Posts Tagged 'Iraker'

Ohne Zusammenhang

Spezialeinsatzkräfte der Bundeskriminalpolizei haben gestern Morgen in Duisburg einen mutmaßlichen Terroristen des Terrornetzwerkes al Qaida festgenommen. Bei dem Mann handelt es sich um einen 38-jährigen Iraker, der seit Mittwochabend zu Besuch bei Verwandten in Duisburg war. … und gemeinsam einen großen Terroranschlag mit hochexplosiven Peroxid-Bomben in Norwegen oder Deutschland geplant haben.

Spektakulärer Einsatz in den frühen Morgenstunden: Zwischen 2 und 4 Uhr am Donnerstag hat die Bundespolizei nahe der Autobahnauffahrt Ottendorf-Okrilla insgesamt 30 illegal nach Deutschland eingereiste Iraker ertappt. … Seit Mitte Februar wurden in Sachsen immer wieder Iraker festgestellt, die angaben, auf der Ladefläche von Lkw nach Deutschland eingereist zu sein und unmittelbar nach der Grenze zu Fuß weiter gingen. Am 30. Mai dieses Jahres stellten Beamte der Bundespolizei im Süden Brandenburgs den polnischen Fahrer eines Lkw, der auf der Ladefläche seines Gefährts 14 Iraker nach Deutschland schleuste. Insgesamt wurden durch die Bundespolizeidirektion Pirna bisher über 150 Männer und Frauen nahe der Autobahnen 4 und 17 festgestellt, die auf diese Weise versuchten, Deutschland zu erreichen.

Wann wird es selbstverständlich sein, dass unabhängig von Herkunft und Wohlstand nicht nur gleiche Bildungschancen gewährt werden, sondern dass auch alle Kinder, die hier groß werden, die deutsche Sprache beherrschen, auch die deutsche Sprache neben ihrer Muttersprache gut beherrschen? Wann wird es selbstverständlich sein, dass jemand mit den gleichen Noten die gleichen Aussichten bei einer Bewerbung hat, egal ob er Yilmaz oder Krause oder anders heißt? … Meine Antwort auf solche Fragen lautet: Wenn wir weniger danach fragen, woher einer kommt, als danach, wohin er will, wenn wir nicht mehr danach fragen, was uns trennt, sondern was uns verbindet auch die monotheistischen Weltreligionen , dann wird das Zusammenleben in unserem Land menschlicher und zugleich erfolgreicher sein.

Bagdad – Terroristen haben im Irak 52 schiitische Pilger getötet. Mehr als 210 Menschen wurden seit Mittwochabend verletzt. Am Donnerstag starben nach Angaben von irakischen Agenturen und Augenzeugen 25 Menschen, als in mehreren Stadtvierteln von Bagdad Bomben in den Straßen detonierten, durch die der Strom der Pilger zog.

Streichholz und Benzinkanister

Frauen und Kinder zuerstEs ist immer wieder interessant zu lesen, wie Menschen, die vor Lebensgefahr nach Deutschland fliehen, hier sehr schnell vergessen, dass sie hierher vor dem vermeintlichen Tode geflohen sind. Da reicht es nicht mehr, am Leben zu bleiben, behaust und beköstigt zu werden, nein, es muss schon komfortabel sein. Ansonsten fühlt man sich in Angst und bedroht und jammert und schimpft und wenn sich jemand in den Finger schneidet oder beim Grillen verbrennt, dann waren es  mindestens die Nazis, denn wenn hier jemand Brand- oder Schnittwunden bekommt, dann waren es immer Nazis, die dafür als Verursacher feststehen. So wie es die Nazis waren, die in Sebnitz einen Apothekersohn ersäuften, in Mittweida einer Jean de Arc ein Hakenkreuz in die Hüfte schnitzten, in Ludwigshafen unsachgemässen Stromklau betrieben, was zu einem Brand(siehste wohl) führte oder in Mügeln einen Haufen Inder 50 m kreuz und quer durch den Ort lynchten, um sich dann von einer gläsernen Pizzeriatür aufhalten zu lassen. Nazis machen sich immer gut und das hat sich auch bis in den hintersten Winkel der Welt herumgesprochen. Immerhin schreibt die Zeitung noch, die Ursache der Verletzungen eines Irakers seien noch ungeklärt, und das ist es doch,  was uns eigentlich betroffen und ein Stückchen weit traurig machen sollte, denn wenn ein Herbeigereister mit Hintergrund sagt, ein Deutscher habe ihm etwas angetan, der zudem noch naturgemäss Nazi ist, es sei denn, er fristet sein Leben damit, Opfer zu beraten, dann sollte gefälligst die Schlagzeile lauten,

