Archiv für Oktober 2009

Nur dem Gewissen gefolgt

Als Luther seine 95 Thesen gegen den Klimaschwindelablass an die Tür der Wittenberger Schloßkirche nagelte, weil kein Fernseh- oder Radiosender, geschweige denn eine Zeitung  verbreiten wollte, daß die CO2 Abgabe das Netz sei, mit der man das Geld der Menschen  fängt, da sei er, so der  Nachfolgesender  des Reichssenders Paul Nipkow, lediglich seinem Gewissen gefolgt. Ein absonderlicher Kauz, dieser Luther. Folgt seinem Gewissen!

Luther live im ZDF

Kleine Frakturübung

Mit Bedauern nimmt dieses Blog zur Kenntnis, daß das Schreiben und das Lesen immer weniger zum Fache kanakisch sprechenden Nachwuchses gehört, der so auf die Geschichtsdeutungen wohlmeinender aber völlig verblödeter Bildungswissenschaftler angewiesen ist, die die Geschichte vom heutigen inhumanen Menschenbilde aus beurteilen, das zwar die Eroberung Amerikas durch die Spanier, Engländer, Holländer und Franzosen als schlimme Ureinwohnerversklavung  verurteilt, nicht aber die Eroberung und Versklavung der Osteuropäer durch die Osmanen, von der Sklaverei in Afrika, deren Hauptabnehmer das osmanische Reich war, ganz zu schweigen.

Die meisten Dokumente zur Geschichte sind aber in Fraktur geschrieben, wie der verdienstvolle Kommentator Prosemit einmal richtig bemerkte. Wer heute in ein Museum geht, das keine kulturwerkstättisch verfälschte Ausstellung beherbergt, gebastelt von einer colorierten Frau, wird die Bücher in den Schaukästen ohne die Beherrschung von Fraktur nicht lesen können.  Manchmal kommt erschwerend sogar Latein hinzu!

Wir haben uns deshalb heute, am Reformationstage, der Bildung der frakturunkundigen Leser verschrieben, mit einem Angebot, ähnlich dem Rosettastein, der half, ägyptische Kritzeleien in Sprache zu übersetzen. Luther übersetzte damals die Bibel ins Deutsche und so war der Lateinunkundige in der Lage, das Orginal zu lesen und nicht mehr angewiesen auf die Interpretationen von Geistlichen. Ein schöner Fortschritt. Koraniten hingegen müssen noch heute den Koran in Arabisch auswendig lernen. Weshalb für weitere Bildung keine Zeit bleibt.

Hier die Vorlage aus dem Berliner Lokalanzeiger:

Wenn die Sirene heult

Ausschneiden! Aufbewahren!

Wenn die Sirene heult

Im Dienste des  Luftschutzes

Die Entrümpelung des Dachbodens ist gesetzlich vorgeschrieben. Überzeuge dich davon, daß sie ausreichend durchgeführt worden ist.  Nicht nur altes Gerümpel ist zu entfernen, auch entbehrliche ebrauchsgegenstände und übeflüssige Vorräte dürfen nicht auf dem Dachboden aufbewahrt werden. Dies gilt sowohl für die Dachbodenräume von Haushaltungen als auch von Betrieben. In einem leeren Dachgeschoß breitet sich ein Brand so langsam aus, daß er noch im Entstehen untertrückt werden kann. Rohstoffe und Gebrauchsgegenstände, die bei der Entrümpelung entfernt werden, sollen dem Vierjahresplan oder bedürftigen Volksgenossen zukommen.

Das war doch nicht so schwer. Oder?

Was wir hören

Reichssender München 1938

Warschau wartet

Schon rettet im Zeitungszeugen Neville Chamberlain den Frieden in unserer Zeit. Gelegenheit, wieder auf die friedensstiftende Rolle des großmütigen, heldenhaften Polen hinzuweisen, dem bereits ein Jahr später Deutschland so bitter Unrecht antun wird, wenn es die menschgewordenen Elben hinterrücks überfällt, als die die Polen von 1939 heute gelten.

Warschau wartet … Prag zögert mit der Antwort

Sonderdienst der Münchner Neuesten Nachrichten  H.L. Warschau 29. September 1938. Die polnische Presse sieht  übereinstimmend in den MÜNCHNER BESPRECHUNGEN ein Zeichen der Entspannung und der Abwendung der Kriegsgefahr.

„In der Zeit der schärfsten Drohungen und eines mitleidlosen Spiels mit den Reserven“, sagt „Kurier Poranny“, „werden die in München versammelten Staatsmänner mit Leichtigkeit feststellen, daß keiner von ihnen den Krieg will. Die Münchner Tagung bestätigt außerdem noch einmal die Isolierung der Tschecho=Slowakei sowie die Notwendigkeit einer gründliche Grenzrevision und der Bedingungen, auf die sich dieser Staat stützt.“

„Gazeta Polska“ erklärt, daß Polen wie bisher in Ruhe abwarte. Eine endgültige Befriedung der Verhältnisse in Europa werde nur mit Teilnahme Polens erfolgen können. Den Krieg wünschten lediglich Bolschwewisten, Tschechen und Juden. Große Bedeutung schreibt das Blatt der Rolle Mussolinis zu.

Der „Kurier Polski“ sieht zwei Aufgaben für München: erstens Beseitigung der unmittelbaren Kriegsgefahr, zweitens Vorbereitung der Atmosphäre für eine zukünftige intenationale Konferenz, die nicht nur die tschechische Frage endgültig zu regeln, sondern auch eine  neue politische Ordnung in Europa aufzubauen hätte.

Das Zögern der Tschecho=Slowakei mit einer Antwort auf die polnischen Vorschläge hat die Erbitterung in Warschau noch gesteigert. Die tschechische Taktik, den Partner hinzuhalten, bis sich seine Geduld zu erschöpfen droht, kann heute nicht mehr geduldet werden, erkärt der „Expreß Poranny“. Die tschechischen Provokationen haben die Polen auf beiden Seiten der Grenze mobilisiert zu hartem und unerbittlichen Widerstand. In einer ultimativen Sprache bemerkt das Militärblatt  „Polska Sbrojna“ Donnerstag früh: „von Prag erwarten wir in den nächsten Stunden, eine kurze und endgültige Antwort, daß das tschechische Militär den Bereich jenseits der Olsa verläßt. Es gibt nur eine Lösung: Die Tschechen hinter die Ostrawitza.“ MÜNCHNER NEUESTE NACHRICHTEN Nr.: 273

Übrigens bereiten sich auch Ungarn und Rumänien auf die zu erwartenden Zerstückelung der Tschechoslowakei vor und halten ihre Kuchengabeln schon bereit. Aber nur Polen geriert sich heutzutage derart unerträglich als Unschuldslämmchen und karikiert deutsche Politiker in SS-Uniform, mit Hakenkreuz und Reitpeitsche.

polnisch litauischer Konflikt 1938


Himmel noch eins


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