Archive for the 'Erster Weltkrieg' Category

Bis zum letzten Besenstiel

*Freiburger Zeitung 23.04.1915* Ein neuer russischer Vorstoß gegen den Uzsoker Paß siegreich abgewiesen. … Die ungeheuren Verluste der Russen. Aus dem österreichischen Kriegspressequartier wird der Berl. Nationalzeitung berichtet: Die österreichisch-ungarischen Truppen im Gebiet des Laborcza Flusses, die ihre Aufgabe in mustergültiger Weise lösten, wurden am 1. April von einem deutschen Beskidenkorps abgelöst bzw. verstärkt. Die deutschen Truppen, die eine mehrtägige Reise hinter sich hatten, erstürmten eine wichtige Höhe und griffen energisch in den Kampf ein.

Über die russische Angriffswut zeugt die Tatsache, daß sie gegen einen Punkt sechsmal stürmten. Als Beispiel für die Taktik der Russen mag das Verhalten am Uzsoker Paß dienen. Dort wurden Truppen vorgeschickt, die  nicht mit Gewehren, sondern mit Stöcken bewaffnet waren, an denen man die Bajonette befestigt hatte. Wie ein österreichischer Offizier, der an diesen Kämpfen teilnahm, erzählte, war nicht Waffenmangel  der eigentliche Grund dieser Taktik, sondern die Russen hatten es darauf abgesehen, es unbedingt zum Nahkampf kommen zu lassen. Die Absicht des Gegners, den Kampf Mann gegen Mann zu forcieren mißlang jedoch, obwohl beinahe unerschöpfliche Menschenmassen vorgeschickt wurden. Allein wahre Hekatomben russischer Soldaten wurden, sobald sie an die Drahtverhaue herangekommen waren, von unseren Maschinengewehren einfach niedergemäht. Es ist keine Phrase, wenn man sagt, daß sich die Leichname gefallener Feinde zu wahren Wällen türmen.

Rast in den Karpaten 1915

Gegen die Heuchelei unserer Feinde. Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: In einer Veröffentlichung vom 21. April beklagt sich die englische Heeresleitung darüber, daß deutscherseits, entgegen allen Gesetzen der Kriegsführung, bei der Wiedereinnahme der Höhe Nr. 60 südöstlich von Ypern Geschosse verwendet worden seien, die beim Platzen erstickende Gase entwickelten. Wie aus den deutschen amtlichen Bekanntmachungen hervorgeht, gebrauchen unsere Gegner seit vielen Monaten dieses Kriegsmittel. Sie sind augenscheinlich der Meinung, daß das, was ihnen erlaubt sei, uns nicht zugestanden werden könne.

Eine solche Auffassung, die in diesem Kriege ja nicht den Reiz der Neuheit hat, begreifen wir, besonders im Hinblick darauf, daß die deutsche Chemiewissenschaft es uns natürlich gestattet, viel wirksamere Mittel einzusetzen als der Feind, können sie aber nicht teilen.

Im übrigen trifft die Berufung auf die Gesetze der Kriegsführung nicht zu. Die deutschen Truppen verfeuern keine Geschosse, deren einziger Zweck ist, erstickende oder giftige Gase zu verbreiten. (Erklärung im Haag vom 9. Juli 1899) und die beim Platzen der deutschen Geschosse entwickelten Gase sind, obschon sie sehr viel unangenehmer empfunden werden als die etwa der gewöhnlichen französischen, russischen oder englischen Geschosse, doch etwa so gefährlich wie diese. Auch die im Nahkampf von uns verwendeten Rauchentwickler stehen in keiner Weise mit den Gesetzen der Kriegsführung in Widerspruch; sie bringen nichts weiter als die Potenzierung der Wirkung, die man durch ein angezündetes Holzbündel erzielen kann. Da der erzeugte Rauch auch in dunkler Nacht deutlich wahrnehmbar ist, bleibt es Jedem überlassen, sich seiner Einwirkung rechtzeitig zu entziehen.

