Posts Tagged 'Stephan Kramer'

Kramer hat einen lichten Moment

Stephan Kramer, Jude durch Beitritt, nicht durch Gene, hat einen lichten Moment. Er verweist auf die jüdische Lerntradition, die offenbar bei einer großen Bevölkerungsgruppe nicht vorhanden ist, die das deutsche Volk aber wie in einer Einrichtung der Lebenshilfe e. V.  alimentieren soll, die sich durch Geburt weiter vermehrt und auch durch Familiennachzug. Na gut, dann sind es eben nicht die Gene, dann ist es die Tradition, ein faules Stück zu bleiben und zu warten, bis die Deutschen den Teller mit dem süßen Brei bringen. Das macht das Ganze auch nicht besser oder? Außer, daß wir völlig bescheuerte Politiker haben, die Faulenzerei begrüßen und sie in Deutschland willkommen heißen. Aber vielleicht sind die auch alle der Lebenshilfe e. V. entsprungen?

Tradition der Faulheit

Knochen vom Tellerrand

Noch Fragen Kienzle?

An einem muslimischen Festtag sollen alle Schüler frei bekommen, fordert die Türkische Gemeinde. Gegen diesen Vorschlag regt sich zu Recht Widerstand. Denn auf diese Weise würde klammheimlich ein muslimischer Feiertag eingerichtet. Der Islam aber ist noch weit entfernt von einer solchen gesellschaftlichen Bedeutung.

Und was ist mit den Buddisten, Evangelisten der letzten Tage oder Anhängern des Spaghettimonster?

Der Zentralrat der Juden fordert schulfrei für alle Kinder in Deutschland auch an einem jüdischen Feiertag. … Gleichzeitig sprach sich Kramer auch für einen islamischen Feiertag aus. Das zeige Respekt und Toleranz der Gesellschaft gegenüber einer anderen Religion.

Und was ist mit den Buddisten, Evangelisten der letzten Tage oder Anhängern des Spaghettimonster? Sollen wir die völlig unrepektiert lassen? Und die Hindus, die Anhänger Vitzliputzlis oder die Leute, die in Afrika Albinos aufessen, verdienen die keine Toleranz?

Her mit den Knochen!

Sarrazin ist nicht Hitler!

Aber Holger Apfel!

Tiefe Enttäuschung beim Vergabekommitee des GOLDENEN HITLER löste Stephan Kramer aus, als er im TAGESSPIEGEL bekannte, die Forderung an arabisch-türkische Eingewanderte nach Deutschland,  ihre Existenz durch Arbeit zu bestreiten und sich zu integrieren, wäre nun doch nicht ganz dasselbe, wie die Ideologie Julius Streichers, die hitlerschen Rassengesetze, die Trennung in Reichs- und Staatsürger, das Verbot, bestimmte Arbeiten zu verrichten oder Berufe auszuüben, schließlich die Deportation und Vergasung  von Millionen jüdischer Menschen, sondern nur so ähnlich, nämlich wie die Gedanken der neuen NAZIS. Gedanken lesen kann er nämlich, der Stephan.

Ich wollte Sarrazin nicht unterstellen, wie Hitler und Goebbels zu sein – das ist überzogen –, wohl aber, die Sprache und Gedanken der heutigen Neonazis zu verwenden“, schreibt Kramer in einem Beitrag für den Tagesspiegel.

War das nicht eine grandiose Entschuldigung? Haben wir nun nicht alle herzlich gelacht? Und, was ist daran nun besser? Was ist an diesem Vergleich besser als am vorigen? Oder an diesem:

Fünfmillionenzweihunderttausend Türken leben in Europa, das durch große Grausamkeiten diesen Kontinent judenfrei zu bekommen versuchte. Sie wurden die neuen Juden Europas. Obwohl unsere Menschen, die seit 47 Jahren in Mittel- und Westeuropa beheimatet sind, 125.000 Unternehmer mit einem Gesamtumsatz von 45 Milliarden Euro hervorgebracht haben, werden sie – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlichen Erscheinungsformen – wie die Juden diskriminiert und ausgeschlossen.

Apfelprost, „wie die Juden diskriminiert“, und weil mich die Verlogenheit dieser Leute unaussprechlich ankotzt und ihres willigen Helfers:

Gleich nach der Machtübernahme durch den Reichskanzler Adolf Hitler wurden zum Beispiel in Berlin alle Rechtsanwaltskanzleien geschlossen, die von Juden betrieben wurden, die hatten sich dann vor sogenannten Ehrenkommissionen zu rechtfertigen, ob sie ihre Kanzleien auch immer ordentlich und nicht zum Schaden der Gerechtigkeit betrieben. Nur ganz wenige wurden noch eine Zeit lang zugelassen. Logisch, waren sie doch Konkurrenten für die arischen Rechtsverdreher.

