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Deutsche Marine im Einsatz

Über das militärische Vorgehen gegen die aufständischen Eingeborenen der Insel Ponape ist von Fregattenkapitän Bollerthun, Kommandant der Emden, ein telegraphischer Bericht eingegangen. Darnach trafen die  Schiffe Emden und Nürnberg am 10. Januar vor Ponape ein, wo bereits Kormoran und Planet ankerten.

Die Lage war hier folgende: 250 aufständische Dschokadschleute mit neunzig Gewehren bewaffnet, hatten sich auf einem etwa 300 Meter hohen, steilen und fast unzugänglichen Felsen in einem stark befestigten Lager verschanzt. Der Zugang zum Lager war vom Feinde zerstört. Den Übergang nach der Hauptinsel Ponape sperrten Polizeitruppen ab und sicherten damit die Kolonien vor Ausfällen. Den Absperrungsgürtel nach der Hauptinsel ließ ich durch ein zusammengesetztes Landungskorps von Emden, Kormoran und Planet verstärken. Nach der See zu übernahmen zunächst Nürnberg und Planet die Blockade gegen die Aufständischen.

Am 13. Januar morgens begann die Beschiessung der feindlichen Stellung durch Emden und Kormoran. Dann wurde das Landungskorps der Nürnberg zusammen mit 100 Polizeisoldaten auf der Westseite der Halbinsel Dschokadsch gelandet. Die Truppen besetzten das Vorgelände, ohne auf Widerstand zu stoßen. Mit einem unerwarteten Angriff wurde dann durch das Landungskorps das Hochplateau erstürmt. Der überraschte Feind floh nach kurzem Widerstand auf die untere Insel. Bei dem Angriff zeichneten sich besonders Oberleutnant zur See Freiherr vom Spiegel von und zu Peckelshei vom Schiff Kormoran, Leutnant zur See Prittwitz und Gaffron vom Schiff Nürnberg und der Polizeibeamte Jahn aus. Der Gegner verlor drei Tote. Sieben Männer und 14 Frauen und Kinder wurden gefangen. Auf unserer Seite  fiel ein Polizeisoldat. Schwer verwundet Leutnant Prittwitz und Gaffron durch einen Schuß in den Oberarm (der Knochen wurde zersplittert, der Arm bleibt erhalten) und ein Polizeisoldat.

Bis zum 18. Januar wurden die Versuche fortgesetzt, die Insel vom Feinde zu säubern. Dabei wurden 39 Männer und 84 Weiber und Kinder gefangen. Die Durchführung der Unternehmung wird durch zahlreiche, schwer zugängliche Höhlen erschwert. Vom 19. bis 25. Januar wurden durch zwei Kolonnen Streifzüge durch die Heimat der Dschokadschleute und die Halbinsel der Paliker unternommen. Kormoran nahm die Beschiessung der Gegend von Tomara vor, um die auf die Hauptinsel übergetretenen Aufständischen von Kiti (Niederlassung an der Bucht im Südwesten der Insel) abzuschneiden. Die Gesamtzahl der Gefangenen beträgt bisher 78 Männer, 175 Frauen nebst Kindern. Fünf Männer, die an dem Blutbad vom 16. Oktober beteiligt waren, sind unter den Gefangenen. Unter Führung der Häuptlinge Jomatau und Samuel wurden noch etwa 46 Aufrührer, mit Gewehren bewaffnet, auf der Hauptinsel Ponape und Dschokadsch zerstreut. Durch fortgesetzte Streifzüge und energischen Druck auf die loyalen Stämme, bei der Auffindung der Rebellen behilflich zu sein, wird versucht, auch diesen letzten Rest zu ergreifen.

Sehr erschwert werden die militärischen Operationen durch das unwegsame Gebirgsland und tropischen Busch. Für Beendigung der Aktion läßt sich ein Zeitpunkt noch nicht angeben. Eine Verminderung der Seestreitkräfte ist zur Zeit nicht angängig. Der Begleitdampfer Titania wartet bis 4. Februar in Jap auf telegraphische Befehle. *Freiburger Zeitung 1. 02.1911*

Frühstücksfernsehen

Fischen mit Kalaschnikow

Einen ganz neuen Weg geht die Fregatte Emden bei der Sicherung der Gewässer vor Somalia. Sie befragt die dort mit Hilfe von Kalaschnikows und Panzerfäusten fischenden Fischer ob sie Piraten sind und geben sie es nicht zu, dann dürfen sie dort weiterhin warten, bis ein anderes Schiff als die Emden, möglichst kein Kriegsschiff, vorüber kommt. Während jeder Bundeswehrangehörige in Deutschland wegen seines Schweizer Messers, das strukturmässig zur Ausrüstung gehört, gleich als Totstecher kategorisiert wird, sollte er es in seiner Freizeit an Frau oder Mann tragen, ist das Mitführen von automatischen Waffen in den Gewässern vor Somalia ein unbedingtes Muss und noch kein hinreichender Verdachtsgrund. Leider hat sich das noch nicht bis zum deutschen Gesetzgeber herumgesprochen, der es nicht einmal für nötig hält, Gerichtsgebäude vor dem Mitbringen von Hieb-, Stich- oder Schusswaffen zu sichern und der als Reaktion auf die Bluttat im Dresdner Landgericht lieber flächendeckend die Zensur in Deutschland einführen will. So, wie Hitler ja auch nach dem Reichstagsbrand die Parteien verbot, der damit ganz im Geiste von Brigitte Zypries gehandelt hätte, hätte es diese hervorragende Justizministerin damals schon gegeben. Sprich, brennen in der Wohnung die Möbel, verbiete den Wald.

Nur dick angezogen

Die Bundeswehr in Afghanistan hat derweil Verstärkung bekommen. Obelix, der Gallier, der als Kind in den Kessel mit dem Zaubertrank gefallen und deshalb bärenstark und furchtbar fett ist, ist der Bundeswehr beigetreten, wie damals der römischen Legion, um, wie er sagt zu helfen. Als Erstes müssen natürlich die Spuren beseitigt werden, die sein Gewicht und unschuldig tapsiges Verhalten hinterlassen hat, zum Beispiel in einer sowjetischen Panzerbrücke, die seit gut zwanzig Jahren vor sich hinkorrodierte und die das Gewicht des wackeren Galliers einfach nicht tragen wollte. Dann aber geht es los, einen Brunnen graben, auf den die Afghanen seit Beendigung der englischen Besatzung gewartet haben und auch der örtliche Lehrer freut sich, dass die Bundeswehr die Schule auf Zack bringen will, deutsche Schüler hätten so eine Ruine verbrannt, bei ihrer gerechten Forderung für bessere Lernbedingungen. Kein neuer Computer? Dann brenn ich die Schule ab! Nun ja, Afghanen sind geistig noch nicht so weit, wie der Nachwuchs in Deutschland, der perspektivlos aufs Killerspiel starrt und hofft, die fertigen Hamburger fliegen ihm von alleine ins aufgerissene Maul. Weswegen erst die Killerspiele verboten gehören, sagt Frau Zypries, Frau von der Leyen oder wie die besorgten Rentenanwärterinnen alle heissen, und dann die Hamburger. Die Taliban unterdessen, sind von Obelixens mächtiger Statur derart eingeschüchtert, dass sie, so heisst es, erst einmal Asterix-Filme als Schulungsmaterial geordert haben, um sich auf die neue Situation einzustellen. Und Obelix ist natürlich nur dick angezogen. Das wollen wir hier mal feststellen.


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