Ohne Hemd und ohne Höschen

An der Somme 1916*Freiburger Zeitung 21.04.1935* Der Blogwart bringt Auszüge und sagt, gehen wir mal davon aus, daß die folgenden Sätze ebenso der Wahrheit entsprechen, wie die Berichterstattung der Medien in der BRD.

Fritz Strauß erzählt „… In der großen Schlacht an der Somme im September 1916 wurden Adolf Hitler und sein Freund, der Gefreite Schmidt, der Malermeister in Garching ist, verwundet. Ich wurde damals für beide abkommandiert zum Regimentsstab. Da sah ich zum ersten Male Adolf Hitler, und zwar in einem Keller. Er saß blutig und mit zerfetzten Hosen auf einem Balken mit seinem Freund Schmidt und wartete auf den Abtransport.

Verwundetentransport Arras 1917

Wir hatten ziemlich harte Verluste bei dieser Schlacht und wurden nach 14 Tagen herausgezogen. Unsere Kompagnien waren auf 25 bis 30 Mann zusammengeschmolzen. Adolf Hitler kam ins Lazarett. Nach seiner Genesung hat er unserem damaligen Regimentsadjutanten Wiedemann geschrieben, er möchte wieder zum Regiment zurückkehren. Daraufhin hat ihn das Regiment wieder angefordert. Er kam Anfang März wieder zu uns. Von da ab waren wir immer zusammen. Das war im März 1917. … Während der Mai Offensive lagen wir in der Nähe der Ailette. In dieser Zeit hat Adolf Hitler etwas ganz Besonderes geleistet. Er hat als Meldegänger ganz allein 15 Franzosen gefangen genommen, die in einem Graben lagen, und durch eine sehr geschickte Handlung Hitlers haben sich die Franzosen auch ergeben. Für die Gefangennahme der 15 Franzosen bekam Adolf Hitler das Regimentsdiplom.

Kurz darauf kam eine Anordnung der österreichischen Regierung, daß sämtliche österreichische Staatsangehörigen, die in der deutschen Armee dienten, in ihre Heimat zurück müssen. Aber Adolf Hitler war gern bei uns und unser Regimentsadjutant Oberleutnant Wiedemann hat ihn auch so gern gehabt, daß er gesagt hat: „Hitler, das kommt für dich nicht in Frage.“

Wir wurden dann bei Cambrai eingesetzt. Hier waren wir aber nur fünf Tage, weil das Regiment auch hier starke Verluste hatte. Hier wurde Adolf Hitler für seine Tapferkeit mit dem E.K. I. ausgezeichnet.

Jeden Tag mußten wir einige Kilometer weiter zurück. Schließlich kamen wir auf eine Höhe bei Berwick. Hier wurden wir auch wieder in einem Betonunterstand untergebracht, und hier hat eines Nachts der Feind den Ganzen Berg mit Gasgranaten beschossen und unser gesamter Regimentsunterstand, einschließlich Fernsprecher, Blinker, Meldegänger, wurde gaskrank. Adolf Hitler, der selbst halb erblindet war, hatte noch einen Kameraden mitgeführt, der ganz erblindet war. …

Es wird manchmal gefragt, warum Adolf Hitler nicht befördert worden ist. Adolf Hitler hat erstens gar nichts darauf gegeben, auch seine Gefreitenknöpfe hat er meistens nicht getragen. Zweitens konnte ein Meldegänger beim Regimentsstab nicht zum Unteroffizier befördert werden, weil er sonst beim Regimentsstab hätte ausscheiden müssen. Adolf Hitler hing aber so mit Leib und Seele an dieser Sache, daß er lieber Gefreiter blieb. …

Unsere österreichisch – ungarischen Verbündeten

*Danzers Armeezeitung vom 22.04.1915* Wir lesen in der „Vossischen Zeitung“ vom 18. April: „Im ausverkauften Blüthner-Saal erzählte gestern abend Major a. D. Moraht von seinen Eindrücken aus der Karpathenschlacht. Er spricht klar, sachlich, mit einem Anfluge von Heiterkeit und fester Zuversicht, die das schönste Ergebnis seiner Reise an die galizisch-ungarische Front ist. Es gibt, sagte Major Moraht in der Einleitung, so gut eine politische Disziplin, wie es eine militärische gibt. Schwätzer, die gegen sie sündigen, bedenken nicht, was in den Karpathen seit dem September 1914 geleistet wurde.

