Archiv für Januar 2012

Die reaktionäre Presse nennt es Krawalle

also das, was sich da um die Liebigstraße abspielte. Wir aber wissen, die wir den Marx gelesen haben, hier handelt es sich lediglich um das verzweifelte Aufbäumen derer, die der deutsche Staat mittels HARTZ IV oder BAFÖG täglich noch zum Hungern zwingt und steht in wirklich keinem Zusammenhang mit dem Programm der DIE LINKE, der GRÜNEN, der Sozialdemokraten, der PIRATEN oder der stets wiederkehrenden Mahnungen der Kanzlerin nach mehr sozialer Verantwortung oder Gerechtigkeit.

Das Plündern von Geschäften ist dabei lediglich eine gesellschaftlich anerkannte Form des Protestes und des Ausdrucks von Sprachlosigkeit, der Fähigkeit, sich verbal auszudrücken. Brände zu legen, das ist etwas, das wird immer gehört, als wenn man beispielweise sagen würde, keine Lust,  zu arbeiten,  aber die schicke Villa will ich dennoch!

Bild: Akteure der sogenannten Krawalle. Barfuß, ausgemerkelt und ohne genügend Geld in der Tasche, mit denen sie sich die Annehmlichkeiten einer Paris Hilton gönnen könnten, protestieren sie in mächtiger Wut gegen einen Staat, der sie nach Vorlage weniger Papiere fürs ganze Leben versorgt, aber nicht so üppig wie die Hilton. Das muß uns alle wütend machen.

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Unternehmer für Artenvielfalt

Wie die * Junge Freiheit  * berichtet, setzen sich deutsche Unternehmer für Artenvielfalt in ihren Unternehmen ein. Schon jedes dritte Unternehmen in Deutschland stellt „gezielt Einwanderer ein, um damit die Vielfalt der Belegschaft zu fördern.“ Ja, da müssen doch Karl Marx die Tränen in die Augen treten. Nicht mehr die schonungslose Ausbeutung, gieriges Profitstreben und das Herumtrampeln auf jeglichen menschlichen Werten steht bei über 30 Prozent deutscher Unternehmer im Mittelpunkt ihres dauerhaften Trachtens, sondern die Vervielfältigung der Arten, aus wissenschaftlicher Neugierde, und weil ja wohl irgendwie in jedem von uns ein verrückter Professor steckt, der begierig darauf ist, zu sehen, was bei diesem Experiment herauskommt. Der Blogwart erinnert sich jetzt aber nicht daran, jemals Stellenausschreibungen gelesen zu haben, die, wegen der Erhöhung der Vielfalt der Belegschaft dringend einen Zuwanderer suchen, Qualifikation wurscht, hauptsache, er bringt eine Kultur mit, die im Betrieb noch nicht vorhanden ist. Kannibalismus erwünscht. Ob Schlecker auch davon betroffen war?

Selbstmordsekte plant öffentlichen Suizid

Die Achse des Guten verweist auf das erste CO2 – freie Theaterstück. Die Mitwirkenden werden während der ganzen Zeit der Aufführung die Luft anhalten, um kein CO2 auszustoßen. Der Blogwart ist entsetzt, daß man junge Leute mit Fördermitteln unterstützt, sich mittels Atmungsverweigerung umzubringen. Andererseits begrüßt er die Initiative. Sie ist gut für das Klima. Er wollte, alle Klimajünger würden dem mutigen Beispiel Folge leisten und völlig ohne den Atmung auskommen. Zur Ankurbelung der Erderwärmung wird er selbst aber sein Auto heute im Stand laufenlassen. Es ist nämlich saukalt!

Der Blogwart freut sich aber andererseits, wie sehr die Indoktrinierung jugendlicher Herzen und Hirne mit völlig unhaltbarem Stuß vorangekommen ist. Während in der Deutschen Demokratischen Republik völlig klar war, daß der Sozialismus siegt, mit Rückschlägen natürlich, die aber nicht die DDR betreffen, ist heute jedem Heranwachsenden klar, wir haben einen Klimawandel, der von uns Menschen gezielt beeinflußt werden kann, die Sowjetunion hat es noch bei der Austrocknung des Aralsees belassen, um die Wüste zum Ergrünen zu bringen.

Er kriegt dann auch immer so komische Gedanken in den Kopf, zum Beispiel, warum die nicht erst einmal mit dem Kampf gegen den Regen beginnen, der zu Erkältungen und Überschwemmungen führen kann und auch in Deutschland zu Opfern. Sicher, das sind nur Erdnüsse im Vergleich zum Klimachange, aber sollte man als guter Mensch nicht erst einmal im Kleinen beginnen und sich nach vollbrachtem Werk an die großen Brocken wagen?

