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Was von der DDR übrigblieb

Glückwunsch, es ist ein Grüner Pfeil! Vor 34 Jahren gebar die Deutsche Demokratische Republik den grünen Rechtsabbiegerpfeil, der bestimmt, daß Autofahrer auch bei Rot rechts abbiegen dürfen, wenn der Straßenverkehr es zuläßt. Damit ist er neben Angela Merkel, als Nachfolgerin der großen Staatstatsvorsitzenden der Deutschen Demokratischen Republik, der sozialistischen Planwirtschaft, einer einheitlichen Presselandschaft, dem Sandmännchen und einer Parteienlandschaft, ähnlich der Nationalen Front der DDR, eines der vielen Überlebenden, die die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland innovativ voranbringen und wenn nicht das, dann wenigstens den Straßenverkehr. Wenn es auch immer noch Zeitgenossen gibt, die den Grünen Pfeil nicht verstanden haben.

Mit Bestürzung  hat der Autor gestern lesen müssen, daß das Bemühen der derzeitigen Bundeskanzlerin, Angela Merkel, im Außendienst, als Verkäuferin von Marinebooten in Angola, Fuß zu fassen, Empörung, Betroffenheit und große Unruhe unter der Bevölkerung ausgelöst hat. Das kann er nicht verstehen. Erst einmal handelt es sich um eine Tat, die den antiimperialistischen Kampf der Völker Schwarzafrikas und des Volkes von Angola unterstützt, steht also in der Tradition der Deutschen Demokratischen Republik und dem, was die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands jahrzehntelang praktizierte, und zum anderen sollte sich doch jeder darüber auch aus anderen Gründen freuen. Reicht es 2013 nämlich nicht zu einer weiteren Amtszeit als Kanzlerin, kann sie sich immerhin als erfolgreiche Verkäuferin im Außendienst bewerben, ist also nicht gezwungen, von ALG II zu leben, von Gastreisen, auf denen sie ihre Memoiren vorträgt oder muß sich als Lobbyistin von Gazprom kaufen lassen, wie es ihr Amtsvorgänger tat, der damit seine Zigarren, Anzüge, seine Geliebten und sein adoptiertes Töchterchen finanzieren muß. Und das ist doch immerhin löblich. Oder nicht?

Außerdem, sollte in Deutschland die Blütenrevolution ausbrechen, kennt die Frau dann schon wenigstens jemanden in Angola, bei dem sie Unterschlupf finden kann und muß hier nicht in einem Pfarrhaus unterkriechen, bis das mit dem Asyl in Chile geklärt ist. *ND 14.07.1977* Für die Linkposter – Kommentierer: Im Seitenmodus, im DFGviewer, werden die Links als ungültige Urls angezeigt.  *Bilder aus dem Krieg Angola – Südafrika*


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