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Zschäpe wickelt ein Hustenbonbon aus

KreuzeUnd das, sagt der Blogwart, ist schon das Interessanteste, was die Berichterstattung zu den vorgeblichen NSU – Morden hergibt. Während das Mordopfer irgendwelcher Killer, die der Staat nun der Überlebenden des „Terrortrios“ in die Schuhe zu schieben versucht, auf der Leinwand in seinem Blute schwimmt, nimmt Frau Zschäpe die Brille ab, wickelt ein Bonbon aus und redet mit ihren Anwälten, anstatt laut aufheulend zusammenzubrechen und „ich war es, ich war es!“ zum Richtertisch zu rufen.

Der Zeuge Günther B. sieht zwei Männer in Radlerkleidung am Mordfahrzeug vorübergehen aber offensichtlich keine Frau. Wo ist da, fragt der Blogwart, die Verbindung zu Frau Zschäpe und wer waren die Männer in Radlerkleidung? Als Radler verkleidete Radler?

Antwort geben könnte Semiya Simsek, die Tochter des von irgendwem Ermordeten, die hat nämlich ein Buch geschrieben, „Am Tag, als Enver Simsek starb und alle Glohocken klangen …“ oder so, die wird doch wenigstens Frau Zschäpe gesehen haben, die rauchenden Colts in den Händen? Aber wenigstens regt sich Scham im Leser, beim Lesen des Erinnerungsbandes, so wie sich manchmal Scham regt, wenn man sich fragt, wie können Journalisten so etwas verzapfen ohne anschließend den Kopf in den Backofen zu stecken und das Gas anzudrehen? Kann  das mal jemand erklären?

Bild: Die Zahl der Toten ist Legion aber wie beweist ein Staat, der sich stolz selbst Rechtsstaat nennt, denen, denen er für den Tod der Toten eilfertig die Schuld zuwies und Entschädigungen zahlte, ohne je diese Schuld bewiesen zu haben, daß sie die Toten ermordeten? Aber, meint der Blogwart, in einer Bananenrepublik wie der unsrigen, geht das schon. Auch wenn Frau Zschäpe weder selbst geschossen, noch die Waffen geladen oder sie nur transportiert hätte, verurteilt werden muß sie. Und wenn es nur für die Vernachlässigung ihrer Katzen ist.

Machtvoller Aufmarsch

Zu einem machtvollen Aufmarsch gegen die von der Bundesregierung initiierte Terrorzelle National Sozialistischer Untergrund, deren einzige Überlebende, Beate Zschäpe, im Kerker schmort,  versammelten sich in allen Städten Deutschlands am Sonntag Hunderttausende Menschen guten Willens und von beschränktem Geiste. In Berlin, das im Jahr 2011 noch 3 490 000 Einwohner zählte, war fast die gesamte Einwohnerschaft auf den Beinen, nämlich rund 1000, um ihre Abscheu vor den zwei toten Männern und der inhaftierten Frau zu bekunden und zu mahnen, „Nie wieder!“.

Das zumindest kann ausgeschlossen werden. Die zu Mördern erklärten Bankräuber haben sich durch Verbrennen und anschließende Kopfschüsse der Gerechtigkeit entzogen und Frau Zschäpe ist wohl derzeit nicht in der Lage, etwas anderes zu tun, als Essen, Trinken, Schlafen und auf die Verhandlung des Volksgerichtshofes zu warten.

Seit 1989 sah Berlin nicht mehr so viel Menschenmassen auf den Beinen, nicht einmal zur Begrüßung des geliebten Präsidenten Obama, in anderen Städten wurden ähnlich viel engagierte Protestierende vermeldet. Was die Anzahl der Aufmarschierten betrifft. Betroffen, empört und traurig sollte uns aber machen, daß die Teilnehmer -, gerechnet auf die Einwohnerzahl, lediglich o,00028 Prozent ergeben, sie verschwindend gering zu nennen, wäre noch sehr, sehr beschönigend ausgedrückt. aber nichts ist zu unbedeutend, als das es die sozialistische Presse nicht zum Elefanten aufbliese. In Magdeburg, der Stadt Ottos des Großen und seiner holden Editha, waren es gerade mal 150, die sich für die Mordtaten öffentlich schämten. Kein Wunder, daß die Bahn jetzt die ICE – Verbindung abgekoppelt hat.

Woran liegt es? War der Sonntag zu sonnig, der Herbst zu schön, das Fernsehprogramm zu spannend? Hätte nicht wenigstens die linke, intellektuelle, progressive Szene die Massen mobilisieren können? „Bürger lasst das Glotzen sein! Auf die Strasse! Reiht Euch ein!“

Geht den Bürgern das Märchen von der NSU schlicht am Arsch vorbei? Der Blogwart hofft es nicht. Vielleicht sind das aber auch nur Anlaufschwierigkeiten und die jährlichen Gedenkfeiern an die mutmaßlichen Morde durch die NSU entwickeln im Laufe der Zeit Volksfestcharakter? Das wäre doch was. Oder nicht? Nur, daß die nachher nicht die Holocaustgedenkfeiern überschatten. Das kann keiner wollen!

Bild: Terrorbraut auf frischer Tat skizziert. Eben schnitzte Ibrahim K. noch hingebungsvoll an einem Döner, da wurde er auch schon vom Terrortrio gemeuchelt. Geistesgegenwärtig gelang es ihm aber, die derzeit inhaftierte Beate Z. in einer eindrucksvollen Momemtaufnahme abzubilden. Erschrocken und blutbefleckt steht sie über ihrem Opfer. Dieser und weitere Indizienbeweise, die in der völlig ausgebrannten Wohnung der Terrorbraut sichergestellt wurden, werden sie überführen. Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen.

Dementi

Berlin, 20. März. Die vor einigen Tagen verbreitete Meldung, daß der mexikanische Insurgentenführer Zapata eine deutsche Frau getötet habe, gab zu amtlichen Ermittlungen Anlaß. Nunmehr ist festgestellt worden, daß in Mexiko von einem derartigen Vorgang nichts bekannt sei. *Freiburger Zeitung 21.03.1912*

Nun, davon sollte sich aber niemand irre machen lassen, meint der Blogwart. Es hätte ja sein können. Und nur darauf kommt es doch an, im journalistischen Geschäft. Ob das Kinderertränken von Sebnitz, das Hakenkreuzschnitzen von Mittweida, das Inderlynchen von Mügeln, das mannichelmessernde Lebkuchenmorden von Passau, das Türkenverbrennen in Ludwigshafen, der Opferfeuertod des edlen Oury Jalloh, das Georgierverbrennen von Möhlau, die grauenerregendenden Dönermorde unter Anleitung des Verfassungsschutzes, der bethlehemische Kindermord in Toulouse, die widerlichen Assad – Morde, die Bedrohungen Londons durch Saddam Hussein, die Viagravergewaltigungen durch Gaddaffi , es kommt doch nicht darauf an, was wahr oder was unwahr ist, sondern wofür es ausgeschlachtet werden kann! Und, fügt der Blogwart hinzu, natürlich ist Catherine Ashton nicht geistig behindert. Sie tut so etwas im vollen Bewußtsein. Die Bundeskanzlerin ist ja auch nicht, wie auch all die übrigen, von denen man zu ihrer Entschuldigung annimmt, sie wären es, dem ist aber nicht so. Die sind alle komplett gesund.

Schöne Erfolge im Bombenkrieg. Der italienisch – türkische Krieg. Vom Kriegsschauplatz liegen vom 20. März  folgende Meldungen vor: Wie aus Benghasi gemeldet wird, gelang es einem Flieger, über einem feindlichen Lager mit Erfolg einige Bomben herabzuwerfen. Er befand sich in 700 Meter Höhe und bildete das Ziel des feindlichen Gewehr – und Schrapnellfeuers, ohne getroffen zu werden. Die italienischen Luftschiffe kreuzten über den feindlichen Lagern bei Suani und Benaden und warfen gegen 30 Bomben herab, die mit sichtbarem Erfolg explodierten, obwohl die Araber bei der Annäherung der Luftschiffe nach allen Richtungen flüchteten.