Man müsse bedenken, daß viele österreichisch-ungarische Truppen seit mehr als einem halben Jahr in diesem schwierigsten aller Gebirgskämpfe stehen, Truppen, die seit 27. September, 7. Oktober, 5. und 29. November in ihren bald tief verschneiten Unterständen hausen, monatelang bei einer Kälte von 20 Grad, in einem Terrain, das schroffer ist als das Riesengebirge. Zu diesen Truppen hat sich nun auch die deutsche Südarmee gesellt. Wer die Soldaten der Armee Szurmay auf vereisten Feldern, bis zur Brust in Schnee versinkend, gesehen hat, der kann erst recht urteilen, wie groß die  – vielleicht undankbarere Aufgabe der österreichisch-ungarischen Truppen gewesen ist.

Karpaten 1915

Hindenburg hat gesagt, ohne die österreichisch-ungarischen Truppen in der Flanke hätte er seine Siege nicht erringen können.

Kriegsgefangene Russen 1915 Karpaten

Daß die lange Offensive den Offensivgeist der österreichisch-ungarischen Armeen nicht getötet habe, ersah Morath während seiner Anwesenheit an der Karpatenfront. Seine anschauliche Schilderung der Führer und Soldaten fesselte die Zuhörer in höchstem Grade. Es ist Kriegslebenskunst, was ich da oben sah, sagte Morath, und wenn manches dem deutschen Auge fremdartig scheint, so ist damit wahrhaftig nicht gesagt, daß es minderen Wert habe. Nirgends sah ich Nervosität der Führer, überall Frohsinn der Soldaten. Die Leute, die ihre unsichtbaren Unterstände kunstvoll in die Gebirgswälder eingebaut haben, möchten nicht fort  und ihre mühevolle Arbeit arbeiten. Und wie schwierig ist dieser Gebirgskampf, wie wir ihn in Deutschland nicht gekannt haben. Geschütze müssen auf Seilen aufgezogen werden, auf durchlöcherten Etappenstraßen, die nur gebesserte Wege sind, sah ich 1500 Fahrzeuge an einem Tage, Pferde und Ochsen versagten oft auf diesen Höhenwegen, weil das Herz nicht mehr mitging. Aber die Sache klappt doch! Die kleinen galizischen Pferde, die rechts und links mit Kochkisten behängt sind, bringen hoch ins Gebirge warme Menage und das ist für die Unterhaltung der Truppen in Eis und Schnee unerläßlich.Wenn jetzt der Schnee in den Karpaten schmilzt, wird die Frucht dieser schweren Arbeit sichtbar: Die Karpaten sind das große Grab der Russen, nun liegt es offen da!

Mit einem Worte Friedrich des Großen, daß zum Krieg, und nun ganz besonders zu diesem allerschwersten in den Karpaten, Eingeweide von Eisen und ein Herz von Stahl nötig seien, schloß Major Moraht seinen prächtigen Vortrag.“ …

Es hat sich nichts geändert

Quartiermacher in russisch Polen 1915*Freiburger Zeitung 15.04.1915* Der Widerspruch in der amerikanischen Politik. Herr B. A. Ladd (M.A.) Lektor der englischen Sprache an der Universität Kiel, aber amerikanischer Staatsbürger, stellt dem Hamburger Fremdenblatt einen Brief zur Verfügung, den er an verschiedene hohe Regierungsbeamte in den Vereinigten Staaten gerichtet hat, um sie über den Stand der Dinge in Deutschland aufzuklären:

