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Es geht ums Ganze

Adolf H

Vor 90 Jahren besetzten die Franzosen bekanntlich das Ruhrgebiet. Es herrschte kein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland, dennoch rückten sie mit Militär und Panzern ein, weil sie es konnten. Ach, Adolf Hitler war übrigens auch noch nicht an der Macht. Das geschah erst zehn Jahre später und war auch ein Ergebnis der französischen Ruhrbesatzung.

Heute werfen wir den Franzosen das nicht vor, sie sind halt unsere Freunde und mitten im Frieden passiert so manches, was sich der gesunde Menschenverstand nicht träumen lässt.  Dr. Otto Hugo, Mitglied des Reichstages und des Reichswirtschaftsrates schreibt in der *Coburger Zeitung vom 23. Januar 1923* dazu:

Es geht ums Ganze. Die furchtbare Krise, welche der Versailler Vertrag als politischer und wirtschaftlicher Gewaltakt über Deutschland bringen mußte, ist mit ungeheuerlicher Heftigkeit ausgebrochen. Frankreich versucht die letzten und höchsten politischen Ziele, die sowohl wirtschaftlicher wie politischer Natur sind, aus dem Versailler Vertrag herauszuholen. Es will seine politische Herrschaft ausdehnen bis tief in das völlig zertrümmerte Deutschland hinein und will gleichzeitig seine feste Hand legen auf das letzte große Gebiet Europas, das es noch nicht direkt oder indirekt beherrscht. Die siegreiche und erfolgreiche Durchführung dieses Aktes würde Frankreich eine in seiner Geschichte nie dagewesene Beherrschungsstellung auf dem Kontinent schaffen und ihm schließlich auch die wirtschaftlichen Hilfsmittel zuführen können, die zur Aufrechterhaltung des französischen imperialistischen Herrschaftssystems auf dem Festland erforderlich sind.

Vom deutschen Standpunkt aus ist dem entgegenzuhalten, daß es sich für uns um die letzte Entscheidung, um Leben und Sterben, um Freiheit oder dauernde Knechtschaft, um die Fortexistenz eines deutschen Reiches oder den Abschluß deutscher Geschichte handelt. Nie haben wir im Verlauf der ganzen deutschen Vergangenheit einen historischeren Augenblick erlebt, der so sehr das nationale Leben des deutschen Volkes in Frage stellt und eine vernichtende Gefahr für das gesamte Deutschtum darstellt, als in diesen Tagen, die wir heute in heftigen Kämpfen durchleben müssen.

… wenn Deutschland in dem letzten Ringen mit Herrn Poincarè  unterliegt, dann sind wir verloren und haben aufgehört, ein politischer Faktor in Europa zu sein. Seien wir uns auch darüber klar, daß keine Macht der Welt uns erretten und erhalten wird, (Nein, auch nicht Israel oder gar Amerika, weder Gerd Wilders, noch die EDL, schon gar nicht der Papst – Anmerkung vom Blogwart.)  wenn wir es nicht selber tun.

Wie vor 100 Jahren in dem Befreiungskrieg gegen den Korsen doch auch nur der hingebende Lebenswille und Opferwille der Nation Deutschland und seine Zukunft gerettet hat, so steht es auch heute um uns. Wir müssen die letzten nationalen Kräfte des Widerstandes in unserem Volke wachrufen, jeder Einzelne muß ausharren in der klaren Erkenntnis, daß die Not, die uns jetzt für Monate auf das Schwerste drücken kann, entweder eine dauernde Not bleiben wird, die uns durch Seuchen und Elend den Untergang bringt, oder daß nach dieser schweren Zeit auch einmal der Tag kommt, wo wieder Deutschland frei aufatmen und neue Arbeit beginnen kann.  … Weiterlesen unter dem Link zur Coburger. Danke.

Bild: Der kleine Adolf Hitler. Die völkerrechtswidrige Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen, mitten im Frieden, läßt den Führer der Nationalsozialisten Deutschlands wieder an eine Vorsehung glauben. Wer bisher den Gedanken beiseite geschoben hatte, daß nur ein starkes Deutschland dem frechen Hochmut ausländischer Mächte trotzen kann, wird nun durch den französischen Rechtsbruch eines Besseren belehrt. Das französische Vorgehen ist Wasser auf die Mühlen der NSDAP.

Der Fluch der bösen Tat

Die Franzosen im Ruhrgebiet 1923Am 14. Januar 1923 wird in Freiburg der nationale Trauertag anläßlich der Invasion des französischen Heeres in das Ruhrgebiet begangen. Auf ihr hält der badische Arbeitsminister Dr. Engler eine Rede. Die *Freiburger Zeitung* schreibt: … Der Versailler Vertrag sei unerfüllbar und ein Dokument brutalster Gewalt, auf das man das Wort Schillers anwenden könne, vom Fluch der bösen Tat, die fortlaufend nur böses gebären kann, das immer wieder den Franzosen Gelegenheit gäbe, „absichtliche Verfehlungen Deutschlands“ bei Erfüllung der überhaupt niemals restlos einzuhaltenden Forderungen zu konstruieren und gewaltsam gegen Deutschland vorzugehen. So hat man uns Kohlelieferungen auferlegt, die für das deutsche Wirtschaftsleben unerträglich sind. Allen ist bekannt, wie schwer die deutsche Industrie durch Beschneidung der äußerst notwendigen Kohlenmengen leidet, und daß es auch für viele Privatpersonen ein unerschwinglicher Luxus geworden ist, sich ein geheiztes Zimmer zu leisten.

Frankreich, das auf Grund des Versailler Vertrages nur soviel Kohle zu beanspruchen hat, als der Ausfall der Förderung der nordfranzösischen Gruben ausmacht, verlangt heute von Deutschland viel mehr Kohle, als es verbrauchen kann. Die Franzosen verkaufen die uns zum billigen Inlandspreis abgepresste Reparationskohle zum Weltmarktpreis wieder an andere Länder, liefern andererseits der französischen Industrie sehr billiges Brennmaterial und können für sie günstige Konkurrenzverhältnisse auf dem Weltmarkt schaffen.

Genauso verhält es sich mit den Holzlieferungen. Wenn wir die gesamten Holzanforderungen Frankreichs erfüllen wollten, so würde in den deutschen Wäldern bald kein Baum mehr stehen. Und trotzdem hat Deutschland erfüllt, was im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit möglich war.

Mit den Kohlenlieferungen sind wir mit einem Fünftel im Rückstand und der Rest der Kohlenlieferungen ist so gering – neunzehn Zwanzigstel haben wir erfüllt – daß es kaum der Rede wert ist. Während Frankreich im Überschuß an Material schwelgt, leidet die deutsche Wirtschaft bitterste Not.

Zum Verständnis für die heutige Generation, damals mußte das Sozialsystem finanziert werden, aus dem Steueraufkommen,  und bei den Abgaben, die dem deutschen Staat zur Begleichung der Forderungen des Versailler Vertrages abgepresst wurden, blieb für die Wohlfahrt praktisch nichts übrig. Heute steht ein Goldesel im Keller des Kanzleramts, und unterm Dach ein „Tischlein deck Dich!“, Lebensmittel wachsen im Supermarktregal, wo sie mit vollen Händen an DIE TAFELN abgegeben werden, damals war das nicht so. Wenn die Wirtschaft keine Arbeitsplätze anbieten konnte, mußte der arbeitslose Mensch hungern. Sich aus der Mülltonne zu bedienen, war keine alternative Lebensform, sondern Massensport. Nur, um einmal die Situation zu begreifen.

Der Versailler Vertrag glich etwa dem Vertrag, den ein Räuber und sein Opfer abschliessen. Der Räuber verspricht dem Opfer, es nicht weiter mit Fäusten und Messer zu traktieren, wenn es ihm nur regelmäßig Schutzgeld zahlt. Also eine faire Sache. Das ist der Nährboden, auf dem die krude Ideologie eines Adolf Hitler gedeiht, der meint, Deutschland müsse wieder so stark werden, daß es keiner ungestaft herumschubsen kann.  Zur Not gibt es eben eins auf die Nase. Daß so ein Denken nie wieder aufkommen darf, das versteht sich ja von selbst. Unsere Regierungen lassen uns gerne herumschubsen. Und wir sind froh darüber. Sonst würden ja nicht immer dieselben hervorragenden Persönlichkeiten gewählt.

