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Patriotismus

Was will uns dieses Video sagen? Fragt der Blogwart. Jedenfalls ist es politisch völlig unkorrekt. Wir Deutschen könnten das besser. Ein nasal vorgetragenes Heulsusenlied, unterlegt mit Bildern, in denen Deutsche auf dem Bauch kriechen oder güldene Pflastersteine putzen. Was dieser Russe macht, geht gar nicht. Vor allem, daß da nur weiße, begeisterte Slawen zu sehen sind. Hellhäutig und blond. Keine Neger und anderes Volk. Wo bleibt da, fragt der Blogwart, die multikulturelle Gerechtigkeit? Offenbar ist der Interpret ein schlimmer Rassist und Nazi.

Mit Gott, für König und Vaterland, druf!

Von einer tapferen Veteranin berichtet die „Post“ folgendermaßen: Die 72 Jahre alte Witwe Hackerl, eine Veteranin, welche als Marketenderin bereits die Freiheitskriege in den Jahren 1813 bis 1815 mitgemacht hatte, hat sich ungeachtet ihres vorgerückten Alters für den jetzigen Krieg zu gleicher Dienstleistung dem brandenburgischen Füsilierregiment Nro. 35 zur Verfügung gestellt. Dem dringenden Wunsche der noch rüstigen Matrone ist durch Überweisung einer Compagniemarketenderstelle entsprochen worden. Ein erhebendes Beispiel des werktätigsten Patriotismus gaben dieser Tage die Bürger von Stralsund. Zur Vervollständigung der Fortifikationen waren noch Schanzarbeiten nöthig. Da griffen ohne Ausnahme Kaufmann und Handwerker, Rentier und Gelehrter nach der Schaufel und vollendeten unter Leitung der Ingenieure die Außenbefestigungen. Am Jahrestage des Abzugs Wallensteins von den Mauern der Stadt (24. Juli 1628) war das Werk so gut wie vollendet und die Bewohner durften dießmal die alljährliche Erinnerungsfeier in dem Bewußtsein begehen, daß sie noch ihrer Väter würdig sind. Von den Deutschen in Moskau ist folgendes Telegramm abgegangen: Excellenz Otto v. Bismarck Berlin: „Hoch Deutschland, Hoch Wilhelm, Hoch Bismarck, Mit Gott, für König und Vaterland, druf!“

Pariser Zotensänger und Cancantänzer. – War die Überfluthung der Vergnügungsorte und kleinen Theater Deutschlands mit diesem Gesindel immer unerträglicher geworden, so werden wir vielleicht durch den Krieg von einer so bedrohlich hereingebrochenen Landplage befreit. Es wäre ein wahrer Segen, wenn endlich ein Ekel vor den abgeschmackten und abscheulichen Produktionen herabgekommener Gemeinheit sich bei uns aller Herzen bemächtigte. In Berlin hat man bereits den Anfang gemacht und eine allabendlich aufgetretene, das Publikum mit Zotenliedern regalierende Pariserin ausgepfiffen.

Der Energieversorger gibt bekannt: Lichtstärke des Leuchtgases im Monat Juli 1870.  1. Juli – 9,6 Kerzen, 4. Juli – 11,3 Kerzen, 7. Juli – 10,2 Kerzen … 31. Juli – 8,0 Kerzen. *Freiburger Zeitung 03.08.1870*

So pflanzt man Helden

und so schrieb man früher Zeitung! Und Kriegsberichte. Kein winselndes, „Bitte verzeiht uns, daß wir Euch beim Tankwagenklauen behindert haben! Wir wollen es auch nicht wieder tun.“ Und die Zeitungsschreiber standen offensichtlich hinter ihrem Land, bei Politikern wäre das ganz undenkbar gewesen, was unsere sich heute erlauben. Muselmänner steht da übrigens wirklich und auch der Spott ist orginal.

9. Januar 1788 Türkenkrieg. Der Dämon des Widerspruchs scheint in allen Novellisten Europas zu hausen, wenn sie vom gewagten Überfall Belgrads sprechen. Wer will hier Wahrheit sichten von Lüge? Denn in Wien sollen sogar alle Briefe, die in diesem Zeitpunkt aus Ungarn kamen, pulverisiert worden sein! Doch wahrscheinlich ist auch dies Lüge und die echtesten Botschaften stimmen in diesem zusammen: Belgrader Besatzung aufgewiegelt von Hunger, dräute einen Einfall in Österreichs Gebiete.

Die Heerschaaren, die in der Nähe Semlins gelagert waren, rückten nun zusammen, von allen Bedürfnissen des Kriegs begleitet. Sie zogen aus an die Grenzen, und harrten der Empörer aber diese kamen nicht, und nun traten die Krieger Österreichs wieder zurück. Indes murmelte noch die Sage: Belgrads Belagerung werde noch in diesem Monat beginnen. Denn Krieg ist nun allgemeine Losung! Schon treten die Muselmänner mit Feindesblick ins Gebiete Österreichs. Eine Horde von fünfzehnhundert ihrer Kampfknechte dräute sogar Panczowa, einen Marktflecken im Temeswarer Bannat zu erbeuten. Aber Österreichs Krieger jagten sie mit blutigen Scheiteln zurück, als sie eben über die Donau setzten. Indessen soll Orsowa, eine Veste der Muselmänner nicht ferne von Temeswar, die 1738 den Händen Österreichs entwunden ward, schon wieder erobert sein für Joseph! (Der österreichische Kaiser)

Die Kriegszüge eilen mit furchtbarem Schritt den Grenzen entgegen, und bald werden wir große Taten hören. Denn noch glüht Heldensinn in den Herzen der Österreicher.

Bei der Aufstellung neuer Krieger in Ungarn gaben sogar drei Ortsrichter ihre Söhne mit freiem Willen in den Schlachtdienst. Einer dieser Jungen stemmte sich dagegen, und heulte wie eine Memme. Aber mit echtem Patriotismus packt ihn der Vater bei der Brust, und übergab ihn dem Vizegespan mit dem Kernausdruck: Hier ist der Bärenhäuter, der sich`s nicht zur Ehre schätzte für`s  Vaterland und für den König zu fechten.

Indessen rumort`s in Konstantinopel fürchterlich, seit Österreichs Gesandter den Siebentürmen entfloh und Josephs Kriegserklärung erscholl! Alles glüht Rache, blutige Rache. Der Mufti, der erste Regent der Pforte nach dem Wezir, ward sogar verbannt aus dem Diwan und der Kaiserstadt, weil er Frieden predigte.

Ich will keinen Frieden, sagte Abdulhamid, bis die stolze Russin (Zarin Katharina II.) mit ihren Anhängern gezüchtigt, und Taurien (Die Krim) wieder mein ist! Doch herrscht unterm osmanischen Heer gewaltige Unzufriedenheit. Schaarenweis wandern die Janitscharen zurück aus dem Kampffeld, weil sie – hungern und frieren! Nur zweitausend dieser bärtigen Memmen blieben zu Choczim, und jenseits der Donau stehen hundert tausend Krieger! Der Gebieter über Otzakow ward erdrosselt, weil er Kinburn nicht eroberte! (Verteidigt von Alexander Suworow) So pflanzt man Helden!

Münchhausen nimmt Otzakow ein


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