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Erderwärmung läßt Schweine sterben

Bundeskanzlerin Merkel: „Noch 0,08 Grad Celsius herunter mit der Temperatur, dann sind wir gerettet.Die Hitze und die Truppen. Gotha, 25. Juli (1911) Die Infanterieregimenter 97, 95 und 71, die gegenwärtig auf dem Übungsplatz Ohrdruf stationiert sind, haben seit gestern über 100 Marode. Zwei Soldaten sollen, wie das Tagebl. berichtet, gestorben sein. Die Übungen mußten abgebrochen werden. Folgen der Hitze. Mühlhausen, 25. Juli. Gestern nachmittag kamen zwei Waggons mit 50 Schweinen an, die infolge der Hitze eingegangen waren. Ebenso ist noch ein Transport mit Rindern unterwegs, die ebenso unterm Einfluß der Hitze verendet sind. Köln, 25. Juli. In den letzten drei Tagen sind am Mittelrhein von Köln bis Duisburg 80 Personen durch Hitzschlag oder Ertrinken ums Leben gekommen. Vom Ertrinken wie vom Hitzschlag wären bedauerlicherweise insbesondere muslimische Feministinnen betroffen, die weder Schwimmen konnten, noch bei dieser Hitze auf das beliebte Feministinnengewand, die Burka, verzichten wollten. Das sei, so ein Sprecher des Zentralrats der Muslime, aber den Preis der Emanzipation wert. *Freiburger Zeitung 25.07.1911*

Die Hitzewelle Amerikas scheint nun auf den europäischen Kontinent übergegriffen zu haben. Die seit Tagen hier herrschende tropische Hitze hat schon mancherlei unangenehme Konsequenzen sowohl für Stadt als auch Landbewohner gezeitigt. Besonders in den Sudeten macht sich bereits Dürre bemerkbar. Der Wasserstand der Elbe verschlechtert sich von Tag zu Tag, so daß bis auf weiteres bereits die Einstellung der Schiffahrt erfolgt ist. An vielen Stellen des Elbebettes treten die sogenannten „Hungersteine“, charakteristische historische Merkmale an den Ufern des Flusses, wieder ans Tageslicht. Diese Hungersteine sind schon seit mehreren Jahren nicht mehr sichtbar gewesen. Das starke Heraustreten der Steine bekundet die rapide Abnahmes des Wassers, das bisher diese Zeugen einer Jahrhunderte alten Vergangenheit immer gut bedeckt hat. Das vorletzte Mal sind diese Steine im Juli des Jahres 1904 vom Wasser entblößt gewesen. Dieses Datum wurde auf einem der Steine eingemeißelt. Auf dem Stein unterhalb der Tetschener Kettenbrücke sind die Jahreszahlen 1115, 1616, 1636, 1707, 1716, 1790, 1800, 1811, 1842, 1862, 1868, 1983, und 1904 zu lesen. Die Bedeutung der Jahreszahlen geht jedenfalls konform mit der Bedeutung der Bezeichnung dieser Steine. Die Bevölkerung hat jedenfalls schon vor vier und noch mehr Jahrhunderten den Stillstand der schon 1057 n Chr. betriebenen Elbeschiffahrt als eine schwere wirtschaftliche Schädigung empfunden und die Steine, die in solchen Zeiten als drohende Zeugen dieser Krisis ans Tageslicht traten, „Hungersteine“ getauft. *Österreichs Illustrierte Zeitung 30.07.1911*


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