Archiv für Januar 2014

Von Hoyerswerda nach Auschwitz

WäscheAm 27. Januar sollte keine Urteile gefällt werden sagt die Jüdische Allgemeine. Jedenfalls nicht in Deutschland. Und nicht mit den Ergebnissen. Und, richtig, niemand will eine politische Justiz, beruhigt Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitzkomitees, aber, daß Richter, die politische Einstellung von Tätern strafverschärfend nicht berücksichtigen, das wäre unter Hitler nicht passiert. Oder unter Stalin. Oder Hilde Benjamin.

Der Blogwart fragt, müssen wir nun befürchten, daß sich wegen lascher deutscher Justiz ein singuläres unfaßbares Verbrechen wiederholt? Mit Sicherheit! Kann man nur hoffen, Christoph Heubner hat seine Fluchtkoffer bereits gepackt, bei den Zeichen an der Wand. Und im Fahrstuhl.

Bild: Sich von den Sünden der Großväter reinzuwaschen, ist gar nicht so leicht, andauernd kommt ein Depp daher und schmeißt mit brauner Pampe. Natürlich ist das keine Sippenhaftung. Die gab es bekanntlich nur unter den Nazis.

Baut Beate Zschäpe ab?

Glückliche TageKürzlich zeigte sich der Richter besorgt, Beate Zschäpe könne der Farce nicht mehr folgen. Sie war wohl etwas abwesend. In einem Rechtsstaat ist es aber von Bedeutung, daß die Schuldige dem Prozess immer mit wachen Sinnen folgt. Weil alles seine Ordnung haben muß. Niemand soll schließlich sagen können, die Angeklagte, deren Schuld der Deutsche Staat bereits eingestand, in Form einer Trauerfeier und üppiger Entschädigungszahlungen an die Familien Ermordeter, wäre verurteilt worden, weil sie ein wenig weggeduselt war. Da sei Justizia vor!

Bild: Ein Foto aus glücklicheren Tagen. Seit Prozessbeginn muß Frau Zschäpe Tag für Tag den Aufmarsch von Menschen ertragen, die bezeugen sollen, daß Frau Zschäpe an der Ermordung, Verzeihung, Tötung, ihrer Familienangehörigen Schuld oder Mitschuld trägt. Von Anfang an wurde dieses Zeugnis bis jetzt nicht erbracht. Da kann schon einmal die Konzentration nachlassen. Das ist zwar menschlich. Aber unverzeihlich.

Es ist nicht alles schön

Publikumsratbei ARD und ZDF und damit Fernsehen künftig die Fernsehkieker nicht verärgert, braucht es einen Publikumsrat. Der beschliesst , wie Krimis auszugehen haben, ob Politiker ausreden sollen oder wer Millionär wird, wenn es darum geht, wer Millionär wird. Denn Fernsehen soll ja niemanden verärgern, schon gar nicht die, die die Demokratieabgabe berappen müssen.

Eine noble Idee, sagt der Blogwart, der schon etliche Jahre lang den Fernsehkonsum eingestellt hat, doch wenn deutsche Volksvertreter im Bundestag nicht einmal repräsentativ das deutsche Volk vertreten, wie will Frau Müller dann Menschen zusammentrommeln, die die gesamte Fersehkieker Geschmackspalette widerspiegeln und wird dann über die Sendungsinhalte abgestimmt? Das Beste aber daran ist, es werden damit garantiert neue Arbeitsplätze geschaffen, denn auch die Arbeit in einem Publikumsrat ist harte Arbeit und beileibe kein Zuckerschlecken.

Bild: Schaun wir mal, welches Happy – End uns heute der Publikumsrat genehmigt hat. Und wieso ist schon wieder Fußball im Programm?

