Posts Tagged 'Kriegshetzer'

Weswegen wir Afrika dankbar sind

Wichtige schwarzafrikanische Erfindungen 1914Bild: Anzeige vom 20.07.1914. Hier sehen wir komplexe Maschinen und Apparaturen, die uns die Kamerun – und Südwestafrikaneger entwickelten. Ohne die könnten wir heute nicht einmal Bier trinken. Gut, das war gelogen, so, wie die Aussage, Schwarze, die hervorragend Laufen oder Springen können, aber nicht für die Zukunft planen und handeln, würden unsere Gesellschaft irgendwie bereichern. Aber eine Lüge mehr oder weniger. Was macht das schon?

*Freiburger Zeitung vom 20.07.1914* Zur Verurteilung des Zeichners Waltz schreibt die Südd. Reichskorrespondenz: Das Reichsgericht verurteilte den Zeichner Waltz aus Kolmar, bekannt unter dem Decknamen Hansi, letzte Woche wegen Aufreizung zum Klassenhass und Beleidigung zu einem Jahr Gefängnis. Wir treten dem Urteil des Reichsgerichts bei, daß die Gesamttendenz des Buches darin sieht, zwei Bevölkerungsklassen, die eingesessenen Elsässer und die Eingewanderten so zum Haß gegeneinander anzustacheln, daß dadurch der öffentliche Friede gestört werde. Die weitere Bedeutung des Buches liegt darin, daß durch eine einseitige, ungemein gehässige Darstellung in Frankreich der Eindruck erweckt werden sollte, daß Elsaß Lothringen unter einem schweren Joch seufze und nichts sehlicher wünsche, wie die baldige Befreiung durch Frankreich. Es wurde in dem Buch Frankreich zum Revanchekrieg direkt aufgereizt. …(durch den Blogwart gekürzt) …

Das Urteil gegen Waltz dürfte für verschiedene seiner Gesinnungsgenossen eine Warnung sein. Wenn man die publizistischen Erzeugnisse gewisser Politiker zusammenstellt, so käme man zur Überzeugung, daß sie in ihrer Gesamtwirkung dem von Waltz erstrebten nicht viel nachstehen. Typisch für alle diese Politiker ist, daß sie nie den Mut haben, für ihre Reden und Taten einzustehen. …. (Hervorhebung und Kürzung durch den Blogwart.)

 

Kriegshetzer

Russische Kriegshetze*Freiburger Zeitung 23.05.1924* (Farbige Hervorhebung – Der Blogwart.) Neue russische Geheimdokumente über die Kriegsschuld. Von Konsul Dr. Charles L. Hartmann. Der heute in Rußland herrschende Sowjet hat keinen Grund, die Geheimnisse der früheren Regierung zu verbergen und öffnete der Allgemeinheit die unerschöpflichen Archive der verschiedenen Ministerien zu Moskau und Petrograd. Es ist die erste Regierung die derart mit den Gepflogenheiten der Geheimdiplomatie gebrochen hat und das Ergebnis, namentlich auf die Vorgeschichte des Krieges und die Frage der Schuld, ist von ungeahnter Tragweite. Von der gründlichen, ein für allemal gefestigten Aufklärung dieser Frage hängt die friedliche Zusammenarbeit der Nationen, die Zukunft unseres Erdteils ab.

Die jetzt an das Tageslicht kommenden bisher gänzlich unbekannten Dokumente beweisen ohne jede Möglichkeit der Einrede, wie von einer kleinen aber sehr rührigen Clique in Frankreich und Rußland die „scheußliche Käuflichkeit“ der französischen Presse (so nennt sie der Außenminister Sasonow), benutzt wurde, um in vorbedachter, langjähriger Kleinarbeit den Weltkrieg zu entzünden.

Zuerst einige Auszüge aus einem 9 Seiten langen Briefe von 1909 des russischen Gesandten zu Paris Iswolsky an das Ministerium. Man traut kaum seinen Augen, wenn man hier, 5 Jahre vor dem Ereignis, bereits alle einzelnen Phasen des Verbrechens von 1914 kaltblütig erwogen und auf ihre Vor- und Nachteile geprüft sieht.