„Die Deutschen und wir Amerikaner in Deutschland“, so schreibt Herr Ladd, „können nicht verstehen, warum Amerika auf der einen Seite Frieden zwischen den kriegführenden Nationen von Europa zu stiften sucht, und warum es anderseits die Verschiffung von Munition nach England, Frankreich und Rußland zugibt. Dies ist sicher kein Weg, den Krieg zu beendigen, es ist der beste Weg den Krieg zu verlängern!

Die Antwort der amerikanischen Politiker und Kapitalisten ist folgende: daß das Völkerrecht solche Verschiffungen erlaube; sie mögen immerhin als Konterbande angesehen und von Deutschland weggenommen werden, falls Deutschland fähig ist, dies zu tun.

Wir wollen also zugeben, daß Feuerwaffen und dergleichen nach dem Völkerrecht ausgeführt werden dürfen, aber wir verstehen die Logik nicht, wenn Amerika, wie schon gesagt, auf der einen Seite sich anstrengt, oder wenigstens so tut, um das Ende des entsetzlichen Mordens herbeizuführen. Nur weil eine Handvoll von Millionären, die Kriegswerkzeug fabrizieren, ihre Kassen zu füllen wünschen, gestattet ein ganzes Land, daß es mißleitet und mit Schande bedeckt wird.

Wenn das gegenwärtige internationale Recht solche Ausschreitungen gestattet, dann ist es die Pflicht der Regierung der Vereinigten Staaten, diese besondere Klausel zu revidieren.

In Deutschland herrscht das Gefühl vor, daß der Krieg schon beendigt sein würde, hätte Amerika nicht mit seinen Lieferungen eingegriffen. Eines ist sicher – Deutschland kann nicht verlieren. Nach acht Monaten Kampf gegen die mächtigsten Nationen von Europa, ist kaum ein schmales Streifchen Boden in den Händen der Feinde. Die Feinde, die sich auf deutschem Boden befinden, sind Gefangene und zwar zu Hunderttausenden.

Jeder Mann hier, vom Kaiser abwärts durch alle Grade des Adels, Universitätsprofessoren, Studenten – das beste Blut, das das Land besitzt -, alles steht unter den Waffen. Es ist ein Krieg des Gehirns, den Deutschland führt. Mit derselben Wissenschaft, Exaktheit und Pünktlichkeit, womit die Deutschen ihre akademischen Studien verfolgen, arbeiten sie jetzt an den vielfachen und verwickelten Mitteln zur Verteidigung ihres Landes gegen eine Welt von Feinden. Ich könnte immer noch weiter schreiben über die Kriegslage. Aber der springende Punkt, den ich hervorzuheben wünsche, ist, daß Amerika mit seinen verdammenswerten Waffenlieferungen sich selbst und der Menschheit den größten Schaden zufügt.

Ich, als geborener amerikanischer Bürger, richte meinen Protest und meine Aufforderung an die besseren Amerikaner, an Euch meine Freunde, alles zu tun, was in Eurer Macht steht, um diese Schmach zu beendigen. In Hinsicht auf all dies, und wenn Ihr in Betracht zieht, daß die Deutschen, deren Gastfreundschaft ich genieße und die mich stets als einen der ihren behandelt haben, ihre Söhne, Väter und Verwandte von den Kugeln hingemäht sehen, die mein Land den Feinden liefert – so könnt Ihr selbst urteilen, welch einen starken und aufrichtigen Charakter die Deutschen besitzen. …“

Der Blogwart meint: Auch heute findet  mancher die Logik nicht, die im Widerspruch der heren Worte von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten liegen und dem Aufbau und der Ausrüstung von Terrororganisationen, die ganze Staaten destabilisieren und Millionen Menschen in Flucht und Elend treiben. Aber nur, weil nicht genug danach gesucht wird!

