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Zum 18. Januar

AbdankungsurkundeDen Gründungstag des Deutschen Reiches feierlich zu begehen, ist heute mehr Anlaß als je gegeben. In früheren Jahren hat man das kaum für nötig gehalten. Wir haben keinen Nationalfeiertag wie die Franzosen oder die Amerikaner. Uns war die Tatsache  der Reichsgründung selbstverständlich geworden. Mit der den Deutschen eigenen Gedankenlosigkeit wurde der Besitz hingenommen. Wer dachte, daß es jemals anders werden könnte?

Der alte Moltke hat den Kampf, der schließlich an allen Grenzen entbrannt ist, vorausgesehen. Und Bismark konnte in seinen letzten Lebensjahren keine Ruhe finden, so quälte ihn die Sorge um den Bestand seines Werkes. Wie sehr sie berechtigt war, das sehen wir heute.

Die Franzosen sind mit gewaltigem militärischen Troß ins Ruhrgebiet eingezogen, die Litauer, ein Volkssplitter, von dessen Existenz viele bis zum Krieg kaum etwas wußten, konnten es wagen, die deutsche Stadt Memel zu besetzen; die Polen, deren staatspolitische und kulturelle Untauglichkeit die Geschichte hundertfach erwiesen hat, durften Fetzen aus dem Reichskörper herausreißen und können es wagen, Truppen zu neuen Raubzügen zu mobilisieren. Tschechen hat man als Herren über vier Millionen Deutsche gesetzt, Südslawen durften in altes deutsches Kulturgebiet einbrechen, die Italiener treiben im Lande Andreas Hofers ihr Wesen. Wir Deutschen sind machtlos und müssen mit Zähneknirschen zusehen.

Ja, wir haben Grund genug, des Tages zu gedenken, da im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles ein deutscher Kaiser ausgerufen und des Reiches Herrlichkeit aufgerichtet wurde. Wir wollen aber auch den Tag nicht vergessen, da im gleichen Saale des Schlosses von Versailles ein brutaler Feind dem deutschen Volke einen Vertrag aufzwang, wie ihn schändlicher die Weltgeschichte kaum gesehen hat.

Die berufenen Vertreter der Nation haben damals nicht Nein gesagt. Wir wollen über sie nicht richten. Daß das Nein nicht damals schon gesprochen wurde, daran haben wir alle Schuld. Das Volk war müde geworden, hatte es zugelassen, daß die Waffen zu früh an die Wand gestellt wurden, hatte sich einem weichen Verständigungswahn hingegeben und die harten Lehren der Geschichte vergessen. Jetzt werden sie uns wieder eingeprägt. Poincarè ist der politische Lehrmeister der Deutschen geworden. Er führt sie wieder zusammen und macht ihnen begreiflich, daß Einigkeit not tut.

Die Staaten können nur erhalten werden mit den Kräften, mit denen sie aufgebaut wurden. Das ist ein altes, wahres Wort. Gerade wir im Süden wollen nicht vergessen, was die nationale Kraft des alten Preußen für das Reich gewesen ist. Altem preußischem Geist verdankt das Reich das Beste. Auch dieser Geist ist mit der Revolution verflogen.

Erst in diesen Tagen haben wir wieder Anzeichen dafür feststellen dürfen, daß er nicht ganz tot ist. Die Verlegung des Kohlensyndikats, der Befehl, den Feinden auch gegen Barzahlung keine Kohlen zu liefern, die Erklärung eines Großindustriellen: „wir gehorchen hier nur deutschen Gesetzen!“, das Wort eines Arbeitnehmers: „Schmach über die, die dem Feinde dienstbar sind“ – das sind Äußerungen des alten preußischen Geistes, jener politischen Willensstärke, jener Fähigkeit zum Ertragen widrigen Geschickes, die wir so lange vermißt haben und denen das ganze deutsche Volk so sehr viel verdankt.