Paris, 16. März 1909. “ Die politischen Eindrücke hier sind alles andere als rosig: Man beobachtet die Funken eines Weltbrandes in der Haltung Serbiens, die von österreichischen Militärs und Imperialisten als unerträglich betrachtet wird. Man sieht bereits die östrreichisch – ungarische Armee in Belgrad einrücken mit der Folge eines Guerillakrieges in dem serbischen Bergland, einem Aufstande in Bosnien-Herzegowina und der Erhebung Böhmens. Als weitere Konsequenz der Mobilmachung der russischen Armee, die Abschiebung einiger Armeekorps nach der österreichischen Grenze, um unseren Protesten den gebührenden Nachdruck zu verleihen – Deutschland, das diese Maßregeln durch gleiche Mobilisierung an seinen beiden Grenzen zu Ost und West beantwortet, – Frankreich schützt seine Ostgrenze, während England seine Panzerflotte nach der Ostsee schickt.

Die Französische Regierung ist sich ihrer uns gegenüber eingegangenen Verpflichtungen voll bewußt und wird in demselben Augenblick, in dem die Russische Nationalehre in Serbien gegen Österreich verpfändet ist, ihre Aufgabe erfüllen – wie aber wird sich die Bevölkerung Frankreichs verhalten? Wird sie mit Genugtuung den Frieden durch Serbien kompromittiert sehen und als dessen Folge den Krieg mit Deutschland?

Um dieses Resultat der „Bevölkerung“ mundgerecht zu machen, ist eines unbedingt notwendig: Die systematische, machtvoll organisierte Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch deren Hauptorgan, die Zeitungen. Iswolsky trägt uns das Ziel und die notwendigen Mittel mit dem Kriegsmute des Zivilisten fröhlichen Herzens vor:

„Es handelt sich darum, die Zeitungen, welche der kriegsfreudigen („belliqueuse“) Politik Poincarès feindlich gesinnt sind, zu neutralisieren, in dem wir ihr Stillschweigen bezahlen und den Krieg vorbereiten.“

Davidov, Abteilungschef im russischen Finanzministerium, reist im Auftrag Sasonows am 29. Oktober 1912 nach Paris und drahtet sofort nach Ankunft nach Petersburg:

„Resums meiner Besprechung mit Poincarè und dem (russischen) Gesandten weiteren Kredit 300000 Franken für rasche Pressintervention, sobald notwendig. Dies ist vernünftig und ich akzeptierte ed referendum Ew. Exellenz. Poincarè wird morgen mit Lenoir (der französische Vertrauensmann der Russen) die Organisation dieses Dienstes fertigstellen.“ Davidov.

Am 30. November 1912 telegrafiert Rassalovitsch, der zuständige Vertreter des russischen Finanzministeriums in Paris nach Petersburg.:

„(Russischer) Gesandter hier sehr pessimistisch, beurteilt allgemeine Lage sehr düster, befürchtet Möglichkeit Besetzung serbischer Hauptstadt infolge Weigerung Unterschrift zu Vertrag, der Vernichtung politischer Unabhängigkeit Königreichs bedeute. Kaiserl. Gesandter ist der Ansicht, Kreditsaldo ohne zu schachern („sans marchander“) zur Verfügung Finanzvertreter für Pressestellen. Drahtet Einwilligung. Lenoir ist abwesend. Gesandter wünscht weitere 300000 Franken für direkte Verteilung, ohne daß jemand außer ihm je die Namen erfährt.“

Mitte 1912 ist der Gesandte Iswolsky der Überzeugung, daß „der Entscheidungspunkt endlich erreicht“ sei. Es handelt sich um die erwartete „neue internationale Krise“. Er selbst übe bereits persönlichen Einfluß auf den Temps, Matin, Petit Parisien und sonstige Zeitungen aus. Aber er hält es für notwendig, von „einem anderen wirksameren Druckmittel Gebrauch zu machen.“ Zu welchem Zwecke? Er erklärt dies in seinem Berichte an den Außenminister über seine Unterredung mit Poincarè vom 21. Juli 1913 (Nr. 348):