Ja, es gibt Regenschirme, Regenumhänge, regenfeste Kleidung aber die wurden doch von Leuten erfunden, die sich offenbar mit dem Phänomen Regen abgefunden, also resigniert haben und sich nur noch vor den Auswirkungen schützen wollten. Und wer jetzt damit kommt, Regen wäre nützlich für die Landwirtschaft, hat sich ganz klar als Zyniker entlarvt, denn auch Bäume benötigen das bekämpfte CO2, die stellen damit nämlich planmäßig Sauerstoff her, auf den die Menschen noch nicht zu verzichten gelernt haben. Das aber ist nur eine Frage der richtigen Einstellung. Es gibt doch auch Vegetarier oder Veganer. Warum nicht auch Leute, die sagen, Sauerstoff?  Nicht mit uns!

Weil Du heut Geburtstag hast

 

Am 31. Januar 1912 veröffentlicht die *Freiburger Zeitung* den Dankerlaß des deutschen Kaisers anläßlich seines Geburtstages.  “ … Nationale Gedenktage sind in unserer schnelllebigen, von wirtschaftlichen und politischen Interessen und Gegensätzen beherrschten Zeit besonders wohltuend. Denn sie nötigen dazu, in dem Hasten des werktätigen Lebens einen Augenblick inne zu halten und einen Blick auf die Vergangenheit zu werfen.

Welch ungeahnte Entwicklung ist unserem Vaterlande beschieden gewesen und wie vielen Dank schulden wir den großen Männern*, die sich in ernster Zeit als wahre Führer des Volkes erwiesen und es zur Erfüllung der ihm von der Vorsehung**  gestellten großen Aufgaben tüchtig gemacht haben.

Was mein großer Ahne dem preußischen Staat durch sein Lebenswerk geleistet und welchen Einfluß sein unerreichtes  Vorbild an Selbstzucht, Arbeitsamkeit, Pflichttreue und Hingabe an das Vaterland auf die Charakterentwicklung unseres Volkes ausgeübt hat, das ist uns in diesen Tagen mit leuchtenden Farben in Wort, Schrift und Bild wieder lebhaft vor Augen getreten. Die herzliche Teilnahme und dankbare Gesinnung, welche das Gedächtnis des großen Toten bei jung und alt ausgelöst hat, bürgt – trotz mancher unliebsamer Erscheinungen der Gegenwart – dafür, daß Friedrichs Geist immerdar im preußischen Volk fortleben wird und daß, wenn es je nötig werden sollte, das von ihm überkommene Erbteil an idealen und materiellen Gütern vor Gefahren zu schützen, die deutschen Stämme sich einmütig um ihre Fürsten scharen und über allen Parteihader hinweg sich nur von dem einen friderizianischen Gedanken leiten lassen werden: alles für das Vaterland! … „

*Wären die großen Frauen damals nicht in der Entwicklung  ihrer Größe gehindert worden, wie Rosa Luxemburg durch Gefängnishaft oder Tod … heute gibt es zum Glück Andrea Nahles, Angela Merkel oder Katja Kipping.

**Das mit der Vorsehung ist, aus heutiger Sicht betrachtet, natürlich starker Tobak aber entschuldigend sollte man sagen müssen, der spätere Volksschauspieler, n-tv-Moderator, Reichskanzler und Führer des Deutschen Volkes, Adolf Hitler, der später auch sehr unter der Vorsehung litt und sie deshalb bei jeder Gelegenheit im Munde führte,  war da gerade mal 22 Jahre, also im besten „Piraten“ – Alter und während damals alle möglichen Leute von Voraussichten heimgesucht wurden, die über ein Menschenleben hinausreichten, langt es bei unseren jetzigen zwergischen Frauen und Männern gerade bis zum nächsten Hauskredit, der Urlaubsreise auf Kosten eines Freundes in der Industrie oder dem nächsten, aber auf jeden Fall allerletzten, Rettungsschirm, der nun Brandmauer heißt. Von der DIE LINKE mal abgesehen, die eifrig an einer Wiederholung des Experiments Kommunismus bastelt, die Hundert Millionen Tote auf dem Wege dahin, das waren eben Betriebsunfälle, ohne Opfer kein Fortschritt, so heißt es. Wobei vorzugsweise die Anderen die Opfer sein sollen.

Zum Glück, meint der Blogwart, sind diese Zeiten seit 100 Jahren vorbei und die Rede unseres geliebten Bundespräsidenten, der es bewußt vermieden hat auf   Selbstzucht, Arbeitsamkeit, Pflichttreue und Hingabe an das Vaterland in seiner Geburtstagsrede anläßlich des 300. Geburtstages des Zweiten Friedrich zu verweisen, stattdessen auf seine Politik, ahnungslose Facharbeiter in die preußischen sozialen Hängematten einwandern zu lassen oder ganze Rudel späterer Ehrenmörder, hebt sich doch wohltuend gegen die des damaligen Kaisers ab. Auch muß man anmerken, wo denn die Mutter bleibt im Vaterlande, es hätte also besser „alles für das Elterland“ geheissen, wobei unsere Kanzlerin ja nun verinnerlicht hat, daß zuerst die griechischen, französischen, spanischen, kosovarischen oder portugiesischen Kinder ihre Mahlzeit von der gütigen deutschen Ernährerin bekommen und die eigenen Kinder dürfen die Reste im Topf ausschlecken, so, wie es liebende Mütter seit jeher praktizieren. 