Wo werden Türken in Deutschland heute ähnlich diskriminiert?

Deutsche wurden ab sofort nach der Reinheit ihres Blutes unterschieden und in Ganz-, Halb-, Viertel- oder Achteljuden. Je nach Anteil durften sie noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Juden wurden aus ihren Berufen herausgedrängt. Professor Mamlock dürfte dem Generalsekretär des ZDJ kein Begriff sein.

Wo werden Türken in Deutschland heute ähnlich diskriminiert?

Ariern war es ab sofort verboten, Juden zu heiraten. Ehepaare wurden gedrängt, sich scheiden zu lassen. Es wurde der Begriff Rassenschande geprägt. Leute wurden durch die Orte geführt, mit Schildern um den Hals. „Ich bin im Ort das größte Schwein, ich laß mich nur mit Juden ein.“

Wo werden Türken in Deutschland heute ähnlich diskriminiert?

Juden wurden gezwungen, ein Abzeichen zu tragen, daß sie als Juden auswies. Keiner zwingt heute Türken dazu, ihre Mädchen zu bekopftuchen, die tun das freiwillig.

Wo werden Türken in Deutschland heute ähnlich diskriminiert?

Schlägertrupps standen vor den jüdischen Geschäften, so, wie wir das heute von den Anti-Thor-Steinar-Aktionen kennen, die die Kunden höflich aber bestimmt baten, sich das ganze doch noch einmal zu überlegen und ob sie wirklich in jüdischen Geschäften einkaufen wollen.

Wo werden Türken in Deutschland heute ähnlich diskriminiert?

Das ist nur ein kleiner Auszug der tatsächlichen Diskriminierung, die Juden tatsächlich erfahren haben. Sollte das ein Generalsekretär des ZDJ nicht wissen?

Wer spricht da oben? Einer, der den Holocaust relativiert? Einer, mit der Sprache und den Gedanken der heutigen Neonazis? Mitnichten! Ein Freund des jüdischen Volkes, bestätigt Herr Kramer! Einer, der die Herausdrängung  mehrerer Millionen Menschen aus dem öffentlichen Leben verniedlicht und ihre Einstufung als Halbstaatsbürger und von dem Herr Kramer sagt:

Faruk Sen ist seit Jahrzehnten ein Freund der jüdischen Gemeinschaft nicht nur in Deutschland. Faruk Sen ist weder ein Holocaustrelativierer noch ein Antisemit.

Was war dann Hitler? Ein Förderer und Gönner? Scheint fast so.

Falsche Gedanken bringen Dich um Dein Glück

Ehrung für Stephan Kramer

Goldener Hitler

Kaum jemand kennt sie noch, die engsten Kollegen des großen Volksschauspielers Adolf Hitler, die im Schatten seiner Größe zu Unrecht ein kümmerliches Leben ohne Auftritte führen. Während der Darsteller des Charly Chaplin im „Großen Diktator“ die Mattscheiben bundesrepublikanischer Fernseher bevölkert und auf den Titelblättern der Illustrierten für Verkaufserfolge sorgt, erinnert sich niemand mehr an Hitlers Duo, seine engsten Weggefährten, die treu zu ihm hielten und auch das Drehpausenbrot mit ihm teilten.

Nun lüftet ein Mann den Mantel des Vergessens, der sich auch unablässig bemüht, das Andenken des Mimen zu bewahren, der so überzeugend den  Bruno Glanz im „Untergang“ spielte, daß selbst Traudel Junge überzeugt davon war, Glanz ist nicht tot, er lebt weiter in uns und unseren Taten, und in den Werken von Guido Knoop.

Dank gebührt nun Stephan Kramer, der verspätet aber nicht zu spät auf die Rolle von Göring und Goebbels hinweist, die sich im Geiste von Herrn Sarrazin schon früh um die Versorgung des deutschen Volkes mit Butter, Kanonen und guter Propaganda verdient machten. Listig ließ er in die Debatte um den ehemaligen Schuldenverwalter Berlins die Sätze einfließen:

„das ist perfide, das ist infam, das ist volksverhetzend“. „Ich habe den Eindruck, dass Herr Sarrazin mit seinen Äußerungen, mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler wirklich eine große Ehre macht“,

Wie zum Beispiel dem Gedankengut, das  im Film „Der ewige Jude“, einem Auftragswerk des kleinen aber erfolgreichen Komparsen Goebbels, dargestellt wird, dem nun ja Herr Sarrazin mit seiner Kritik an den Freunden des jüdischen Volkes Ehre machte. Und für diesen Vergleich da hat sich Herr Kramer diese Auszeichnung unredlich verdient.

