Sollen Neozoen das Recht auf Deutschland verlieren?

Eingewandert

Bild: Ist das nicht putzig? Dieser kleine Zugewanderte? Und wenn er dann größer ist, dezimiert er, wie in Brandenburg,  die letzten Bestände der Europäischen Sumpfschildkröte. Aber wer braucht die schon?

Was Neozoen sind, kann jeder selbst guugeln. Jedenfalls fügen sie den hier heimischen Tieren, heimisch kommt hier von Heimat, größtmöglichen Schaden zu, weil die Deppen nicht imstande sind, sich gegen die Verdrängung durch die liebenswerten Neozoen zu verteidigen. Sie sterben … aus. Weil sie sich nicht wehren können.

Wären sie hingegen Menschen, die Neozoen, beispielsweise der Waschbär, und auch in diesem Beispiel die europäische Sumpfschildkröte, dann würde es jede Menge brandenburgische, europäische Sumpfschildkröten geben, die, fernab von den Jagdgebieten der Waschbären, an ihre Sumpfschildkrötenschwestern und Brüder appellierten: „Alle Waschbären sind nicht so! Sie wurden erst durch uns so gemacht. Durch unser rassistisches Verhalten gegenüber den Waschbären. Weil Waschbären keine Reptilien sind und wir sie das spüren lassen. Klar, daß die dann ausflippen und Sumpfschildkröten fressen! Wir haben auch 200 Jahre gebraucht, bis wir keine Säugetiere mehr jagten und frassen. Insbesondere Füchse, Igel oder Rehe. Das hat Zeit gebraucht. Und auch die Waschbären brauchen Zeit. Geben wir sie ihnen!“

Und genügend Sumpfschildkröten würde es geben, die sich stark machten, gegen das Einfangen und Ausschaffen der niedlichen Waschbären. „Wo sollen sie denn hin? Was sollen sie in der Fremde fressen? Hier haben sie uns! Dort kennen sie niemanden. Kann man so mit Waschbären umgehen?“

Natürlich nicht. Zum Glück sind Waschbären und europäische Sumpfschildkröten keine Menschen. So müssen Letztere den Waschbären auch nicht den kompletten Lebensunterhalt finanzieren. Sie werden nur gefressen. Glück gehabt. Sagt der Blogwart.

3 Responses to “Sollen Neozoen das Recht auf Deutschland verlieren?”


  1. 1 frankdd 15. Mai 2019 um 18:29

    Traurig aber die Sumpfschidkröten haben es bald hinter sich gebracht.Komisch nur das da die Grüninnen nicht einschreiten? Oder sind es gar nicht die Waschbären die die Schildkröten bedrängen??? Wir brauchen mehr Geld im Kampf gegen rechts!

  2. 2 Unperson 16. Mai 2019 um 02:24

    Mal ganz abgesehen von der altbekannten Bigotterie bezüglich der Akzeptanz fremden Homo-sapiens-Ungeziefers, verglichen mit der von Flora und Fauna fremder Herkunft beim hiesigen Establishment … (gäääähn)

    Jetz mal was, daß wirklich, wirklich, wirklich …,
    … also echt so was von toootaaal wichdich is:

    An der Bereicherung unserer Fauna mit all den niedlichen Waschbärchen – jedenfalls, was die einst vom hessischen Edersee aus expandierende Hauptpopulation betrifft – sind … wirklich … ohne Scheiß … wieder mal … was ne Überraschung …
    … DIE NAHTZIEHS SCHULD!!!!! 😯 😯 😯

    Na ja – eigentlich war’s eher so ein degenerierter niedersächsischer Adliger, der 1934 meinte, daß die possierlichen Tierchen eine ungeheure BEREICHERUNG des Wildbestandes seien; und eigentlich erfolgte die von jenem veranlaßte Auswilderung ILLEGAL, also eindeutig NICHT mit dem erklärten Einverständnis der Nahtzieh-Behörden.
    Selbst Wikiblödia gibt das zu – behauptet allerdings, die Genehmigung durch das Preußische Landesjagdamt sei nachträglich, zwei Wochen später erfolgt (was durchaus möglich ist, denn Korruption gab’s damals eben leider auch zur Genüge).
    Es ist schwer vorstellbar, daß Reichsjägermeister Göring so einen Blödsinn – fremdländisches „Raubzeug“ auszubringen – ernsthaft gutgeheißen hätte, sofern er davon in Kenntnis gesetzt worden wäre.

    Aber jetz kommt’s:

    In einer Waschbären-Dokumentation im Staatsfunk (ARD) wurde uns – einschließlich der üblichen Spielszenen! – die lustige Geschichte aufgetischt, die Auswilderung sei damals „ein offizieller Staatsakt“ gewesen, „die Wehrmacht“ (Die wurde zwar erst 1935 gegründet – aber egal) sei dabei „Spalier gestanden“, und ne Kapelle habe „das Deutschlandlied gespielt“! 😆 😆 😆

    ___

    (Nebenbei: Die beschriebene Situation der brandenburgischen Sumpfschildkröten steht allerdings mit der Berliner Waschbären-Population im Zusammenhang – und diese resultierte aus dem Ausbüchsen einiger Tiere aus einem Gehege, 1945 nach einem Bombenangriff. Die Schildkröten sind jedoch ohnehin sehr selten, ebenso wie ihre Lebensräume, insbesondere deren Vernetzung. Wenn der Bestand einer Art dermaßen kritisch ist, können sämtliche Gegenspieler – egal welcher Herkunft – ihr den Todesstoß versetzen. Außerdem sind Waschbären Generalisten. Ihr Speiseplan ist sehr vielseitig. Man darf ihre Bedeutung auch nicht überbewerten.)


Comments are currently closed.



Mai 2019
M D M D F S S
« Jan   Jun »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Blog Stats

  • 2.155.335 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: