Posts Tagged 'Wolfgang Thierse'

Willst feiner Knabe Du mit mir gehn?

Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst sie mich an! Justizia hat mir ein Leid getan … * Keine Angst, so weit wird es gewiss nicht kommen:

In Haldensleben hat die Polizei einen 14- jährigen Graffity-Sprayer erwischt, auf dessen Konto schon mehr als 100 Schmierereien gehen. Bis vor kurzem hatte der Knabe zumindest strafrechtlich noch Glück, denn erst mit 14 Jahren ist jemand strafmündig. … Über zivilrechtliche Folgen wie Schadenersatzansprüche gegen die Eltern konnte ein Polizeisprecher nichts sagen. Seit September 2009 konnten die Beamten dem nun 14-Jährigen neun Sachbeschädigungen per Graffiti nachweisen, für die er sich allerdings verantworten muss.

Aber muß er das wirklich? Sich verantworten? Nach mehr als 100 folgenlosen Sachbeschädigungen, die ihm jedes mal die Befriedigung gaben, ungeschoren davonzukommen und den Kick des Verbotenen? Wird er überhaupt begreifen, was diese Frauen und Männer in Uniform oder in Anzügen  von ihm wollen? Oder wird er darauf beharren, daß es zur freien Entfaltung seiner jugendlichen Persönlichkeit gehört, andere Leute zur Kasse zu bitten, die dann die farblich anders gestalteten Fassaden wieder säubern und in ihren Ursprungszustand zurückversetzen lassen, weil der feine Knabe sie vorher nicht gefragt hat, ob sie der Umgestaltung ihrer Hauswand zustimmen?

Aber wie Wolfgang Thierse sagen würde:

Es kommt schon auf die Art der Rechts- und Eigentumsverletzung auch an. Ich finde ja den Vorgang deshalb von manchen Einzelheiten, die ich aus der Ferne nicht beurteilen kann, sympathisch, weil daran wieder sichtbar wird, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit muss verteidigt werden nicht nur von denen da oben, den Politikern oder von Staatswegen, von Polizei und Justiz, sondern es sind die Sprayer selber, die ihre Grundrechte verteidigen, ihre Straßen, ihre Plätze, ihre Städte, gegen kleinbürgerlich-spiessige Inanspruchnahme. Und dass das in Haldensleben gelungen ist, ist, denke ich, ein Vorgang, der mir die Stadt und ihre Jugendlichen noch sympathischer macht, als sie ohnehin schon waren**.

Und dem können sich wohl alle anschliessen. Insbesondere die Politiker der Parteien der Nationalen Front der deutschen Demokratischen Republik, die sich einig sind, ein Burkaverbot wäre ein schlimmer Eingriff in die Persönlichkeitsentfaltung muslimischer Männer, die ihre Frauen unter solche Tüten zu stecken pflegen, der Frauen, die sich solche Tüten überziehen, um ein Zeichen der Ehrbarkeit zu setzen, sowie der Bankräuber, die künftig nicht mehr zum Damenstrumpf greifen müssen oder zum Integralhelm, um die Konten der Kunden ein wenig zu plündern. Dann sollen sie doch Politiker werden!

*Der Erlkönig, ** Superdemokrat Thierse zur Tatsache, daß Demokraten den Pöbel aufriefen, Braunen Unrat aus Köln aus der Stadt zu spülen, mit leichten Veränderungen vom Blogbetreiber aber universell anwendbar, um jeder Straftat positive Seiten abzugewinnen.

Kriminelle demonstrieren friedlich

Herr Thierse wundert sich

Ich wundere mich darüber, dass die öffentliche Betroffenheit sich nicht darauf richtet, dass tausend Neonazis durch den Prenzlauer Berg und über den Ku’damm marschiert sind, sondern dass sie sich auf eine kleine, absolut gewaltfreie Aktion in freundlicher Atmosphäre richtet. Da scheinen mir die Gewichte verschoben.

Die Deutsche Demokratische Republik war also doch der demokratischere Staat. Da wären solche Demonstrationen gar nicht genehmigt worden. Diktatur hat eben auch ihr Gutes.

Willkommen bei Thierse TV – Es war nicht alles gut

Lieberknecht viel engagierter

Was ist schon dieser verwirrte Wolfgang Thierse, der einmal in seinem Leben ein Abenteuer erleben wollte und völlig gefahrlos innerhalb einer Sitzblockade ruhte,  gegen Christine Lieberknecht, CDU-Ministerpräsidentin des Landes Thüringen? Nichts! Während Wolfgang Thierse nur passiv auf den Rechtsstaat schiss, wie der Volksmund zu sagen pflegt, nutzte seine Kollegin die Gelegenheit, die werktätigen Massen über die Braune Brut und den Geist des Grundgesetzes aufzuklären, während die Roten Putzkolonnen Bodo Ramelows derweil daran gingen, wie getwittert, Erfurt nazifrei zu machen.