Und trotzdem ist Frankreich unzufrieden und ergreift wegen geringer angeblicher Verfehlungen Deutschlands sogenannte wirtschaftliche Maßnahmen mit einem riesigen, bis an die Zähne bewaffneten Heer und besetzt weite Gebiete deutschen Bodens. Derartige Gewaltmaßnahmen, wie sie in der Besetzung des Ruhrgebietes ihren Ausdruck finden, sind nie und nimmer weder völkerrechtlich noch gemäß dem uns aufgezwungenen Versailler Diktat zulässig.

Aber Frankreich will ja nicht Reparationen, es verfolgt ganz andere, nämlich politische Ziele und erstrebt die Verwirklichung alter, schon seit Ludwig XIV. gehegter Pläne, nämlich die Losreißung des Rheinlandes von Deutschland. Den Rhein als natürliche Grenze Frankreichs und zur Sicherung dieser Grenze die Besitzergreifung weiterer rechtsrheinischer Gebiete. …

Redner ging dann dazu über, die in der deutschen Presse erscheinenden ausländischen Blätterstimmen zu kritisieren, die zu der optimistischen Auffassung verführen, daß uns vielleicht das Heil von Amerika oder von einer anderen Ententemacht, die den Vormarsch ins Ruhrgebiet nicht mitgemacht habe kommen könne. Diese Auffassung sei irrig. Niemand werde Deutschland helfen, denn jeder trachte, aus Deutschland soviel als möglich herauszuholen, wenn auch mit verschiedenen Methoden …

Bild: 1923. Unsere französischen Befreier besetzen Essen. Viele Essener leiden dadurch Einbuße in ihrer Lebensqualität aber im Namen deutsch – französischer Freundschaft ist ihnen kein Opfer zu groß. Recht so, meint der Blogwart. Der Demokratie Amerika ging diese Völkerrechtsverletzung übrigens am Allerwertesten vorbei, weshalb sie heute auch unserer engster Freund ist.

Wer freut sich auf den Winter

alle Kinder, alle Kinder. Und auch die größen Leut´ die freuen sich wenn es schneit. Ja, früher. Früher mußten noch ausländische Regierungen die Leute zum Frieren bringen. Das waren schlimme Zeiten. Heute schafft das die Bundesregierung ganz alleine und wir können stolz auf ihre Leistungen sein, wenn sie die Energie aus Klimaschutzgründen so verteuert, daß sich Heizen nur noch für HARTZ IV – Empfänger lohnt.

Eine unmögliche Leistung. Berlin. 25.Okt. Den Blättern zufolge ist vor einigen Tagen bei der Reichsregierung eine Note eingegangen, in der die Reparationskommission eine Steigerung der deutschen Kohlenlieferungen verlangt. Die deutsche Regierung hat mit den Sachverständigen eingehend die Note beraten und will, wie die Germania schreibt, versuchen, mit den Alliierten zu Verhandlungen zu kommen, um dabei ihren Standpunkt zur Geltung zu bringen. Trotzdem die deutsche Regierung nur duch äusserste Anstrengung und durch empfindliche Schädigung der eigenen deutschen Interessen die bisher gemachten Kohlenlieferungen ausführen konnte, fordert jetzt die Reparationskommission eine Mehrlieferung von 200 000 Tonnen Kohlen monatlich. Sämtliche Blätter erklären diese Forderung für unerfüllbar. Deutschland hätte bisher trotz des Tiefstandes der Mark englische Kohlen einführen müssen, um seine Wirtschaft vor dem Erliegen zu bewahren und die Eisenbahnen, die Gas – und Elektrizitätswerke in Betrieb zu halten. Die weiter fortschreitende Entwertung des deutschen Geldes hat jetzt die Einfuhr ausländischer Kohle unmöglich gemacht. In den letzten Monaten hat Deutschland für 8 – 9 Milliarden Mark monatlich ausländische Kohle einführen müssen. FREIBURGER ZEITUNG. 26.10.1922.

