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Rechtsstaat ist doch nicht zahnlos!

Kriegswaffen

Symbolbild, da man bisher nur vermutet, die Rechtsterroristen hätten sich mit der Absicht der Waffenbeschaffung getragen. Wie man überhaupt Vieles vermutet.

Der Blogwart hatte es nun schon aufgegeben zu hoffen,  aber eine beispiellose Aktion unseres Rechtsstaates, um den uns nicht nur die ganze Welt beneidet, sondern auch arabische Clans im Libanon oder kolumbianische Drogenkartelle in Kolumbien, hat sein Vertrauen in das Merkelregime wieder hergestellt.

Was war geschehen: Im ehemaligen Karl – Marx – Stadt hob die Polizei eine rechtsterroristische Zelle aus, die vermutlich geplant hatte, Waffen zu beschaffen und Ausländer zu hetzen. Vermutlich. Vermutlich heißt, man weiß nichts genaues. Und daß ist es ja, was so großartig ist.

Aber noch großartiger ist, daß, weil es keine Hetze in Chemnitz gegeben hat, auf Ausländer, es nur daran lag, daß die vermuteten Rechtsterroristen mit ihrer vermutlichen Planung zur vermutlichen Ausländerhatz, schwer im Rückstand lagen. Denn dann hätten sie vermutlich nicht nur hetzgejagt, sondern vermutlich mit den noch nicht beschafften Waffen geschossen. Was die Polizei zum Glück zu verhindern wußte.

Und sage jetzt noch einmal etwas wie, Vergewaltiger, Messerstecher und Totschläger mit anderem als deutschem Hintergrund würden nicht schwer verfolgt, ja, wie soll die Polizei denn diese Aufgabe bewältigen, wenn sie kaum damit hinterherkommt, vermutliche Straftaten bereits im Vorfeld zu vereiteln, wenn Menschen vermutlich nur denken, sie zu begehen? Vermutlich. Da müßte sie ja bei jedem morgens 06.00 Uhr auf der Matte stehen und kann sich nicht mit Kleinkram wie bereits geschehenen Verbrechen aufhalten. Und da hat der Blogwart vollstes Verständnis und spendet langanhaltend und stehend Ovationen. Und zwar laut.

Na Gott sei Dank!

Der Angriff auf einen aus Mosambik stammenden Mann vor zwei Tagen in Chemnitz war ausländerfeindlich motiviert. Das ergaben die bisherigen Ermittlungen des Staatsschutzes, teilte die Polizei am Freitag mit. Der 46-jährige Mann, der seit 26 Jahren in Deutschland lebt, war seiner eigenen Aussage zufolge von zwei unbekannten Männern im Beisein einer Frau geschlagen und getreten worden. Alle drei sollen ihn zudem beleidigt haben.

Wenigstens wird noch eine Art von Straftaten in Deutschland verfolgt, nämlich die ausländerfeindlich-islamophob motivierte. Und sogar der Staatschutz schaltet sich ein. Der aus Mosambik. Ach nein, der nicht. Sondern unserer. Früher hat die Polizei ausgereicht, die bei Überfällen ermittelt hat. Heute ermittelt der Staatsschutz. Wenn besondere Personengruppen involviert sind. Andersfarbige, Andersgläubige, allerdings nur, wenn sie zu den Überfallenen gehören, und linke Aktivisten. Auch, wenn sie zu den Überfallenen gehören. Und natürlich, wenn Kinder Hakenkreuze schmieren, dann muss auch der Staatschutz ran und Akten anlegen und befragen, so, wie das in der DDR üblich war. Denn wer nicht hören will, muss fühlen.

Was allerdings auch nicht mehr gilt, seit die Kategorie Intensivtäter eingeführt wurde und der Begriff qualifizierte Duldung. Wir sind schon Schätzchen, kann ich Euch sagen. Sollte der Anteil bunter Menschen in Deutschland zunehmen, können wir uns auf eine Justiz freuen, die nach Ansehen der Hautfarbe urteilt. Erste positive Ansätze dazu gibt es ja schon. Also wenn ein Äthiopier, der seit mehreren Jahren in Deutschland lebt und Ingenieur für irgendwas ist, betrunken mit zwei Weissen Streit beginnt, dann kommt erst einmal der Staatschutz und verschleppt die helleren Bundesbürger per Hubschrauber. Was würde das denn auch für Eindruck machen, hätte sie den dunkleren Teilnehmer an der Auseinandersetzung mitgenommen, wo wir wissen, Nichtdeutsche, die können gar nicht Täter sein. Und das ist es doch, worauf es ankommt.

