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Ein Wort zu Israel

Der Großmufti von JerusalemHeute wollen wir mal vulgär sein. Aber keine Angst, das wird kein Artikel über Feuchtgebiete! Es gibt ja einen Haufen Deutscher, die sich an Israel abarbeiten, ja, Israel zu ihrem Hobby erkoren haben. Denen wird von berufener Seite der Vorwurf gemacht, sie sollten sich doch auch ebenso um Somalia oder Takatukaland kümmern. Das ist natürlich völliger Blödsin, der aber, nichtsdestotrotz, hartnäckig wiederholt wird. Menschen haben Hobbys. Einige züchten Hunde, andere sammeln Briefmarken und wiederum andere sammeln, was sie für Menschenrechtsverletzungen Israels halten. Warum sie das tun, ist egal, sie tun es eben. Wenn uns das auch etwas absonderlich erscheinen mag.

Aber, sagt der Blogwart, bezeichnen wir den, der Hunde züchtet, als Hundehasser oder verlangen von ihm, er möge sich doch genauso liebevoll um Pferde kümmern, wie er das mit Hunden tut? Oder verlangen wir von der Feministin, für Männerrechte zu streiten, und beschimpfen sie,  wäre sie eine üble Frauenhasserin? Nein, das tun wir nicht, wegen fehlender angeborener Bescheuertheit oder weil es die Privatsache desjenigen ist, der Israel zu seinem Hobby erkoren hat.

Das mit dem Existenzrecht Israels ist übrigens genau solch triefender Schwachsinn, wie auf ein Existenzrecht Deutschlands zu pochen. Recht hat immer nur Gültigkeit, wie es jemand durchzusetzen vermag. Wenn im Wilden Westen, das Recht galt, für Pferdediebstahl die Todesstrafe zu verhängen, dann hiess das nicht, daß der Pferdedieb, nach begangenem Diebstahl, zum nächsten Baum ging, um sich aufzuhängen, um dem geltenden Recht genüge zu tun. Er mußte erst ergriffen, überwältigt, abgeurteilt und aufgehängt werden. Wenn sich niemand gefunden hat, als Verfolger, Richter oder Henker, dann war das Recht einen Dreck wert. Ein bloßes Lippenbekenntnis. Und wenn der israelische Staat nicht willens oder in der Lage ist, sein Recht auf Existenz zu behaupten, nämlich es selbst durchzusetzen, dann ist darauf, unfein gesagt, geschissen.

Dann helfen ihm auch deutsche Lippenbekenntnisse nicht, denn auch Deutschland wäre nicht in der Lage oder Willens, das zu tun, worin die israelische Staatsführung versagt hat. Das geht ebensowenig, wie uns Deutschen eine fremde Regierung Deutschland als Nation erhalten wird, wenn der eigenen Regierung höchstes Anliegen ist, Deutschland als Nation abzuschaffen.

Ja, es ist ganz traurig, was die Bewohner Sderots erleiden müssen oder die israelischen Staatsbürger, die von Palästinensern in die Luft gesprengt werden. Zweifellos menschliche Tragödien, aber nicht unser Bier. Wir sind weder dafür verantwortlich, daß Palästinenser der Meinung sind, Israel sei ein Dorn im Fleisch der arabischen Welt, noch für die Verteidigung der Bewohner Sderots vor einfliegenden Qassam – Raketen oder Mörsergranaten. Und wenn ein Staat, der praktisch nur so von Nobelpreisträgern wimmelt, es nicht auf die Reihe bekommt, daß ihn seine Nachbarn nicht mehr belästigen, dann können wir Deutschen, mit unserem unendlich schwächeren Verstande, sowieso nichts dafür tun. Das ist nun einmal so. Leider.

Bild: Von 1937. Die Aufteilung Palästinas. Die zum Studium der Lage in Palästina eingesetzte englische Kommission sieht in dem von ihr ausgearbeiteten Plan die Dreiteilung Palästinas vor. Der Norden soll den Juden eingeräumt werden, Jerusalem und die heiligen Stellen sollen englisches Mandat werden, der übrige Teil des Landes soll den Arabern verbleiben. Dieser Vorschlag hat bei allen Kreisen lebhafte Opposition gefunden. So wurde in einer vom Großmufti von Jerusalem (siehe Bild)  verfaßten Proklamation jeder Mohammedaner mit dem Ausschluß aus der Glaubensgemeinschaft bedroht, ser seine Unterschrift unter einen Vertrag über die Aufteilung Palästinas setzen sollte. Und klar, sagt der Blogwart, das ist nur verständlich, die Juden haben dann alle Nobelpreisträger beisammen, während die Araber in die Röhre gucken.


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