Erstaunlich, wie damals die Menschen dem Aberglauben verhaftet waren, elektrische Energie müßte erzeugt werden, um Güter zu produzieren. Heute wissen wir, Strom kommt immer aus der Steckdose, man braucht sie nur im Baumarkt zu kaufen und an die Wand zu schrauben.  Und wer Geld benötigt, muß nicht arbeiten, nein, er geht zum Amt oder demonstriert so lange, bis er mehr Geld bekommt. Kuriose Zeiten waren das damals.

Bild: Die blutigen Ausschreitungen der Kommunisten in Berlin am 15. Oktober. Kommunisten verprügeln einen Teilnehmer der Versammlung des Bundes für Freiheit und Ordnung. WIENER BILDER. 22.10.1922.

Bunt statt braun! Früher wurden andere Begründungen verwendet, um mit dem guten Gefühl, eine noch bessere Sache zu tun, auf andere Menschen einzudreschen. Die Zeitungen, außer den Kampfblättern der Antifaschisten, waren aber noch nicht so weit, wie die heutigen.

Kommunistenexzesse in Berlin. In Berlin haben sich am 15. d. M. blutige Zusammenstöße zwischen den nationalistischen Teilnehmern des Bundes für Freiheit und Ordnung und Kommunisten ereignet. Die kommunistische Partei hat die Veranstaltung des neugegründeten Bundes seit Tagen bereits als eine Provokation der Arbeitermassen und als Wiedererwachen der Orgesch in Berlin aufgefaßt und daher ihre Anhänger zu energischem Widerstand aufgefordert. Tatsächlich erschienen die ersten Kommunisten vor dem Zirkus Busch – Gebäude schon lange, bevor die Tore geöffnet wurden.

Zunächst versuchten sie in den Haupteingang in den Zirkus einzudringen und als dies nicht gelang, drangen sie durch das kurz zuvor geöffnete Busch – Palais ein. Im Saale warfen sie Tische und Stühle um, versperrten die Eingänge und zertrümmerten die Fensterscheiben. Inzwischen wurde die Polizei alarmiert. Sie entsandte eine kleine Patrouille, die auf den Widerstand der Kommunisten stieß, Als sie dennoch in das Zirkus Busch – Gebäude gelangen wollte, kam es zu einem Handgemenge, wobei mehrere Personen verletzt und verhaftet wurden. Bei den Verhafteten fand man Revolver, Dolche und Schlagringe.

Inzwischen waren neue kommunistische Trupps angekommen und stellten sich auf den Zugangsstraßen zu dem Zirkus auf, um die Mitglieder des Bundes für Freiheit und Ordnung zu erwarten. Gegen 10 Uhr kamen die ersten Versammlungsteilnehmer  und wurden von den Kommunisten am Betreten des Zirkus gehindert. Auch in der Umgebung des Gebäudes kam es jetzt zu heftigen Zusammenstößen. Die Polizeibeamten wollten diese Kämpfe unterbrechen, konnten aber wegen ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit die Streitenden nicht auseinanderbringen. Mehrere Personen lagen schwer verletzt am Straßendamm. Die Verwundeten wurden von den Kommunisten in Sicherheit gebracht, so daß in vielen Fällen die Personalien nicht festgestellt werden konnten.

Trotz dieser Zwischenfälle begann die Versammlung des Bundes. Wie Ohrenzeugen behaupte, kam es zu wüsten antisemitischen Hetzreden. Mittlerweile dauerte der Kampf vor dem Zirkus Busch – Gebäude fort. Immer wieder kam es zu Zusammenstößen zwischen den Kommunisten und der Polizei, wobei die Kommunisten in schärfster Weise vorgingen und von ihren Totschlägern, Dolchen und Schlagringen Gebrauch machten. … .

