Posts Tagged '13. August 1961'



1961 DDR – Bürger müssen Frösche essen

Es ist wie in „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt„. Die DDR hungert, weil profitgierige französische und deutsche Bürger das Lammfleisch über die Grenze tragen, die Froschpopulation hat deshalb schon abgenommen, die es auf „Froschschenkel auf Reis“ gibt, der Reis muß nach dem Verzehr der Frösche wieder abgegeben werden, abgemagert schleppen sich die Werktätigen an ihren Kampfplatz für den Frieden und das NEUE DEUTSCHLAND sendet Reporter mit knurrendem Magen aus, die die Versorgungslage im ersten Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden in den rosigsten Farben schildern müssen, zum Glück läßt sie eine mildtätige Gaststättenleiterin aus der Abfalltonne naschen. Wird sich die Versorgungslage im demokratischen Berlin nach dem 13. August 1961 verbessern? Wir nehmen es an, denn die massenhafte Abwanderung hungriger und hungernder Proleten nach Westberlin hört ab diesem Zeitpunkt schlagartig auf.

Wegen Faulheit

Jetzt ist er wieder da, der 13. August und die Genossen der kurzgewendeten Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, die seit langem wieder ihre blutbefleckten Häupter erheben, sind ganz aus dem Häuschen, jährt sich doch ihr Ganovenstück, ein ganzes Volk unter Hausarrest zu stellen schon zum 48 sten Male. Ja, freilich, das Hoftor des Anwesens DDR zu verschliessen, die Fenster nach draussen zu vernageln und Männer mit Gewehren zu beauftragen, unerlaubte Ausgänger am Verlassen der DDR zu hindern, das hatte alles sehr, sehr gute Gründe in den Augen der Genossen.

Als am 13. August 1961 der Antifaschistische Schutzwall errichtet wurde, vom Westen fälschlicherweise „Mauer“ genannt, geschah das einzig aus dem Grund, die Antifaschisten in der DDR vor den Faschisten in der BRD zu schützen, die das dringende Bedürnis hatten, sich die Errungenschaften der Arbeiter und Bauern, wie den Trabant und die NATIONALE FRONT der DDR, einzuverleiben. Oder das Ampelmännchen, Pittiplatsch den Lieben und die Dederonschürze.

Zettel fragt sich gerade, wie man Menschen dazu bringen kann, sich und andere einzumauern. Ganz einfach, in dem man ihnen sagt, daß es das Richtige ist. Es ist das Richtige. So, wie heute andere Sachen als das Richtige dargestellt werden. Man muß es ja nur immer und immer wieder wiederholen, es ist das Richtige. Dann klappt das schon mit den Handlungen. Ich frage mich ja heute auch manchmal, wie kommen Leute dazu, einfach so loszuziehen und Thor Steinar zu demolieren und zu ruinieren? Weil Politiker sagen, es ist nötig, für unser aller Wohl. Ich frage mich, wie kommen Hotels darauf, Absprachen zu treffen, wie sie Gäste am besten wieder loswerden können, wo die sich doch eigentlich freuen sollten, über den zahlenden Gast. Weil sie wissen, sie tun eine gute Tat damit. Wie können Menschen ungeschoren damit davonkommen, daß sie faktisch die Ausübung der Grundrechte verhindern, wie der Bundestagstaliban? Weil es als etwas Positives dargestellt wird und deshalb stehen die Linken, Kewil nennt sie Mauermörder, auch immer noch in höherem Ansehen, als zum Beispiel die Bundeswehr in Afghanistan.

Wem gehören all diese fleissigen Leute?

Jetzt ist er wieder da, der 13. August  und die Genossen der kurzgewendeten Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, die seit langem wieder ihre blutbefleckten Häupter erheben, sind ganz aus dem Häuschen, jährt sich doch ihr Ganovenstück, ein ganzes Volk unter Hausarrest zu stellen schon zum 48 sten Male. Ja, freilich, das Hoftor des Anwesens DDR zu verschliessen, die Fenster nach draussen zu vernageln und Männer mit Gewehren zu beauftragen, unerlaubte Ausgänger am Verlassen der DDR zu hindern, das hatte alles sehr, sehr gute Gründe in den Augen der Genossen.

Wenn heute führende SPD-, CDU- oder CSU-Minister fordern, die Meinungsfreiheit einzuschränken, insbesonders im Internet, weil sie nicht begreifen, was das ist, die Meinungsfreiheit oder das Internet, dann haben sie auch ihre Gründe dafür. Auch sehr gute und einleuchtende. Die wir natürlich verstehen lernen müssen. Wer will schon dem Klassenfeind Tür und Tor öffnen? Die DDR ökonomisch ausbluten lassen? Oder mit Anschalten des Computers in einen rechts- und gesetzlosen Raum stolpern, in dem einen Scheußlichkeiten ungeahnten Ausmasses aus dem Hinterhalt überfallen.

Und so lernte  der Jung- und Thälmannpionier, wie auch der FDJler oder  der Genosse und Werktätige, in den auf den 13. August 1961  folgenden Jahren, dass das Volk der DDR sich selbst schützen musste, in dem es sich einsperrte oder gegenseitig niederschoss und maximal Besucher durften die Republik noch betreten oder verlassen oder auch die Rentner, wenn ihre Arbeitskraft verbraucht war, im Kampf für den Sieg des Sozialismus. Aus humanitären Gründen. Die Genossen waren nämlich keine Schweine.

Das Volk der DDR war zum Leibeigenen der Partei und Staatsführung geworden. Sie erhob Anspruch auf das, was da in ihren Kindergärten und Schulen heranwuchs und auf den Universitäten lernte. Das hat Euch die Partei und die Arbeiterklasse ermöglicht, hiess es zur Bekräftigung des Eigentumsanspruchs am Volk, jetzt tragt Eure Schuld ab. Leute, die Zweifel daran hatten und äusserten und die Lust verspürten, die Welt ausserhalb des Zaunes kennenzulernen, hatten schon bald die Wohlmeinenden auf der Pelle. Also die, die zum Wohle des werktätigen Volkes die Angehörigen des werktätigen Volkes einsperrten. Aber, immer nur zu ihrem Besten. So, wie das auch heute schon wieder geschieht, dass jemand sehr, sehr um unser Wohl besorgt ist und uns von Schaden fernhalten muss. Und wir das gut und richtig und als sehr fürsorglich empfinden.

Freude über die Leibeigenschaft


September 2021
M D M D F S S
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Blog Stats

  • 2.271.314 hits

Archiv