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Ach ich arme Jungfer zart

Ja, ja, da haut PI – News – Net wieder einmal auf die vorbildlichst integrierte Mely Kiyak ein, die lediglich das Wort Untermensch höflich mit „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“ umgeht, also eine Karikatur von einem Menschen, und da sollte man, wieder aktuell inmitten eines Karikaturenstreits, doch etwas gelassener reagieren, gerade, weil die Bezeichnung Untermensch nicht gerne gelesen oder gehört wird. In Deutschland. Von Deutschen. Obwohl die ehrenwerte Frau Kiyak es sicher so meinte. Aber, wirft hier der Blogwart ein, was ist denn nun mit der Freiheit der Kunst oder der Freiheit der Meinung? Mohammed mit einer Bombe im Turban zeichnen, ja, das wollt ihr. Aber wenn Frau Kiyak einen Scherz macht, dann heißt es gleich „Uuuuh! Türkennazi!“

So geht das ja auch nicht! Freilich, von Aufrufen der Anhänger dieser „lispelnden, stotternden, zuckenden Menschenkarikatur“, nun aber rasch Frau Mely Kiyak umzubringen, weil Herrn Sarrazin als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“ zu bezeichnen, eine Beleidigung wäre, die mit dem Tode der Beleidigerin zu sühnen ist, hört man nichts. Leider. Weil es diesen Karikaturenstreit auf gleiche Augenhöhe bringen würde.

Herr Sarrazin ist aber nun einmal kein Prophet. Könnte aber einer werden. Oder ein Gottessohn. Als dieser Mohammed Stimmen hörte, hat ihn ja auch keiner mit kaltem Wasser übergossen und in den Schatten gebracht, um sein Fieber zu bändigen. Es ist also immerhin noch möglich, daß auch Herr Sarrazin plötzlich sagt: „Bürger, Landsleute, der Gesandte des einzig wahren Gottes ist mir erschienen und da ich günstigerweise ein Diktiergerät dabei hatte, konnte ich die Anweisungen Gottes gleich wortwörtlich aufzeichnen und das erste Gebot war, bringt die Beleidiger meines Propheten Sarrazin, das bin ich,  um“, da müßte Frau Kiyak eventuell Angst haben, wenn die deutschen Behörden nicht schnell genug reagieren, um den Sarrazin in Schutzhaft zu nehmen. Zum Schutz der übrigen Bevölkerung. Denn obwohl er Prophet wäre, würde hier die Religionsfreiheit nicht greifen. Also die Freiheit, wenn die Regeln der Religion es verlangen, andere Leute umzubringen. Null Toleranz gibt es da, außer beim Islam natürlich. Das hat ja schon der Goethe gemocht. Sagen die Muslime. Und der Goethe, der ist uns heilig.

Außerdem. Im Auge des Betrachters ist Frau Kiyak sicher eine schöne Frau, ganz anders als Herr Sarrazin, der weder Frau noch schön zu nennen ist. Aber hinter äußerer Schönheit verbirgt sich oft eine hässliche, hochmütige Seele. Wie im Märchen vom König Drosselbart. Also, den Part der Prinzessin, den hätte Frau Kiyak sicherlich hinbekommen. „Kurz und dick – hat kein Geschick.“ Ihr wißt schon, wie sie die Freier verspottet hat, die Gute, um dann in der Kate eines armen Spielmannes zu landen. So kommt Hochmut vor dem Fall. Im Märchen. Die nehmen aber leider nicht immer ein gutes Ende. Die böse Schwiegermutter Schneewittchens, zum Beispiel, auch eine schöne Frau, mußte am Ende in glühenden Pantoffel tanzen, bis zum Tode. Und das wünscht der Blogwart nicht einmal Frau Kiyak.

Bild: Nicht Frau K. . Wer als gut integriert gelten will, sollte auch verinnerlicht haben, was sich für eine gute Deutsche nicht schickt. Leuten, die zucken, lispeln und stottern, sagt man nicht, daß sie zucken, lispeln und stottern, selbst, wenn sie eine Nudel an der Nase zu hängen haben, das ist nicht nur unhöflich, sondern gemahnt auch an „lebensunwertes Leben“. Weil damals ein böser, böser Mann die Vermehrung Andersbegabter, wie sie nun heißen,  unterbinden ließ, und ihre Vernichtung anordnete, möchten wir auch von Frau Kiyak nicht daran erinnert werden, daß der Schoß fruchtbar ist, der da bei uns eingewandert ist. Wir bemühen uns nämlich netter zu sein. Auch wenn es immer schwerer fällt.


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