Archiv für 21. März 2011

Juchhuu!

Die Demokratie in Sachsen – Anhalt hat wie erwartet gesiegt. Den Kandidaten der NATIONALEN FRONT wurde ihr Vertrauen für die geleistete und zu leistende Arbeit ausgeprochen, der Aufbau der entwickelten sozialistischen Gesellschaft, der vom Länderfinanzausgleich finanziert wird, wird ohne Zaudern und weitere Verzögerung fortgesetzt. Einige Veränderungen gibt es aber schon. Da Polizei nun gänzlich überflüssig ist, werden im ganzen Lande künftig  auch Noteingangsaufkleber für Opfer normaler Kriminalität verteilt. Geschäfte, Behörden oder Privathauseingänge, gekennzeichnet mit solchen Noteingangsaufklebern, signalisieren, hierher können sich nach erfolgter Straftat die Opfer flüchten, jedenfalls so lange, bis sie sich beruhigt haben und bereit sind, wieder auf die Strasse zu gehen. Das so eingesparte Geld wird, wie bisher, Künstlern gegen Rechts und angelandeten Demokraten aus Ägypten, Tunesien oder Libyen zugute kommen, Ministerpräsident in spe, Haseloff,  hat die Sachsen – Anhaltiner aufgerufen, noch früher aufzustehen, das Geld, das die Regierung zum Wohle volksfremder Bevölkerungsteile auszugeben gedenkt, verdient sich schliesslich nicht von selbst!

Vorwärts immer!

Seegefecht bei Jasmund

Schleswig Holstein. Über das erste Seegefecht, welches ein Teil der preussischen Marine gegen die an Zahl und Kanonen weit überlegene dänische Flotte in der Ostsee geliefert hat, hat der Kapitän zur See, Jachman aus Swinemünde, d. 17. Abends folgende offizielle Anzeige gemacht.

„Eurer konigl. Majestät Schiffe „Arcona“, „Nymphe“ gingen heute von Swinemünde nach der Divenow und von dort nach Arcona, ohne dänische Kreuzer zu treffen. Um 12 1/2 Uhr bekam ich 7 dänische Schiffe in Sicht, nordöstlich von Arcona, und der Kapitän Kuhn, welcher mit der „Loreley“ von Thiessow aus zu mir stiess, meldete mir, daß die Schiffe Fregatten seien. Ich gab den Befehl, die Kanonenboote unter Land zurückzuziehen und griff mit der „Arcona“, „Nymphe“ und „Loreley“ in einer offenen Ordnung den Feind an, welcher sich mittlerweile sammelte und in zwei Kolonnen rangierte. Als ich mich dem Feind näherte, stellte sich heraus, daß der Feind uns ein Linienschiff, zwei Fregatten, zwei Korvetten und einen Panzerschoner entgegenführte, sämmtlich Schraubenschiffe. (Also Schiffe, die mit Dampfkraft fuhren und nicht nur auf den Wind angewiesen waren.)

Um 2 Uhr eröffneten unsere Schiffe das Feuer, das bald von den Dänen erwidert wurde, worauf sich ein laufendes Gefecht bis 5 Uhr fortsetzte und die Dänen „Arkona“ und „Nymphe“ bis vor Swinemünde verfolgten.  Der Verlust auf ihnen sind 5 Tote und 8 Verwundete, darunter schwer verwundet der erste Offizier Eurer Majestät Korvette, Lieutenant Berger, welcher im Beginn des Gefechts an meiner Seite getroffen wurde. Eurer königl. Majestät gereicht mir zur besonderen Ehre, melden zu können, daß Offiziere und Mannschaften sich während dieses Engagements tapfer und kaltblütig benommen haben. Von der „Loreley“ ist mir noch keine Meldung zugegangen, sie ist nach Thiessow zurück. Die erste Division Kanonenboote konnte nur einen sehr entfernten Teil am Gefecht teilnehmen und dürfte keine Verluste haben. Das dänische Geschwader war dem unsrigen in jeder Hinsicht weit überlegen, dürfte aber ähnliche Verluste erlitten haben.“

