Archiv für November 2012

Toll gemacht! Super!

HIV ist toll

Was andernorts mit aufbrausendem, langanhaltendem Beifall begrüßt wird: „Du bist HIV positiv, Klaus, gratuliere, feine Leistung„, findet in der Landesregierung Sachsen – Anhalts wenig Zustimmung. Diese will Risikogruppen, also Menschengruppen, von denen anzunehmen ist, daß sie ein tödliches Virus unter der gesunden Bevölkerung verbreiten könnten, aufspüren. Durch Zwangstests. Das ist alles so abscheulich!

Andererseits kann sich der Blogwart noch an wirklich finstere Zeiten erinnern, in denen es sogenannte Reihenuntersuchungen gab, um Lungentuberkulosekranke festzustellen, eine Krankheit, wie AIDS, die bei  den Betroffenen, unbehandelt, zum Tode führen konnte.  Bis dahin, bis zum Zeitpunkt des Todes also, hätten sie die Möglichkeit, noch ungezählte weitere Menschen zu infizieren und dem Tode zu weihen, etwas, für das man heute den Respekt der Kollegen erhält. Nicht für außergewöhlich gute Arbeit etwa.

Natürlich ist es kostengünstiger, Risikogruppen zu untersuchen, statt sämtliche Sachsen – Anhaltiner. Vom Kind bis zum Greis. Aber auch mächtig diskriminierend. Menschen, die nämlich HIV – positiv sein könnten, könnten sich durch solch eine Untersuchung in ihrer Menschenwürde verletzt sehen, die Würde derer, die sie infizieren könnten, die zählt da nicht.

Ein Gutes hat die Sache aber. Durch solcherart eingeschränkte Kontrolle bleibt mehr Geld für den Kampf gegen Rechts und damit ist doch Allen geholfen.

Dumme Liese

Hildebrand Schokoladen Kakao

„Siehst Du, Liese“, spricht die Mutti, „diese Schokolade ist nicht etwa für Dich, sondern für all die Negerkinder, die die Mutti eingeladen hat, in unserem Haus zu wohnen, damit die einmal groß und stark werden und Dich dann verhauen, bestehlen und Dir noch viel Schlimmeres antun können. Das tut Mutti aber nur, weil sie Dich ganz, ganz doll lieb hat. Verstehst Du das, mein Engel?“

Schlaraffenland noch attraktiver

Mahlzeit

Im Schlaraffenland, wo die Schlaraffen dafür sorgen, daß Bäche von Milch und Honig fließen und jedem, der den Mund aufsperrt, gebratenene Tauben hineinfliegen, hübsch klein geschnitten, wegen der Erstickungsgefahr, lebt es sich für Nichtschlaraffen jetzt noch besser. Schreibt der Focus. Na, wenn das nicht ein Grund zur Freude für alle Schlaraffen ist.

Bild: Als Adam grub und Eva spann, da gab es weder den Edelmann noch eine Regierung, die es Familien-, Sippen-, Stammes- oder Volksfremden erlaubte, auf Kosten von Adam und Eva zu leben. Natürlich gab es Gastfreundschaft, unter der stillschweigenden Übereinkunft, daß der Gast wußte, wann er die Gastfreundschaft der Gastgeber überstrapazierte. Das waren schlimme Zeiten damals. Heute lädt die demokratische Regierung jeden ein zu kommen und die gerechten Richter legen fest, wie der Neuankömmling zu umhegen ist. Das Volk hingegen löffelt die Suppe, die von Tag zu Tag dünner wird, schweigend aus.

Fragen eines lesenden Arbeiters

Warum haben die Hobbits keine  Multikulturelle Gesellschaft wie wir? Warum haben sie keine Orks als billige Arbeitskräfte ins Land geholt. Warum spannen sie keinen Rettungsschirm über das bankrotte Mordor? Warum gibt es keine Sozialwohnungen für Waldläufer. Warum gibt es so wenig Höhlentrolle in Führungpositionen. Warum werden Kleinwüchsige als Zwerge verunglimpft? Ist der Dunkle Herrscher wirklich böse oder hatte er nur eine schwere Kindheit?
Und die wichtigste aller Fragen: wann segelt Galadriel Roth endlich mit dem letzten Schiff in den Sonnenuntergang?

Der ist auch gut: Müssen in Zukunft bei den Fahndung nach Neonazis auch Schwarze verdächtigt und kontrolliert werden, nachdem die Kontrolle eines Schwarzen wegen seines ausländischen Aussehens während der Fahndung nach illegalen Ausländern von einem deutschen Gericht als unzulässig klassifiziert wurde?

Quelle.

Bild: 1937 Japan führt Krieg in China. Das Oberkommando der japanischen Streitkräfte berücksichtigt beim Casting für die Invasionsstreitmacht lediglich gelbe, männliche und kleingewachsene Menschen. Ein schwerer Affront gegen den schwarzen, gleichgeschlechtlich orientierten, andersbegabten und weiblichen Teil der Weltbevölkerung.

Heute beim Bäcker

stand ein Polizeifahrzeug vor der Tür. Vor der Theke kaufte eine ca 150 cm große Polizistin ein,  die entweder sehr schwanger oder sehr dick war. Der Blogwart fragt: Ist das jetzt die Quote? Mit all ihren Konsequenzen für den Bürger, der sich im Notfall darauf verlassen muß, daß die herbeigerufene Polizei auch körperlich in der Lage ist, ihm zu helfen?

Die Wahrheit über das Blutbad von Prizrend

Die *Neue Zeitung* lässt am 27.11.1912 einen angeblichen serbischen Augenzeugen zu Wort kommen: „… General Jankovic erteilte seinen Truppen den Befehl, den Albanern überall mit der größten Strenge entgegenzutreten, alle Albaner, welche mit der Waffe in der Hand angetroffen werden, als Rebellen zu behandeln und die Ortschaften nach Entfernung der Eßvorräte und des Nutzviehs niederzubrennen. Die von Uesküb nach Prizrend losmarschierende serbische Armee stieß bis vor der Crna ljeva Planina (schwarzes, linkes Hochplateau) nirgens auf ernstlichen Widerstand, die Bevölkerung war bis auf einige Schwerkranke und Greise nach Prizrend geflohen, doch machten die Serben jedes vorfindende menschliche Lebewesen erbarmungslos nieder und zündeten die auf dem Wege befindlichen Ortschaften an.

In der Gemeinde Monasteriza (Klösterlein), die letzte vor Prizrend, wurde ein größeres Quantum aus Zwetschgen gewonnener Spiritus erbeutet und unter den Truppen verteilt, was nicht wenig dazu beitrug, die Kampfstimmung der Soldaten zu heben. Die aus allen Windrichtungen nach Prizrend zusammenströmenden albanischen Flüchtlinge waren noch unterwegs, zum größten Teil bestanden diese Convois aus Weibern und Kindern; um diesen Flüchtlingen das unbedingte Erreichen Prizrends zu ermöglichen, stellten sich die Männer – etwa 500 an der Zahl – den anrückenden Serben auf dem bezeichneten Hochplateau entgegen, um deren Vormarsch eine Zeitlang aufzuhalten. Das Eingreifen der serbischen Artillerie richtete unter den regellosen und einer einheitlichen Führung entbehrenden Albanerhaufen ein fürchterliches Blutbad an, allein sie hielten trotzdem mit dem Mute der Verzweiflung stand und rieben eine mit dem Bajonett angreifende serbische Infanteriekolonne fast vollständig auf.

Nun wurde von Oberst Gencic (es kann auch Oberst Redic gemeint sein) neuerlich der Befehl ausgegeben, niemanden zu schonen, sondern alles, was den Soldaten in die Hände fällt, erbarmungslos niederzumetzeln. Als die albaner sahen, daß ihre Position unhaltbar geworden sei, suchten Sie, ihre schwerverletzten Kameraden vorerst selbst zu töten, doch wurde eine ihrer Abteilungen von den Serben umzingelt und nach erbittertem schrecklichen Kampfe Mann gegen Mann von der Übermacht niedergerungen und getötet. Pardon wurde keiner gegeben. Eine serbische Abteilung verblieb auf dem Schlachtfelde und tötete alle verletzten Albaner an Ort und Stelle.

Der geflüchtete Rest stellte sich den Serben knapp vor Prizrend noch einmal entgegen, mußte aber dem Ansturm der serbischen Kavallerie weichen, worauf die Albaner ihre eigenen, auf den Karren gegen die Stadt flüchtenden Angehörigen zu töten begannen, um diese nicht in die Hände der Serben fallen zu lassen. Ein Teil der Kinder und Greise wurde tatsächlich getötet, wobei einige serbische, in den Flüchtlingszug abgegebene Schrapnellschüsse sehr wirksame Dienste leisteten. Die Rückzugsstraße von Prizrend war besät mit Leichen Gefallener und Getöteter, darunter meist Frauen und Kinder, über welche die nachstürmenden serbischen Truppen hinwegsetzten. Ein Teil der Flüchtlinge wurdevon der Kavallerie von Prizrend abgeschnitten und mit zwei Maschinengewehren niederkartätscht, trotzdem sich zwanzig reichgeschmückte und mit festlichem Gewande angetane Albanerfrauen deputativ vor dem Oberst niederknieten und händeringend um Schonung ihrer Kinder baten.

Auf einen kurzen Befehl des Obersten (schade, daß der fluchwürdige Name dieses rohen Unmenschen noch nicht bekannt ist! Anm. d. B.) stürzten mehrere Kavalleristen heran und hieben die Frauen mit ihren Säbeln nieder. Inzwischen war auch die Infanterie herangekommen und drang in die Straßen ein, in welchen ein beispielloser Wirrwarr herrschte. Die Luft war erfüllt von dem Geschrei und Gejammer der in Todesängsten schwebenden Weiber und Kinder, die trotz flehentlichem Bitten niedergestochen, niedergeschossen oder mit Kolbenschlägen getötet wurden.

Die Offiziere gingen mit gutem Beispiel voran und wo einer der Mannschaften irgend etwas wie menschliche Rührung zeigen wollte, wurde er sehr nachdrücklich an seine Pflicht gemahnt. Die flüchtenden albanischen Männer drangen in die Häuser ein und setzten sich dort zur Wehre; in das Haus eines österreichischen Ingenieurs, der hier mit Gattin und vier Kindern seit mehreren Jahren ansässig war und der hier die schwarzgelbe Flagge gehisst hatte, warf sich ein Haufen Albaner. Da sich das Haus nicht ergeben wollte, wurde es durch ein Geschütz demoliert, wobei nicht nur die Familie des Ingenieurs , sondern auch die Albaner unter den Trümmern begraben wurden.

