Posts Tagged 'Hindenburg'

Gerechte Strafe

Rückzug russischer Kavallerie aus Insterburg*Freiburger Zeitung vom 09.10.1914* Aus den Russentagen in Insterburg weiß die Kreuzzeitung folgendes Geschichtchen von Hindenburg zu erzählen: Vor der Flucht aus Insterburg konnten die Russen, da sie sich sehr beeilen mußten nicht mehr alles derart zerstören, wie sie es gern getan hätten, und auch nicht alles mitnehmen. Blieb nur das Unbrauchbarmachen. In besonders gemeiner Weise haben sie sich an den gewaltigen Brot-Vorräten vergangen. Sie übergossen sie mit Massen von Petroleum! Aber sie hatten nicht mit Hindenburgs grimmigen und gerechten Humor gerechnet. Auf die Meldung von dieser Gemeinheit erfolgte prompt der Befehl: „Über Geschmack streiten wir nicht mit den Russen. Dieses Brot ist zur Ernährung der russischen Gefangenen zu verwenden, solange der Vorrat reicht.“

Bild: Russische Kavallerie in Insterburg.

Noch mehr olle Kamellen

Die gute Nachricht kam am Sonnabend, dem 29. August, abends, überraschend bis zur Verwirrung, und in der gewohnten lakonischen Kürze: „Unsere Truppen in Preußen unter Führung des Generalobersten von Hindenburg haben die vom Narew vorgegangene russische Armee in der Stärke von fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen in dreitägiger Schlacht in der Gegend von Gilgenburg und Ortelsburg geschlagen und verfolgen sie jetzt über die Grenze.“

Aus diesem kurzen Telegramm konnte man natürlich die Größe des Sieges noch nicht ganz herauslesen, aber doch insofern, als man wußte, daß fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen eine Armee von 225 000 Mann mit 516 Geschützen darstellten. Wie der alte Hindenburg es fertigbrachte, diese Armee mit einer bedeutend schwächeren Armee zu schlagen, das ließ sich erst viel später erkennen. Er lockte die russische Armee, die zusammen mit einer weiter östlich in Ostpreußen eingefallenen sich der ganzen Provinz bemächtigten sollte, in die Sumpf – und Waldgebiete der masurischen Seen, wies ihre verzweifelten Angriffe in dem ihm bekannten Gelände gewandt ab und warf dann die Ermatteten in gewaltigem Offensivstoß in die Sümpfe, wo sie elend ums Leben kamen.

Man könnte den russischen Oberkommandierenden mit Varus und den Generalobersten Hindenburg mit Hermann dem Cherusker vergleichen, so sehr erinnert das verzweifelte Ringen der Russen auf dem historischen Boden an die römische Niederlage im Teutoburger Walde. Furchtbar waren die Verluste der Russen. Sie wuchsen mit jeder neuen Nachricht. Von drei Seiten eingekreist und an der offenen Seite die verhängnisvollen Sümpfe vor sich, streckten die Russen massenhaft die Waffen, so daß man bald 90 000 Gefangene gemacht hatte, und das, man vergesse das nicht, in offener Feldschlacht. So etwas ist unerhört!

Noch unerhörter, ja fast atemberaubend klang die weitere Nachricht, daß das gesamte Artilleriematerial der Russen vernichtet sei. Es waren, wie schon bemerkt, 516 Geschütze, denn jedes normale russische Armeekorps hat 96 Geschütze und die Kavalleriedivision 12. Der unglückliche „Varus“ hieß in diesem Falle Schilinski, und er war Militärgouverneur von Warschau.

So atmet denn alles auf über diese rettende Schlacht auf dem historischen Boden von Tannenberg, wo der Todeskampf des Deutschritter-Ordens gegen die Polen stattfand. Fürwahr, es sieht fast wie eine Sühneschlacht für diese Niederlage des damaligen Deutschtums aus, diese neue Schlacht bei Tannenberg, bei der das Deutschtum mit furchtbaren Hieben das übermächtige Slawentum in seine Grenzen zurückwies. Der Sieger Hindenburg wurde vom Kaiser hochgeehrt, aber eine hohe Ehre wird es auch für ihn sein, daß das deutsche Volk seinen Namen nie vergessen wird. … *Deutsche Illustrierte Kriegszeitung 6. September 1914*

Bild: Deutsche Ostpreussen flüchten 1914 vor den herannahenden russischen Befreiern. Hier herrschte eine absonderliche Angst vor dem Fremden vor, insbesondere vor dem fremden Kosaken, die Willkommenskultur der Menschen damals war sehr schwach entwickelt.

Was der Uropa noch wusste

Artikel aus der COBURGER ZEITUNG vom 9. März 1932. Am 13. desselben Monats finden die Reichstagswahlen statt und als Kandidaten für das Amt des Reichspräsidenten präsentieren sich unter anderem: Ernst Thälmann, Adolf Hitler und Paul von Hindenburg.