Gerichtshalle. Magdeburg, 20. März. Das Jugendgericht verurteilte heute den Schüler Koch, der im Oktober v. Js. den Oberlehrer des Realgymnasiums Ismer durch Revolverschüsse schwer verletzte und dann Selbstmord zu begehen versuchte, wegen versuchten Totschlags zu vier Jahren Gefängnis unter Anrechnung von vier Monaten Untersuchungshaft. Widerruf. Am 6. März habe ich Frau Kreszezia Glatz hier auf der Straße beschuldigt, sie habe mir eine Kanne mit Milch gestohlen. Diese schwere, ehrenkränkende Beleidigung nehme ich mit dem Ausdruck des tiefsten Bedauerns zurück, nachdem ich mich von der Ungerechtigkeit meiner Äußerungen überzeugt habe. Freiburg i. Br., den 21. März 1912. Albert Disch, Milchhändler.

Bild: Hast Du schon gehört, meine Liebe, das in Toulouse soll ja auch diese  Beate Zschäpe von der NSU gewesen sein. – Sitzt die nicht in Untersuchungshaft wegen der Haltung zweier Katzen? Und mordet aus dem Gefängnis heraus? – Ja, da können wir mal sehen, wie gefährlich diese Rechten sind. Ermorden jetzt unschuldige Schüler,  … wenn die wenigstens was ausgefressen hätten …. – Ja. Wenn. – Gaza ist ja auch ganz  schlimm. – Schlimm. Ja. – Wer tut so etwas? – Ja. Wer? Unfassbar. – Allen Nazis wünsche ich einen raschen Tod.. – Ich auch. Noch Tee?

Unsere Preistreiber

Über den englischen (Bergarbeiter) Streik liegen uns heute folgende Nachrichten vor: London, 10. März. Die Fabriken, die noch arbeiten, können ihre Produkte nicht verschicken, da der Güterverkehr fast vollständig unterbunden ist. Die Preise für Kohlen, Seide und Petroleum sowie für die meisten Lebensmittel sind um mehr als 100 Prozent gestiegen. In Nottingham, Shiffield und Cardiff entbehren die  Arbeiter selbst das Notwendigste. Die Summe, die die Arbeiter durch den Streik verloren haben, wird auf 10 Millionen Mark angegeben. Southhampton, 10. März. Die aus Amerika ankommenden englischen Passagierdampfer werden den Hafen vor Beendigung des Kohlenarbeiterstreiks nicht mehr verlassen. Tokio, 10. März. Infolgedes Kohlenstreiks in England haben die Großindustriellen eine Versammlung abgehalten, in der sie beschlossen, in Zukunft die Kohlen aus Amerika zu beziehen.

Bergarbeiterstreik im Ruhrrevier. Während der große englische Bergarbeiterstreik – nach Londoner Berichten – spätestens mitte dieser Woche sein Ende gefunden haben dürfte, hat das Streikfieber trotz aller Bedenklichkeiten nun auch die Bergarbeiter des Ruhrreviers erfasst. Ein Telegramm berichtet uns: Herne, 11. März. Bei der gestern hier abgehaltenen Revierkonferenz der drei in die Lohnbewegung eingetretenen Verbände, des alten Verbandes, des Hirsch – Dunckerschen Verbandes, des polnischen Verbandes, wurde mit 507 gegen 74 Stimmen beschlossen, in den Streik einzutreten.

Es werden etwa 200 000 Mann Pickel und Schaufel aus der Hand legen. Das ist seit sieben Jahren die zweite große Kraft – und Machtprobe. 1905 hat bekanntlich der Riesenstreik mit einer Niederlage der Arbeiter geendet, als der letzte Nickel der Gewerkschaftsgelder flöten gegangen war und die vielgerühmte Solidarität der Arbeitsbrüder im Ausland versagte, da fuhren die vordem so Hoffnungsvollen trüben Sinnes wieder in die Gruben ein.

