Posts Tagged 'No – Go – Areas'

Einige Dinge über Schweden

Schlimme Fremdenfeindlichkeit

in Afrika. Harmlose Naturfreunde werden von bösartigen Colorierten in Afrika umgebracht. Keine No – Go – Areas ausgerufen! Wadai. Es ist erklärlich, daß auch uns Deutsche die Kämpfe der Franzosen in Wadai, die ihnen jüngst wieder empfindliche Verluste gebracht haben, lebhaft interessieren; denn es handelt sich da um ein Gebiet Innerafrikas, das lange als unzugänglich galt, und mit dem die Namen großer Deutscher Forschungsreisender verknüpft sind, noch dazu in zum Teil schmerzlicher Weise. Der erste Europäer, dem es bis in jenes ob der Wildheit seiner Bewohner verrufene Sultanat Wadai zu dringen gelang, war der deutsche Reisende Eduard Vogel. Er kam 1856 von Bornu aus dorthin, wurde aber schon nach kurzer Zeit, da sein Schreiben und Beobachten Argwohn erregten, auf Befehl des Sultans in der Nähe der damaligen Hauptstadt Wara erschlagen. Näheres über sein Schicksal zu erfahren und seine Aufzeichnungen zu retten, war dann die Aufgabe, die sich wieder ein deutscher Reisender, Moritz von Beurmann, gestellt hatte. Von Beurmann kam aber erst gar nicht nach Wadai hinein; er wurde Anfang 1863 bei Mao an der Westgrenze des Reiches ermordet, allerdings gegen den Willen des neuen Sultans Ali, der die Tat nicht billigte. Waren gar Migranten beteiligt?

6 Monate in Schutzhaft vor aufgeputschtem colorierten Pöbel. Ali war es auch, der den dritten Wadai – reisenden, unseren Gustav Nachtigal, 1873 freundlich aufnahm, ihn nachdrücklich gegen die eigenen Untertanen schützte und nach sechs Monaten entließ.  Nachtigal schildert diesen Sultan als einen klugen und sehr energischen Herrscher, der für Ruhe und Sicherheit sorgte und alle Landsleute an Intelligenz weit überragte. Später, 1880, durften noch zwei Italiener, Mattencci und Massari, Wadai durchziehen, aber sie haben dabei nur wenig sehen können und auch nur einen dürftigen Reisebericht veröffentlicht, so daß bis vor kurzem unsere Kenntnis von dem Sultanat allein auf den überaus eingehenden Forschungen Nachtigals beruhte. Und das erkannte man auch in Frankreich dankbar an, wo man 1903 die Waldai behandelnden Kapitel aus dem 3. Bande des Nachtigalschen Werkes für den Gebrauch der im Tschadseegebiet befehligenden Offiziere ins Französische übersetzen ließ.

Von der guten Sitte colorierter Völker Sklaven zu fangen und der unsensiblen Einmischung weißer Rassisten. Denn in Frankreich, zu dessen Einflußkreise Wadai  sei 1899  gehörte, machte man sich immer mehr mit dem Gedanken vertraut, daß man das Sultanat einmal mit Waffengewalt werde erobern müssen, weil es eine stete Bedrohung der französischen Besitzungen am Schari und Tschadsee bedeutete. Die Wadaisultane beunruhigten fortwährend die unter französischem Schutze stehenden Länder im Westen und Süden durch Sklavenjagden. Sklaven brauchte man im Wadai, um sie nach Nordafrika zu exportieren und dagegen Hinterladergewehre einzuhandeln, und diese Gewehre wiederum mußten dazu dienen, die militärische Widerstandskraft Wadais in dem unvermeidlichen Kampfe mit Frankreich zu stärken. Unter solchen Umständen war es klar, daß die Eroberung Wadais um so schwieriger sein mußte, je länger sie aufgeschoben wurde.