Hitlers „Novemberverbrecher“: Die nationalsozialistische Agitation operiert auch mit der Behauptung, daß Hindenburg der Kandidat der „Novemberverbrecher“ (also der Kommunisten und Sozialisten) geworden sei. Das ist so dumm, daß man Zeit vergeuden würde, wollte man versuchen, es zu widerlegen. Daß Hindenburg nicht „der Kandidat Chrispiens“ ist und nie werden wird, bedarf keines weiteren Wortes. Wie aber steht es mit Hitler und den „Novemberverbrechern“? Nach Angaben seines Zentralorgans, des „Völkischen Beobachters“, gehörten von den 11 000 Handarbeitern der Berliner SA viele Tausende einstmals der Kommunistischen Partei an. Selbst wenn das wahrscheinlich auch übertrieben ist, so ist doch allgemein bekannt, daß nicht nur in Berlin, sondern im ganzen Reiche sich die SA zum erheblichen Theile aus früheren Kommunisten zusammensetzt. Die Nationalsozialisten rühmen sich ja auch bei jeder Gelegenheit, daß sie so und so viele Arbeiter bereits dem Marxismus abgerungen hätten. Wollte man kindisch werden, so könnte man daher behaupten, daß Herr Hitler „der Kandidat Thälmanns“ wäre, wobei sich vielleicht bald zeigen wird, daß diese Behauptung sachlich sehr berechtigt ist. Denn es ist eine offene Frage,  Weiterlesen ‚Was der Uropa noch wusste‘

In Deutschland ist es kalt

Obwohl es Januar 1933 und Winter ist! Ein Phänomen, das schon damals die Menschen in Angst und Fassungslosigkeit stürzte, noch bevor es die merkelgemachte Erderwärmung bis in die Köpfe unserer Menschen schaffte. Aus Protest dagegen, schneiden deutsche Werftarbeiter einen Dampfer in der Mitte auseinander, so wie LINKE heute ganze Städte verwüsten – gedeckt von der ROTEN HILFE, während sich vor der Lorelei das Eis auftürmt. Auch das Wattenmeer ist eingefroren, wir können nur hoffen, daß sich die Inselbewohner zuvor reichlich mit Hamstern eingedeckt haben. Das Flugzeug das die Post bringt, hat nur geringe Mengen zum Abwurf an Bord.

Warm ist es dagegen in Indien, das englische Kronkolonie wurde, weil die Pferderennplätze auf der Insel einfach nicht mehr den Bedarf decken konnten. Dankbar schüttelt ein colorierter Händler dem Abgesandten der Kolonialmacht die Hände, für die dauernde Fremdherrschaft, er weiß, in der Zukunft wird einer seiner Nachfahren im deutschen Bundestag sitzen, sich dafür rächen und unsere Demokratie demontieren. Japan, auch scharf auf Pferderennen, sendet inzwischen Truppen nach China, um  die Herzen der dortigen Eingeborenen und ihre Zustimmung zur Errichtung von Derbyplätzen zu gewinnen, 6 Jahre bevor der große Volksschauspieler Adolf Hitler in der Rolle als Größter Feldherr aller Zeiten zu brillieren begann, war die Welt ein friedlicher Ort, wir müssen uns das nur immer wieder intensiv einreden.

Unbeachtet und doch wiederentdeckt, preußische Truppen, in Nazi-Uniformen,  führen einen gefangenen türkischen Paukenschläger mit sich und spielen den türkischen Marsch, ihm zum Hohne auf einem Schellenbaum, ich weiß, was Kenan Kolat dazu sagen wird,  und Recht hat er, ein weiterer Punkt, auf dem sich die berechtigte Forderung gründet, jeden Türken, für alle Zeit, mit unseren Steuergeldern zu ernähren, was auch gut so für sie ist.

Hindenburg, kaum mehr als ein Schatten seiner Selbst, eher wie das Produkt einer Seance wirkend, winkt aus dem Fenster, er hat die Regierung zu einer nationalen Sammlung für die Ärmsten der Armen aufgerufen, deren Schere schon damals klaffte,  gekommen sind aber Hitler und Hugenberg und Papen, um die Regierung der nationalen Sammlung zu bilden, so etwas passiert, wenn im Alter nur noch genuschelt wird. Derweil tanzen Irrlicher auf der Straße herum und verbotene Symbole werden in die Kamera gehalten, es ist eine Schande, kann ich da nur sagen. Eine Schande ist das. Herr Avenarius, übernehmen Sie!

Damals wars

Hindenburg ist tot

Schreibt der Zeitungszeuge und Deutschland und die Welt ist erschüttert. Es kommen ausnehmend nette Würdigungen der ehemaligen Kriegsgegner. Nur von Sowjetrussland nicht. Das beobachtet mißtrauisch den Brückenbau der Japaner im okkupierten China. Unterdessen wird die Wehrmacht namentlich auf Adolf Hitler vereidigt und heutige Klugschwätzer fragen empört, wie konnten die denn nur den Eid auf Adolf Hitler leisten, wo doch heute jeder sehen muss, was für ein Lumpenhund das ist. Die Nachgeborenen sind immer schlauer. Das hindert sie aber nicht daran, in ihrer Gegenwart ebenso schlimme Eseleien zu begehen.

reichswehr


September 2021
M D M D F S S
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Blog Stats

  • 2.271.313 hits

Archiv