Posts Tagged 'Schlacht bei Tannenberg'

Noch mehr olle Kamellen

Die gute Nachricht kam am Sonnabend, dem 29. August, abends, überraschend bis zur Verwirrung, und in der gewohnten lakonischen Kürze: „Unsere Truppen in Preußen unter Führung des Generalobersten von Hindenburg haben die vom Narew vorgegangene russische Armee in der Stärke von fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen in dreitägiger Schlacht in der Gegend von Gilgenburg und Ortelsburg geschlagen und verfolgen sie jetzt über die Grenze.“

Aus diesem kurzen Telegramm konnte man natürlich die Größe des Sieges noch nicht ganz herauslesen, aber doch insofern, als man wußte, daß fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen eine Armee von 225 000 Mann mit 516 Geschützen darstellten. Wie der alte Hindenburg es fertigbrachte, diese Armee mit einer bedeutend schwächeren Armee zu schlagen, das ließ sich erst viel später erkennen. Er lockte die russische Armee, die zusammen mit einer weiter östlich in Ostpreußen eingefallenen sich der ganzen Provinz bemächtigten sollte, in die Sumpf – und Waldgebiete der masurischen Seen, wies ihre verzweifelten Angriffe in dem ihm bekannten Gelände gewandt ab und warf dann die Ermatteten in gewaltigem Offensivstoß in die Sümpfe, wo sie elend ums Leben kamen.

Man könnte den russischen Oberkommandierenden mit Varus und den Generalobersten Hindenburg mit Hermann dem Cherusker vergleichen, so sehr erinnert das verzweifelte Ringen der Russen auf dem historischen Boden an die römische Niederlage im Teutoburger Walde. Furchtbar waren die Verluste der Russen. Sie wuchsen mit jeder neuen Nachricht. Von drei Seiten eingekreist und an der offenen Seite die verhängnisvollen Sümpfe vor sich, streckten die Russen massenhaft die Waffen, so daß man bald 90 000 Gefangene gemacht hatte, und das, man vergesse das nicht, in offener Feldschlacht. So etwas ist unerhört!

Noch unerhörter, ja fast atemberaubend klang die weitere Nachricht, daß das gesamte Artilleriematerial der Russen vernichtet sei. Es waren, wie schon bemerkt, 516 Geschütze, denn jedes normale russische Armeekorps hat 96 Geschütze und die Kavalleriedivision 12. Der unglückliche „Varus“ hieß in diesem Falle Schilinski, und er war Militärgouverneur von Warschau.

So atmet denn alles auf über diese rettende Schlacht auf dem historischen Boden von Tannenberg, wo der Todeskampf des Deutschritter-Ordens gegen die Polen stattfand. Fürwahr, es sieht fast wie eine Sühneschlacht für diese Niederlage des damaligen Deutschtums aus, diese neue Schlacht bei Tannenberg, bei der das Deutschtum mit furchtbaren Hieben das übermächtige Slawentum in seine Grenzen zurückwies. Der Sieger Hindenburg wurde vom Kaiser hochgeehrt, aber eine hohe Ehre wird es auch für ihn sein, daß das deutsche Volk seinen Namen nie vergessen wird. … *Deutsche Illustrierte Kriegszeitung 6. September 1914*

Bild: Deutsche Ostpreussen flüchten 1914 vor den herannahenden russischen Befreiern. Hier herrschte eine absonderliche Angst vor dem Fremden vor, insbesondere vor dem fremden Kosaken, die Willkommenskultur der Menschen damals war sehr schwach entwickelt.

Hindenburg muß weg

„Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler – wer Hitler wählt, wählt Krieg“ auf diese griffige Kurzformel brachten es die Kommunisten, die den treuen und kühnen Kommunisten und Reichstagsabgeordneten Ernst Thälmann mittels dieses Wahlslogans zum Reichspräsidenten küren wollten, aus Dank für seine immer wieder erfolgten Versuche, die erste deutsche demokratische Republik in Anarchie und Chaos zu stürzen, nach dem Vorbild der russischen Revolution.