Vom Kriege

Deutsche Radfahrer Patroille 1915 bei Reims*Coburger Zeitung vom 14.04.1915* Vom Russeneinfall in Memel. Königsberg i. Pr. (in Preussen) 12. April. Nach amtlichen Feststellungen wurden bei dem Russeneinfall in Stadt und Kreis Memel 63 Personen getötet, 43 verwundet und 458 verschleppt, darunter 189 Frauen und 100 Kinder. Geschändet wurden, soweit bekannt, vierzehn Frauen und Mädchen.

Was der Soldat im Felde lesen will. In dem rühmlichen Streben, unsre tapfern Krieger mit Lesestoff zu versorgen, machen die Absender leider manchmal recht arge Mißgriffe. Schon viele Klagen sind darüber ausgesprochen worden. Einen wertvollen Fingerzeig, wie es nicht gemacht und wie es gemacht werden kann, bietet der nachstehende Brief aus dem Felde.

„Was sollen uns diese Bücher, die Übereifrige im warmen Nest geschrieben? Soldaten, die tagaus, tagein bei Wind und Wetter im Schützengraben leben, jeden Augenblick darauf gefaßt, daß eine Granate ihnen das Lebenslicht ausbläst, und die trotz alledem und alledem noch fröhlich sind und fest an Deutschlands gute Sache und an den glänzenden Ausgang dieses Krieges glauben, brauchen nicht aus Büchern sich Mut zu holen. Hier weiß jeder, was er zu tun hat, jeder tut seine Pflicht ehrlich und gern!

Es muß schon ein ganz hartgesottener Sünder sein, der hier im Feld nicht wieder beten gelernt hätte. Wir alle, auch die Schule und Kirche vergessen haben, sind zurückgekehrt zum alten, guten kInderglauben. Und dann haben wir unsere prächtigen Militärpfarrer. Wenn die Menschen daheim doch einmal teilnehmen könnten an einem Feldgottesdienst, um zu sehen, wie ein jeder andächtig den Worten des Geistlichen lauscht, um zu hören, wie der Gesang aus tausend Kehlen feierlich zum Himmel klingt, sie würden uns mit der Zusendung von Büchern verschonen, in denen die Worte Krieg und Gott auf jeder Seite zehnmal wiederkehren.

Krieg machen wir selber jeden Tag, und wir wissen, wie er aussieht, und unseren Herrgott kennen wir auch, vielleicht besser als mancher zu Hause; der Krieg und seine Gefahren haben ihn uns näher gebracht.  Schickt uns doch fröhliche Bücher, die uns lachen lassen! Oder schickt ernste von guten Schriftstellern – wir Deutsche haben doch gewiß genug davon. Schickt Bücher, die uns von der Heimat erzählen, die uns für ein paar Stunden vergessen lassen, daß drüben der Feind ist.“

Amtlicher Kriegsbericht. Großes Hauptquartier, 13. April (W.T.B.) Westlicher Kriegsschauplatz. … Nordöstlich Suippes wurden vom Gegner wieder Geschosse mit betäubender Gasentwicklung verwendet. …

Der Blogwart meint: Russische Soldaten und Rußland waren schon immer nett. Ob sie im Ersten und Zweiten Weltkrieg Frauen vergewaltigten, verschleppten oder Uhren und Fahrräder befreiten, gewiß gab es immer gute Gründe dafür. Auch war Rußland stets ein Hort der Freiheit, der Menschlichkeit und des Fortschritts, der immer nur an das Glück der Nachbarn dachte und das eigene Glück darüber vernachlässigte. So kam es auch, daß zwar die KZs mit ihren Mördern, Vergewaltigern, Homosexuellen und Gewohnheitsverbrechern befreit wurden, den Opfern des Nazi – Regimes. Nicht aber die GULAGs. Deren Insassen durften noch 15 und 20 Jahre länger schmoren. Sie hatten es wahrscheinlich verdient. So sehen heute russische Wissenschaftler und Politiker in der Westukraine lauter Nazis, um dadurch einen moralischen Vorteil gegenüber dem Poroschenko-Regime zu erreichen. Würden dessen Truppen sich mit Sowjetstern schmücken, statt mit den Symbolen Banderas, dann hätte die russische Propaganda ein gewaltiges Problem.

