Posts Tagged 'Tagesspiegel'

Es war ein Jux!

Wann schreibt man etwas in Gänsefüßchen, liebe TAGESSPIEGLER? Richtig, um klar zu machen, daß etwas gar nicht so ist, wonach es aussieht. So sind Brandsätze, geworfen auf Menschen, denen der Stempel Rechts aufgedrückt wurde, „linker Terror“,  also im Grunde genommen gar keiner, sondern nur eines von vielen Dialogangeboten, um einfach mal darüber zu quatschen, wie man sich die Welt so vorstellt, wie sie zu sein hat.

Und klar, Brandsätze, die keinen Schaden anrichten, weil sie von der Fassade einer Wand abprallen, was für Bedrohung soll schon von denen ausgehen? Gut, Feuer tut weh, das sollte auch der Autor  Jörn Hasselmann wissen, nehme ich mal an, aber kann man da von linkem Terror sprechen, ruhigen Gewissens, wo doch gar nichts passiert ist?

Ja, schön, etliche „Menschen“ wurden beim Versuch verletzt, die mutigen Kämpfer gegen die erstarkte DVU aufzuhalten, die nach den Bundestagswahlen kurz davor ist, die Regierung zu bilden,  und ich bin mir sicher, es ist nur einem Zufall geschuldet, daß der TAGESSPIEGEL die nicht auch in Anführungsstrichen genannt hat, die verletzten Menschen, wo Faschismus doch keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen. Und Faschist ist nun einmal, von dem der Antifaschist sagt, der ist es. Ein Rechter, ein Nazi, einer, der nicht unserer Meinung ist. Und Terror ist, von dem der Journalist sagt, daß er es sei. Alles andere ist doch eigentlich nur ein großer Jux. Oder?

Verbrennt die Feinde des Sozialismus!

Christen peitschen Frauen aus

Die tränenreiche Verleumdung des Islam hat jetzt auch den TAGESSPIEGEL erreicht und ich bin entsetzt. Der Sudan, in dem die Sharia praktiziert wird, die strenge aber gerechte Gerichtsbarkeit, die sich am Koran orientiert, will Frauen in Hosen auspeitschen lassen. Anlass für den TAGESSPIEGEL, islamophob über die ganze Angelegenheit zu berichten. Angsthasen! Dabei wissen diese Frauen doch, dass sie das nicht sollen! Hosen tragen. So, wie unsere Frauen wissen, Kosmetik und Unterwäsche zu klauen ist eine Straftat und muss geahndet werden. Recht muss nun einmal Recht bleiben. Und die Scharia ist gerecht, kommt sie doch von Allah. Hat denn niemand aus der Bluttat im Dresdner Landgericht gelernt? Muss erst wieder ein Deutschrusse eine Ägypterin islamophob, und mit dem TAGESSPIEGEL in der Tasche, abschlachten? Muss es soweit kommen? Aber hier geht es um eine Journalistin und da muss dann auch ein Artikel her und das Recht verteidigt werden, Hosen zu tragen, ohne 40 Peitschenhiebe auf den Hintern zu bekommen. Ja, frage ich da, und wenn nächstens eine Journalistin beim Klauen erwischt wird, prangert ihr das auch an, dass die ein Ordnungsgeld dafür zahlt? Das Blut von Marwa S., der WEISSEN ROSE von Dresden, ist noch nicht einmal wieder aufgefrischt, vorm Kamin der Familie Otis, da hetzt der TAGESSPIEGEL zu neuen Bluttaten.

Zum Glück gibt es Kommentatoren, die durchschauen den islamfeindlichen TAGESSPIEGEL-Artikel. Zum Glück. Wie Carolina. Und alle, alle von Christen und Juden gepeitschten Frauen werden es ihr danken.

Trotzdem möchte ich den Islam-Kritikern widersprechen. Man sollte nicht den Glauben, die Religion verantwortlich machen, nur weil sie von fanatisierten Ideologen missbraucht wird. Der Islam ist nicht besser und nicht schlechter als die beiden anderen Abrahamitischen Religionen Judentum und Christentum. Es gibt im orthodoxen Judentum ebenfalls Bekleidungsregeln, die wir modernen Mitteleuropäer als höchst merkwürdig bezeichnen würden, und in fundamentalistischen christlichen Sekten möchte man die Evolutionstheorie im Schulunterricht durch die Schöpfungslehre ersetzen. Der Islam ist die jüngste dieser 3 Religionen und hat seine Zeit der „Aufklärung“ (hoffentlich) noch vor sich. Solange es dem „christlichen Abendland“ nicht gelingt, den islamischen Völkern unsere Werte-Ordnung (Gleichberechtigung der Frau, säkularer Staat, etc) als etwas Positives, Erstrebenswertes zu vermitteln, wird der islamische Fundamentalismus immer mehr Anhänger finden. Es geht vielen Muslimen um die Bewahrung und Verteidigung der eigenen Identität, für die bei muslimischen Völkern die Religion eine zentrale Rolle spielt.  Ich stelle mir bei solchen Berichten wie diesem hier immer wieder die Frage, ob es nicht eine internationale Frauenrechts-Bewegung gibt, die solchen mutigen Frauen hilft, und die man/frau unterstützen könnte.

