Es war ein furchtbarer Geruch

Furchtbarer GeruchBild: Im Prozess gegen den geständigen Buchhalter von Auschwitz, der, mutmaßt der Focus, mehr als ein Buchhalter des Todes sein könnte, kommen immer neue Anklagepunkte zur Sprache. Ankommenden in Auschwitz wäre der furchtbare Geruch, der über dem ganzen Lager hing sehr unangenehm aufgefallen. Der die Augen tränen ließ und im Hals kratzte.

“Ich habe einen Wachmann gefragt”, sagt eine Augenzeugin aus,  “ob das nicht auf die Dauer gesundheitsschädlich sei”,  aber der habe nur zynisch gelacht und gemeint, sie, die Wachleute,  müßten das ja länger aushalten. “Das hat mich”, schluchzte die Zeugin, “total fertiggemacht. Und”, ergänzte sie empört, “im Prospekt stand davon auch nichts!” Das Gericht soll jetzt prüfen, inwieweit der geständige Angeklagte auch für den fürchterlichen Geruch verantwortlich wäre und welche Schadenersatzforderungen die Überlebenden in 6stelliger Summe erheben könnten. Das wird sicher spannend.

Sparkasse verzinst mit 4 Prozent

4 Prozent ZinsenTagesgeldzinssatzBild: Was will uns das Bild sagen, das damit wirbt, daß die Coburger städtische Sparkasse 3  3/4 Prozent Zinsen auf Tagesgeldkonten gibt 1915? Daß es unserer Wirtschaft schlechter geht als im Ersten Weltkrieg? Und da hatten wir sogar militärische Auseinandersetzungen mit Rußland. Um es einmal nett zu sagen. Kann natürlich auch sein, damals waren England und Frankreich unsere Feinde, während sie heute unsere Freunde sind. Und es der Wirtschaft deshalb besser ging.

Der ehrliche Joachim

Honest JoachimBild: Wenn es darum geht, anderen Staaten die ungeschminkte Wahrheit ins Gesicht zu salbadern, nimmt unser Bundespräsident kein Blatt vor den Mund. So hat er sich gerade selbst übertroffen, als er das Gemetzel von Türken an Armeniern als Völkermord bezeichnete. Das tat er in der Abwesenheit von Türken. Klar, wer will schon dabei zuschauen, wie ein alter, verlogener Pharisäer, der seine Reden von Söldlingen der US – Regierung geschrieben bekommt, ins Koma getreten wird? Und hinterher kann er nicht mal mehr zahnlos mümmeln, daß die Gewalt gegen Ausländer in Deutschland allgegenwärtig ist und wir jeder einen mit nach Hause nehmen sollen. Zur Pflege. Als unseren Ssssschatz, unssser Eigen.

Der Blogwart bestimmt nicht!

Hier an dieser Stelle macht sich wieder schmerzhaft das Fehlen der “Backpfeifenbeauftragten” bemerkbar, aber welches Parlament ist so masochistisch veranlagt, ein Gesetz zu beschließen über die Einrichtung von Stellen, die keinen anderen Zweck haben, als beim Anzeichen kleinsten Unsinns und wohlfeiler Lüge, dem Abgeordneten richtig in die Schnauze zu hauen. Das wäre wohl zuviel verlangt.

Es reichte ja auch, wie bei den Cäsaren auf ihren Triumphzügen, daß hinter ihnen jemand steht und ihnen zuflüstert, sie wären keine Götter,  sondern nur lausige Steuergeldempfänger, die deshalb in ihrem Amt sind, um den Willen des Deutschen Volkes zu erfüllen. Und keine Lakaien fremder Mächte.

Übungen

Und mit Musik

Herr Außenminister machen einen Witz

“Wie gehen wir eigentlich mit neuen Formen von Desinformation und Propaganda um, die in den Tagen der Ukraine – Krise vermehrt an Einfluß gewonnen haben und, äh, die von russischer Seite betrieben werden und völlig klar ist, und das ist unsere gemeinsame Position, wir können auf Propaganda, oder sagen wir einfach so rum,  als demokratische Staaten, können wir auf Propaganda nicht schlicht und einfach mit Gegenpropaganda beantworten. Sondern unsere Antwort auf Propaganda kann eigentlich nur sein, erstens freier und unabhängiger Journalismus und zweitens ein möglichst breites und vielfältiges Medienangebot.”

