
    Über die Schmähschriften

    „….Vor einiger Zeit reiste ich in Holland und kam durch eine Stadt, wo ich in einem Gasthofe einkehren mußte. Dort sah ich einen ziemlich gut gekleideten Mann mit stolzer Miene und gebieterischer Haltung eintreten. Er betrachtete seine Umgebung mit verächtlichen Blicken und schien das ganze Menschengeschlecht zu bemitleiden. Ich hielt ihn für einen der Herren, die zwei-, dreimal wöchentlich Könige auf der Bühne darstellen und dank dem fortwährenden Spielen solcher Rollen sich schließlich selbst für Könige halten…“
    https://deutscheseck.wordpress.com/2017/01/24/zum-kalenderblatt-24-januarhartung-geburtstag-von-friedrich-dem-grossen-2/

  3. 3 PACKistaner 10. Februar 2017 um 17:01

    Jude muß er ja nicht spielen. 😀

  4. 4 vitzli 13. Februar 2017 um 03:41

    packi,

    wir wissen NICHT, ob er jude ist. aber sein sohn wollte oder will rabbi werden. lol.

    die sind wirklich überall. selbst im britischen königshaus.

  5. 5 FDominicus 14. Februar 2017 um 05:42

    Ich sehe das Problem so nicht, warum sollte ein Schauspieler einen Politiker nicht mögen. Ich teile dieses nicht mögen über sehr viele Politiker. Ich mag Herrn Schulz nicht und fände es gut wenn er verschwände. Noch vor der ersten Wahl Obamas wollte ich auch den nicht. Wenn es nach mir gegangen wäre wäre es weder Trump noch Clinton gewesen. Nur war ich mir sicher, daß es mit Frau Clinton keinerlei Verbesserung hätte geben können. Ich wünschte mir das so gut wie alle Minister zurückträten und unsere Frau Merkel ebenfalls Ich empfände es als keinen Verlust wenn alles was mit EU zusammenhängt ebenfalls verschwinden würde.

    Und ich kann schon gar nicht dem letzten Satz zustimmen. Der Beruf des Schauspielers ist es nun mal Schau zu spielen. Es steht auch diesen Leuten frei beliebig Politiker zu mögen oder auch nicht.


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