In zwei Jahren, von 1912 gerechnet, wissen wir heute, wird Wilhelm II. die ganze Welt überfallen, über allen Parteihader hinweg, und so unsere ewige Schuld einläuten und für die sollten wir ihm wirklich dankbar sein.

Bild: Wilhelm II. . Schlimmer als Napoleon oder Attilla der Hunne, ja, schlimmer als alle Mongolenstürme, denn das waren Ausländer, deren Greuel für deutsche Intellektuelle eher inspirierend wirken und in denen sie große Geister ausmachen. Die Vorsehung läßt ihn nicht den Kommunismus erstreben, ja nicht einmal die parlamentarische Selbstbedienungsdemokratie, deswegen bekommt er zum Geburtstag auch keinen Kranz gewunden, wie ihn die Sozialisten jährlich an den Gräbern Karl Liebknechts und der lieblichen Briefeschreiberin aus dem Gefängnis, Rosa Luxemburg, niederlegen. Das hat er nun davon!

Weisband wer?

Irgendwie hat der Blogwart das Erscheinen dieser neuen weiblichen Heroine verpasst. Inzwischen weiß er, sie gehört der Räuber Partei an, die sich ehrlicherweise „Die Piraten“ nennt, im Gegensatz zu DIE LINKE, die Raub meint und soziale Gerechtigkeit ruft. Irgendwas geht Deutschland nun verloren, weil die Seeräuber – Jenny jetzt wieder studiert, anstatt darüber zu philosophieren, wie fortschrittlich es ist, nicht zu säen, nicht zu ernten und doch ernährt zu werden. Betroffen macht ihn insbesondere das aufwühlende Bekanntwerden der Tatsache, daß diese junge, hoffnungsvolle Likedelerin Hassmails erhalten hat, nur wegen ihres Namens, ihrer Herkunft oder ihrer Religion. Wo doch ihre politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen, vorzugsweise von der Arbeit anderer und von geklauten Gütern zu leben, Anlaß genug wären. Die Welt ist wirklich ein fürchterlich kalter Ort geworden, wo Menschen mit der Mentalität von Dieben als Hoffnungsträger gelten.

Anekdoten

 

Am 28.Januar 1912 erinnern die *Wiener Bilder“ an Friedrich II. * Im Jahre 1781 hatte der König die Kaffeeregie eingeführt. Das Volk war über diese Verteuerung seines Lieblingsgetränkes höchst aufgebracht. Eines Tages ritt der König, nur von einem Reitknecht begleitet, durch die Jägerstraße. Schon von weitem sah er auf dem Werderschen Markte das Volk sich drängen. Er ritt hinzu und findet eine Karikatur seiner selbst angeschlagen, wie er kläglich auf einem Fußschemel hockt, eine Kaffeemühle zwischen den Knien haltend, mit der Rechten mahlend, mit der Linken gierig nach den herausfallenden Bohnen greifend. „Hängt es doch niedriger, daß die Leute sich nicht den Hals ausrecken!“ ruft der König. Ungeheurer Jubel, die Karikatur wird in tausend Fetzen zerrissen, von lauten Hochrufen begleitet, reitet der König langsam von dannen.

Bei seinem letzten Besuche in Breslau 1785 unterhielt sich der König, dessen  Menschenverachtung mit den Jahren gewachsen war, mit dem Professor Garve über lebensphilosophische Fragen, wobei er die Menge „Kanaille“ nannte. Garve protestierte: „Als Eure Majestät gestern in die Stadt kamen und alles Volk zusammenlief, um seinen großen König zu sehen, das war nicht Kanaille!“ Der König erwiderte gelassen: „Setze er einen alten Affen aufs Pfers und lasse er ihn durch die Straßen reiten, so wird das Volk ebenso zusammenlaufen.“

Auf Anfrage eines Stadtmagistrats, wie ein Bürger zu bestrafen sei, der Gott, den König und den Magistrat gelästert: “ Daß der Arrestant Gött gelästert, ist ein Beweis, daß er ihn nicht kennet; daß er mich gelästert hat, vergebe ich ihm; daß er aber einen edlen Rat gelästert hat, dafür soll er exemplarisch bestraft werden und auf eine halbe Stunde nach Spanda kommen.

Bild: Wintersonntag auf dem Berliner Müggelsee. Anschnallplatz der Eisläufer. 

Wurde aber auch Zeit!


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