Stoff für Hollywood

Brangelina*Coburger Zeitung vom 11.04.1915* Erlogene Greuelgeschichten Brüssel, 9. April. Die Korrespondenz Piper, Abteilung Belgien, meldet: Der jetzt in London erscheinende Independance Belge erzählte in ihrer Nummer vom 26. März eine ihr vom belgischen Justizministerium zugegangene Greuelgeschichte, die sich in dem Orte Sempst bei Antwerpen ereignet haben soll. Ein Fuhrmann namens David Jordens gab etwa 30 bis 35 deutschen Soldaten zu essen, die dann seine 13 jährige Tochter vergewaltigt und mit den Bajonetten aufgespießt hätten. Auch den 9 – jährigen Sohn hätten sie getötet, schließlich durch Revolverschüsse auch seine schreiende Frau. Belgische Soldaten hätten die Deutschen dann vertrieben und niedergemacht. Die meisten Mädchen von Sempst seien übrigens vergewaltigt worden.

Der Generalgouverneur ordnete eine Untersuchung an, welche ergab, daß die Geschichte von A bis Z erlogen ist, denn es gibt in Sempst keinen Fuhrmann namens David Jordens, das bestätigen der Bürgermeister, sein Bruder und der Gemeindesekretär zeugeneidlich. Der Bürgermeister sagt sogar aus, daß sich die deutschen Soldaten nach den Erklärungen glaubwürdiger Personen, die den Ort seit Ausbruch des Krieges niemals verlassen haben, tadellos benahmen. Man kann erwarten, daß das belgische Justizministerium von diesen Bekundungen Notiz nimmt und sie der Öffentlichkeit unterbreitet.

Bild: Wie man hört, hat Hollywood vor, dieses unfassbare Verbrechen kaiserlicher, deutscher Truppen  zu verfilmen. Brad Pitt ist im Gespräch für die Rolle des eingewanderten Fuhrmanns, David Jordens, der alleine 35 Soldaten des Kaisers tötet, bevor Verstärkung in Form belgischer Truppen und US-Spezialeinheiten eintrifft, an deren Spitze er sich setzt. Angelina Jolie übernimmt wohl den Part der unglückseligen Ehefrau, die, schwer verletzt, den Anführer der Mordbrenner davon abhalten kann, auch die Hauskatze zu schänden, bis sie selbst ihr Leben aushaucht. Wer die vergewaltigte Tochter spielt, ist unklar. Derzeit ist Rihanna noch im Gespräch. Wegen der Schwarzenquote. Der Film soll zwischen Amerika, Belgien  und Deutschland Brücken schlagen und 35 ausgefallene Arten zeigen, wie man, nur mit Fuhrmannsausrüstung, Deutsche auf brutalste Art tötet. Er wird schon jetzt als „pädagogisch wertvoll“ eingestuft.

Das Eiserne Kreuz

Deutsche Soldaten bei der Bestellung der Felder in Frankreich 1915Ehrentafel (der Freiburger Zeitung vom 09.04.1915) Leutnant d. R. (der Reserve – der Blogwart) Gültig, Maschinenbau – Ingenieur aus Cannstatt, zeichnete sich von Beginn des Krieges an als ein jeder Lage gewachsener Zugführer von vorbildlicher Tapferkeit aus. Wegen seines besonnenen Verhaltens und wegen seiner Unerschrockenheit, die er, damals noch Vizefeldwebel der Reserve, bei einem gegen La Boiselle gerichteten Angriff der Franzosen an den Tag legte, wurde ihm schon im Oktober 1914 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Zum Offizier befördert, trat er besonders dadurch hervor, daß er während der häufigen, mit riesigem Munitionsaufwand durchgeführten Beschießung unserer Schützengräben von La Boiselle durch die feindliche Artillerie persönlich die Beobachtung des Gegners übernahm und im wütendsten Granatfeuer mit unerschütterlicher Ruhe in seinem Beobachtungsstand ausharrte; hiervon ließ er selbst dann nicht ab, als ein feindlicher Volltreffer seinen Stand verschüttete und er aus der Trümmer- und Schuttmasse ausgegraben werden mußte.