Thälmann, Sohn und Führer seiner Klasse, wie er auch liebevoll von DDR-Filmemachern genannt wurde, auch „Teddy“, wegen des hohen Kuschelfaktors, zeichnete sich dadurch aus, daß er ehrlicherweise unverhohlen im Reichtage davon sprach, dieses parlamentarische System mit Gewalt umstürzen zu wollen, etwas, woraus DIE LINKE gelernt hat, die zusammen mit der SPD vom demokratischen Sozialismus spricht, also einer Regierungsform, in der die Henker die Opfer mit über die Hinrichtungsart abstimmen lassen, so demokratisch wird es dann zugehen, weshalb der demokratische Sozialismus von CDU bis hin zu den Maoisten in Einmütigkeit angestrebt wird. Höhepunkt seiner parlamentarischen Arbeit war der Hamburger Aufstand, in dem Polizeiwachen angegriffen wurden und stolz können wir sagen, wir sind wieder so weit, damals wußten sich die Vertreter der Demokratie aber noch zu helfen, sie liessen das Gesindel totschiessen, heute rechtfertigen sie den Terror und nennen ihn Demonstration oder Protest, wird er doch ganz in ihrem Sinne ausgeführt.

Kurz, trotz der immerwährenden Warnungen und friedlichen Strassenschlachten zwischen Anhängern der SPD, der KPD und der NSDAP konnte sich das deutsche Volk letztendlich nicht auf Thälmann einigen, als Reichspräsident, etwas, was dem Sieger dieses Wahlkampfes heute immer noch vorgehalten wird, Hindenburg hätte Hitler verhindern müssen, so wie er den Einfall der ruhmreichen russischen Armee nach Deutschland verhindert hatte, das damals noch Ostpreußen hieß und kein Teil der Volksrepublik Polen war. Obwohl die ein Recht hatten, zu Brandschatzen und zu Plündern, weil Krieg keine Lösung ist, sagt Bischöfin Käßmann, schon gar keine Antwort. Wer aber so ungeplündert und unvergewaltigt im Schoße der Kirche lebt, der hat gut Ratschläge daherschwadronieren.

Jedes DDR-Kind kannte den „Teddy“. Schon früh im Kindergarten wurden Heldensagen über ihn gesungen, was für ein liebevoller Vater er war, was für ein kräftiger Säckeschlepper im Hafen und zahlreiche Anekdoten schmückten auch die Schulbücher, während seine Tochter herumreiste und zur Legendenbildung beitrug. Nur, daß ihn die Nazis am Leben liessen, in komfortabler Zelle, während seine Genossen massenweise dahingeschieden waren, unterm Fallbeil und im KZ, das warf einen trüben Schein auf seine Heldenglorie.

Hindenburg jedoch, Hindenburg, das war der Komische mit dem Bart und dem Bürstenschnitt. Berthold Brecht, der Parteidichter der Partei, die immer Recht hat, schrieb in seiner Kinderfibel unter H:

Hindenburg war ein schlechter General, sein Krieg nahm ein böses Ende,  die Deutschen sprachen: „Teufel noch mal, den machen wir zum Präsidente.“

So einfach kann Gehirnwäsche sein und daß die DDR-Erziehung tief in den Herzen der GRÜNEN in Magdeburg verankert ist, das zeigt der Streit um seine Ehrenbürgerschaft in Magdeburg, darf jemand Ehrenbürger sein, der nicht den Empfehlungen der KPD   folgte und dem die Weisheit der grünen Nachgeborenen fehlt? Keineswegs! Ein weiteres schönes Beispiel, wie durch sozialistische Erziehung Geschichte umgeschrieben wird.

“ Nicht mehr zu rechtfertigen „, nennen die Grünen die Aufrechterhaltung des 1914 verliehenen Ehrenbürgerrechtes an den damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. …  hat er sich in der Folge am deutschen Volk in vielfacher Hinsicht schuldig gemacht, indem er den Weg in die Hitlerdiktatur mit geebnet hat „, begründen die Grünen ihre Forderung nach Aberkennung. Neue Forschungen hätten erwiesen, dass Hindenburg “ keineswegs unter Druck gehandelt “ habe, als er Hitler 1933 zum Reichspräsidenten ernannte, sondern dies “ aus voller Überzeugung “ getan habe.

Ob Paul Hindenburg mit dieser Anfeindung durch GRÜNE wird weiterleben können,  wir werden es abwarten.

Schlacht bei Tannenberg

Ein weiteres unverzeihliches Kriegsverbrechen Deutschlands im Ersten Weltkrieg, der Schutz der deutschen Zivilbevölkerung vor fremden Armeen. Der General berichtet höchstselbst.


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