In einem Bericht der Nat.-Ztg wird das Verhältnis der beiden Streitkräfte folgendermaßen  geschätzt: Die Dänen hatten nach mäßiger Berechnung 1 Schrauben – Linienschiff mit 64 Kanonen, 2 Schrauben – Fregatten, zusammen mit 84 Kanonen, 2 Schrauben – Korvetten, zusammen mit 28 Kanonen, 1 Panzerschoner mit 3 Kanonen, Summa 179 Kanonen. Preußischerseits standen gegenüber: Die Schrauben – Korvette „Arcona“ mit 28 Kanonen, die Schrauben – Korvette „Nymphe“ mit 13 Kanonen, die Aviso „Loreley“ mit 2 Kanonen. Hierzu die 13 Kanonen der ersten Flotillendivision gerechnet, welcher jedoch ein näherer Anteil nicht gestattet war, so ergibt dies in Summa 56 Kanonen. – Die drei obengenannten Fahrzeuge hatten überdies noch keine Schießübungen abhalten können und vorher keinen scharfen Schuß getan.

Einem Bericht der Ostsee-Ztg. aus Swinemünde d. 17. entnehmen wir noch Folgendes: „Die „Arcona“ nahm zuerst den Kampf auf, die „Nymphe“ folgte. In der Entfernung wurden 6 unserer Dampfkanonenboote gesehen, konnten sich aber nicht am Gefechte beteiligen. Nach etwa 3stündigem Kampfe, in dem mit Vollkugeln, später mit Granaten geschossen wurde, zogen sich unsere Schiffe, der Übermacht weichend, zurück und deckte die „Nymphe“ den Rückzug der „Arcona“. Die „Nymphe“ zählt 2 Tote und 2 Verwundete; die „Arcona“ 3 Tote und 2 verwundete, zu welchen Letzteren auch der Lieutenant I. CL. Berger gehört. Die Takelage der Schiffe ist arg mitgenommen. Die „Nymphe“ hat an der Backbordseite ca. 12 Schuss, grösstenteils matte Kugeln; (12 Treffer aus ermatteten Kugeln, die ihre Wucht verloren hatten, die Entfernung muß also ziemlich groß gewesen sein.) sie erhielt eine glatte Lage von dem Linienschiff und der Fregatte gleichzeitig. Die „Arcona“ ist wenig beschädigt, sie erhielt nur drei leichte Schuß. Die „Nymphe“ hatte den härtesten Standpunkt, indem sie gleichzeitig mit 3 Fregatten und dem Linienschiff engagiert war; es wurden drei Boote derselben, Stützen ec. zerschossen und der Schornstein beschädigt; das stehende und laufende Taugut, wurde mitunter von den feindlichen Kugeln erreicht; doch steht die Beschädigung nicht im Verhältnis zu der Masse der Geschosse. Die Reparatur wird 8 Tage in Anspruch nehmen.

– Die Loreley“ war auch im Gefecht. –  Die Kommandanten und Offiziere haben während der Affaire die größte Kaltblütigkeit an den Tag gelegt und ist der Mut und die große Ruhe, mit der die Mannschaft die Befehle vollzog, hervorzuheben. – Trotz des so ungleichen Kampfes haben die Dänen dennoch eine Lektion bekommen, da unsere Kanoniere gut getroffen haben. Die Beschädigungen der feindlichen Schiffe nicht zu ermitteln, doch bemerkte unsere Mannschaft zu zwei Malen Feuer auf dem Linienschiff; eine Granate ist der einen feindlichen Fregatte vom Bug aus durch das ganze Schiff gefahren. Viele feindliche Kugeln gingen weit über unsere Schiffe hinweg.“

– Wie der Preuß. Staatsanzeiger berichtet, ist der Kapitän zur See Jachmann, für die im Gefecht bewiesene Tapferkeit vom Könige sofort  zum Contre – Admiral ernannt worden.  *Coburger Zeitung 21.03.1864* Bild: Vordergrund eine preußische Korvette und der Avisor „Loreley“, die Breitseiten mit der dänischen Marine austauschen.