Gregor Gysi hat die Ukraine aufgefordert

Spartakisten in Berlinsowie die übrigen Staaten der GUS, gegen Bundeskanzlerin Merkel und ihre Lakaien ein Einreiseverbot zu verhängen. Zumindest so lange, bis die gegen den Willen der Opposition regierende Bundeskanzlerin, sämtliche Forderungen der Opposition erfülle oder zumindest Neuwahlen ansetze. Jetzt, so Gysi, sei es Zeit für das demokratische Ausland zu  handeln, denn je mehr Zeit verstreiche, in denen es die Staaten der GUS  unterließen,  die gegen den Willen der Opposition regierende Bundeskanzlerin unter Druck zu setzen, Neuwahlen auszurufen,  desto mehr würde Frau Merkel versuchen, die Opposition auszutricksen.

 „Wir akzeptieren das Ergebnis von Wahlen nur, wenn wir aus ihnen als Sieger hervorgehen.“ Herr Klitschko, derzeit in der Ukraine,  hat das Wesen westlicher Demokratie also verstanden. Als amerikanischer Staatsbürger ist er schließlich in deren Mutterland beheimatet. Der Blogwart ist froh, daß es solch aufrechte Menschen gibt, die Staaten im Namen einer Minderheit in Chaos und Verwüstung stürzen. Weiter so. Das Bild zeigt friedliche Oppositionelle, die diszipliniert und ruhig für die Abdankung der Regierung und sofortige Neuwahlen demonstrieren, aus denen die Opposition als Wahlsieger hervozugehen hat. Falls nicht, wird friedlich weiter demonstriert.

In einfachen Worten

NSV Hort

Gestrige Quelle: Reichskanzler Adolf Hitler:  … Im Streit der Parteien hat sich herausgestellt, daß unter falschen Fahnen diskutiert wurde. Es ist nämlich falsch, daß die bürgerlichen Parteien Arbeitgeber geworden sind, und daß die Marxisten sich Proleten und Arbeitnehmer heißen. Es gibt ebensoviel Proleten unter den Arbeitgebern, als es bürgerliche Elemente unter den Arbeitnehmern gibt.

„Die Bürger“ verteidigen angeblich im Begriff des Vaterlandes einen Besitz, einen kapitalistischen Wert. Vom Marxismus her gesehen also ist Vaterlandsliebe nicht dumm, sondern Profitgier des Kapitals. Die Internationalität des Marxismus andererseits wird vom Bürger her als Spekulation auf eine Weltwirtschaft angesprochen, in der es nur noch staatliche Verwaltung und kein privates Vermögen mehr gibt.

Dieser Trennung in Interessengruppen des Volkes in Interessengegnerschaft  geht der Bürger nun aus dem Wege, stellt sich hinter den falschen und geschäftigen Optimismus seiner Tagespresse und läßt sich von ihr „unpolitisch“ unterrichten. Dieser Unterricht erfolgt sehr geschickt ganz nach dem Geschmack seiner Majestät Zipfelmütze, friedliebend und friedlich. Man geht Schritt für Schritt zurück. Der Kompromiß schafft immer wieder Zündstoff aus der Welt, zumindest aus der Welt des Augenscheinlichen, und das Ende, das Ende ist eine politische Angelegenheit in weiter Ferne, die man auf sich beruhen läßt – eben um des lieben Friedens willen. Daß dieser Friede gar kein Friede war, sondern eine tägliche Niederlage, ein täglicher Sieg des bewußt politischen Marxismus, dür diese Erkenntnis känmpft der Nationalsozialismus.

Der Nationalsozialismus nimmt aus jedem der zwei Lager die reine Idee für sich. Aus dem Lager der bürgerlichen Tradition: die nationale Entschlossenheit, und aus dem Materialismus der marxistischen Lehre: den lebendigen, schöpferischen Sozialismus.

Volksgemeinschaft: Das heißt Gemeinschaft aller wirkenden Arbei, das heißt Einheit aller Lebensinteressen, das heißt Überwindung von privatem Bürgertum und gewerkschaftlich-mechanisch-organisierter Masse, das heißt die unbedingte Gleichung von Einzelschicksal und Nation, von Individuum und Volk.

Ich weiß, der liberale Bürgersinn ist in Deutschland sehr ausgeprägt, der Bürger lehnt das öffentliche Leben ab, er hat eine tiefe Abneigung gegen die Straße. Gibt er dieser Neigung länger nach, zerstört dies öffentliche Leben, die Straße, das Ideal seiner vier Wände.