„Von dieser Unterredung gewann ich die Überzeugung, daß Herr Poincarè in jeder Beziehung mit uns einig geht und den Zeitpunkt endlich für gekommen hält, die hundertjährigen Ziele unserer traditionellen Politik (à rèaliser les aspirationsèculaires) zu verwirklichen und damit das europäische Gleichgewicht durch Rückkehr der entrissenen Provinzen Elsaß-Lothringen wiederherzustellen.

Die größten Schwierigkeiten sieht er von seiten der Sozial – Radikalen voraus, die in einem jeden Kriege, hauptsächlich aus Börsen – und Geschäftsgründen, aber ganz besonders einem Kriege, der seinen Ursprung am Balkan nimmt, abgeneigt sind. Diese Partei hat sehr fähige Köpfe, Caillaux, Herriot, Painlevè, verfügt über eine beträchtliche Anzahl Abgeordneter und Zeitungen.

Herr Poincarè glaubt mit mir, daß für diesen Zweck ein sehr großes Opfer unsererseits notwendig ist, Ich wage kaum, den Betrag anzugeben: 3000 000 Franken, wovon 250 000 Franken allein für den Radical, Organ des Senators Perschot.

Wenn wir in Betracht ziehen, daß die türkische Regierung fünf Millionen für die Beeinflussung der französischen Presse aufwand, selbst einen der allerersten Schriftsteller kaufte, wenn wir ferner erwägen, wie unbedeutend ein solcher Betrag gegenüber dem damit näherkommenden Ziele ist, so werden Sie es vielleicht übernehmen, diesen Vorschlag zur ungesäumten Bewilligung dem Ministerrate zu unterbreiten.

Ich schlage vor, diese Subsidien wie früher auf Monatsraten zu verteilen, um der Willigkeit der Zeitungen in jedem Augenblicke sicher zu sein. Ich halte es ferner für vorteilhaft, diesmal nicht Lenoir, sondern Lasson zu benutzen. Lasson, den Sie ja wohl in St. Petersburg zu beurteilen Gelegenheit hatten, scheint mir außerordentlich gewandt. Er hat auf den Matin, dessen Finanzdirektor er war,  sowie die großen Tageszeitungen einen sehr bedeutenden Einfluß. Iswolsky.

Dieser Vorschlag wurde von dem Außenminister im Einverständnis mit dem Ministerpräsidenten Kovovtsev in einem Kabinettsrate unter Vorsitz des Zaren besprochen und das verlangte Geldopfer, um damit die öffentliche Meinung in Frankreich im Sinne des Krieges zu beeinflussen, bewilligt. …. (Gekürzt durch den Blogwart, Weiterlesen im Orginal.)

Bild: Eigentlich sollte statt der Karte das Bild eines Richard Herzigers oder eines H.M. Broders stehen, die ja nicht müde werden, als Journalisten, die sie sind, zum Kriege zu trommeln. Gegen den Iran, gegen Rußland und gegen jeden, der gerade auf der Agenda der Schurken in Washington steht. Aus rechtlichen Gründen hat der Blogwart es aber sein gelassen. Und nein, diese Leute werden natürlich nicht für ihre Kriegstreiberei bezahlt. Sie tun das aus Idealismus. Für die Freiheit. Die Menschenrechte. Und die Humanität. Nur, daß das klargestellt ist.

Kriegshetzer

Britische BombenAch Du meine Güte! Letzten Samstag hat es wieder Tote bei Angriffen syrischer Truppen auf die Stadt Aleppo gegeben. Die Armee wirft mit Sprengstoff gefüllte Fässer aus Hubschraubern über Menschenansammlungen ab. Es sind primitive Waffen mit großer Wirkung. Und niemand ist da, der die Bomben abfangen und sie in Care-Pakete für die Notleidenden verwandeln würde. Kein Prophet, kein Pfarrer, nicht einmal ein Mitarbeiter von Misereor.

