Posts Tagged 'Halle'

Tapfer trotzende Reisende

Ganz Ostdeutschland ist eine No-Go-Area. Das wissen gerade Angehörige des Volkes der Colored People, die es irgendwie in den Wirren des letzten Krieges nach Deutschland gespült hat und die ihre kärgliche Zuflucht in steuerfinanzierten Vereinen und den Redaktionen aufklärerischer Medien gefunden haben, um von dort aus den Apartheidstaat Deutschland besser zu machen, trotz täglicher Gefahr, von rassistisch motivierten Polizisten wegen Benutzung einer Parkbank erschossen zu werden.

Dennoch, oder gerade deswegen, steigt die Zahl derjenigen, die sich todesmutig in die Höhle der Löwen wagen, um am eigenen Leibe zu verspüren, wie es ist, die eigene körperliche Unversehrtheit  in Gefahr zu bringen, nur, weil man bunt ist, anders aussieht oder ein Kopftuch trägt, um das Haar staubfrei während des anstrengenden Trümmersteineklopfens zu halten.

Die Zahl der Touristen in den ostdeutschen Bundesländern steigt weiter. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Hoteliers und Vermieter rund 64 Millionen Übernachtungen, 2,2 Prozent mehr als noch 2007. Das geht aus dem Tourismusbarometer hervor, das der Ostdeutsche Sparkassenverband am Mittwoch im sächsischen Freiberg vorstellte. Mit rund 23,8 Übernachtungen zählte Mecklenburg-Vorpommern die meisten Besucher.

Eine Meldung, die uns nicht kalt lassen kann, zählen doch gerade die Hochburgen von Fremdenfeindlichkeit und Rassenhass zu beliebtesten Touristenzielen und man fragt sich besorgt, warum das so ist. Ist es der Kick, dem baldigen Tod ins Auge zu sehen und noch einmal davongekommen zu sein, weil der Ostdeutsche besoffen, satt und träge am Kiosk lungert, statt sich brüllenderweise auf den arglosen Fremden zu stürzen? Stoff für ein ganzes Rudel unnützer Psychologen und Sozialwissenschaftler, die, mit solch einer Forschungsaufgabe betraut, den kommenden harten Winter ohne Zufütterung  wohl unbeschadet  überleben könnten.

Fremde mit Schokolade ködern

Rudolf Hess vermisst

Während Halle bisher über eine Erich-Weinert-, eine  Etkar-André-, Clara-Zetkin-, Kurt-Eisner-, Philipp-Müller -, Theodor-Neubauer-, Willi-Bredel- und   Karl-Liebknecht-Straße verfügt, sowie über einen Rosa-Luxemburg-Platz und  Karl-Liebknecht-Platz,   wurde von bisher Unbekannten schwer die soziale Strassenbeschilderungsgerechtigkeit in den Strassenbeschilderungen vermisst, die den Politikern des Deutschen Reiches von 1933 bis 1945 gewidmet sind. Als Abhilfe überklebten sie gleich 37 Strassenschilder und machten sie zur Rudolf-Hess-Straße, was in Halle nicht nur für Verwirrung bei Fremden führte, sondern auch zu Unmut im Verein Miteinander in der Arbeitsstelle Rechtsextremismus.

Rudolf Hess, der dadurch bekannt wurde, dass nationalsozialistisch-nostalgisches Leben jährlich seinen Geburtstag feiert, wie den des grossen Volksschauspielers Adolf Hitler, hatte zeitlebens das Pech, weder die erste deutsche Republik in einen blutigen Bürgerkrieg gestürzt zu haben, wie Karl-Liebknecht und Rosa-Luxemburg,  Gedichte oder Bücher des Sozialistischen Realismus zu schreiben, noch von einem westdeutschen Polizisten während einer Kundgebung erschossen  oder vom NS-Regime enthauptet zu werden. Von widrigen Winden verweht, verirrte er sich auf einem Routineflug von Berlin nach München über Schottland, wurde von den dortigen Clans gefangen genommen und starb, als Kriegsverbrecher, aus humanitären Gründen 1987, als krönender Abschluß seiner Mission, der Welt den Frieden zu bringen oder zumindest England, die ohne Wissen eben dieses Hitler durchgeführt worden sei, behaupteten die damaligen öffentlich rechtlichen Sendeanstalten, die ihn als Wirrkopf und für geisteskrank erklärten, wie Wikipedia weiss.

Nun, nach diesem erschütternden Anschlag auf die Strassen von Halle, hoffen wir, dass sich das Urböse nun zurückgezogen hat, in seine finsteren Grüfte, wo es über den Bauplänen von Reichsflugscheiben, dem Strategiespiel Der Endsieg und eine fehlgeschlagene Friedensmission brütet, bis zum nächsten Gedenktag, der mit Sicherheit kommen wird.

