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Was der Uropa noch wußte

Weiße haben die Sklaverei beendet. Jedenfalls die gesetzlich erlaubte Sklaverei. Und die Sklaven, die die Weißen in Afrika kauften, fingen zuvor Araber ein, bzw. wurden von Schwarzen geliefert, die Nachbarstämme überfielen. Das ist die eigentliche Schuld der Weißen. Daß sie seit dem amerikanischen Bürgerkrieg weder Sklaven kaufen noch züchten. (War in Europa schon länger geächtet. Außer bei den Türken, die munter bis in die Neuzeit handelten.) Was ihnen, den Weißen,  besonders von den Schwarzen zum Vorwurf gemacht wird.

 

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Was der Uropa noch wußte

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Sollte je aber der Gedanke, daß Rußland unser natürlicher Verbündeter gegen Frankreich sei, wie es seit 1812 so oft ausgesprochen wurde, zur allgemeinen Geltung unter uns gelangen, dann wäre damit auch unser Untergang verkündet; denn ein Volk, das die Hilfe eines mächtigen und feindlichen Nachbars in Anspruch nimmt, gibt damit auch den besseren Teil seiner Selbstständigkeit hin. Das haben die Griechen der alten Welt durch Phillip von Macedonien empfunden, deß ist in unseren Tagen die Türkei Zeuge, die unter furchtbaren Todeskämpfen dahinstirbt, seit sie verblendet genug war, Rußlands Freundschaft anzunehmen.

Darum können wir nicht genug gegen die Sympathie warnen, die Rußland die Kriege von 1812 – 1814 hoch anrechnet und diesem Reich deshalb, weil es einmal naturgemäß unser Verbündeter war, diese Rolle für immer zuteilen möchten.

Gewiß, der Krieg von 1812 war für Rußland ein heiliger Kampf und die Russen verdienen unsere hohe Achtung, daß sie ihn so mannhaft, so aufopferungsvoll ausfochten. Vergessen wir nur aber nicht, daß die Russen 1812 keineswegs für die Weltfreiheit kämpfen wollten – denn was hätte mit einer so großen Idee der Mann zu tun, der auf dem Erfurter Congress schon mit Napoleon einig war, zwischen Rußland und Frankreich die Weltherrschaft zu teilen? – daß sie vielmehr für ihren eigenen Herd stritten, und daß auch 1813 und 1814 nur die Überzeugung, der Feind sei erst dann besiegt, wenn man ihn vernichtet habe, ihre Waffen gegen Napoleon kehrte.

Also dafür, daß eigenes Interesse sie zwang, einen gemeinschaftlichen Feind im Verein mit uns zu bekämpfen, sollten wir ihnen dankbar sein? …

Der Feldzug von 1812 von Friedrich Steger, Braunschweig, Verlag von Oehme & Müller 1845

Was der Uropa noch wußte

 … Übrigens fand der König in späterer Zeit auch ein Haar in der Ansiedlung von Tschechen. Denn am 24. Januar 1782 verbot er die Ansiedlung von Böhmen. In Westpreußen ließ er die Bauern anfangs zerstreut unter den Polen ansiedeln. Später schien ihm aber, ähnlich wie der jetzigen Ansiedlungskommission, das Ansetzen in geschlossener Masse zweckmäßiger zu sein. Deutschpolen, die aus der Nachbarschaft flüchteten, konnten angesiedelt werden, schlechterdings aber keine „Stockpolen“. Vielmehr ließ er an der Grenze „auf das schlechte polnische Zeug, so ins Land hereinkömmt“, eifrig Jagd machen. Und gegen die Polen im Lande übte er scharfe Zucht: „So muß Er auch mit den Polen keine Komplimente machen, denn dadurch werden sie noch mehr verdorben, sondern er muß scharf darauf achten, daß sie den Ordres gehörig nachleben.“ Bei der Besitznahme des polnischen Preußens ließ er außerdem 4000 Juden über die Grenze spedieren. … *Freiburger Zeitung 25.01.1912*

Der Blogwart ist entsetzt, betroffen, traurig und auch ein wenig empört, daß gerade bei PI in Jubelartikeln ein ausgewiesener Antisemit gefeiert wird. Er weiß nicht, was er davon halten soll. Andererseits war die Genetik damals noch nicht erfunden, auch nicht der Sarrazin mit seinen kruden, eugenischen Thesen, sonst hätte Friedrich II. gewußt, daß er 4000 Wissenschaftler, Ingenieure und fleißige Arbeiter abschiebt. Wo hätte Preußen sonst sein können?

Aber hinterher ist man ja immer schlauer. Am betroffensten macht ihn aber, daß das der amtierende Bundespräsident in einem Festakt würdigt als tolerante Einwanderungspolitik. Ach Du meine Güte!

Was der Uropa noch wußte

… Reisende, welche in das Innere Afrikas, besonders in den sogenannten Sudan eindrangen, gibt es verhältnismäßig sehr wenig! Erst den jüngsten Expeditionen war es aufbehalten, Berichte der Geographen des Alterthums zu verbessern oder zu bestätigen, ja über weite Flächen des abgeschlossenen Erdteils haben wir noch jetzt weiter keine Kenntnis, als wie sie uns einige kurze Andeutungen bieten, die, fast ein Jahrtausend alt, gewöhnlich in das Gewand der abenteuerlichen Mythe und Fabel gekleidet sind. In manchen Beziehungen waren jene alten Geographen und Reisenden viel begünstigter, als dies heutzutage der Fall ist.

