Archiv für 28. März 2011

Philosoph und Brandstifter

Ja, da gibt es sie nun, die, die sich Philosoph nennen oder von anderen so genannt werden, die harmlosen, arglosen Kriegshetzer, die aus dem Elfenbeinturm, die das Leben schön finden, wenn Bomben fallen und, weil sie nun mal Philosophen sind, auch ganze Staaten in Kriege hineinzerren und sauer sind, wenn andere nicht mittun wollen. Und weil Philosophen auch intelligent sind, finden sie in jeder Weltgegend Menschen, die die Werte der Philosophen teilen, welche das sind, möchte der Autor gerne mal wissen, schätzen die ein gutes Weißbrot, einen schönen Rotwein oder Amelie Poulain? Sicher tun sie das und deshalb müssen jene, die das nicht tun oder sie daran hindern wollen, niedergeschmettert werden, bis auch der letzte Wüstensohn die Werte des Bernard-Henri Lévy teilt. Ein fabelhafter Philosoph und noch fabelhafter ist seine Enthüllung über den unsichtbaren Blutpakt zwischen Frankreich und Deutschland, in dem Deutschland zu den Waffen eilt, wenn Frankreichs Trompeten und Trommeln rufen. Den hat Deutschland nun gebrochen, als sich Westerwelle weigerte, in einen Bandenkrieg einzugreifen, deshalb ist das Westerwelles Ende, sagt der Philosoph. Ein grossartiger Mann.

Aber mal im Ernst, liegt ein Bündnisfall vor? Ist Frankreich militärisch angegriffen worden, unser geliebter NATO – Partner? Muss Deutschland nun jedes Mal, wenn das Schurken – Gremium der UNO beschliesst, jeder darf nun einen Staat bombardieren, wenn er die Mittel dazu hat, dabei mittun? Ist es das, was uns dieser Herr  Lévy erzählen will?

Deutschland sucht den Super – Zaun – Zerstörer

Damit hatte RTL nicht gerechnet. Ausgerechnet am Wahlabend castete RTL für die neue Sendung „Deutschland sucht den Super – Zaun – Zerstörer“, kurz DSDSZZ, und viele, viele kamen. Die Bedingungen waren hart, die an die Kandidaten gestellt wurden. Abstrusen politischen Ideen sollten sie anhängen, nie im Leben gearbeitet haben, wobei Steine zu werfen, Autos anzuzünden oder zu betteln, nicht als Arbeit gewertet wurde, die Ouitfits sollten wenig orginell sein, die Frisuren vorhanden und vor allem sollte sie die Lust an Zerstörung, Anarchie und Verwüstung einen, und ja, alkoholisiert sollten sie sein. Oder zugekifft, je nach Geschmack. Viele Bewerber reisten mit Winkelementen an, um die Jury zu beeindrucken. Während auf den einen „Arbeit – nein Danke!“ stand, zeigten andere wiederum die Ablehnung von Elektroenergie aus Atomkraftwerken an oder „Rettet die Wale“, der Phantasie waren hier keine Grenzen gesetzt, die Auswahlkommission, bestehend aus hervorragenden Grün_innen und Sozialdemokrat_innen, liess sich davon aber nicht beeindrucken, was zählte, war alleine die Leistung. Einen kulturellen Höhepunkt bildete die Vorführung der Polizeireiterstaffel beim Voltegieren und die der Polizeihunde im Apportieren von Stöckchen, als die uniformierten Volkskünstler abrückten, gab es viel herzlichen Beifall. Der Bauzaun um das Areal „Stuttgart 21“ war nach dieser Veranstaltung unbrauchbar, die Teilnehmer zufrieden, das, so RTL, sollte unbedingt wiederholt werden, so viele talentierte junge Menschen, das gibt es nur selten.

Bild: So viele junge, engagierte Menschen. Da muß einem um die Zukunft Deutschlands nicht bange sein.


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