Schon damals war also die Angewohnheit verbreitet, legale Versammlungen zu sprengen, wir haben die Fehler der Weimarer Republik also nicht nur erkannt, die zum Aufstieg des Großen Volkssschauspieler führten, wir wiederholen sie auch. Jetzt aber stehen die Demokraten an der Spitze der Exzesse. Bravo, Genossen.

Was die Grossmama noch wußte

Nicht aber heutige deutsche Politiker, weil die im Zuge des Einschleppens und der Vermehrung von Massen von Analphabeten immer dümmer geworden sind. Die meisten haben nichts gelernt als Parteiarbeit und glauben inzwischen den Inhalt ihrer eigenen Propaganda. … Es ging um die Frage, ob gemäß dem ursprünglichen Beschluss der Siegermächte des Ersten Weltkrieges Oberschlesien zur Gänze an Polen fallen oder im Deutschen Reich verbleiben solle. Auf massiven deutschen Druck im gesamten Reich und speziell in Oberschlesien – allein in Oppeln demonstrierten am 10. Mai 1919 15.000 Menschen, die Hälfte der Bevölkerung, für das Selbstbestimmungsrecht – hatten die Alliierten im Versailler Vertrag den Betroffenen schließlich die Möglichkeit zugestanden, „im Wege einer Abstimmung bekanntzugeben, ob sie mit Deutschland oder Polen vereinigt zu werden wünschten“ (Art. 88).

Sofort setzten im oberschlesischen Abstimmungsgebiet massive Bemühungen sowohl von deutscher als von polnischer Seite ein, die Bevölkerung zum Votum für den Anschluss an Polen bzw. für den Verbleib im preußischen Staat zu bewegen. Eine französisch-englisch-italienische „Interalliierte Regierungs- und Plebiszitkommission“ (IK) übernahm am 11.Februar 1920 die Landeshoheit in Oberschlesien, um die Propagandaaktionen im Vorfeld der Abstimmung zu überwachen. …

Gegenspieler auf polnischer Seite, der ehemalige Reichstagsabgeordnete Adalbert (Wojciech) Korfanty, bediente sich dagegen auch gewalttätiger Mittel. Mit Hilfe paramilitärischer, von der Regierung in Warschau unterstützter Verbände versuchte er, die Deutschland zugetane Bevölkerung gerade in den grenznahen Gebieten einzuschüchtern. Er war der wesentliche Initiator zweier polnischer Aufstände im August 1919 und 1920; sie sollten die oberschlesische Bevölkerung mit Terror und militantem Druck zu einer Abstimmung für Polen bewegen. Die polnische Seite wusste, dass sie unter normalen Bedingungen in einer Volksabstimmung nicht obsiegen konnte.

Als diese dann am 20. März 1921 erfolgte, entschieden sich knapp 60 % der von Oberschlesien abgegebenen Stimmen für den Verbleib bei Deutschland … Trotzdem wurde die Entscheidung über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens schließlich von einer Kommission des Völkerbundes in Genf im Oktober 1921 getroffen: Oberschlesien wurde geteilt. … Die wirtschaftlich wertvollsten Gebiete in Ostoberschlesien mit ca. 45 % der Bevölkerung (knapp 1 Million Menschen), ca. 90 % der Steinkohlevorräte und 75 % der Industrieanlagen fielen an Polen.

… Die Lage in Oberschlesien ist nach wie vor sehr ernst. Von irgendeiner Besserung durch das Eingreifen der interalliierten Kommission kann keine Rede sein. Eine erfreulich entschieden gehaltene  deutsche Note, ein das himmelschreiende Unrecht gegen die Deutschen kennzeichnender, erschütternd wirkender Notschrei der oberschlesischen Parteien an General Lerond haben neben anderen Kundgebungen unzweifelhaft dargetan, daß das von deutschen und polnischen Führern abgeschlossene Abkommen die erhoffte Entspannung nicht gebracht hat und nicht bringen konnte, weil die Polen sich im Gegensatz zu den Deutschen um das Abkommen nicht kümmerten.