Das Klima des Sudan mit seinen tödlichen Fiebern, die Schrecknisse der ungeheuren Wüste waren zwar dieselben, und die durch die Not verwilderten Stämme der Sahara traten zwar auch damals schon dem Fremdling feindlich entgegen, die Hauptschranke aber, an welcher bis jetzt gewöhnlich alle weiteren Unternehmungen gescheitert sind, baute sich erst durch den Einfall der Araber auf, die jedes Volk, das sich nicht zum Islam bekannte, als vogelfrei betrachteten und die sogenannten Heiden mit ähnlichem Auge ansahen, wie der Amerikaner die Herden der herrenlosen verwilderten Rinder und Pferde der Prairien. Sklaven als Diener für das Haus und die Feldarbeit waren den eindringenden Asiaten ein altes Bedürfnis. Den Religionsverwandten seiner persönlichen Freiheit zu berauben, verbot das Gesetz des Propheten; deshalb wendete man sein Auge ausschliesslich auf die nichtmuhammedanischen Völkerschaften, denen man außerdem durch Waffengewalt überlegen war, und Sklavenjagden wurden in regelmäßiger Wiederkehr und in immer größerem Umfange Sitte, je mehr sich gleichzeitig auch die Handelsspekulation dieses sehr einträglichen Zweiges bemächtigte.

Jene Gegenden, in welche die alten Geographen die sogenannten Mondgebirge versetzten, bezeichnen die Scheidelinie zwischen den muhammedanischen und heidnischen Völkerschaften. Diese Grenze wird fast jährlich nur in feindlichen  Absichten  überschritten, und Alles, was seit Jahrhunderten vorgedrungen ist, hat den südlichen Negerstämmen nur Unheil und Verderben gebracht. Kein Wunder ist es daher, daß dieselben den ankommenden Europäer, von dessen wahren Absichten sie nicht die geringste Ahnung haben können, mit höchst mißtrauischen Augen betrachten und ihm, der ihnen als Kundschafter erscheint, ihrer eigenen Sicherheit wegen alle erdenklichen Schwierigkeiten in den Weg legen. Zugleich sind auch die muhammedanischen Völkerschaften jener Gebiete in hohem Grade fanatisch, da sie durch jenen fortwährenden Zusammenstoß immer wieder auf das Auszeichnende ihres Bekenntnisses hingewiesen sind und jeden Andersgläubigen als Todfeind betrachten. …

*Afrika. II. Dr. Eduard Vogel. Reisen und Entdeckungen in Central – Afrika. 1860*

Was der Uropa noch wußte

Unsere heutigen Politiker aber nicht mehr wissen wollen, weil ihnen ihre Wählerschaft egal ist, die ist nur dazu da, sie in Posten zu wählen, mit denen sie versorgt sind.

Über die Türken. Fragmente einer Vorlesung gehalten im Jahre 1789. … Die hervorstechende moralische Schlechtheit der Türken, welche vornehmlich in ihren Kriegen sichtbar wird, ist nicht sowohl Folge von verhältnismäßig größerer Blindheit, Stumpfköpfigkeit und Ausartung der Menschennatur, sondern vielmehr Folge ihrer fanatischen Religion und des Drucks des verworfensten Despotismus eines Oberherrn, der mit Menschenköpfen wie mit Rechenpfennigen spielt. Unter solcher gewaltsamen Presse [Druck] entsteht die nie auszugleichende schimpfliche Falte in dem Charakter eines Volks, das zwar seiner Natur etwas träge und langsam, aber nicht ohne viele vortreffliche Anlagen, nicht ohne vorzüglichen natürlichen Verstand und höhere Bildungsfähigkeit ist. Auch Gastfreiheit, Mitleiden, Wohltätigkeit gegen Leidende und Unglückliche, Menschenfreundlichkeit und Dienstfertigkeit, sind keine dem Osmannen ganz fremde Tugenden; nur Schade, daß er sie gewöhnlich bloß an seinen Religionsgenossen und nicht an dem dürftigen, schmachtenden Bauer übt, daß er lieber seinen Hund oder anderem Haustier hilft, als dem Menschen, den er fremder Religionsmeynungen wegen anfeindet oder verachtet. So eingeschränkt der Wert dieser Tugend, so verwerflich diese moralische Engherzigkeit ist, so beweist es doch, was es hier beweisen soll, daß nämlich der Türk als Türk gegen Türken, nicht die verworfene Kreatur sey, wozu der entfernte Europäer ihn macht. …  *Stubenrauch, C. L. „Ueber die Türken“ 1790*

Ansonsten rühmt der Autor die Fähigkeit der Türken beim „Messerstechen“, also beim Kriegführen. Eine hervorragende Fertigkeit, die gerade in Deutschland dringend benötigt wird, tausende potentieller Messerstecheropfer warten vergeblich auf einen Termin, um abgestochen zu werden, die Einheimischen bekommen die Nachfrage einfach nicht bewältigt.


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