Kein Fall für den Staatsschutz

obwohl ihm ja theoretisch daran liegen müsste, repräsentiert dieser Bursche im Ausland doch Deutschland. Oder?

Da warn zu viele Zeichen auf dem Dach

genthinmarienkirche1Wer kennt es noch, das Jammerlied des Klaus Laage, das in uns Abscheu und Hoffnung weckte, weil davon gesungen wurde, dass der letzte Kuss bis Konstantinopel reichen muss, während der Rückfahrt? Ja, das hat damals die deutschen Menschen berührt, die verbotene Liebe zwischen Kopftuchsulaika und blondem Hans oder Brigitte Mira und dem 14jährigen Mehmed oder umgekehrt und dem Unverständnis der deutschen Spiesser darüber , die so unfassbare Wünsche geäussert haben, wie „die Türkei den Türken!“ Weswegen sie auch zu recht ins Koma gedroschen werden, diese Spiesser! Leider ist die gesungene Anklage im Netz schwer auffindbar. Sie ist aber von aussergewöhnlicher Poesie und Gegenstücke dazu findet man heuer nimmer. Zum Beispiel gesungene Klagelieder, wie deutsche Rentner ihre Stadtteile verlassen, weil sie von denen, die unser Leben reicher und schöner machen, in unzumutbarer Weise mit Liebe überschüttet werden. Das liegt vielleicht daran, dass deutsche Sänger nie gezwungen waren, die ganze geballte Liebe derer, die nach ihren eigenen Worten unser Land aufbauten, obwohl sie da noch gar nicht anwesend waren, in Empfang zu nehmen. Schwamm drüber.

Damals haben beschmierte Fahrstuhlwände das Land aufgerüttelt und in uns den Wunsch gefestigt, Aussenbezirk von Ankara zu werden und wo es heute brennt, und Türken sind betroffen, erheben wir uns spontan als Lichterkettner und geisseln unser Unvermögen, ihnen nicht beigebracht zu haben, was elektrischer Strom ist, was Feuer anrichten kann oder was auf deutsch heisst, „Hallo, mein Name ist Hadschi Halef Dingsbums, ich wohne in der Nokturngasse 12 und bei mir brennt es ganz fürchterlich.“

Was aber tun, wo die Durchrassung und Durchmischung der Eingeborenen einfach noch nicht so weit fortgeschritten sind, wie es der Plan vorsieht? Dann müssen andere Gefahren her, gegen die Männer und Frauen gemeinsam aufstehen können, wie derzeit in Karl-Marx-Stadt geschehen, der prächtigen Stadt des Marxismus-Leninismus, in der die fortschrittlichsten Repräsentanten der Arbeiterklasse heute immer noch wissen, dass der Klassenfeind nicht schläft und stets auf der Lauer liegt, in Form eines Keltenkreuzes zum Beispiel. Das damals, bevor Amerika überhaupt entdeckt wurde, zum Symbol der ersten nordeuropäischen Christen wurde und auch gerne in Amerika getragen wird, von Leuten, die wir heute als Rassisten bezeichnen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt und schwuppdiwupp wurde ein Wandgemälde übermalt, das nicht etwa den Weg der Roten Fahne zeigt oder den Sieg des Sozialismus, so etwas darf weiter UNSERE Menschen erfreuen, sondern die Ansicht Karl-Marx-Stadts, mit einem klitzekleinen Kreuz auf einer Kirche. Ein keltisches!

Dank Dir, CDU-Bürgermeister, der Du Schlimmeres verhindert hast. Doch auf den Ruhmestaten vergangener Schlachten sich auszuruhen, ist eines guten Sozialisten nicht würdig. Noch viele Keltenkreuze harren der Entfernung, wie auf dem Dache dieser Kirche in Genthin,  die irgendwer, mit finstersten Absichten, aufgestellt hat, um weissen Rassisten in den USA zu huldigen. Jugend voran, erhebe Dich jetzt, kann ich da nur rufen!“ „Und keinen Fussbreit Boden dem Klassenfeind!“

Für Frieden, Freiheit, und Recht!


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