Ja, und wer hört sie nicht, die gellenden Schreie von Frauen in westlichen Großstädten, die vor Gericht stehen, weil sie Kleidung tragen, die in unserer Kultur verpönt ist. Wie zum Beispiel Kopftuch, als Zeichen der Religionszugehörigkeit, als Staatsbedienstete zu tragen. Und die daraufhin zu vierzig Peitschenhieben verurteilt werden, zum Gaudi der Menge. Wer hört sie nicht?

Denn nichts ist dringlicher, Auspeitschungen mit dem Einhalten merkwürdiger Bekleidungsregeln zu vergleichen und dem böse Gucken, zum Beispiel beim Auftauchen einer Frau, die meint, Hygiene? Was kann hygienischer sein als ein Kopftuch oder voll bekleidet in das Schwimmbecken einer öffentlichen Badeanstalt zu springen. In Europa. Danke TAGESSPIEGEL, Danke Carolina. Wenn die losen Frauen im Sudan ihre gerechte Strafe erhalten haben, werden sie mit Schaudern daran denken, was Frauen in Deutschland passiert, wenn sie Kopftuch tragen und sie werden froh sein, so leicht davongekommen zu sein.

Böses Mädchen

Monstersichtung

Eine Frau Angela Elis wundert sich im Tagesspiegel über Egon Krenz. Na, eher wundert sie sich nicht, sondern sie spricht von ihm als einem Monster. Ja, das hätte die Dame wohl gerne. Aus Leuten, die ihre Überzeugung leben, Monster machen und dabei gar nicht merken, wie ihr selbst Fell, Hauer und lange Klauen wachsen.

Egon Krenz, meine Liebe, ist kein Monster. Egon Krenz ist jemand, der der Meinung war, der Zweck heiligt die Mittel. Zum Beispiel der Zweck, den Sozialismus auf deutschem Boden zu bewahren und zu stärken. Dafür durften dann auch schon mal Leute beim Verlassen der Arbeiter- und Bauernrepublik erschossen werden, denn sie hätten im Westen ja schlecht über die DDR gesprochen und das können Sozialisten nicht leiden, dass anders über sie gesprochen wird, als sie es selbst verkünden.

So auch in Dresden, um beim jüngsten Beispiel zu bleiben, auch wenn das schon zum Halse raushängen sollte. Eine Gruppe von Menschen führt eine genehmigte Demonstration durch und nimmt also das vom Staat garantierte Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit wahr. Und eine andere Gruppe von Monstern, ähm, Menschen, unter denen sich gewiss die Tagesspiegelstammleserschaft befindet, versucht das zu verhindern. Mit Gewalt. Denn auch denen heiligt der Zweck die Pflastersteine, die sie auf die Polizisten werfen. Kein normaler, gesitteter Mensch wirft mit Pflastersteinen auf andere Menschen, weil er weiss, die können den anderen Menschen töten. Steine auf Menschen zu werfen, ist das nicht monströs? Dennoch wird auch vom Tagesspiegel fein und wohlwollend dazu geschwiegen. Denn man hat ja eine Leserschaft, die man behalten will.

Immer wieder aktuell auch die Gruppe der EU-Monster, ähm, Menschen, die fern jeglicher demokratischer Legitimierung über das Schicksal der Bürger der Europäischen Union entscheiden und in jedes Fitzelchen des Lebens hineinreglementieren. Tun sie das aus Bosheit, angetrieben von dämonischen Kräften, Frau Elis? Nein, sie tun das, weil sie der festen Überzeugung sind, es ist das Beste für UNSERE MENSCHEN, sie zu gängeln und zu reglementieren und wenn nötig, auch ins Gefängnis zu werfen.

Und auch die grossmächtige Kanzlerin der Deutschen, die es Dank ihrer weisen und vorausschauenden Klimapolitik geschafft hat, Deutschland fast zu entindustrialisieren, sie ist beileibe kein Monster, Frau Elis. Nein, sie hat nur im Schulunterricht geschlafen, als die Erdzeitalter gelehrt wurden und die daranhängenden Klimaveränderungen. Vielleicht hat sie auch Liebesbriefe geschrieben oder über dem nächsten Wandzeitungsartikel  für die FDJ gebrütet, jedenfalls ist sie der festen Überzeugung, eine Erwärmung des Klimas in Europa sei das Schlimmste, was uns zustossen könnte und so sorgt sie seitdem mit allerlei ökologischem Humbug und ökonomischen Zwangsmassnahmen dafür, dass deutsche Produkte immer weniger verkaufbar werden, weil sie künstlich verteuert worden sind. Kein Monster, Frau Elis.

Aber natürlich ist es einfacher, Jemanden als Monster hinzustellen, als sich damit auseinanderzusetzen, warum der Mensch zum Monster wird und glaubt, seine Scheusslichkeiten sind gerechtfertigt. Denn schliesslich lauert ein Monster in Jedem von uns und wartet nur auf die gute Begründung, die Oberhand zu übernehmen, über den Dr. Jekyll.

Noch mehr Monsterjäger:


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