Posts Tagged 'Deutschland schafft sich ab'



Das Glücks – Gen

Wer frei ist, nicht von staatlicher Unterstützung abhängt, sondern sich selber tummelt, fühlt sich in der Regel glücklicher als jemand, der vom Staat Alimente fürs Nichtstun bekommt. Nur leider erkennt man das Glück oft erst, wenn man es verloren hat – und manchmal selbst dann nicht. Natürlich ist es angenehm, im warmen Bett zu bleiben, wenn beim Nachbarn um 6 Uhr morgens der Wecker klingelt. Es ist angenehm, um 9 Uhr das Frühstücksfernsehen einzuschalten, während der andere hinter dem zugigen Tresen einer Imbißbude Kaffee aufgießt. Aber nach Dienstschluß wird er es sein, der sich wohler fühlt und dem das Feierabendbier besser schmeckt. Gerade die weniger Ehrgeizigen, weniger planvoll Handelnden werden durch die staatlichen Transfers zu einem bequemen Leben verführt, das ihnen allmählich ihren Stolz nimmt, ihre Kräfte lähmt, ihre Begabungen verschmäht und an ihrem Selbstbewußtsein nagt. „Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab.“

Vor einiger Zeit sprach die Kanzlerin, Erdogans Architektin, davon, sozial ist, was Arbeit schafft. Das war noch ganz am Anfang ihrer Urlaub Regierungssperiode, die nun schon sehr, sehr lange währt. Später hieß es, sozial sei, was Bildung schafft, der Gedanke, Menschen sollten sich durch ihrer Hände Arbeit selbst ernähren, war also schon aufgegeben. Natürlich ist, was Sarrazin sagt, zutiefst menschenverachtend und die Kanzlerin hatte Recht damit, das Buch nicht zu lesen, ehe sie es scharf als nicht hilfreich verurteilte. Wir können stolz auf unsere Kanzlerin sein. Sie passt zu uns. Dieser Blogautor hat gerade seine Floristin gefragt, was sie als Vollzeit – Angestellte nach allen fixen Kosten noch zum Leben hat. Ca. 300. Um so höher ist es ihr anzurechnen, daß sie sich dennoch jeden Arbeitstag zwischen ihre Blumen bemüht, um sie an die Kundschaft zu bringen. Ökonomisch sinnvoller für sie wäre, gleich ganz im Bett zu bleiben.

 

Neiddebatte

Neid entsteht, wenn unser Bedürfnis nach sozialem Rang nicht in einer Weise befriedigt wird, die wir für adäquat halten. Positiver Neid – „Das kann ich auch!“ – ist ein wesentlicher Antrieb für Tatkraft und Ehrgeiz. Negativer Neid – „Wieso der und nicht ich?“ – ist in der Tendenz destruktiv. Er führt das Individuum  meistens in eine Sackgasse und kann sogar die Gesellschaft beschädigen, wenn er überhand nimmt. Wenn wir ständig mit dem Unvergleichlichen vergleichen, dann beschädigen wir den Antrieb, der sich aus positivem Neid ergeben kann, und führen fruchtlose Debatten darüber, ob andere das verdienen, was sie verdienen. Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“

In der Tat. Diese ganze Diskussion der LINKEN über Bankerboni oder warum die OP – Schwester weniger Geld als der Chirug bekommt, ist völlig destruktiv. Keine Friseuse kann den Job des Bankers machen, der immerhin mit viel Geld umgehen muß und keine OP – Schwester ist in der Lage am offenen Herzen zu operieren. Und die Hinweise, die Buchauflage von über 1 Millionen von „Deutschland schafft sich ab“ würden ein schönes Sümmchen ergeben, sind so etwas von lächerlich. Frau Rowling hat den Potter geschrieben und kein Mensch wollte den verlegen, bis dann sein Erfolg kam. Wer ihr die Millionen neidet, der soll doch bitte selber ein Buch schreiben, das so nachgefragt ist und was den Erfolg Sarrazins betrifft, da waren Herr Wulff und Frau Merkel seine besten Verkäufer.

Todsünder Huber

Das Pfarrer – Gen

… Seit der Reformation hat sie (die evangelische Kirche) die intelligentesten Knaben für die geistliche Laufbahn ausgewählt. Evangelische Pfarrersfamilien waren traditionell sehr kinderreich, und diese Kinder hatten in geräumigen Pfarrhäusern bei guter Ernährung auch überdurchschnittliche Überlebenschancen. Bei den Katholiken hat das Zölibat eine Vermehrung dieses Teils der intelligenten Bevölkerung verhindert (jedenfalls soweit es beachtet wurde). Ein erstaunlich großer Teil der deutschen wissenschaftlichen Elite des 19. und 20. Jahrhunderts zählt deutsche Pfarrer zu seinen Vorfahren. Noch in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren die deutschen Professoren zum weit überlegenen Teil evangelisch. Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“


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