Der Angriff ist in solchem Fall die beste Verteidigung.

Ich bin nicht verantwortlich für die Tatsache, daß 1918 die Straße die Befehlszentrale des deutschen Staates besetzte. Das Bürgertum hätte aber den geringsten Anlaß, den Trommler in mir zu beargwöhnen, der die Reville wirbelt, denn hätte das Bürgertum die Tatsachen der Geschichte verschlafen, so wäre es zu spät erwacht, erwacht in einem politischen Zustand, der Bolschewismus heißt und der zuverlässigste Todfeind des Bürgersinns ist. Gegen den Bürger als Bourgeoisie lief die russische Revolution Sturm, und in Deutschland ist die Entscheidungsschlacht dieser Weltanschauung ebenfalls gefallen.

Daß ganz Deutschland über den bolschewistischen Imperialismus aufgeklärt ist, daß kein einziger Deutscher sagen kann: ich habe es nicht gewußt, sondern ihm nur die faule Ausrede verbleibt: ich habe es nicht geglaubt – das ist mein Einsatz und der Grundsatz aller meiner Getreuen immer gewesen.

Hanns Johst: Soweit Sie sich unter dem Zwange der Weimarer Verfassung parteimäßig orientieren mußten, nannten Sie ihre Bewegung aber Nationalsozialistische Arbeiterpartei. Ich meine, Sie gaben damit dem Begriff des Arbeiters die größere Ehre vor dem Begriff des Bürgers.

Reichskanzler Adolf Hitler: Ich wählte das Wort Arbeiter, weil es mir meinem ganzen Wesen nach näher lag, undweil ich dieses Wort zurückerobern wollte für die nationale Kraft. Ich wollte und will nicht zulassen, daß der begriff des Arbeiters einfach internationalen Charakter erhält und vom Bürger her mit Mißtrauen betrachtet wird. Ich mußte ihn wieder „einbürgern“ in die Gewalt der deutschen Sprache und in die Hoheitsrechte und Pflichten des deutschen Volkes. Ebensowenig wie ich dulde, daß der richtig erfaßte und wesentlich verstandene Begriff des Bürgers verunziert wird. Aber dafür zu sorgen, halte ich den Bürger für berufen.

Hanns Johst: In der Weltanschauung des Nationalsozialismus gibt es also nur Staatsbürger und Arbeiter. Und jedermann ist entweder beides oder er ist keines von beiden und damit eine Drohne des staatlichen Lebens?

Reichskanzler Adolf Hitler: Gewiß, diese Gleichung ist mir wesentlich, denn mit ihr allein überwinden wir das ganze Vokabular von unnötigen Überheblichkeiten, wie sie der Parlamentarismus und der ganze Liberalismus heraufbeschworen haben. Der deutsche Bürger mit der Zipfelmütze muß Staatsbürger werden und der Genosse mit der roten Ballonmütze Volksgenosse. Beide müssen mit ihrem guten Willen den sozialogischen Begriff  des Arbeiters zu dem Ehrentitel der Arbeit adeln. Dieser Adelsbrief allein vereidigt den Soldaten wie den Bauern, den Kaufmann wie den Akademiker, den Arbeiter wie den Kapitalisten auf die einzig mögliche Blickrichtung aller deutschen Zielstrebigkeiten: auf die Nation. …

Bild: Unglaublich! 10 Jahre vor der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee, die deshalb keine Zeit mehr hatte, auch die sowjetischen Gulags zu befreien, und wer weiß, wieviele Juden darin jämmerlich verreckten, was aber keine Sau interessiert, streift der Verbrecher Hitler das Thema mit keiner Silbe und auch dieser Hanns Johst wird seinem journalistischen Auftrag nicht gerecht, diesen üblen Punkt zur Sprache zu bringen. Stattdessen zeigt er sich als Stichwortgeber für den größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte, man könnte meinen, er handelt im Solde von ARD und ZDF.


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