Wir halten fest am Reich. Ohne Erröten wollen wir dem heranwachsenden Geschlecht das Erbe der Väter übergeben. Wir sind uns bewußt, daß der Deutsche seine weltgeschichtliche Mission nicht vollendet hat und daher das Reich nicht untergehen darf. Jetzt brausen Stürme darüber hin, die es in den Grundfesten zu erschüttern drohen. Stark und einig und groß wird es dereinst wieder dastehen, denn wir vergessen unsere Brüder nicht, die heute unter feindlichem Joche schmachten. Auch ihr Tag muß kommen. In Polen und Danzig, in Straßburg und Bozen werden dereinst wieder deutsche Fahnen wehen. *Coburger Zeitung 18.01.1923*

Bild: Im November 1918 dankt der letzte deutsche Kaiser ab. An die Beamten appelliert er: „Ich erwarte von Ihnen, daß Sie bis zur Neuordnung des Deutschen Reiches den Inhabern der tatsächlichen Gewalt in Deutschland helfen, das Deutsche Volk gegen die drohenden Gefahren der Anarchie, der Hungersnot und der Fremdherrschaft zu schützen.“

Das auch noch

Falsches Bauern – Gen. 2500 Traktoren stehen still. Die sowjetrussische Mißwirtschaft. Moskau, 6. Oktober. (1936) In der Moskauer Presse mehren sich täglich die alarmierenden Berichte aus dem Lande, die von einer völlig unzureichenden Herbstbearbeitung der Felder sprechen und die Katastrophe einer neuen Hungersnot im nächsten Jahr ankündigen. Nach der „Prawda“ ist das Gebiet der südlichen Ukraine besonders bedroht. Obwohl dieses Gebiet von heißen transalpinischen Winden schon manchen Schaden erlitten haben, täten die Bauern nichts, um diese Wirkungen durch gute Bodenbearbeitung im Herbst abzuschwächen. Im Gegenteil, man habe den Eindruck, als ob der Bauer nach der Ernte auf dem Felde nichts mehr tun wolle. Das Gebiet verfüge über 2500 Traktoren. Aber diese Maschinen ständen still. Die Zeit, in der die Arbeit werde aufhören müssen, komme mit Riesenschritten heran. Der Regierungsplan der Herbstbestellung sei nur zu 18 und in manchen Gebieten sogar nur zu 2 oder 3 Prozent durchgeführt. FREIBURGER ZEITUNG. 8. 10. 1936.

Kaufmannsfeindliche Propaganda …  Über die Ursache für das Überhandnehmen weiblicher Berufstätiger im Einzelhandel berichtet der „Pressedienst des Einzelhandels“, wobei er u. a. auf ein psychologisches Moment eingeht. In der Öffentlichkeit und auch in den Kreisen der Jugend habe eine zum Teil kaufmannsfeindliche Propaganda um sich gegriffen. Die Begriffe „händlerischer Geist“ und „Spekulantentum“ seien in gedankenloser Übertragung auch auf das deutsche Kaufmannstum angewandt worden. Bei manchen der Tüchtigen und für den Kaufmannsberuf gut veranlagten Jungen hätten sich dadurch Widerstände gegen die Wahl dieser Berufslaufbahn ergeben. …  FREIBURGER ZEITUNG. 8. 10. 1936.

Winterurlaub ist auch Autobahn …  Seit dem Bestehen NSG „Kraft durch Freude“ ist der Winterurlaub kein Vorrecht bestimmter Schichten unseres Volkes mehr. Die Schönheiten der Winterlandschaft und die gesundheitlichen Vorzüge sollen allen Deutschen zugute kommen …FREIBURGER ZEITUNG. 8. 10. 1936.

Polen trampeln sich gegenseitig tot. Polen ohne Raum.  Warschau, 8. Oktober. Durch die Erklärungen der polnischen Vertreter in den Genfer Ausschußsitzungen des Völkerbundes sei, wie die halbamtliche Agentur Iskra schreibt, das Problem des polnischen  Bevölkerungsüberschusses grundsätzlich dargestellt worden. Die jüdische Emigration, die als internationale Frage dem Völkerbund vorgelegt wurde, müsse eine Lösung finden in der Zusammenarbeit der wirtschaftlichen und finanziellen Faktoren des Auslandes, wobei den Juden selbst eine erhebliche Rolle zufallen müsse. Man müsse die Prüfung der Möglichkeit einer jüdischen Ansiedlung auch außerhalb Palästinas fordern und zwar hinsichtlich der Feststellung neuer für die jüdische Siedlung geeigneter Territorien wie hinsichtlich der Aufbringung der notwendigen finanziellen Mittel. Polen, das mit großen Schwierigkeiten die bisherigen Kosten der jüdischen Auswanderung nach Palästina getragen habe, stelle diese Mittel nicht länger bereit. Sie müßten durch die ausländische und insbesondere die jüdische Finanzwelt im eigenen wirtschaftlichen Interesse gestellt werden, wie auch im Interesse der armen jüdischen Bevölkerung, die in dem übervölkerten Polen ersticke. … .FREIBURGER ZEITUNG. 8. 10. 1936.

