Posts Tagged 'Toleranz'

Tolleranz und andere Tollheiten

Weiterlesen ‚Tolleranz und andere Tollheiten‘

Dunkelziffer steigt rasant

Der Verein Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt der Regionalen Arbeitsstellen Sachsen (RAA) ist schwer im Stress. Schon 173 Opfer rechtsextremer Gewalt mussten in der ersten Jahreshälfte 2009 in Sachsen betreut werden, so viele, dass die Opfer linksextremer Gewalt immer wieder blutend und weinend von der Schwelle der Opferberater weggeschickt werden mussten, mit dem Hinweis, hier würde ausschliesslich Opfern rechtsextremistisch motivierter Gewalt geholfen, Opfer linksextremistischer Gewalt sollten vielmehr in sich gehen und einmal ganz in Ruhe darüber nachdenken, was sie falsch gemacht hätten, um Ziel durchaus berechtigter Kritik von Seiten linken Lebens zu werden. Und ausserdem sei da ja immer noch der weisse Ring.

Gerade weil die Zahl der Übergriffe, die dem Rechtsextremismus zugeschrieben werden, im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen, sei es nötig, dass Bund, Länder und Kommunen weiterhin das Geldsäckel aufhielten, um Projekte und Initiativen wie, „Zunge raus – gegen Rechts“, „Essen –  gegen Rechts“, „Verprügeln wir ein paar rechte Politiker –  gegen Rechts“, „Bundeswehrfahrzeuge anzünden – gegen Rechts“ oder den Verein Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt der Regionalen Arbeitsstellen Sachsen weiterhin zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang verlangte Grit Armonies, Projektkoordinatorin der RAA-Opferberatungsstellen,  „ein gesamtgesellschaftliches Engagement gegen rechtsextreme Einstellungen, für Toleranz und Zivilcourage.“

Ihre Opferberater wären bereit, so man das wünsche, mit Fragebogen von Haushalt zu Haushalt zu gehen, um präventiv die politischen Einstellungen der Sachsen zu überprüfen und ihnen, gegebenenfalls, Empfehlungen auszustellen für Lageraufenthalte , in denen sie zur Toleranz gegenüber linker Gewalt und Zivilcourage bei der Denunziation politisch Unerwünschter erzogen würden. Hauptsache aber wäre, dass weiterhin genügend Geld in die Vereinskasse fliesst und das Ziel ist bei abnehmenden rechtsextremistischen Gewalttaten gefährdet, zum Glück würde es aber die Dunkelziffer geben, von denen Grit Armonies eines weiss, sie ist erschreckend hoch. So, wie sie auch schon 2008 und 2007 erschreckend hoch war. Und gerade das sollte uns erschaudern lassen.

Bedroht von Dunkelziffern – Sachsen

Leben vom schlechten Gewissen

Eigentlich will der Schwarze, dass man seine Hautfarbe übersieht, wenn er durch die Gegend tourt und Weisse auffordert, ihn zu tolerieren. Und natürlich sollen die auch seine Hautfarbe übersehen, als wären sie mit Farbenblindheit geschlagen. So, als wäre es höflich so zu tun, als ob ein Rollstuhlfahrer kein Rollstuhlfahrer wäre,  ein bildschönes Mädchen vielleicht ein Baum oder das Burka maskierte Wesen, von dem man nicht weiss, wer unter dem Gespensteroutfit steckt, kein Terrorist, wie die tschetschenischen Schwarzen Witwen, oder  ein entflohener Bankräuber. Karamba Diaby lebt gut davon, den Einheimischen Toleranz zu predigen.

In Sachsen-Anhalt gibt es 45 000 Einwohner ohne deutschen Pass. Zusammen mit den 23 000 Aussiedlern und den Angehörigen der sogenannten zweiten Generation kommen wir auf rund vier Prozent Menschen mit Migrations-hintergrund. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 20 Prozent“, nennt Susi Möbbeck Zahlen. Die Integrations-beauftragte Sachsen-Anhalts kennt Diaby seit vielen Jahren. „Er ist ein echter Glücksfall, hat einen sehr umfassenden Ansatz und behält alle Seiten im Blick“, sagt sie. Ja, nur nicht die Seite mit den vier Prozent. Denn dass er an die herangetreten wäre, um ihr die Integration in unserere Kultur beizubringen und den Respekt vor unseren Traditionen, das verschweigt er. Wohl aus Bescheidenheit.

Ehrenamtlich ist der Autor zahlreicher Publikationen Mitglied im 20-köpfigen Interkulturellen Rat in Deutschland, der die Bundesregierung in Integrationsfragen berät. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Bundesausländerrates und sitzt dem Ausländerbeirat der Stadt Halle vor. Der umtriebige Diaby spricht sechs Sprachen. Als Chemiker arbeitet er lange nicht mehr, seit Jahren ist er beruflich in verschiedenen Projekten und bei Bildungsträgern tätig. In vielen ehrenamtlichen Funktionen ist er unermüdlich unterwegs, veranstaltet Workshops, hält Vorträge.

Und gehört damit zu den wunderbaren Menschen, die sagen, dass sie  nicht wollen, dass sie als Ausländer gesehen werden aber gerade deshalb den Job bekommen.  Wie der kleine Inder im Bundestag. Und sie säen nicht, sie ernten nicht, doch die zu erziehenden Deutschen ernähren sie trotzdem. Und zum Anreiz zeigt er dann, wie man eine Kokosnuss öffnet.

Und gerade das ist es, was der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht. Leute, die wissen, wie man eine Kokosnuss mit einem Streichholz öffnet. Wegen der zu erwartenden Erderwärmung und der Verdrängung des Apfelbaumes durch die Kokospalme. Weshalb wir auch Vieles zu tolerieren haben, was die geliebten Einwanderer dieses wunderbaren Kontinents mitbringen. Genitalverstümmelung oder Hexenglauben und -verfolgung zum Beispiel. Was wir seit Monthy Python überwunden glaubten.

Wunderbarer Hexenwahn


August 2020
M D M D F S S
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Blog Stats

  • 2.216.644 hits

Archiv