Goebbelsches Gedankengut

Dieser Film ist nur zur Veranschaulichung gedacht, was im Kopfe eines Stephan Kramer so vorgeht, keinesfalls stimmt der Autor mit dem Filminhalt überein. So etwas muß man heute dazuschreiben, sonst glaubt es keiner, während, wenn ein Herr Kramer erklärt, ein Herr Sarrazin liege auf derselben Wellenlänge wie Goebbels, Göring oder Hitler, dann kommt nicht der Irrenarzt oder der Staatsanwalt, sondern die breite Zustimmung der intellektuellen Massen.

Arbeit beleidigt den Zentralrat

Stephan Kramer ist wieder da und das Universum verfällt in ehrfürchtiges Schweigen. Vergessen ist das Sonnenmädchen Anne Frank, dessen Platz Kramer seit längerem eingenommen hat, um, statt in seinem Tagebuch zu philosophieren, uns täglichst aufs neue mit moralischen Empörungen zuzutexten, bis auch der letzte Deutsche aus Verzweiflung Jude geworden ist, wie Kramer selbst und sich damit Holocaustopfer und moralische Instanz nennen kann.

Zweimal hatte Harald Schmidt den Begriff Arbeit in seiner letzten Sendung verwendet, als gesprochenes und geschriebenes Wort aber einmal war schon zu viel! Was werden die toten und ermordeten Juden sagen, wenn sie das Wort Arbeit hören? Was wird Anne Frank sagen? Was werden die toten und ermordeten Juden sagen, deren Wege wir mit Gold pflastern, damit wir drüber stolpern?

Wir wissen es nicht aber Stephan Kramer weiß es. Empört werden sie sein! Weinen werden sie. Ja, Anne Frank wird ganz, ganz traurig sein, wenn wir nicht die Worte Arbeit und Frei ganz schnell aus unserem Sprachschatz streichen. Und das dürfte kein Problem sein, denn wenn ein guter Mensch, wie Kramer, weint, dann liegt uns nichts mehr daran, als seine Tränchen zu trocknen und Besserung zu geloben. Bis zum nächsten Male, wo der Mann auftritt und vorgibt, für die ermordeten Juden zu sprechen. Und das kommt mit Sicherheit.

Freiheit und Arbeit müssen verschwinden

Wird Harald Schmidt nun auf Verlangen Stephan Kramers inquisitioniert, des neuen Torquemada, der mit dem Holocausthammer lauert,  um uns 64 Jahre nach demselben weiter auf den Senkel zu gehen oder darf er weiter den Hofnarren geben in den Nachfolgeanstalten des Reichssenders Paul Nibkow?

Nadja ist stinksauer

Hitler hatte ungeschützten Sex und ihr, der schnuckeligen Nadja Benaissa, Mitglied der Colored People, die doch nur dem großen Volksschauspieler nacheiferte, wird nun ein Strick daraus gedreht. Dabei hätte sie die tödliche Krankheit, die nach unbestätigten Zählungen bereits 28 Millionen Menschen ereilt hat, gerne noch etwas mehr verbreitet, aber nein, die bösen Schweinejournalisten haben gleich gerufen, „Nadja hat ja AIDS! Nadja hat ja AIDS!“ Da hört sich doch alles auf!

„Das war nicht in Ordnung, was da passiert ist. So ein Zwangsouting ist eine Sache, die nicht passieren dürfte. Es gab viele Formen von Tiefschlägen und Diskriminierungen, fast schon ein bisschen mittelalterlich“, sagte die 27-Jährige in einem Gespräch in Berlin. Benaissa sagte, ihr gehe es heute „viel besser“. „Das Ganze hat mich sehr mitgenommen und ausgezehrt. Ich bin froh, dass die Arbeit weitergeht, dass es eine Perspektive gibt und hoffe, dass sich die Dinge bald klären werden.“

Das ist ein Herzchen, was? Hauptsache es geht um sie. Kein Wort über die, die sie mit der Seuche beehrt hat, warum denn auch! Die hätten doch nur nach den Worten des Moralposteljuden Stephan Kramer

sich und andere durch ein eigenes verantwortungsvolles Handeln vor Aids weitestgehend schützen könne(n), aber die Opfer der Nazi-Mordfabriken und der Verfolgung (hatten) diese Möglichkeit nicht…