Sieg der sozialistischen Rechtspflege. Neue Volksgerichte in Madrid. London, 7. Oktober. Nach einer Meldung aus Madrid wurden dort zehn neue Volksgerichte eingesetzt, die die Aufgabe haben, die schleunige Aburteilung von achttausend politischen Häftlingen vorzunehmen, die sich in den Madrider Gefängnissen befinden. DAS KLEINE BLATT 08.10.1936.

Schwalben reisen im Flugzeug. Graz, 7. Oktober. Auf veranlassung des Grazer Tierschutzvereins wurden heute etwa dreihundert Schwalben, die auf ihrem Flug nach dem Süden durch unerwartet frühen Kälteeinbruch und Schneefall überrascht worden waren und sich ganz erschöpft auf dem Gesimse des neuen Postgebäudes sowie auf den benachbarten Häusern dicht aneinandergedrängt niedergelassen hatten, durch die Feuerwehr heruntergeholt. Sie werden mittels Flugzeuges weiterbefördert. Vor fünf Jahren wurden bekanntlich auch Schwalben, die von dem frühen Winter überrascht worden sind, im Flugzeug nach Süden gebracht. DAS KLEINE BLATT 08.10.1936.

Bild: Aus dem Artikel der WIENER BILDER 4.10.1936. „Ein Zigeunerkönig wird begraben“. Bildunterschrift: Ein Idyll von dem auf dem St. Pöltener Sportplatz errichteten Zigeunerlager. Ob die St. Pöltener das auch so gesehen haben, darf bezweifelt werden.

Was die Grossmama noch wußte

Nicht aber heutige deutsche Politiker, weil die im Zuge des Einschleppens und der Vermehrung von Massen von Analphabeten immer dümmer geworden sind. Die meisten haben nichts gelernt als Parteiarbeit und glauben inzwischen den Inhalt ihrer eigenen Propaganda. … Es ging um die Frage, ob gemäß dem ursprünglichen Beschluss der Siegermächte des Ersten Weltkrieges Oberschlesien zur Gänze an Polen fallen oder im Deutschen Reich verbleiben solle. Auf massiven deutschen Druck im gesamten Reich und speziell in Oberschlesien – allein in Oppeln demonstrierten am 10. Mai 1919 15.000 Menschen, die Hälfte der Bevölkerung, für das Selbstbestimmungsrecht – hatten die Alliierten im Versailler Vertrag den Betroffenen schließlich die Möglichkeit zugestanden, „im Wege einer Abstimmung bekanntzugeben, ob sie mit Deutschland oder Polen vereinigt zu werden wünschten“ (Art. 88).

Sofort setzten im oberschlesischen Abstimmungsgebiet massive Bemühungen sowohl von deutscher als von polnischer Seite ein, die Bevölkerung zum Votum für den Anschluss an Polen bzw. für den Verbleib im preußischen Staat zu bewegen. Eine französisch-englisch-italienische „Interalliierte Regierungs- und Plebiszitkommission“ (IK) übernahm am 11.Februar 1920 die Landeshoheit in Oberschlesien, um die Propagandaaktionen im Vorfeld der Abstimmung zu überwachen. …

Gegenspieler auf polnischer Seite, der ehemalige Reichstagsabgeordnete Adalbert (Wojciech) Korfanty, bediente sich dagegen auch gewalttätiger Mittel. Mit Hilfe paramilitärischer, von der Regierung in Warschau unterstützter Verbände versuchte er, die Deutschland zugetane Bevölkerung gerade in den grenznahen Gebieten einzuschüchtern. Er war der wesentliche Initiator zweier polnischer Aufstände im August 1919 und 1920; sie sollten die oberschlesische Bevölkerung mit Terror und militantem Druck zu einer Abstimmung für Polen bewegen. Die polnische Seite wusste, dass sie unter normalen Bedingungen in einer Volksabstimmung nicht obsiegen konnte.

Als diese dann am 20. März 1921 erfolgte, entschieden sich knapp 60 % der von Oberschlesien abgegebenen Stimmen für den Verbleib bei Deutschland … Trotzdem wurde die Entscheidung über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens schließlich von einer Kommission des Völkerbundes in Genf im Oktober 1921 getroffen: Oberschlesien wurde geteilt. … Die wirtschaftlich wertvollsten Gebiete in Ostoberschlesien mit ca. 45 % der Bevölkerung (knapp 1 Million Menschen), ca. 90 % der Steinkohlevorräte und 75 % der Industrieanlagen fielen an Polen.

