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Muß Herr Kramer schon wieder fliehen?

Juden

Weil Juden in Deutschland von 1933 bis 45 immer ganz schlimm antisemitisch angepöbelt wurden und ihnen die Deutschen noch viel, viel Böseres antaten, wie der Regisseur Spielberg minutiös dokumentierte, trägt Stephan Kramer heute eine Waffe. Straflos soll ihn keiner mehr schräg anquatschen. Das hat er aus der Geschichte gelernt. Und wir auch. Aber,  Humanist der er ist, knallt er nicht einfach jeden nieder, der ihn auch nur schief ansieht, nein, er zeigt erst einmal die Mittel, die ihm der deutsche Staat zubilligt, um sich auf verbale oder andere Angriffe hin, angemessen zu verteidigen. Die körperliche und geistige Unversehrtheit seiner Staatsbürger geht dem deutschen Staat nämlich über alles und die Polizei kommt meistens zum Tatort, wenn die Tat begangen wurde und die Täter längst geflüchtet sind.

Vor einiger Zeit wurde der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, nein, der Blogwart erwähnt das nicht, um Antisemitismus zu schüren, „angemacht“ und nun weigert sich ein deutsches Gericht, diese Pöbelei als Antisemitismus einzustufen. Natürlich hat Herr Kramer damals seine Waffe kurz gezeigt, ein Warnruf vor dem ersten Schuß sozusagen, wenn auch stumm,   wer weiß, wie sonst die Sache ausgegangen wäre, ein neuer Holocaust ist ja nie auszuschliessen und sei es auch auf einem öffentlichen Platz mitten in Berlin.

Es ist jedenfalls empörend, meint der Blogwart. Da haben wir nun die monatelangen Diskussionen, was alles Antisemitismus ist, vom Verbot, Knaben die Vorhaut abzubeissen, bis hin zur Kritik am israelischen Staat und da getrauen sich immer noch Gerichte so zu urteilen, wie in den finstersten Tagen deutscher Geschichte, die bekanntlich mit dem Jahr 1933 beginnt. Dabei hatte Herr Kramer damals extra ein jüdisches Gebetbuch dabei, um seinen besonderen Status anzuzeigen. Aber die Kenntnis, wie ein jüdisches Gebetbuch aussieht, ist unter der Bevölkerung schwach bis gar nicht ausgeprägt. Wie soll die einen Juden erkennen, um respektvoll den Bürgersteig zu verlassen, wenn er ganz normal aussieht? Wie du und ich, nur, daß er schwer bewaffnet ist, die Waffe aber listig unterm Trenchcoat verborgen hält? Soll der Staat etwa wieder auf Mittel zurückgreifen, die zwar die Bevölkerung aufklären,  aber auch irgendetwas von Verhetzung an sich haben?

 Nebenbei: Mitarbeiterinnen der kommunalen Ordnungsämter haben deswegen nicht dieselben Privilegien wie Herr Kramer, weil nicht jede Generalsekretärin sein kann, beim Zentralrat der Juden schon gar nicht, und weil die Kommunen von Parksündern leben. (Wie die jüdischen Lobbyisten in Deutschland vom Antisemitismus – hat der Blogwart nicht einmal gedacht! Und er empfiehlt auch anderen, so nicht zu denken oder es gar niederzuschreiben. ) Würde jede Mitarbeiterin bei jeglicher Pöbelei, wie sie so Strafzettel verteilt, ihre Waffe blitzen lassen, wäre sie bald ohne Arbeit und die Kommune ohne Einnahme. Können wir das wollen? Nein!

Bild: 1933 bis zu seinem Ende versucht der deutsche Staat seine Bevölkerung für die Probleme der jüdischen Mitmenschen zu sensibilisieren, veröffentlicht Fotos, produziert Filme und gestaltet Wanderausstellungen, die den Deutschen helfen sollen, einen jüdischen Mitmenschen nach bestimmten körperlichen Merkmalen zu identifizieren. Heute ist solcherart Wissen verlorengegangen und wer einen Juden beschimpft und von diesem nicht gleich in präventiver Notwehr niedergeschossen wird, kann sich vor Gericht mit der lahmen Ausrede verteidigen, er wußte doch gar nicht, daß er ein Jude ist. Dieser Zustand, meint der Blogwart, sollte schnellstens beendet werden! 


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