Frau Lieberknecht, als oberste Repräsentantin des Freistaates Thüringen und seiner Gesetze, bekräftigte im Anschluß daran, auf einer machtvollen Kundgebung vor den anwesenden Werktätigen der Stadt Erfurt, dass rechtsextreme Ideologien menschenverachtend und verfassungsfeindlich sind. Etwas, was in der DDR jedes Kindergartenkind mit der Erzieherinnenmilch aufsog und das die Erfurter nun voller Erstaunen vernahmen, solches war ihnen noch nie zu Ohren gekommen, seit der grossen Wende 1989 zu einem Rechtsstaat hin. Und daran hätte sich Wolfgang Thierse ein Beispiel nehmen sollen, statt einfach nur so herumzusitzen. Von Nichts kommt eben auch nichts.

Junge Sozialisten diskutieren mit Angehörigen der Deutschen Volkspolizei

Good Morning Kabul

Immer noch ist der Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch, um die Münchener U-Bahn, die Strassen Köln-Kalks und Berlin sicherer zu machen, kein Krieg, ja, nicht einmal ein Polizeieinsatz. Er ist lediglich eine wahlvorbereitende Maßnahme, um die Opposition, die moderaten Taliban, von der demokratischen Ausübung ihrer Rechte, die Wählenden umzubringen, abzuhalten. Da sind sie den deutschen etablierten Parteien schon etwas voraus, die lassen nur mit Steinen und Flaschen werfen oder diffamieren sie als NAZIS, na, jeder weiss, das das nichts ist, was das Ansehen hebt. Jedenfalls nicht in Deutschland. Kommt man sich da nicht vor, wie Adrian Cronauer, der in seinem Studio von einem Verkehrsstau auf dem Ho-Chi-Min-Pfad erzählt, weil dort ein Wasserbüffel verunglückt ist?

Deutsche Wahlhelfer im Einsatz

Jedenfalls müssen wir keine Furcht haben, dass der Krieg zu uns kommt, wie 11 Prozent der Befragten einer Befragung ganz intensiv fürchten, die nun einmal nötig ist, in einer parlamentarischen Demoskopie, da sonst die Regierenden gar nicht wüssten, wie sie regieren sollten, sind die Wahlprogramme doch sowieso nur noch Eintagsfliegen. Der Krieg ist ja längst hier.

Übrigens auch vor jeglicher militärischer Beteiligung der Bundeswehr. Angst vor den hier versammelten Terroristengruppen, die wechselseitig aus einheimischen linkssozialistischen Erdlöchern kriechen, aus dem schönen Kurdistan kommen, aus dem Libanon, Saudi-Arabien, aus dem fernen Uigurien oder den heimischen Moscheen, hat allerdings niemand der Besorgten , was wesentlich angenehmer ist für den Räuber, Mörder und Messerstecher, denn ein argloses Opfer schwitzt nicht so stark und macht auch wesentlich weniger Arbeit.

Und es ist auch angenehmer, wenn es einen zu Konferenzen einlädt, das Opfer, der Wolf, der zuvor die Grossmutter verspeist hatte, pflegte ja auch erst eine Weile mit Rotkäppchen zu plaudern, um ihm die krankhafte, völlig irrationale Angst vor dessen spitzen Ohren, seinem grossen Maul und den riesigen Augen zu nehmen.

Immerhin, Leute davon abzuhalten, die Ausübung demokratischer Rechte wahrzunehmen, hat in Deutschland einen ganz niedrigen Stellenwert in der Bevölkerung. „Warum müssen die wählen? Wir tun es doch auch nicht!“ und „wenn die Parteien da unten nicht CDU, SPD oder GRÜNE heissen, dann kann das doch keine Demokratie sein, nicht mal DIE PARTEI tritt an, die immer RECHT hat!“  Und das stimmt natürlich. Wahre Demokratie kommt von unserem Parteiensystem. Jedenfalls von den etablierten. Und die wachen eifersüchtig, wie die moderaten Taliban, dass ja keine Konkurrenz erwächst. Da sei Wolfgang Thierse vor.

So kann das ja nichts werden mit dem Aufbau:


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