„Deutsche verbrennen Ausländer!“

Am betroffensten sollte uns aber machen, dass sich bisher weder Charlotte Knobloch, noch Stephan Kramer oder Sebastian Edathy, der fürs indische Volk auf die Menschenrechtssituation in Deutschland achtet,  zum Brandanschlag auf den Iraker in Möhlau geäussert haben. Keine Zeit, gleichgültig geworden oder einfach nur müde, das Deutsche Volk andauernd mit der Schnauze in den Kothaufen von Auschwitz stupsen zu müssen? Ich weiss es nicht und ich kann nur hoffen, diese unentwegten Gewissen des Deutschen Volkes sind nur wegen der Ferien so still und stumm und nicht wegen der 80jährigen Rechtsextremistin, die mit privaten Pogromen drohte, sollte die unübertroffene Frau Knobloch weiterhin ihr Recht ausüben, uns andauernd darauf hinzuweisen, dass unter der biederen Demokratenmaske der Folternazi lauert. Vor allem der Satz der 80 jährigen, „Sie müssen nicht in Deutschland leben – in diesem bösen Land, wo, wie Sie sagen, sechs Millionen der Ihren vergast wurden,“ brachte Frau Knobloch in Rage, denn natürlich muss sie. Im Land der Richter und Henker leben und es die Enkel der Richter und Henker jeden Tag wissen lassen, dass sie wie die Richter und Henker selbst sind. Das ist normal.

Normal ist auch, dass Asylbewerber in einem Land leben müssen, in dem sie jeden Tag verbrannt werden und uns das auch wissen lassen, anstatt einfach dahin zu gehen, wo sie hergekommen sind und es anscheinend weniger gefährlich war als hier. Das wurde nun vor Gericht festgestellt, dass das eine Beleidigung und ein Angriff auf die persönliche Ehre ist, zu sagen, geht doch dahin, wo der Pfeffer wächst und wenigstens das ist ein Trost.

Kein Trost ist, dass trotz Bemühungen der  Politik, Killerspiele und Küchenmesser zu verbieten, immer noch Pistolen in Gerichtsgebäuden getragen werden dürfen und Messer zur Grundausstattung von Besuchern gehören. Im Dresdner Landgericht hatte ein arbeitsloser Alex aus Perm eine Frau niedergestochen und getötet, von der sich die Presse nicht sicher ist, ist sie die Islamistin und Terroristin, als die sie der Täter benannte oder nur die Zeugin, die bezeugen wollte oder bezeugt hatte, dass der Alex eine Frau als Islamistin und Terroristin beschimpft hatte. Klar ist jedenfalls, Islamist und Terrorist sind Schimpfwörter und können als Beleidigungen vor deutschen Gerichten zur Anzeige gebracht werden. Die Al Kaida hat jedenfalls schon angekündigt, Beleidigungsklagen vor deutschen Richtern bis zum Siege durchzukämpfen. Während die Presse bei Alex schreibt, er stamme aus Rußland, kommt die erstochene Frau irgendwo aus dem arabischen Raum, genauer Ägypten, wo, man liest es öfters, auch die legendären Südländer hausen müssen und das Schweinegrippevirus. Was im Herbst über uns herfallen wird, weiss das Robert-Koch-Institut.

Als Konsequenz aus der Bluttat wurde  die für Nachmittag geplante Eröffnung der Wanderausstellung «Im Namen des Volkes? – Über die Justiz im Staat der SED» im Foyer des Gerichtssaals abgesetzt. Und die passt doch wie die Faust aufs Auge.

Reden und nix sagen

Keine innige Liebe

Wer keine innige Liebe zu Ausländern verspürt, der steckt auch Kinderwagen an. Trotz erschütternder Bekenntnisse von prominenten Barden, wie, „mein Freund ist ein Baum, ein unsichtbarer, mannsgrosser Hase oder ein Ausländer“, hat sich die von der sachsen-anhaltinischen Regierung empfohlene bedingungslose Liebe zu Ausländern bisher nicht landesweit durchgesetzt.

Trotz intensivster Bemühungen, Ausländer als etwas Bereicherndes, Lichtvolles, für die Zukunft Deutschlands Unabdingbares in die Herzen der heranwachsenden jungen Generation zu pflanzen, gibt es immer wieder herbe Rückschläge im sozialistischen Erziehungsprozess. Zwei sommersprossige Jugendliche, die schon in Ludwigshafen ein Haus, mittels Feuer legen in einem Kinderwagen, anzündeten, steckten folgerichtig auch in Schönebeck ein Haus an, in dem neben Deutschen auch eine irakische Familie mit zwölf Köpfen lebte. Nach langen, intensiven Befragungen gab der eine Täter zu, „manchmal eine Abneigung gegen Ausländer zu verspüren„. Welche weiteren Abneigungen der Jugendliche verspürt, das sei irrelevant, entschied der kleine Hävelmann und zeigte sich spontan erschüttert.

Das Anzünden von Kinderwagen hat besonders in der Szene, die manchmal eine Abneigung gegen Ausländer verspürt, eine schlechte Tradition. Zum Beispiel hier , hier oder hier. Nur gibt es da keinen tapferen sachsen-anhaltinischen Innenminister, der die Tatverdächtigen befragt, bis sie zugeben, ja, neben Regentagen, schlechter Verdauung und Baulärm, habe ich manchmal auch eine gewisse Abneigung gegen Ausländer. Es wird Zeit, dass der Rest der Bundesländer die Ermittlungsmethoden Sachsen-Anhalts übernimmt. Flächendeckend. Ein erster Schritt wäre, früher aufzustehen.

Oh Wessi


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