Korfanty predigte mit seinem Aufrufe an seine Landsleute, wenn er überhaupt ernst gemeint war, tauben Ohren. Ruhe und Ordnung stehen nur auf dem Text des Abkommens, die Vergewaltigungen dauern fort und die polnischen Aufständischen denken nicht daran, die mit Gewalt erzwungene Macht aufzugeben, ja man spricht schon wieder von neuen Putschabsichten, die der räumlichen Ausdehnung des polnischen Machtbereichs in Oberschlesien dienen sollen. Man will offenbar im ganzen Abstimmungsgebiet eine vollendete Tatsache schaffen und dem Abstimmungsergebnis, vor dem man sich fürchtet, vorbeugen.

Die interalliierte Kommission aber, wenigstens ihr Kern und ihr einflußreichster Teil, die Franzosen, sehen der Recht – und Wehrlosmachung der Deutschen nicht nur tatenlos, sondern sie offen und heimlich begünstigend, zu. Täglich werden dabei neue Mordtaten, neue Gewaltakte bekannt. Die neugebildete Abstimmungspolizei, die dem erwähnten Abkommen entspricht, wird von den schlimmsten Terror ausübenden Polen genau so verjagt, wie die frühere Sicherheitspolizei.

Ebensowenig hat sich in der Haltung der Franzosen etwas geändert. Die französischen Truppen und ihre Führer begünstigen nach wie vor den polnischen Terror. Dieses brutale Vorgehen der Polen und Franzosen kann schließlich nur damit enden, daß den deutschen Oberschlesiern das Selbstbestimmungsrecht durch gemeine Gewalt geraubt wird. Die deutsche Reichsregierung hat eine Note an die Entente gerichtet, in der sie eine wirklich neutrale Untersuchung der Zustände in Oberschlesien fordert. Die Botschafterkonferenz hat diese Forderung ohne weiteres abgelehnt. … FREIBURGER ZEITUNG, SONNTAG, 12. September 1920.

Bild: Aus den WIENER BILDER, 12.09.1920: „Der Kampf um unser Deutschtum.“ „Oberschlesien muß Deutsch bleiben“ Eine Berliner Demonstrationsversammlung für das bedrängte Land. Plakate: „Wollt Ihr nicht frieren – unterstützt Oberschlesien.“ „Helft den bedrängten Oberschlesiern.“

19 Jahre danach werden diese Gebiete für Deutschland zurückgewonnen. Durch Krieg. Was natürlich absolut falsch ist. Wegen der unedlen Motive. Lebensraum und so und der arischen Gene, die es ja zum Glück nicht gibt, wie es Gene überhaupt nicht gibt, es ist nur die Hysterie der Genmaisgegner, die uns das einreden will.  Hingegen ist es richtig, wenn, zum Beispiel,  ein demokratischer Präsident Georgiens und enger Freund der NATO, gut 20 Jahre nach Abfall der georgischen Provinz Südossetien, diese mit Waffengewalt zurückzuerobern versucht, in dem er die Bewohner der südossetischen Hauptstadt aus den Betten schiesst.

Da zollen wir Beifall und bangen und zittern, wenn anschliessend russische Panzer fliehende georgische Truppen nach Georgien hinein verfolgen. Frau Bundeskanzlerin höchst selbst hat damals die russische Aggression in Georgien verurteilt. 1944 hätte sie wahrscheinlich die Landung der Alliierten in Frankreich verurteilt, weil sie den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht versteht. Obwohl der Vergleich hinkt.   Solche Sachen zu vergleichen, sollte übrigens verboten werden. Denn wie geschrieben, der eine war Demokrat und der andere Diktator. Schon deshalb ist es ein Unterschied. Nicht aber für die Toten und Verkrüppelten. Denen ist es egal.

Bomben auf Zivilisten

Unrecht Gut

Der Versailler Vertrag hat Polen unrecht getan. Er hat uns nicht das Polen von vor 1722 gegeben. Der Versailler Vertrag hat uns nicht gegeben Danzig, Ermelland, Masuren, Königsberg, Stettin, Oppeln und Breslau. Die Ansprüche auf diese Städte und Länder, die uns mit Gewalt genommen worden sind, werden wir niemals aufgeben. Da wir offene Grenzen haben, müssen wir eine mächtige Armee haben, die uns nach vier Fronten zu verteidigen vermag. Jeder Pole muß Soldat sein. Jede Polin muß der Nationalgarde angehören. Ein von Kopf bis Fuß bewaffnetes Polen wird allen seinen Feinden entgegentreten können. Jedes polnische Haus muß eine Festung sein.