Womit er natürlich, wie immer, Humbug erzählt. Die wunderbare, weitherzige Nadja Benaissa hat sich ja auch nicht bei ihren Geschlechtspartnern vorgestellt, ich bin die Nadja, habe AIDS und würde die Krankheit gerne weitergeben. Auch Hitler hatte keine griffigen Wahlplakate wie, „wir bringen die Juden um!“ Weshalb ihn sicher einige zehntausende gewählt haben werden, die „Arbeit und Brot“ als Aussage so gut fanden, wie „wir haben die Kraft„. Hinterher ist man immer schlauer. Wenn es in den Abgrund geht. Und der Vergleich mit dem Holocaust ist natürlich eine Sauerei! Wo bliebe denn das einzigartige Erpressungsinstrument gegenüber Deutschland, wenn jetzt jeder holocaustisiert wird! Außer den Palästinensern. Da weiß der Herr  Kramer schon die Pfründe zu verteidigen!

„Bei allem Verständnis für den Schmerz des polnischen Volkes und die schlimme Erinnerung an das Schicksal der ermordeten Offiziere von Katyn“ sei dieser Vergleich „unangemessen und unangebracht“, sagte Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, der „Frankfurter Rundschau“. Es nutze niemandem, wenn Opfer miteinander verglichen oder sogar in Konkurrenz zueinander gebracht würden, sagte Kramer. „Der Versuch von Herrn Kaczynski, Hitler und Stalin in einem Atemzug zu nennen, kann nicht gelingen. Wer es dennoch unternimmt, zwei so schlimme, aber unterschiedliche Verbrecher miteinander zu vergleichen, wird weder dem Schicksal der Polen gerecht noch der Unvergleichlichkeit und Einmaligkeit des Holocaust.“

So war Hitler grob gesagt Deutscher, Stalin aber Georgier. Der Erstere brachte massenhaft Leute um, der Zweite trieb es noch ein wenig toller. Und Kulaken, Trotzkisten oder irgendeine willkürliche Gruppe, die dem Vernichtungswahn Stalins zum Opfer fielen, sind natürlich in erster Linie keine Juden, weshalb Stalins Morde irgendwie putziger sind. In den Augen Kramers.

Solche Vergleiche darf aber auch nur anstellen, wer Freund des jüdischen Volkes ist.  Wie Faruk Sen zum Beispiel:

Fünfmillionenzweihunderttausend Türken leben in Europa, das durch große Grausamkeiten diesen Kontinent judenfrei zu bekommen versuchte. Sie wurden die neuen Juden Europas.

Was Stephan Kramer keinesfalls in Empörungsschreie und verzweifeltes Tränenvergiessen ausbrechen ließ, denn wer Freund des jüdischen Volkes ist, darf kühn behaupten, Türken, die von deutschen Sozialleistungen lebten, die ihre Verwandten nach Deutschland nachschleppen, sich der Integration verweigern und unverschämte Korrekturen in deutschen Schulbüchern fordern, und falls nicht, ist der innere Frieden Deutschlands gefährdet, würden demnächst nach Auschwitz oder in die Wälder zur Massenerschießung getrieben.

Faruk Sen ist seit Jahrzehnten ein Freund der jüdischen Gemeinschaft nicht nur in Deutschland. Faruk Sen ist weder ein Holocaustrelativierer noch ein Antisemit.

Regenbogen e. V. schon, denn es kommt immer darauf an, wer die Freundschaft Stephan Kramers genießt. Und dieser Verein, der sich der AIDS-Bekämpfung verschrieben hat, gehört definitiv nicht dazu. Womit ich wieder bei der schönen AIDS-Überträgerin Nadja Benaissa wäre, die mit Stephan Kramer wirklich ein Pärchen im Geiste bildet. Vielleicht sollten sie sich auch so zusammentun? Womit allen geholfen wäre. In Zukunft.

Weicheier!

