Archiv für März 2017

PEGIDA sind nicht die neuen Juden

Auf der ZEIT gab es amüsante Kommentare zu einem Artikel, der über eine Dresdner Buchhändlerin berichtet, die dummerweise gegenüber einem Journalisten zugegeben hat, daß sie die Äußerungen auf den PEGIDA – Versammlungen interessant findet und es als ihre Meinungsfreiheit ansieht, sich dazu zu bekennen. Und obwohl sie während des Gesprächs wohl gefragt wurde, ob sie sich von PEGIDA nicht distanzieren möchte, hat die Buchhändlerin dazu keinen Mucks gesagt.

Nun haben sich Kunden und Bekannte von der Buchhändlerin abgewandt und die Frau erleidet materiellen Schaden. Vielleicht wird sie ihr Geschäft bald schließen müssen.

Viele Kommentare schrieben, daß das in Ordnung wäre, wegen den schlimmen Gedanken, die die Frau hegt, denn sie könne ja ihre Meinung haben, müsse sie aber nicht aussprechen. Wenn sie sie ausspricht, ist das ihr Problem. Jeder Kunde hat ja das Recht, sich auszusuchen, wo er einkauft.

Und was ist mit dem „Kauft nicht bei Juden?“ Wollte ein anderer Kommentator wissen. Das, wurde er widerlegt, sei ja eine staatlich organisierte Aktion gewesen, während der die deutschen Kunden daran gehindert wurden, bei ihren Lieblingsjuden einzukaufen. Außerdem hieße es ja nicht, „kauft nicht bei Buchhändlern!“ Anmerkung vom Blogwart: Allerdings heißt es „Kauft nicht bei PEGIDA – Zuhörern oder Leuten, die über PEGIDA Reden nachdenken und ihre Gedanken laut äußern.“ Und daß die Gegendemonstranten zu PEGIDA staatlich organiert wurden und dafür bezahlt werden, zwischen 2012 und 2015  mit 40000 € aus Steuermitteln, ja sollen die etwa aus Passion oder Überzeugung da aufmarschieren?

 

Es hat ja damals auch niemand gerufen, kauft nicht bei Samuel Goldstein, Isaak Rosental oder Sahra Kornblum, weil das viel zu aufwändig gewesen wäre und es plakatiert sich eben leichter, „nicht bei Juden zu kaufen“. Oder man fragt den Nachbarn, ob er denn nicht ein guter Deutscher sei, sondern ein Freund der Itzigs und man müsse sich überlegen, ob man solche noch beim Kegelabend sehen will.

Nur die Vorgehensweise ist dieselbe. Aber das kann man ja nicht miteinander vergleichen. Denn zum Boykott von Menschen aufzurufen, die sich eine eigene Meinung bilden und die dann auch aussprechen, hat nichts mit dem Boykott gegen eine Volksgruppe zu tun, die bereits mit dem Amtsantritt Hitlers einen Wirtschaftsboykott gegen Deutschland initiierte.

Die Deutschen kannten damals eben das Wort vom Generalverdacht nicht. Für die war verdächtig, wer ihre Wirtschaft und Arbeitsplätze ruinierte und damit ihr Einkommen und ihre Lebensumstände verschlechterte.

Deutsche sind heute so tolerant, daß sie die Messerstecher ununterbrochen knuddeln möchten, um sie vom Messerstechen zu heilen. Und nur weil jemand Gedanken hegt, die Anetta Kahane niemals durchgehen lasssen würde, werden nicht alle Buchhändler mit Boykott abgestraft, nur die, die PEGIDA zuhören und dazu stehen. Der Kunde kann eben selbst entscheiden, wo er einkauft. Oder er wird nicht mehr zum Kegelabend eingeladen und seine Bekannten wenden sich von ihm ab. Als Argumentationshilfe.

Und da sage mal noch jemand, Deutsche hätten nichts aus der Vergangenheit gelernt.

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Michael Moor befürchtet seine Auslöschung

Bild: Der investigative US-Filmemacher* Michel Moore warnt: Die nahe Zukunft ist vielleicht die einzige, die wir noch haben. Grund ist, Donald Trump steht dem Klimadingsbums skeptisch gegenüber und riskiert damit die Auslöschung der menschlichen Spezie. Die wurde laut Hollywood bereits mehrmals ausgelöscht. Durch Überschwemmung, Vereisung, einen Supervulkan oder den Einschlag eines Asteroiden.

Wenn sich der Blogwart die Physiognomie des herausragenden Intellektuellen Moore ansieht, kann er sich des Gedankens nicht erwehren zu sagen, dann lassen wir es einfach darauf ankommen. Verschwindet die menschliche Spezies nicht, ist es auch gut, verschwindet  mit ihr Michael Moore, gibt es ebenfalls keinen Grund zur Klage. Man muß nur immer auch das Positive sehen.

