Archiv für Juli 2011

Ein Mann denkt nach

Sigmar Gabriel denkt nach. So hat der Fotograf sein Foto genannt. Ein großes Bild, ein schwerer Mann. Die Anstrengung des Nachdenkens ist ihm ins Gesicht geschrieben. Worüber denkt er nach, mag sich der Betrachter fragen? Auf jeden Fall über etwas Wichtiges. Etwas Wichtiges für die Welt. Die Denkerstirn liegt in Falten. Tief haben sie sich in das besorgte Antlitz eingegraben. Kundige könnten darin lesen, mangels Handlinien. Das Bild eines intellektuellen Schwerarbeiters. Besorgt blicken seine Augen ins Irgendwo. Über die Schulter dessen, der sich sein Kopfportrait ansieht. Was schaut Sigmar Gabriel, sorgenumwölkt? Was sieht er? Sieht er das heraufdämmernde Zeitalter überbordenden Internets, in dem Hetze, Beleidigungen oder gar Bedrohungen als „eine Art Folklore“ hingenommen werden? Bitternis umflort seinen Mund, der sonst die Weisheit der Klassenletzten verkündet oder die Rettung der  Eisbären vorm Eis. Ein Mahner, ein Denker, den der Fotograf hier abgebildet hat, eine Kassandra im Anzug. Verlacht und verkannt von der Welt, dennoch unaufhörlich Sätze plappernd, die keiner  hören will, als   Sigmar Gabriel selbst. Ein schweres Los, so vom Schicksal gezeichnet zu sein.  Der, der die Hiobsbotschaft bringt, macht sich nie beliebt. Aber tapfer trägt   Sigmar Gabriel die Aufgabe, die  sich Sigmar Gabriel  selbst aufgebürdet hat. Ein kleines Licht, in finsterer Nacht, das trotzig vor sich hin flackert und ruft: „Ich leuchte Euch!“ Und dafür sind wir ihm dankbar.

Keine Gewalt ist auch keine Lösung

sagt Extremismus-Experte Florian Hartleb: „Schauen Sie sich etwa die Pro-Köln-Bewegung an. Natürlich rufen die aber nicht zu Gewalt auf. Aber das schützt uns nicht vor solchen Einzeltätern.“ Schlimm das. Wie man es macht, ist es auch falsch.

Das konnte doch keiner ahnen!

Schwachsinnige deutsche Journalisten und Politiker am wenigsten. Nun, es ist völlig Wurscht, wen die Ägypter anbeten, Osiris, das Spagettimonster oder Allah. Wurscht ist es nicht, wenn sich diese Seuche immer weiter in Deutschland verbreitet. Am Montag beginnt dann der Ramadan und schleimige deutsche Politiker fordern zum sensiblen Umgang mit den Mohammedanern auf. Möglichst nicht in Gegenwart von Mohammedanern essen und trinken, das könnte nämlich ihre Gefühle verletzen. Daß sie auf Arbeit, so sie überhaupt arbeiten, mit knurrendem Magen und übermüdet, nicht leistungsfähig sind, ist auch klar. Und natürlich muß auch das nächtliche Getöse toleriert werden, wenn das Große Fressen beginnt. Pfui Deibel.

Moslems kidnappen die ägytische Revolution

Cigdem Toprak war es auch nicht

Der Autor Cigdem Toprak beteuert auf der Achse des Guten, er habe nichts damit zu tun, daß Dutzende Kinder auf einer norwegischen Insel ermordet wurden, er sei lediglich ein islamkritischer Mensch. Also, er würde den Islam irgendwie kritisch sehen. Wahrscheinlich ist er ihm nicht strahlend genug oder steht schief. Keinesfalls ist er islamfeindlich, was heißt, er würde ihn ablehnen oder ihn bekämpfen. Im Grunde genommen ist er nämlich prima, der Islam, passt gut zu Deutschland, nur sollte er in den Augen der Leute gefälliger daherkommen. Die Burka in Pink und der Ehrenmord mit vorangegangener Narkotisierung des Opfers. Das wäre human und im toprakschen Sinne aufgeklärt. Und nun, liebe Muslime, bitte, bitte  glaubt nicht, daß   Cigdem Toprak irgendetwas gegen Euch hat, zumindest glaubt es so lange nicht, bis sein Panikraum fertiggebaut ist und er einen Leibwächter anheuern konnte. Islam bedeutet nämlich Frieden.

Wir sind alle Osama Bin Laden!

Wer war das gleich noch einmal? Richtig. Ein Saudischer Bauunternehmer mit leichtem Hang dazu, Menschen ermorden zu lassen. Getrieben wurde er dazu vor allem durch Islamkritiker wie Cigdem Toprak, logisch. Der kann sich nun winden wie er will, winseln wie er will und Asche auf sein Haupt streuen, das wird ihm nichts helfen.