Kriech! Kriech! Nur Merkel zaudert noch!

Eine Lumpin, wer sich jetzt nicht zur Waffe greift. Autsch! Da hat die Bundeskanzlerin aber einen Fehler gemacht. Anstatt zu rufen: „Heute sind wir alle Franzosen“, verweigert sie sich noch schamhaft dem Drängen des Erzfreundes Frankreich, irgendwen in der Wüste bombardieren zu lassen, Afghanistan ist den Journalisten noch nicht genug. Ist es mangelnder Patriotismus, der sie hindert, an der Seite des Kleinen Bonaparte, ins Feld zu ziehen? Wohl kaum. Eher wird es wohl am Gelde liegen. Klar, Deutschland hat noch funktionierende Flugzeuge und auch Bomben, deren Haltbarkeitsdauer nicht überschritten ist – an dieser Stelle warnen Verbraucherschützer vor dem Gebrauch von Munition, die lt. Etikett nicht mehr verwendet werden dürfte, Menschen könnten dadurch zu Schaden kommen – aber wer soll Ersatz beschaffen? Und wovon? Soll deswegen der griechische Rentner darben oder der französische Weinbauer? Vielleicht gar der türkische Doppelstaatler in Deutschland, nur, damit der Kleine Bonaparte einen frisch-fröhlichen Krieg führen kann? Vielleicht.

Krieg ist wieder einmal die Lösung und natürlich, wenn der Krieg gegen das eigene Volk geführt wird, dann muß dem bedrängten Volke geholfen werden, auch wenn niemand weiß, wer der Gute und der Böse ist, da tun wir ihn dann ins Schema Blöd, wer die stärkeren Waffen hat, hat auch die Arschkarte, der muß bombardiert werden, bis es sozial gerechte Waffengleichheit gibt. Das kennen wir aus der Presse, der Polizist hat die bessere Ausrüstung und wir weinen um den Intensivtäter, den eine Polizeikugel in der Blüte der Jahre aus dem Leben riss, was hätte er nicht alles noch vollbringen können, in Sachen Raub, Diebstahl oder Körperverletzung. Vorbei.

Man fragt sich allerdings wieder einmal vergeblich, was die Kriterien sind, um in Zeitungen schreiben zu dürfen. Sind Medien sogenannte Behindertenwerkstätten geworden, wo Dauerdebile statt Bürsten zu binden, über das Weltgeschehen philosophieren? Anscheinend ja. Erinnern wir uns mal an Afghanistan. Da mußten die Taliban weg. Also wurde interveniert. Inzwischen dauert die internationale Intervention so lange, wie die sowjetische damals und die Taliban gibt es immer noch. Sicher, in Kabul hat sich viel verbessert, Menschen können dort sogar in ein Hotel gehen und an der Bar sitzen, bevor der nächste Selbstmordmoslem hereinstürmt und sich und andere in die Luft sprengt. Oder der Irak. Wie man hört, soll es dort sogar eine Demokratie geben, in der Moslems Christen  oder Moslems Moslems umbringen. Danke, Amerika. Vorher hatten sie den Hussein, der hat die Iraker umbringen lassen, nun bringen sie sich gegenseitig um, die Lage hat sich also sehr verbessert.

Wenn aber Frankreich sich   demnächst der Probleme in seinen Banlieus annimmt, vielleicht sogar mit Polizei- und Waffengewalt, und die UNO beschliesst, daß nun jeder die französische Regierung bombardieren darf, der über die Mittel dazu verfügt, weil es den Brandstiftern dort um westliche Werte und Freiheiten geht, logisch, dann kann Frankreich froh sein, sollte Deutschland sich diesem Einsatz auch verweigern.

 


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