Nach seiner Wiederherstellung von den bei diesem Unfall erlittenen Verletzungen wurde ihm die  Führung der 5. Kompanie anvertraut An ihrer Spitze machte er den kühnen Bajonettangriff auf den sogenannten Granathof von La boiselle in der nacht vom 17. auf den 18. Januar mit und trug durch seine umsichtigen Anordnungen und durch sein todesverachtendes Drauflosgehen ausschlaggebend zum Gelingen des Sturmes und zu der darauf folgenden Besetzung des granathofes bei. Mit eigener Hand zerstörte er dort eine französische Telephoneinrichtung und machte gegen 40 Franzosen zu Gefangenen.

Durch die Zerstörung der Telephoneinrichtung wurde verhindert, daß die französischen Besatzungen der nur wenige Meter rückwärts gelegenen Schützengräben zweiter und dritter Linie alarmiert wurden und ihren überrumpelten Kameraden vorderer Linie zu Hilfe eilen konnten; ferner, daß die französische Artillerie rechtzeitig von ihrer Infanterie benachrichtigt werden und durch sie in den Stand gesetzt werden konnte, durch ihr Feuer die deutsche Angriffs-Infanterie niederzuhalten.

Durch das Abschneiden dieser Alameinrichtung in Stande gesetzt, die vordere Besatzung tatsächlich zu überrumpeln, die Verbindungsmöglichkeit mit der rückwärtigen Infanterie zu unterbinden, die Unterstützung durch die französische Artillerie zu verhindern, konnten unsere Truppen einen vollen Erfolg erzielen. An diesem hat durch seine umsichtige Handlungsweise Leutnant Gültig hervorragenden Anteil.

In der Nacht vom 7. zum 8. November sollte nach dem Gefecht bei R. von der 4. Kompagnie des Reserve-Jäger-Bataillons Nr. 2 eine Patrouille vorgeschickt werden, um festzustellen, ob die vor den Stellungen des Bataillons liegenden Gehöfte noch vom Feinde besetzt seien. Es meldeten sich die Jäger Schudlich aus Piwnitz bei Hohenkirch, Kr. Briesen,  (Westpreußen) und Godzda aus Weisheide bei Mischke, Kr. Graudenz.

Bei ihrem Vorgehen fanden sie in einer Schlucht einige Feinde, die sie gefangen nahmen und von denen sie erfuhren, daß sich in einem naheliegenden Gehöft noch weitere Gegner befänden. Sie begaben sich dorthin  und stießen in einer Scheune auf eine größere Anzahl von Feinden, die ihnen mit Gewehren in der Hand entgegentraten.  Auf die Aufforderung Schudlichs hin, sich zu ergeben, machten diese Miene, sich zu widersetzen. Doch Schudlich verließ in diesem Augenblick die Geistesgegenwart nicht. Er rief nach rückwärts: “ Das ganze Bataillon hierher!“ Das Wort Bataillon machte auf den Feind einen derart einschüchternden Eindruck, daß er seine Gewehre wegwarf und sich gefangen gab. Die beiden jäger konnten nicht weniger als 80 Gefangene zum Bataillon zurückbringen. Jäger Schudlich sowohl wie Jäger Godzda wurden für die wackere Tat mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet; leider ist letzterer inzwischen den Heldentod gestorben.


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