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Unsere Befreier in Sachsen – 1813

… daß, ungeachtet der deutschen Gesinnung der Bewohner des Landes, in ihren Beziehungen zu den Truppen der Verbündeten mancherlei Mißlichkeiten nicht ausbleiben konnten. Nicht wenig trug hiezu bei, daß die moskowitischen Gäste durch nähere Bekanntschaft nicht eben gewannen. Die Naturkindschaft der Kosaken, Baschkiren und Kalmüken offenbarte sich oft dergestalt, daß die guten Sachsen  darob sich entsetzten. Und mehr noch die schönen Sächsinnen, denn die Gefühle dieser Natursöhne äußerte sich keineswegs so zart und empfindsam in dem angeblichen Kosakenliede: „Schöne Minka, ich muß scheiden“ – welches dazumal in deutschen Landen überall gesungen und gedrehorgelt wurde. „Sah man – berichtet der dresdener Augenzeuge – wie die rohe Begierde, von keinem Anstandsgefühle gezügelt, selbst auf offener Straße ehrbare Frauen und Jungfrauen durch unzüchtige Ausbrüche empörte und dem Auge der kindlichen Unschuld Gefahr brachte, so mochte man es nicht für Übertreibung halten, wenn die Bewohner der umliegenden Dörfer erzählten, daß die jungen Bauernmädchen selbst in Schornsteinen Zuflucht suchten, um sich vor Vergewaltigung zu schützen. …

 

*Blücher seine Zeit und sein Leben. Zwölf Bücher in drei Bänden. Von Johannes Scherr. Dritter band. Buch IX – XII. Blücher (1813 – 1819.) Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. Wohlfeile Volksausgabe. Leipzig Verlag von Otto Wigand. 1865.

Boykottiert IKEA!

Gewerkschaftsführer wissen mehr. Zum Beispiel, dass es mehr als drei Schweden waren, die die Kaffee- und Lamadeckenfahrer der IG Bau an der Raststätte Teufelstalbrücke, mir nichts-Dir nichts, mit Gejohle und und unter dem Absingen von ABBA-Songs überfielen.

„Die Tat muss auch dem letzten Zweifelnden zeigen, mit welchen Methoden und mit welcher Gesinnung die NPD und ihre Helfershelfer unterwegs sind. Wir alle dürfen diese Gewalt nicht dulden. Es gibt keine Toleranz gegenüber den Intoleranten,“ erklärte Hron nach dem Besuch im Krankenhaus. Die Gewerkschaften erwarten nunmehr, dass die Schuldigen ausfindig gemacht und bestraft werden. An der Tat waren auch mehr als drei Schweden beteiligt. Da sollte man sich nichts vormachen. „Wir wissen auch, dass es auch in Sachsen weitere Angriffe und Leichtverletzte bei der An- und Abreise gegeben hat.“ Die Veranstalter erwarten konsequente Strafverfolgung durch die Behörden. „Die Opfer müssen jetzt die Solidarität von uns allen erfahren und sich darauf verlassen, dass sich entsprechende Vorfälle nicht wiederholen“, so Hron kurz nach dem Besuch in Jena.

Natürlich werden die Täter ausfindig gemacht werden, dazu bedarf es keines besonderen Aufrufes, als würden sich deutsche Polizisten oder Gerichte weigern, Gewalttäter aus dem rechtsextremen Spektrum dingfest zu machen oder zu verurteilen. Auch, wenn kein Tatverdacht besteht, sondern wenn Rechtsextreme nur so da sind, als Einwohner der Stadt, werden sie festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht, weil, sie hätten es ja sein können, wie der Fall des ermordeten Polizeichefs Mannichl zeigt, der nun als Leiche wieder fröhlich seinen Dienst versieht. Herr Hron muss also nicht so tun, als bedürfe es seiner Mahnung, um die deutsche Justiz anzuschubsen, der Gute.

Ob nun aufgerufen wird, nicht bei IKEA zu kaufen, um ein deutliches Zeichen gegen rechte Schweden zu setzen, das, so Gewerkschafter Hron, werde noch beraten werden. Auf jeden Fall erwarte man ein deutliches Entgegenkommen bei den nächsten Tarifverhandlungen. Bislang gibt es übrigens immer noch keine Solidaritätsbekundungen mit den von Linken angegriffenen Polizisten in Dresden. Weder von Rechts und schon gar nicht von Links. Linke Gewalt ist eben mitten in der Gesellschaft angekommen. Auch Dank solcher Gewerkschaftsfunktionäre.

Noch mehr Schweden


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