Marschall Pilsudsky 1926

Polnische Streitkräfte

Das Brot ist alle

Kupferberg GoldWelche Auswirkung der Vertrag von Versailles,  insbesondere der Verlust großer Gebiete an Polen, für den deutschen Normalbürger hatte, die Versorgung mit Lebensmitteln betreffend, beschreibt folgender Protokollauszug.

Dr. Hermes, Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft: Zu diesem außerordentlichen Rückgang der Landwirtschaft kommt noch der schwere Verlust, den die Abtretung wichtiger Überschußgebiete für die Lebensmittelversorgung des deutschen Volkes bedeutet. Besonders Posen und Westpreußen waren für unsere Getreide-, Kartoffel- und Zuckerversorgung von großer Bedeutung. Ausserdem ist ein verhängnisvoller Eingriff in unsere Viehbestände durch die uns ohne Rücksicht auf unsere dringendsten Bedürfnisse auferlegte Ablieferung von Vieh an die Entente notwendig geworden. Die überaus harten Friedensbedingungen erschweren also unseren wirtschaftlichen Aufbau auch auf dem Gebiete der Landwirtschaft und Volksernährung außerordentlich.

Solange die Wiederherstellung der früheren Produktivkraft unserer Landwirtschaft nicht erfolgt ist, sind wir besonders im gegenwärtigen und im nächsten Wirtschaftsjahre auf einen erheblichen Zuschuß von Lebensmitteln aus dem Auslande angewiesen, um unserem Volke eine einigermaßen ausreichende Ernährung zu sichern. Gestatten Sie mir, hierbei einige kurze Darlegungen über den gegenwärtigen Stand und die Aussichten unserer Lebensmittelversorgung.

Die Lage der Lebensmittelversorgung gab vor einigen Monaten zu ernsten Befürchtungen Anlaß. … Besondere Besorgnisse erweckte Ende des vergangenen Jahres die Brotversorgung. Durch die Einführung von Lieferprämien und die Bereitstellung von Druschkohle, sind aber die Getreidelieferungen für die öffentliche Hand erhöht worden.  … besteht die begründete Hoffnung,  daß aus den noch erfaßbaren Vorräten, der einheimische Bedarf noch für einige Zeit gedeckt werden kann. Die weitere Versorgung der Bevölkerung bis zur Ernte wird aber nur mit Hilfe einer sehr erheblichen Einfuhr möglich sein, besonders da im Juni die Ausgabe von Mehl als Ersatz für die dann herabzusetzende oder ausfallende Kartoffelration notwendig sein wird.

Es ist Vorsorge getroffen, den bis zum Beginn des neuen Wirtschaftjahres sich ergebenden Bedarf durch Einfuhr zu decken.

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Hitlers willige Wähler

Auf Wunsch des Blogbetreibers sendet Karl Eduards Kanal noch einmal, widerstrebend, die Dokumentation, „Warum sie Hitler wählten“, um auch nachgeborenen Generationen die Motive zu veranschaulichen, warum jemand ein Kreuz bei der NSDAP machte, statt bei Ernst Thälmann. Etwas, das von heutiger Warte aus wirklich nicht zu begreifen ist. Heute muss freilich niemand mehr arbeiten, ausser denen, die dafür noch arbeiten müssen, damit die, die nicht arbeiten wollen, genug bedingungsloses Grundeinkommen erhalten,  und Brot, Kleidung und schicke neue Möbel gibt es von den Tafeln.

Arbeit und Brot

Zwangsversteigerung  Zerrissenheit der Parteien  Eigennutz der Politiker Saal- und Strassenschlachten Demütigung durch Fremdbesetzung  Versailler Diktat   13 Jahre Elend ohne Besserung  Angst vor Sowjetdeutschland  Sehnen nach Ruhe und Ordnung …


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