Bis zum letzten Besenstiel

*Freiburger Zeitung 23.04.1915* Ein neuer russischer Vorstoß gegen den Uzsoker Paß siegreich abgewiesen. … Die ungeheuren Verluste der Russen. Aus dem österreichischen Kriegspressequartier wird der Berl. Nationalzeitung berichtet: Die österreichisch-ungarischen Truppen im Gebiet des Laborcza Flusses, die ihre Aufgabe in mustergültiger Weise lösten, wurden am 1. April von einem deutschen Beskidenkorps abgelöst bzw. verstärkt. Die deutschen Truppen, die eine mehrtägige Reise hinter sich hatten, erstürmten eine wichtige Höhe und griffen energisch in den Kampf ein.

Über die russische Angriffswut zeugt die Tatsache, daß sie gegen einen Punkt sechsmal stürmten. Als Beispiel für die Taktik der Russen mag das Verhalten am Uzsoker Paß dienen. Dort wurden Truppen vorgeschickt, die  nicht mit Gewehren, sondern mit Stöcken bewaffnet waren, an denen man die Bajonette befestigt hatte. Wie ein österreichischer Offizier, der an diesen Kämpfen teilnahm, erzählte, war nicht Waffenmangel  der eigentliche Grund dieser Taktik, sondern die Russen hatten es darauf abgesehen, es unbedingt zum Nahkampf kommen zu lassen. Die Absicht des Gegners, den Kampf Mann gegen Mann zu forcieren mißlang jedoch, obwohl beinahe unerschöpfliche Menschenmassen vorgeschickt wurden. Allein wahre Hekatomben russischer Soldaten wurden, sobald sie an die Drahtverhaue herangekommen waren, von unseren Maschinengewehren einfach niedergemäht. Es ist keine Phrase, wenn man sagt, daß sich die Leichname gefallener Feinde zu wahren Wällen türmen.

Rast in den Karpaten 1915

Gegen die Heuchelei unserer Feinde. Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: In einer Veröffentlichung vom 21. April beklagt sich die englische Heeresleitung darüber, daß deutscherseits, entgegen allen Gesetzen der Kriegsführung, bei der Wiedereinnahme der Höhe Nr. 60 südöstlich von Ypern Geschosse verwendet worden seien, die beim Platzen erstickende Gase entwickelten. Wie aus den deutschen amtlichen Bekanntmachungen hervorgeht, gebrauchen unsere Gegner seit vielen Monaten dieses Kriegsmittel. Sie sind augenscheinlich der Meinung, daß das, was ihnen erlaubt sei, uns nicht zugestanden werden könne.

Eine solche Auffassung, die in diesem Kriege ja nicht den Reiz der Neuheit hat, begreifen wir, besonders im Hinblick darauf, daß die deutsche Chemiewissenschaft es uns natürlich gestattet, viel wirksamere Mittel einzusetzen als der Feind, können sie aber nicht teilen.

Im übrigen trifft die Berufung auf die Gesetze der Kriegsführung nicht zu. Die deutschen Truppen verfeuern keine Geschosse, deren einziger Zweck ist, erstickende oder giftige Gase zu verbreiten. (Erklärung im Haag vom 9. Juli 1899) und die beim Platzen der deutschen Geschosse entwickelten Gase sind, obschon sie sehr viel unangenehmer empfunden werden als die etwa der gewöhnlichen französischen, russischen oder englischen Geschosse, doch etwa so gefährlich wie diese. Auch die im Nahkampf von uns verwendeten Rauchentwickler stehen in keiner Weise mit den Gesetzen der Kriegsführung in Widerspruch; sie bringen nichts weiter als die Potenzierung der Wirkung, die man durch ein angezündetes Holzbündel erzielen kann. Da der erzeugte Rauch auch in dunkler Nacht deutlich wahrnehmbar ist, bleibt es Jedem überlassen, sich seiner Einwirkung rechtzeitig zu entziehen.

Allein auf einer Insel


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