Archiv für 17. Mai 2019

Mörder in Chicago

Eigentlich wollte der Blogwart ja schreiben, es handelt sich um Männer oder Jugendliche. Aber „Sputnik“ sagt, es handelt sich um „Frauen … und einen Mann“.

Männer und Frauen

So weit das alternative Medium „Sputnik“, das abseits vom Mainstream dahinzudümpeln verspricht.

Nein, die Amerikaner wieder! Unglaublich! Diese Daniel Boones, Washingtons und Fondas.

Zum Glück gibt es einen Link zur Orginalmeldung. Und so sieht der typisch weiße, kriminelle Bauchaufschlitzer aus. Mit den typisch angelsächsischen Namen Fiquerora und Bobak, Pjotr.

Typisch amerikanisch

Das hat natürlich nichts mit Weglassen zu tun. Es soll nur keine Vorurteile schüren. Wenigstens hätten sie erwähnen können, daß das Opfer Ochoa-Lopez hieß, um einen Mord aus rassistischen Motiven daraus zu machen. Da hat „Sputnik“ noch einiges zu lernen.

Und keine Ahnung, warum Trump etwas gegen Migranten hat.

„Russland heute“ ist aufschlussreich

Neben den putzigen, linksbolschewistisch verseuchten Sputnik News und RT-Deutsch, schaut der Blogwart gerne bei „Rußland heute“ rein, dem minimalistischen Boulevardmagazin, das auf dem Niveau der Super-Illu arbeitet. Neben vielen bunten Bildern gibt es auch ein wenig Text. Manchmal ist der sogar aufschlußreich. Wie dieser:

„Wie der Zweite Weltkrieg aus Gulag-Gefangenen Helden machte“ Da erfährt man, daß Menschen, die in Deutschland unwürdig gewesen wären, in der deutschen Wehrmacht zu dienen, weil sie Verbrecher waren, massenhaft an der Westfront kämpften.

Gefangene, die wegen minder schwerer Verbrechen einsaßen, bekamen die Gelegenheit, ihren Namen reinzuwaschen, indem sie dem Vaterland dienten. Sie wurden von der Roten Armee und der Marine rekrutiert. Politische Gefangene, Volksfeinde und Räuber durften nicht zum Militär. …

1941 waren über 420 000 Soldaten aus dem Gulag im Kriegseinsatz. In den Jahren 1942/43 kamen noch 153 000 Mann hinzu. Insgesamt dienten während des Krieges in der Roten Armee rund eine Million Strafgefangene.

Was auf Deutschland losgelassen wurde

„Diese Schwerkriminellen kämpften wie kein anderer. Warum? Weil ich sie menschlich behandelte. Sie waren die ersten, die die feindliche Artillerie unter Beschuss nahmen und die ersten, die einen Aussichtsturm errichteten. Sie kämpften wie die Tiere. Ich habe sie motiviert und belohnt. Das hat viel gebracht!”

Einerseits sagt der Artikel, Räuber hätten nicht zur Sowjetarmee gedurft, andererseits spricht Jewgeni Wesnik von Schwerkriminellen …

Jetzt kann auch jeder nachvollziehen, woher die Sucht, die befreiten Osteuropäer und die Deutschen, von denen Stalin sprach, daß die Hitler kommen und gehen, das deutsche Volk aber bliebe, von Uhren, Fahrrädern, die Frauen von ihrer Unschuld und dergleichen zu befreien,  herkommt. Weshalb es ja auch den „Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus“ gibt, weil man ihn ja wohl kaum „Tag der Befreiung vom personlichen Eigentum“ nennen kann. Und es peinlich wäre, eine Horde Diebe paradieren zu lassen. Es sähe auch nicht so gut aus.

Haben die Spartaner bei der NPD geklaut?

Haben die Spartaner bei der NPD geklaut? Dieser Frage geht der verdienstvolle RT-Deutsch-Reporter Timo Kirez nach. Logisch, meint er besorgt, sieht doch das Symbol, das spartiakische Hopliten auf ihren Schilden trugen, dem Logo der NPD-Schutzzonenstaffel zum Verwechseln ähnlich. Auch sollen die Spartaner es an Willkommenskultur gefehlt haben, ja, sie waren ausgesprochene Fremdenfeinde, wie viele erschlagene Perser bezeugen könnten, wären sie nicht tot.

Spartaner

Und da kann ihm der Blogwart nur zustimmen. Wer genau hinschaut sieht, beide Symbole weisen Winkel auf. Bei beiden wird die Farbe Gelb verwendet. Und Schwarz. Über sich selbst schreibt RT-Deutsch:

Mit dem deutschsprachigen Programm will RT einen Gegenstandpunkt zum einseitigen und oft interessengetriebenen Medien-Mainstream beziehen.

Unser Ziel ist es, eine Gegenöffentlichkeit herzustellen sowie Medienmanipulationen aufzuzeigen. In diesem Sinne werden wir Stimmen zu Wort kommen lassen, die eine alternative, unkonventionelle Sichtweise präsentieren. Unser Leitbild lautet: „Wir zeigen den fehlenden Teil zum Gesamtbild“. Also genau jenen Part, der sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird.

Hier, mit Herrn Kirez, haben wir ein wirksames Beispiel, wie der RT – Gegenstandpunkt zum einseitigen Mainstream aussieht und was die Redakteure unter alternativer, unkonventioneller Sichtweise verstehen.

Und morgen, liebe Kinder, hören wir ein anderes Märchen.


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