… Die Lage in Oberschlesien ist nach wie vor sehr ernst. Von irgendeiner Besserung durch das Eingreifen der interalliierten Kommission kann keine Rede sein. Eine erfreulich entschieden gehaltene  deutsche Note, ein das himmelschreiende Unrecht gegen die Deutschen kennzeichnender, erschütternd wirkender Notschrei der oberschlesischen Parteien an General Lerond haben neben anderen Kundgebungen unzweifelhaft dargetan, daß das von deutschen und polnischen Führern abgeschlossene Abkommen die erhoffte Entspannung nicht gebracht hat und nicht bringen konnte, weil die Polen sich im Gegensatz zu den Deutschen um das Abkommen nicht kümmerten.

Korfanty predigte mit seinem Aufrufe an seine Landsleute, wenn er überhaupt ernst gemeint war, tauben Ohren. Ruhe und Ordnung stehen nur auf dem Text des Abkommens, die Vergewaltigungen dauern fort und die polnischen Aufständischen denken nicht daran, die mit Gewalt erzwungene Macht aufzugeben, ja man spricht schon wieder von neuen Putschabsichten, die der räumlichen Ausdehnung des polnischen Machtbereichs in Oberschlesien dienen sollen. Man will offenbar im ganzen Abstimmungsgebiet eine vollendete Tatsache schaffen und dem Abstimmungsergebnis, vor dem man sich fürchtet, vorbeugen.

Die interalliierte Kommission aber, wenigstens ihr Kern und ihr einflußreichster Teil, die Franzosen, sehen der Recht – und Wehrlosmachung der Deutschen nicht nur tatenlos, sondern sie offen und heimlich begünstigend, zu. Täglich werden dabei neue Mordtaten, neue Gewaltakte bekannt. Die neugebildete Abstimmungspolizei, die dem erwähnten Abkommen entspricht, wird von den schlimmsten Terror ausübenden Polen genau so verjagt, wie die frühere Sicherheitspolizei.

Ebensowenig hat sich in der Haltung der Franzosen etwas geändert. Die französischen Truppen und ihre Führer begünstigen nach wie vor den polnischen Terror. Dieses brutale Vorgehen der Polen und Franzosen kann schließlich nur damit enden, daß den deutschen Oberschlesiern das Selbstbestimmungsrecht durch gemeine Gewalt geraubt wird. Die deutsche Reichsregierung hat eine Note an die Entente gerichtet, in der sie eine wirklich neutrale Untersuchung der Zustände in Oberschlesien fordert. Die Botschafterkonferenz hat diese Forderung ohne weiteres abgelehnt. … FREIBURGER ZEITUNG, SONNTAG, 12. September 1920.

Bild: Aus den WIENER BILDER, 12.09.1920: „Der Kampf um unser Deutschtum.“ „Oberschlesien muß Deutsch bleiben“ Eine Berliner Demonstrationsversammlung für das bedrängte Land. Plakate: „Wollt Ihr nicht frieren – unterstützt Oberschlesien.“ „Helft den bedrängten Oberschlesiern.“

19 Jahre danach werden diese Gebiete für Deutschland zurückgewonnen. Durch Krieg. Was natürlich absolut falsch ist. Wegen der unedlen Motive. Lebensraum und so und der arischen Gene, die es ja zum Glück nicht gibt, wie es Gene überhaupt nicht gibt, es ist nur die Hysterie der Genmaisgegner, die uns das einreden will.  Hingegen ist es richtig, wenn, zum Beispiel,  ein demokratischer Präsident Georgiens und enger Freund der NATO, gut 20 Jahre nach Abfall der georgischen Provinz Südossetien, diese mit Waffengewalt zurückzuerobern versucht, in dem er die Bewohner der südossetischen Hauptstadt aus den Betten schiesst.

