Archiv für 25. März 2011

Ach nee!

Schlimme Kritik im DER WESTEN an der autonomen Hausbesetzerszene. Die 27 Jahre alte Camelia aus Bulgarien sagt, dass sie keinem Mann gehorcht. Seit sechs Monaten ist sie in Dortmund. „Der Strich ist sicher“, sagt sie in gebrochenem Deutsch. „In Bulgarien ist alles scheiße.“ Deswegen sei sie nach Deutschland gekommen. Hier lebe sie allein, ohne Familie. „Eine Katastrophe“ sei die Mallinckrodtstraße mit ihren vermüllten und besetzten Häusern, auf dem Strich sei es aber ok, sagt sie und hält den Daumen hoch. Und Sebastian meint, ohne Prostitution, würden die Vergewaltigungszahlen in die Höhe schnellen.  „Wenn der Strich geschlossen wird, hat das Vergewaltigungen zur Folge.

Mal davon abgesehen, daß wir nun alle ganz froh sind, daß uns die jüngeren EU – Mitglieder vor allem mit Facharbeitern – und Facharbeiterinnen für Kriminalität oder Hurerei beglücken, wie sehr hat Deutschland bis dahin unter Mangel an diesen gelitten, sollte es uns doch alle beunruhigen, daß in gewissen Gegenden, die noch Deutschland genannt werden, Massenvergewaltigung nur durch Prostitution vorgebeugt werden kann. Wie die ländlichen Gegenden, in denen Huren rar sind, damit klar kommen, wissen wir ja schon. Mit „Bauer sucht Frau“.

Kriegsbeute

 

Live aus Japan

Die Selbstmordstatistik 1909

Eine Selbstmordstatistik 1909 ist im neuen Vierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reiches enthalten. Darnach sind in diesem Jahre auf 100 000 Einwohner des Reiches 22,3 Selbstmorde entfallen. Diese Verhältniszahl ist die höchste seit dem Jahre 1893. Im Jahre 1908 waren auf 100 000 Einwohner 21,3 Selbstmorde entfallen, eine Zahl, die in den Jahren 1903 und 1894 mit 21,7 ziemlich erreicht war. Am niedrigsten stellte sich die Verhältniszahl während des angegebenen Zeitraumes in den Jahren 1898 und 1899 (also in den Jahren besonders günstiger wirtschaftlicher Entwicklung) mit 19,9 und 19,5; für die übrigen Jahre schwankt die Verhältniszahl zwischen 21,4 und 20,2. Preußen bleibt mit 21,4 ein wenig unter dem Reichsdurchschnitt.

Innerhalb Preussens steht nicht Berlin mit 32,7, sondern die Provinz Brandenburg mit 35,0 am ungünstigsten da; es folgen Sachsen mit 32,2, Schleswig- Holstein mit 29,9 und Schlesien mit 23,3. Die wenigsten Selbstmorde innerhalb Preussens haben die Provinzen Posen mit 12,3, die Rheinlande mit 13,1, Westphalen mit 14,3, Westpreußen mit 13,7, Ostpreußen mit 15,6 aufzuweisen.  In Pommern entfielen auf 100 000 Einwohner 18,0, in Hohenzollern 20,1, in Hannover 21,6 und in Hessen – Nassau 21,7 Selbstmorde.

Was die übrigen Bundestaaten anbelangt so beträgt die Verhältniszahl für Bayern 15,6, für Sachsen 32,0, für Württemberg 20,2, für Baden 22,1, für Hessen 23,6, für Mecklenburg – Strelitz 27,8, für Oldenburg 30,3, für Braunschweig 32,5, für Sachsen – Meiningen 29,4, für Sachsen – Altenburg 40,6, für Sachsen – Koburg – Gotha 52,5, für Anhalt 38,6, für Schwarzburg – Rudolstadt 20,1, für Waldeck 15,1, für Reuß ä L. 26,8, für Reuß i. L. 36,5, für Schaumburg Lippe 18,0, für Lübeck 28,9, für Bremen 40,5, für Hamburg 36,0, für Elsaß – Lothringen 15,2. Im Verhältnis wurden also weitaus die meisten Selbstmorde in Sachsen – Koburg – Gotha, einigen anderen sächsisch – thüringischen Bundesstaaten und in den Hafenstädten Bremen und Hamburg begangen. *Freiburger Zeitung 25.03.1911*

Wir wissen nicht, was die Leute damals dazu getrieben hat, Selbstmord zu begehen, sicher waren es keine Mobbingseiten, eine drohende radioaktive Wolke und auch nicht Goethes Werther. Die Welle war lange vorüber.  Es sei aber jedem Selbstmordwilligen angeraten, sich vorher über das finanzielle Desaster Gedanken zu machen, das er mit seinem Selbstmord bei Eltern, Geschwistern oder anderen Verwandten anrichtet, weil, hinterher geht ja nicht mehr.

 

Libyen, Libyen, Libyen

Kriegslüsterne Tattergreise, die sich dadurch auszeichnen, daß sie Reportagen über ihre Restaurantbesuche drehen lassen, Journalisten, die wahrscheinlich aus Gewissensgründen nie eine Waffe anrührten, brutale Schlägertypen, die das deutsche Volk deshalb zum Aussenminister machte, sie alle eint die Sehnsucht, andere Leute totschlagen zu lassen und keine Parole ist ihnen deshalb unwert genug, um nicht gebraucht zu werden. Neben Fukushima zittert der Medienwald auch darum, was aus den libyschen Banditen wird, die sich mit anderen Banditen darum streiten, wer der neue Gangsterboss sein darf, deshalb muß sich Deutschland militärisch dort einmischen, tönt zum Beispiel Herr Broder, ob der jemals eine Kaserne von innen gesehen hat oder die Eskaladierwand bezwungen, das darf bezweifelt werden. Das libysche Volk löscht sich gerade gegenseitig aus, und was uns nicht traurig stimmen sollte, beim deutschen, was die Welt sogar besser machen könnte, wie Herr Broder nicht müde wird, bei verschiedener Gelegenheit zu wiederholen, in Libyen darf das nicht geschehen, deshalb – Volk ans Gewehr, da hallt ein Ruf wie Donnerhall, zu den Waffen, zu den Waffen,  und am deutschen Wesen muß in solchen Fällen die Welt genesen, die gesundet sowieso schon daran, daß Leute wegen des Biosprits nichts auf dem Teller und zu essen haben, warum also nicht auch ein paar Libyer totschiessen lassen, um Menschen zu schützen, denn das sind die Soldaten des Schmierendiktators nicht.

In Fragen des Sudan und der täglichen Menschenrechtsverletzungen, was wie ein Hohn klingt, wo arabische Reiterhorden andere Menschen regelmäßig umbringen und das seit Jahren und Jahrzehnten, und völlig unbeeinträchtigt von französischen und amerikanischen Kampfjets, da schaut die Koalition der Empörungswilligen bedauerlicherweise zu. Kann sein, es liegt daran, daß die Araber keine Panzer, Flugzeuge oder Artillerie einsetzen, bei ihrer Menschenjagd, kann aber auch sein, daß es eben um etwas völlig anderes geht, als Menschenrechte, Freiheit und Demokratie, denn die sollten doch wohl überall gleichwertig sein. Oder nicht?

Sudan? War da etwas?

Weiterlesen ‚Libyen, Libyen, Libyen‘


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