Nun ja, Menschenansammlungen.  Das können Demonstranten sein, eine Hochzeitsgesellschaft, Leute, die auf dem Markt einkaufen, Bewaffnete, die sich zum Aufbruch versammeln. Wir wissen es nicht. Es ist aber verwerflich, primitive Waffen mit großer Wirkung auf Menschen abzuwerfen, es sei, es handelt sich um Taliban oder deutsche Zivilisten, die vor Jahren mal den Hitler wählten. Dann nicht. Und wir wissen doch, wohin diese ganze Nichteinmischung geführt hat. Geradewegs nach Auschwitz!

Bild: Das Abwerfen von primitiven Waffen mit großer Wirkung auf Menschenansammlungen sollte uns eigentlich Grund genug sein, gegen Assad zu marschieren. Wer sich jetzt noch drückt, ist ein Lumpenhund, Feigling und Pazifist. Und er hat aus seiner Geschichte nicht gelernt.

Kriegshetzer

Natürlich, wenn sich Deutschland einmal nicht am Überfall auf andere Nationen beteiligt, unter einer Regierung von Demokraten, dann ist das mindestens genau so schlimm, als wenn es über andere Nationen herfällt, unter einer Regierung von, sagen wir mal, Diktatoren. Wir hätten jetzt so schön Ansprüche auf libysche Erde, seine Bodenschätze und was auch immer stellen können. Der Autor fürchtet nur, wenn nächstens Auschwitz wieder einmal „verhindert“ werden muß, dann ist es solchen Schreiberlingen  auch  nicht recht.

Ja, fragt er dann, haben wir etwa aus dem Hitlerfaschismus/Nationalem Sozialismus, also Sozialismus auf nationaler Ebene, nichts gelernt? Welche libysche Parzelle hat sich denn der Lohnschreiber erhofft? Wollte er als Wehrbauer in Libyen siedeln, inmitten der edlen Wilden? Drückt dieser Pfeife ein Sturmgewehr in die Hand, kleidet sie ein einen grünen Rock, setzt ihr einen Stahlhelm auf und dann kann sie beweisen, daß sie nicht nur mit dem Maule schwer heben kann.

Der ganze Sermon dient aber nur dazu, hier einen Film zu präsentieren. Zugegebenermaßen ein Propagandafilm, der im von anglo – amerikanischen Bombern pulverisierten Dresden spielt, die natürlich keinen Bombenholocaust angerichtet haben, sondern nur geplantes, methodisches Abschlachten von Zivilbevölkerung aus der Luft.

In diesem Film suchen edle Rotarmisten eines völkermordenden menschenverachtenden Regimes die Gemälde der Dresdner Gallerien und es wird die Theorie aufgeworfen, die Nazis, klar, daß das alles Nazis waren, hätten die Bilder mit Bedacht in Bergwerke und Tunnel gebracht, um sie zu vernichten.

Hätten sie sie etwa in Dresden unter den anglo – amerikanischen Bomben verbrennen lassen sollen? Diese Frage wirft der Film leider nicht auf und der Jungpionier der DDR, der diesen Film voller Ehrfurcht sah, natürlich auch nicht. Obwohl die Protagonisten im Film durch die Trümmer stapfen, die Gemälde hatten die Explosionen doch überstehen müssen und die Feuersbrunst!

Ein wirklich gut gemachter Propagandafilm, der den Blogwart damals zutiefst anrührte, und wer jetzt darin von Sowjetarmisten vergewaltigte Frauen sucht und das moniert, weil er keine findet, das ist ein DEFA – Propagandafilm in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion. Vergewaltigungen kamen in der sozialistischen Geschichtsschreibung nicht vor. Jedenfalls nicht von Seiten der sowjetischen Sieger des Krieges. Also geniesst den Fim und haltet die Klappe.


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