Deutsche Industrie sucht Arbeitskräfte

Dabei kann sie nicht immer zimperlich sein. *NEUES DEUTSCHLAND 30.07.1961*

Es werde Licht

Noch immer keine Nachrichten von größerer Bedeutung. Freiburg, 29. Juli. (1870) Selbst französische Correspondenten lassen jetzt durchblicken, daß die französische Armee noch nicht im Stande ist, die Offensive zu ergreifen. … Vice – Admiral Bouet – Vollaumez, Befehlshaber des französischen Panzergeschwaders im Norden, wird  seine Flagge auf der Fregatte „Surveillante“ aufhissen. Die Anwendung electrischer Apparate auf dem Geschwader ist angeordnet; vom electrischen Lichte werden große Dinge für den Feldzug erwartet. Das „Escadre du Nord“, welches in der „Baltique“ die Feindseligkeiten eröffnen soll, nimmt auch Generale an Bord; die elektrischen Vorarbeiten an Bord des „Ocean“ und der „Gauloise“ sollen vor Ende des Monats fertig sein. Vom Mittelmeergeschwader werden Matrosen zur Completierung an das Nordgeschwader abgegeben. Die Marine – Infanterie bildet eine Expeditionsdivision von zwei Brigaden unter General Balsaigne. In Cherbourg werden 30 bis 40 000 Mann concentriert, die das Panzergeschwader an die preußischen Küsten der „Baltique“ werfen soll; auch 3000 Mann Marine – Infanterie nehmen an der Expedition Theil. Napoleon hat seine Abreise nach Metz „wegen Hämorrhoidalleiden“ um zwei Tage verzögern müssen, man beginnt bereits in Frankreich selbst über diese fortwährenden „Verzögerungen“ allerlei zu munkeln.

Einige in unserem Blatte enthaltene Nachrichten (vergl. Köln) sind nicht gerade dazu angetan, die Neutralität Englands in bestem Lichte erscheinen zu lassen. Mag dem sein, wie ihm wolle – die allgemeine Stimmung in England ist für uns und gegen Frankreich. So nimmt z. B. der Advertiser“ Zuschriften auf, in denen England aufgefordert wird im Interesse der Menschheit unverzüglich seine Flotte und sein Heer zu Deutschland stoßen zu lassen. Zu derartigen feurigen und gewagten Ratschlägen hat sich die „Times“ allerdings noch nicht hinaufschwingen können, aber sie hält ihren mit Deutschland sympathiesierenden Standpunkt fest, und weist in maßvoller Sprache nach, weßhalb die Deutschen auf die Sympathien der Welt, zumal Englands, rechnen dürfen. Im Gegensatz zu den Franzosen seien sie von jeher allerorten, wo sie sich ansiedelten, willkommene Gäste gewesen, auf englischem wie auf amerikanischem Boden, denn sie seien betriebssam, friedlich, wahrheitsliebend und verläßlich, während die Franzosen in aller Welt zwar viele Bewunderer, aber wenig warme Freunde für sich gewinnen. Jetzt, wo das Vaterland  in Gefahr schwebe, zeige es sich, mit welcher ruhigen Opferfreudigkeit der Deutsche aus allen Ländern und Städten heimziehe zu dessen Verteidigung, fern von Selbstüberhebung und Großthuerei, aber im Bewußtsein seiner Pflicht und im Vertrauen auf die Kraft seines Stammes, gerade so wie der Engländer unter gleichen Verhältnissen tun würde. Deßhalb seien die größeren Sympathien für die deutsche Sache nur natürlich. …

Köln, 27. Juli. Ungeachtet England seine Neutralität erklärt hat, hinderte die britische Regierung nicht die Patronenlieferung von Birminghamer Häusern für Frankreich, die Übernahme der Kohleversorgung der Schiffe der französischen Flotte durch Newcastle,  den Pferdetransport nach Frankreich. Die Entrüstung über diese Art Neutralität ist hier allgemein. *Freiburger Zeitung 30.07.1870*

 

Zynisch und menschenverachtend

 

Von der Hitzekatastrophe in Amerika. Über 4000 Menschen sind durch die fürchterliche Hitze, die in der letzten Zeit die Vereinigten Staaten heimsuchte, ums Leben gekommen. Während die Getreidestaaten um ihre Existenz ringen, da überall die Ernte durch die Sonnenglut vernichtet worden ist, geht man in anderen Teilen Amerikas etwas leichtfertiger und unterhaltsamer an die Bekämpfung der Hitze. *Wiener Bilder 26.07.1936*

Arnstadt Thüringen


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