Hitlers Sportflieger

Fehlende Kultur

Trotz Brandanschlags auf einen türkischen Imbiss in Leuna am Samstagabend, blieben die, im Westen so beliebten, Lichterketten aus. Da fragt sich doch der Beobachter besorgt, wenn heute schon Dönerbuden brennen, weil Kunden mit dem fetten Essen unzufrieden sind, wo soll das künftig enden? Mit der Beschwerdekultur? Und wo sind all die wackeren Leunaer Märzkämpfer, die eben noch tapfer Kapp und Lüttwitz trotzten, auf dem Rathausplatz Bunt statt Braun zelebrierten und nun ist nicht mal mehr jemand da, der ein brennendes Teelicht hält und Blowing in the Wind singt? Wo waren die grünen Vorzeigekrötengesichter, um Betroffenheit abzusondern, wie  klebrige Sekrete? Wo die ANTIFAs? Daheim bei Eisbein mit Sauerkraut?

Ist die Wahl nun gelaufen? Dürfen Antidönerfraktionen in Ostdeutschland künftig so walten, wie Berliner Anti Mac Donalds-Fraktionen? Unbehelligt, wenn auch noch nicht beklatscht? Und was heisst, ob ein fremdenfeindlicher Anschlag vorliege, werde noch geprüft? Ja, seit wann denn das? Ist das denn nicht klar? Wo ein Döner brennt, liegt doch wohl ein fremdenfeindlicher Anschlag vor. Oder? Und wo sind die, die sofort ein Lynchen wittern? Ist Herr Kramer etwa im Urlaub? Haben die anständigen Bürger jetzt, nach dem Rechtsruck in Europa, kapituliert? War das das Ergebnis der Europawahl, schweigend zusehen, wie Dönerbuden, die türkischen Hochtechnologiezentren in Deutschland zerstört werden? Ich hoffe nicht!

In Halle ist die Partei, die der Bundesinnenminister nicht verbieten will, weil seine Mitarbeiter sonst auf der Strasse sässen,  in den Stadtrat eingezogen. Damit sind es schon drei Parteien, die den Sozialismus herbeikämpfen wollen, mit SPD, LINKE und eben dieser. Ob aufgerufen wurde, nun die Sachsen-Anhaltinische Landeshauptstadt vom Tourismus abzuschnüren, wurde nicht vermeldet. Auch nicht, ob eine Aktion Zivilcourage gebildet wird, um die Hallenser vor drohender Verachtung zu bewahren und zu verhindern, dass sich Geschichte wiederholt. Jedenfalls nicht so, wie sie schon einmal abgelaufen ist.

Dass die Anfänge bereits gegessen sind, demonstrierte die hartherzige Abschiebung von 104 Ersatztürken aus Berlin, die sich alle illegal im Lande aufhielten, wo doch kein Mensch illegal ist. Ein Regierungssprecher erklärte, man habe  statt der Türken, Libanesen und Araber 104 Vietnamesen genommen, weil die nicht berüchtigt dafür wären, gleich zu rufen, sie würden vergast. Ausserdem wäre ihr Verhalten weniger geprägt durch Stammes- und Clandenken und wo sonst ein Türke, Araber oder Libanese, die wir zärtlich Südländer nennen, bis zu hundert Mann Verstärkung mobilisieren könne, so dass die Polizei mit gut zehntausend erbitterten Kämpfern hätte rechnen müssen, würden Vietnamesen diese Gewaltkultur nicht aufweisen. Die vietnamesische Regierung wäre ausserdem nicht NATO Partner, liege der US-Regierung besonders am Herzen und wäre nie dadurch aufgefallen, sich in penetranter Form in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Und das, mit den Roten Khmer war doch wohl berechtigt. Sollte die Aktion erfolgreich verlaufen, so der Sprecher, würden künftig bei intensivtäterischen Gewalttaten durch Südländer weitere Vietnamesen abgeschoben, schliesslich müsse der Staat hart durchgreifen. Und, so fügte er hinzu, sollten uns die Asiaten ausgehen, die wir statt der Türken abschieben können, dann nehmen wir Deutsche. Strafe muss sein!

Zeit, ein neues Jägerverbot zu diskutieren. Gerade werden die Wölfe, jetzt nicht die GRAUEN, mit denen der Kanzlerkandidat Steinmeier röhrt, sondern die echten,  wieder auf einem Truppenübungsplatz heimisch, da kommt ein Arsch im grünen Rock daher und knallt den Rüden ab. Wo wir doch wissen, seit Lt. Dunbar, Wölfe wollen im Grunde genommen nur spielen. Und Schafe reissen oder Kühe, weil die im Angebot sind. Wenn mal die Mäuse ausgehen. Wird die Politik das Thema aufnehmen oder sich weiter in Selbstmitleid suhlen?

In Selbstmitleid suhlen können sich nun auch die Spioninnen in Reporterverkleidung, die loszogen, die grossartige nordkoreanische Revolution zu diskreditieren und ihre Erfolge madig zu machen. Jetzt dürfen sie zum ersten Mal in ihrem Leben die befreiende Wirkung körperlicher Arbeit verspüren, die im Sozialismus nicht nur adelt, sondern auch den neuen Menschen erzieht. Wenn sie dann doch nicht herangezogen werden, mit der Feder für die Menschen Nordkoreas zu streiten, die nur unter Einem leiden, der unbarmherzigen Abschnürung durch die USA. Möge ihnen das eine Lehre sein und was heisst, der Grenzfluss wäre zugefroren und weder Mauer und Stacheldraht zu sehen! Ist es nicht das, was sonst immer kritisiert wird? Ich glaube ja.

Golden Eye


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