Die übrigen albanischen Flüchtlinge suchten im österreichischen Konsulat, in der Zitadelle und bei einem italienischen Geistlichen Schutz. Fünf Minuten vor Eintreffen unserer ersten Abteilung bei österreichischen Konsulat schloß dieses die Tore, nachdem die letzten schutzsuchenden Flüchtlinge Einlaß gefunden hatten. Der Straßenkampf tobte weiter. Hauptmann Kostivc erschien mit einer Abteilung Infanterie vor dem Konsulatsgebäude und forderte durch lautes Pochen am Tore Einlaß. Der österreichische Konsul erschien hierauf am Fenster und erklärte, daß das Gebäude neutraler österreichischer Boden sei und daß er sich mit den Insassen beim Versuch eines gewaltsamen Einbruches zur Wehr setzen werde, da ein Vorgehen gegen ihn und seine Schützlinge völkerrechtswidrig sei.  Hauptmann Kostic erwiderte, daß Serbien die Kapitulationsbedingungen der fremden Vertreter mit der Türkei auf dem eroberten Boden nicht anerkenne, daß die Flüchtlinge Rebellen seien und daß er (Konsul Prohaska) die Folgen seiner Widersetzlichkeit verantworten müsse. Da die Zeit drängte, wurde das Tor des Konsulats mit Äxten und Spaten eingebrochen und die halbe Kompanie Infanterie drang in das Gebäude, während die andere Hälfte zur Deckung draußen blieb. Die im Hofe befindlichen Flüchtlinge wurden  kurzerhand niedergemacht und nun drangen die Soldaten in die im mersten Stock befindlichen Räume des Konsuls. Die Türe wurde erbrochen und alle vorgefundenen Flüchtlinge, die sich selbst auf dem Dachboden versteckt hatten, niedergemacht. Einige Soldaten leisteten sich den Spaß, Weiber und Kinder auf die Dachsparren aufzuhängen. Auch in der Zitadelle wurde alles niedergemacht, nachdem erst durch einen Kanonenschuß Bresche gelegt wurde. Der italienische Priester trat im Meßornat, mit dem Kreuze in der Hand, den Soldaten am Tore seines Hauses entgegen, wurde jedoch sofort durch mehrere Bajonettstiche getötet, ebenso auch seine Schützlinge niedergemacht. In zwei Tagen dürften von den Albanern in und um Prizrend etwa 12000 Menschen niedergemacht worden sein.“ …

Der Blogwart meint: Heute kann man nachlesen, es gab zwar Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung, damals durch die serbischen Truppen, aber das österreichische Konsulat in Prizrend haben sie nicht angegriffen und konnten demzufolge auch keine Flüchtlinge niedermachen. Da haben die Serben aber noch einmal Glück gehabt, daß ihnen diese Greuel nicht anhaften. Amerika hätte sich sonst noch gezwungen gesehen, in den Balkankrieg einzugreifen. Und das will ja nun keiner.

Gunter Demnig verlegt neue Stolpersteine

schreibt die Mitteldeutsche Zeitung. Damit erinnert er die Zeitzer daran, daß ihre Vorväter einstmals  Lydia und Hermann Blumenthal und Auguste Lewy schweres Unrecht antaten, so wie die Hamelner Bürger ihrem Rattenfänger, der sie später dafür büssen ließ, indem er sämtliche Kinder aus der Stadt lockte. Bis auf die Lahmen und Kranken. Was er dann mit ihnen trieb, darüber gehen die Meinungen auseinander, jedenfalls können die Zeitzer froh sein, daß, obwohl so scheußliche Untaten in Vorzeiten von ihren Groß- und Urgroßvätern verübt wurden, an der Familie Mendelsohn, Frau Hedwig Flatow, der Familie Flörsheim, Herrn Siegfried Fürst, Lydia und Hermann Blumenthal, und auch der Auguste Lewy, diese gänzlich auf die Ausrottung der Nachkommenschaft der damaligen Zeitzer verzichten.

Stattdessen drangsalieren sie  sie mittels Künstlern, wie Gunter Demnig, der aus der Idee des Gedenkens und Mahnens ein schönes Geschäft gemacht hat, von dem er und seine Kindes – und Kindeskinder noch in etlichen Generationen hübsch leben können, das Wort Holocaustprofiteur will der Blogwart bei dieser Gelegenheit aber nicht einmal denken.

Im Mittelalter gab es übrigens die Flagellanten, das waren Menschen, die durch die Straßen zogen und sich selbst oder gegenseitig blutig peitschten, tatsächlicher oder eingebildeter Sünden wegen. Heute gründen sie Initiativen wie „Stolpersteine für Zeitz“.  Eine feine Sache, meint der Blogwart.

Bild: 1641 Antisemitismus in Frankfurt.


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