Blinde dürfen nicht regieren. Seit Alis Tode wurde Wadai häufig von Thronstreitigkeiten zerrissen, und in schneller Folge wechselten die Sultane, von ihren Brüdern oder Vettern ermordet oder durch Blendung für das Herrscheramt untauglich gemacht (ein Blinder darf dort nicht Sultan sein). Es hätte vielleicht nahegelegen, diese Wirren zu einem Handstreich gegen Wadai auszunutzen; aber die französische Regierung widerstand lange Zeit dieser Versuchung, weil sie die Tragweite eines solchen Schrittes nicht zu übersehen vermochte. So gewann Wadai wieder Zeit, innerlich zu erstarken unter der Herrschaft des Sultans Dudmurra, eines erbitterten Feindes der Franzosen.

Franzosen nehmen  Colorierten die Sklaven ab. Wo bleibt da die soziale Gerechtigkeit? War also somit dem Tatendrang der französischen Truppenführer, soweit Wadai selbst in Frage stand, eine Schranke gesetzt, so begannen sie doch wenigstens, seit 1904 das Sultanat dadurch zu schwächen, daß sie die nach Norden durch die Sahara gehenden Sklavenkarawanen und die von dort kommenden Waffen- und Munitionstransporte aufhoben, auch einige Punkte besetzten, die als Salzlager für die Wadai von Bedeutung waren. Sie störten ferner die Verbindung des Wadaisultans mit dem ihm eng befreundeten Senussiorden, in dem sie dessen Festungen in Borku mit Erfolg angriffen. Außerdem hatte jeder Raubzug der Wadaileute einen französischen Gegenstoß zur Folge, der manchmal bis in die Nähe ihrer neuen Hauptstadt Abescher führte, vor dieser freilich Halt machte. So bildete sich ein richtiger Kriegszustand heraus, und seit vier Jahren waren große Gefechte zwischen den französischen Kolonialtruppen und den Wadaiheeren in den Grenzgegenden an der Tagesordnung. Dabei stellte sich heraus, daß die arabische Hirtenbevölkerung und die Ackerstämme der Westhälfte Wadais den Franzosen sehr freundlich gesinnt waren, weil sie von ihnen Befreiung von den Bedrückungen ihres Sultans erhofften, dem sie Vieh, Getreide und auch Sklaven, besonders Kinder zu liefern hattenWir lernen daraus, daß der colorierte Sklavenhandel auch nach Lincolns Sklavenbefreiung munter fortging, weshalb in Afrika diverse Denkmale stehen, die ihn anklagen, weil Europäer für so etwas Geld geben. Bei den arabischen Staaten blitzt man gleich im Vorgarten ab.

Unter diesen Verhältnissen wagte es der Kapitän Fliegenschuh, der mit nur 200 Mann einen solchen Gegenstoß unternommen hatte, die Wadaihauptstadt Abescher zu stürmen und das gelang  ihm dank seiner Artillerie; am 2. Juni 1909 fiel Abescher nach hartnäckiger Verteidigung den Franzosen in die Hände, Sultan Dudmurra floh, und viele Wadaigenerale lieferten große Mengen (gegen 2000!) jener Schnellfeuergewehre aus, die in den  vergangenen Jahren aus Nordafrika bezogen worden waren. Die fehlten dann  bei der Befreiung Europas durch colorierte Invasionsheere vorm Hitlerfaschismus. Es kamen dann freilich Rückschläge.

Reiche Sklavenjägertradition in Darfur. Besaßen die Franzosen auch den Westen mit der Hauptstadt, so standen doch noch der Norden und Osten gegen sie in Waffen. Der Sultan Dudmurra hatte dort sowie im benachbarten, zum ägyptischen Sudan gehörigen Reiche Dar – for (Darfur)  zahlreiche Anhänger und so erklärte sich die Vernichtung der Kolonnen Fliegenschuh im Januar 1910 und jetzt der verlustreiche Kampf vom November in Dar –  Massalit an der Grenze von Dar – For. Ist dieser letzte Kampf auch schließlich siegreich für die französischen Truppen gewesen, so ist die Einbuße an Offizieren und Mannschaften doch geeignet, die Unterwerfung dieser widerstrebenden Provinzen zu verzögern. (Schluß folgt.) *Freiburger Zeitung, 13.12.1910*

Leute mit Säbeln und Gewehren

 


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