Heute stehen die Aussichten fast noch ungünstiger wie damals. Erstens haben die christlichen Arbeiter sich gegen den Streik erklärt, zweitens ist die Stoßkraft der Bewegung bedeutend abgeschwächt worden durch den Beschluß der niederschlesischen Zechenbesitzer, ihren Arbeitern ab 1. April eine Lohnerhöhung zu bewilligen und drittens ist der Verband der Grubenherren in den letzten Jahren derart organisiert worden, daß Macht gegen Macht steht.

Für den Kohlenkonsumenten – und wer wäre das nicht? – ist es nicht ganz gleichgültig, wer den Sieg davontragen wird. Er, nur er muß die Kosten jeder neuen Lohnsteigerung bezahlen. Hier merkt der Blogwart an, daß das Intelligenzlevel in den Zeitungsredaktionen damals um das Vielfache höher lag im Vergleich zu heute, was wahrscheinlich an den fehlenden Quotenarbeitsplätzen liegt. Oder am Vorhandensein derselben. Es ist jedenfalls noch gesunder Menschenverstand unter den Zeitungsschreibern zu finden, während nach 100 Jahren derselbe gänzlich ausgerottet und durch politische Korrektheit und marxistisch – leninistische Ideologie ersetzt wurde. Wenn es heute also Benzinpreiserhöhungen gibt, dann ignoriert erstens der größte Teil der davon Betroffenen, daß ca. 70 Prozent des Benzinpreises aus Steuern besteht, die die deutsche Regierung, also ihre Volksvertreter und Abgeordneten, beschlossen haben, und zweitens, daß damit notwendigerweise alle anderen Waren teurer werden, die in irgendeinerweise auf der Basis von Öl produziert werden oder mittels Kraftstoff zum Endverbraucher transportiert werden.

Die Regierung hat alle nötigen Vorbereitungen getroffen, um die erhitzten Gemüter in den Schranken zu halten. Aus ganz Preußen sind Gendarmen und Schutzleute in das Ruhrrevier abgegangen. Die Behörden werden die Arbeitswilligen nicht, wie es bisher geübt wurde,von der Wohnung bis in die Arbeitsstätte begleiten, sondern sie werden die Wege, die die Leute zurückzulegen haben, besetzen. *Coburger Zeitung 12. März 1912*

Der Bergarbeiterausstand im Ruhrrevier. Hamborn bei Duisburg, 12. März. In Bruckhausen hatte sich gestern abend eine große Anzahl Streikender angesammelt, um die heimkehrenden Arbeiter zu belästigen. Infolgedessen kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen den Streikenden und den Polizeibeamten. Die Beamten wurden mit Steinwürfen empfangen. Nunmehr gingen diese mit der blanken Waffe gegen die Menge vor und zerstreuten sie. Mehrere Polizeibeamte wurden durch Steinwürfe verletzt. Von den Steikenden erlitten viele durch Säbelhiebe Verletzungen. Auch wurden auf die Polizeibeamten 15 Revolverschüsse abgegeben, die jedoch ihr Ziel verfehlten. Eine große Anzahl von Verhaftungen wurde vorgenommen. Der Blogwart empfiehlt auch den untenstehenden Artikel über den Holocaust an der Vogelwelt durch Starkstromleitungen.   Die waren damals noch nicht geeignet, das Klima zu retten, das gerettet werden muß, koste es auch Vögel und Fledermäuse das Leben, die unter den rotierenden Schreddern der Windkraftanlagen ihren grünen Heldentod sterben.  *Freiburger Zeitung 12. März 1912 Abendausgabe*

Bild: Welche Rolle die NSU während des Bergarbeiterstreiks spielte, ist bis heute völlig ungeklärt. Erschrecken aber macht, daß bereits 1911 die Organisation, die für die verabscheuungswürdigen Dönermorde verantwortlich zeichnet, vorhanden ist. Und nein, meint der Blogwart, den Verfassungsschutz gab es damals noch gar nicht. Es war offensichtlich nicht nötig, die Verfassung vor der Regierung zu schützen. Auch dafür hat sich der deutsche Kaiser nie entschuldigt.


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