Der Letzte seines Standes

Der Wurzelgraber

„Der Wurzelgraber“. Die stämmige Gestalt mit dem gutmütigen Gesicht des Kärntner Bauern ist ausgerüstet zum Gang in die Stadt. Dort gedenkt er das verschiedene Wurzelwerk und heilsame Kräuter an den Mann zu bringen. Die obenauf angeschnürten Vogelbauer enthalten Waldvögel. Dass er diese verkaufen wird, darum braucht ihm nicht bange zu sein. Sobald sich die kleinen Sänger nur einigermaßen wieder über den Verlust ihrer goldenen Freiheit getröstet haben, kehrt auch ihre alte Sangeslust wieder, und der Städter mag dann wohl darin einen Ersatz dafür erblicken, daß es ihm daselbst versagt ist, dem süßen Gesang der Waldvögel im Freien zu lauschen. Der Mann scheint einen weiten Weg vor sich zu haben, denn die Laterne in seiner Hand deutet darauf hin, daß er erst bei Dunkelheit heimkehren wird.“ Quelle: Österreichs Illustrierte Zeitung 1905

2 Antworten to “Der Letzte seines Standes”


  1. 1 Tante Lisa 12. Juli 2019 um 23:25

    Werter Karl Eduard,

    welch ein Fundstück Du uns wieder bringst! Zumindest für mich eine Erweiterung meines Wissens.

    Denn den Wurzelgraber kannte ich bisher nicht, verband im übrigen mit Wurzelwerk und auch Kräutern stets das Kräuterweibl – ob ihrer Heilkunst oft von gewissen sich erlesen meinenden Kräften nachgestellt, um als sogenannte Hexe verfemt und geächtet zu werden.

    Doch auch heute können die vielfältigen guten Inhaltsstoffe von Kräutern und Wurzeln erworben werden. Da gibt es beispielsweise die Schoenenberger Säfte aus Magstadt, in der zweiten Hälfte der ach so Goldenen Zwanziger gegründet, die ich täglich zu mir nehme – und ich mag daher aus Erfahrung berichten: sie helfen tatsächlich, die Gesundheit zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen.

    Hab‘ Dank, Mutter Natur! 🙂

  2. 2 hildesvin 12. Juli 2019 um 23:56

    Schoenenberger Säfte aus Magstadt —
    Pradackt Plähßment .
    Es ist zu hoffen, daß Dein Schniedel sich dadurch wieder erholt. Außer Sellerie soll auch Petersilie (Geilwurz) der Manneslust sehr zuträglich sein. Schon Tiberius, das alte Ferkel, ließ sich Kräutlein aus Germanien kommen. So wird gesagt.


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