Da zollen wir Beifall und bangen und zittern, wenn anschliessend russische Panzer fliehende georgische Truppen nach Georgien hinein verfolgen. Frau Bundeskanzlerin höchst selbst hat damals die russische Aggression in Georgien verurteilt. 1944 hätte sie wahrscheinlich die Landung der Alliierten in Frankreich verurteilt, weil sie den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht versteht. Obwohl der Vergleich hinkt.   Solche Sachen zu vergleichen, sollte übrigens verboten werden. Denn wie geschrieben, der eine war Demokrat und der andere Diktator. Schon deshalb ist es ein Unterschied. Nicht aber für die Toten und Verkrüppelten. Denen ist es egal.

Bomben auf Zivilisten

Warschau wartet

Schon rettet im Zeitungszeugen Neville Chamberlain den Frieden in unserer Zeit. Gelegenheit, wieder auf die friedensstiftende Rolle des großmütigen, heldenhaften Polen hinzuweisen, dem bereits ein Jahr später Deutschland so bitter Unrecht antun wird, wenn es die menschgewordenen Elben hinterrücks überfällt, als die die Polen von 1939 heute gelten.

Warschau wartet … Prag zögert mit der Antwort

Sonderdienst der Münchner Neuesten Nachrichten  H.L. Warschau 29. September 1938. Die polnische Presse sieht  übereinstimmend in den MÜNCHNER BESPRECHUNGEN ein Zeichen der Entspannung und der Abwendung der Kriegsgefahr.

„In der Zeit der schärfsten Drohungen und eines mitleidlosen Spiels mit den Reserven“, sagt „Kurier Poranny“, „werden die in München versammelten Staatsmänner mit Leichtigkeit feststellen, daß keiner von ihnen den Krieg will. Die Münchner Tagung bestätigt außerdem noch einmal die Isolierung der Tschecho=Slowakei sowie die Notwendigkeit einer gründliche Grenzrevision und der Bedingungen, auf die sich dieser Staat stützt.“

„Gazeta Polska“ erklärt, daß Polen wie bisher in Ruhe abwarte. Eine endgültige Befriedung der Verhältnisse in Europa werde nur mit Teilnahme Polens erfolgen können. Den Krieg wünschten lediglich Bolschwewisten, Tschechen und Juden. Große Bedeutung schreibt das Blatt der Rolle Mussolinis zu.

Der „Kurier Polski“ sieht zwei Aufgaben für München: erstens Beseitigung der unmittelbaren Kriegsgefahr, zweitens Vorbereitung der Atmosphäre für eine zukünftige intenationale Konferenz, die nicht nur die tschechische Frage endgültig zu regeln, sondern auch eine  neue politische Ordnung in Europa aufzubauen hätte.

Das Zögern der Tschecho=Slowakei mit einer Antwort auf die polnischen Vorschläge hat die Erbitterung in Warschau noch gesteigert. Die tschechische Taktik, den Partner hinzuhalten, bis sich seine Geduld zu erschöpfen droht, kann heute nicht mehr geduldet werden, erkärt der „Expreß Poranny“. Die tschechischen Provokationen haben die Polen auf beiden Seiten der Grenze mobilisiert zu hartem und unerbittlichen Widerstand. In einer ultimativen Sprache bemerkt das Militärblatt  „Polska Sbrojna“ Donnerstag früh: „von Prag erwarten wir in den nächsten Stunden, eine kurze und endgültige Antwort, daß das tschechische Militär den Bereich jenseits der Olsa verläßt. Es gibt nur eine Lösung: Die Tschechen hinter die Ostrawitza.“ MÜNCHNER NEUESTE NACHRICHTEN Nr.: 273

Übrigens bereiten sich auch Ungarn und Rumänien auf die zu erwartenden Zerstückelung der Tschechoslowakei vor und halten ihre Kuchengabeln schon bereit. Aber nur Polen geriert sich heutzutage derart unerträglich als Unschuldslämmchen und karikiert deutsche Politiker in SS-Uniform, mit Hakenkreuz und Reitpeitsche.

polnisch litauischer Konflikt 1938


Bis zum letzten Polen

Während der Kampf der polnischen Streitkräfte seinem Ende entgegen geht, 1939, sitzen die Armeen der Staaten, die das Beistandsversprechen abgaben, im Kriegsfalle Polen zu Hilfe zu eilen, in ihren Bunkern und warten darauf, daß die deutsche Wehrmacht mit Polen fertig wird. Erst dann, so lautet der geniale Plan, wollen sie die gesamten deutschen Truppen vor der Maginotlinie ausbluten. Alles andere wäre einfach nicht fair, den Deutschen gegenüber. Die Polen werden dafür Verständnis gehabt haben. Ganz sicher.


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