Streichholz und Benzinkanister

Frauen und Kinder zuerstEs ist immer wieder interessant zu lesen, wie Menschen, die vor Lebensgefahr nach Deutschland fliehen, hier sehr schnell vergessen, dass sie hierher vor dem vermeintlichen Tode geflohen sind. Da reicht es nicht mehr, am Leben zu bleiben, behaust und beköstigt zu werden, nein, es muss schon komfortabel sein. Ansonsten fühlt man sich in Angst und bedroht und jammert und schimpft und wenn sich jemand in den Finger schneidet oder beim Grillen verbrennt, dann waren es  mindestens die Nazis, denn wenn hier jemand Brand- oder Schnittwunden bekommt, dann waren es immer Nazis, die dafür als Verursacher feststehen. So wie es die Nazis waren, die in Sebnitz einen Apothekersohn ersäuften, in Mittweida einer Jean de Arc ein Hakenkreuz in die Hüfte schnitzten, in Ludwigshafen unsachgemässen Stromklau betrieben, was zu einem Brand(siehste wohl) führte oder in Mügeln einen Haufen Inder 50 m kreuz und quer durch den Ort lynchten, um sich dann von einer gläsernen Pizzeriatür aufhalten zu lassen. Nazis machen sich immer gut und das hat sich auch bis in den hintersten Winkel der Welt herumgesprochen. Immerhin schreibt die Zeitung noch, die Ursache der Verletzungen eines Irakers seien noch ungeklärt, und das ist es doch,  was uns eigentlich betroffen und ein Stückchen weit traurig machen sollte, denn wenn ein Herbeigereister mit Hintergrund sagt, ein Deutscher habe ihm etwas angetan, der zudem noch naturgemäss Nazi ist, es sei denn, er fristet sein Leben damit, Opfer zu beraten, dann sollte gefälligst die Schlagzeile lauten,

„Deutsche verbrennen Ausländer!“

Am betroffensten sollte uns aber machen, dass sich bisher weder Charlotte Knobloch, noch Stephan Kramer oder Sebastian Edathy, der fürs indische Volk auf die Menschenrechtssituation in Deutschland achtet,  zum Brandanschlag auf den Iraker in Möhlau geäussert haben. Keine Zeit, gleichgültig geworden oder einfach nur müde, das Deutsche Volk andauernd mit der Schnauze in den Kothaufen von Auschwitz stupsen zu müssen? Ich weiss es nicht und ich kann nur hoffen, diese unentwegten Gewissen des Deutschen Volkes sind nur wegen der Ferien so still und stumm und nicht wegen der 80jährigen Rechtsextremistin, die mit privaten Pogromen drohte, sollte die unübertroffene Frau Knobloch weiterhin ihr Recht ausüben, uns andauernd darauf hinzuweisen, dass unter der biederen Demokratenmaske der Folternazi lauert. Vor allem der Satz der 80 jährigen, „Sie müssen nicht in Deutschland leben – in diesem bösen Land, wo, wie Sie sagen, sechs Millionen der Ihren vergast wurden,“ brachte Frau Knobloch in Rage, denn natürlich muss sie. Im Land der Richter und Henker leben und es die Enkel der Richter und Henker jeden Tag wissen lassen, dass sie wie die Richter und Henker selbst sind. Das ist normal.

Normal ist auch, dass Asylbewerber in einem Land leben müssen, in dem sie jeden Tag verbrannt werden und uns das auch wissen lassen, anstatt einfach dahin zu gehen, wo sie hergekommen sind und es anscheinend weniger gefährlich war als hier. Das wurde nun vor Gericht festgestellt, dass das eine Beleidigung und ein Angriff auf die persönliche Ehre ist, zu sagen, geht doch dahin, wo der Pfeffer wächst und wenigstens das ist ein Trost.

Kein Trost ist, dass trotz Bemühungen der  Politik, Killerspiele und Küchenmesser zu verbieten, immer noch Pistolen in Gerichtsgebäuden getragen werden dürfen und Messer zur Grundausstattung von Besuchern gehören. Im Dresdner Landgericht hatte ein arbeitsloser Alex aus Perm eine Frau niedergestochen und getötet, von der sich die Presse nicht sicher ist, ist sie die Islamistin und Terroristin, als die sie der Täter benannte oder nur die Zeugin, die bezeugen wollte oder bezeugt hatte, dass der Alex eine Frau als Islamistin und Terroristin beschimpft hatte. Klar ist jedenfalls, Islamist und Terrorist sind Schimpfwörter und können als Beleidigungen vor deutschen Gerichten zur Anzeige gebracht werden. Die Al Kaida hat jedenfalls schon angekündigt, Beleidigungsklagen vor deutschen Richtern bis zum Siege durchzukämpfen. Während die Presse bei Alex schreibt, er stamme aus Rußland, kommt die erstochene Frau irgendwo aus dem arabischen Raum, genauer Ägypten, wo, man liest es öfters, auch die legendären Südländer hausen müssen und das Schweinegrippevirus. Was im Herbst über uns herfallen wird, weiss das Robert-Koch-Institut.

Als Konsequenz aus der Bluttat wurde  die für Nachmittag geplante Eröffnung der Wanderausstellung «Im Namen des Volkes? – Über die Justiz im Staat der SED» im Foyer des Gerichtssaals abgesetzt. Und die passt doch wie die Faust aufs Auge.

Reden und nix sagen


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