Gute Panzer böse Panzer

Gute Panzer:

Bundesverteidigungsminister Peter Struck hat der polnischen Armee die ersten Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2“ übergeben. Die 15 Panzer aus dem Bestand der Bundeswehr wurden in einer Zeremonie auf dem Militärstützpunkt Swietoszow von der 10. Polnischen Panzerkavalleriebrigade entgegengenommen. Nach einem 1999 geschlossenen Vertrag erhält Polen insgesamt 128 gebrauchte „Leopard 2“ und 23 Jagdflugzeuge des russischen Typs MiG-29.

… Die Panzer haben einen Wert von 1,5 Milliarden Zloty (370 Millionen Euro); für die Ausbildung der Soldaten und die Wartung muss Polen rund 90 Millionen Zloty (22 Millionen Euro) aufbringen.

Quelle.

Böse Panzer:

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Serbien die baldige Lieferung von Dutzenden Kampfflugzeugen und Panzern aus Reservebeständen seiner Streitkräfte zugesagt.

Wie der serbische Verteidigungsminister Zoran Djordjevic mitteilte, muss Serbien für die 29 MiG-29-Kampfjets, 30 T-72-Kampfpanzer und 30 gepanzerte Fahrzeuge vom Typ BRDM-2 nichts zahlen. Quelle.

Etwas wirr:

Großer Sieger im Saarland ist die CDU

die nach vorläufigem amtlichen Endergebnis 5,5 % mehr Stimmen bekam als 2012, während die AfD nur 6,2 % mehr Wählerstimmen erzielte, im Vergleich zu 2012, da sie in dem Jahr gar nicht zur Wahl antrat. Da, nehmt das, Ihr Rechtspopulisten!

Spiel auf Musik

Gefährder werden jetzt bevorzugt eingebürgert

Puh, das ging noch einmal gut. Der Terrorist in London war ein Brite. Nicht auszudenken, wäre er keiner gewesen! Um der AfD und Pegida den Wind aus den Segeln zu nehmen, sollen nun die Gefährder in Deutschland bevorzugt die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Ein längst fälliger Schritt. Wie der Blogwart meint.

Hamburg war auch früher Hansestadt

als Adolf Hitler den Deutschen Gruß einführte. 600 Jahre früher, um genau zu sein. Dennoch ist das Führen von Buchstabenkombinationen, die auf die Hansestadt Hamburg ebenso hinweisen könnten, wie auf den Deutschen Gruß, inzwischen verboten. Weil aus dem fruchtbaren Schoß unablässig etwas maas – oder kahanemäßiges herauskriecht und herauskriechen könnte.

Zeit also, die legere Haltung der Augsburger Allgemeinen genauer zu beleuchten, die zwar bereits am 17.02.2016 fragte, ob der Gruß unter Anglern, der da „Petri Heil“ lautet, jetzt abgeschafft gehörte, weil, wird er laut gegrüßt, wie eine Huldigung an die AfD-Chefin Frauke Petry klingt, dann aber abwiegeln läßt.

Ein Angler namens Wurm muß als Experte herhalten: „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Politik hat keinen Einfluss auf den Anglergruß.“ Außerdem gebe es die Grußformel deutlich länger als Frauke Petry.

Eine Argumentation die, wenn es um die Hansestadt Hamburg geht, nicht ins Gewicht fällt. Ja, warnt der Blogwart, durch den  Mißbrauchs des Anglergrußes, wird das Einfallstor für Rechtspopulisten wie Martin Schulz geradezu sperrangelweit aufgestoßen. Wer hindert denn diese AfD-Mitglieder daran, sich gegenseitig mit „Petry Heil!“ zu grüßen, wenn nicht gar mit „Heil Petry!“? Und sich gegenseitig in ihrem perfiden Bestreben, der Bundeskanzlerin die 4. Amtszeit zu verhindern, zu befeuern? Niemand!

Wenn die Angler wirklich so staatstragend sind, wie dieser Wurm vorgibt, ist es dann nicht an der Zeit, die, die sich mit „Petry Heil!“ grüßen, nach ihrem Mitgliedsausweis zu fragen, um die, die den Anglergruß mißbrauchen, weil sie gar nicht berechtigt sind, ihn zu nutzen, den Strafverfolgungsbehörden zuzuführen?

Der Blogwart meint: ja.

Bild: Halten sich für unpolitisch. Grüßen sich aber Worten, die als Huldigung der AfD-Chefin ausgelegt werden können. Und müssen. „Das war schon früher da“, ist ist irrelevant. Was zählt, ist nur der Mißbrauch. Darüber sollten die Petryjünger doch einmal nachdenken.


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